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Posts by Tim Wollesen

Spannend!

6 hours ago 0 0 0 0

Danke. Wir gehen da gerade ein großes finanzielles Risiko ein. Ich hoffe ihr wisst das. Aber die Pressefreiheit ist heilig.

2 days ago 226 38 5 0
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Datenklau für Putin?: So wurden 36.368 Polizisten an Spione verraten Sensible persönliche Daten von 36.368 österreichischen Polizisten, Staatsschützern und verdeckten Ermittlern landeten in der Schreibtischschublade eines FPÖ-Politikers – und bei mutmaßlichen Kreml-Age...

Exklusiv: Die Justiz lässt eine Bombe Platzen: 36.000 österreichische Beamte haben Opfer-Status in einem neuen Verfahren gegen Egisto Ott: Sensible persönliche Daten ALLER Polizisten landeten in der Schreibtischschublade eines FPÖ-Politikers – und bei mutmaßlichen Kreml-Agenten.

6 days ago 381 146 13 10
Land streicht Beschleunigungszone Das Land Oberösterreich reduziert die Flächen für Beschleunigungszonen für Windkraft. Eine geplante Zone im Mühlviertel beim bestehenden Windpark am Sternwald wird nicht kommen, bestätigte das Büro von Energielandesrat Markus Achleitner (ÖVP) einen Medienbericht am Donnerstag.

Was darf Satire?

Das Land OÖ streicht eine Beschleunigungszone für Windkraft unter anderem mit dem Argument, dass dadurch Wölfe „existenziell“ gefährdet würden. Zur Erinnerung: Oberösterreich hat erst im Vorjahr den Abschuss von Wölfen deutlich erleichtert.

1 week ago 544 146 23 14

New species from the #CoralSeaFrontiers expedition featured in the Australian media. yeah, yeah fish-but I found a bunch of new and rare sea stars. So there! www.abc.net.au/news/2026-04...

3 weeks ago 11 5 0 0

Super, Ihr macht den Unterschied! Weiterhin viel Erfolg und Durchhaltevermögen!

3 weeks ago 4 0 1 0
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Excited to have two weeks of box turtle surveys scheduled for this spring with a bunch of local partners and an incredible wildlife detection dog team!

These are turtle shells from just one of my sites last season! All this variation in shell pattern and color from just one site is incredible.

3 weeks ago 99 12 1 4
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Research Associate – Leadership of the Marine Station Carolinensiel (Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in, salary level E 13 TV-L, 100%)

🌊 Dream job in marine science:
Run your own marine station + build an independent research program

We’re hiring a Research Associate to lead the Marine Station Carolinensiel (University of Münster)

Field + lab • leadership • permanent position.
Please RT!

stellen.uni-muenster.de/jobposting/3...

3 weeks ago 22 24 1 3

Wenn ihr Lust und Zeit habt, kommt gerne vorbei – ich kann euch eine
Tour durch unseren Aquarienraum (Aqualab) geben. Außerdem warten noch viele weitere coole Mitmach-Stationen auf euch. #LNF

3 weeks ago 2 0 0 0
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Am 24.04. findet wieder die Lange Nacht der Forschung statt – auch bei uns an der Uni Wien in der Schlachthausgasse im 3. Bezirk.
Es gibt viel Spannendes auch für Kinder zu entdecken, auszuprobieren und
zu bestaunen.

3 weeks ago 5 3 1 0
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Doktorand:in (m/f/d) “Blasentang Wiederansiedlung”

We are looking for a doctoral researcher that wants to develop methods to restore bladderwrack meadows in the Baltic in cooperation with the #Fubluc consortium, see www.geomar.de/karriere-cam... @geomarkiel.bsky.social @univie.ac.at Research diving certificate / willingness to obtain one required.

3 weeks ago 5 6 0 4
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Oxygen supply through the tracheolar–muscle system does not constrain insect gigantism - Nature New evidence suggests that diffusive oxygen transport through the tracheolar–muscle system is not the limiting factor on insect body size.

Contrary to popular belief, the concentration of oxygen in the atmosphere does not constrain the size of insects - paper in @nature.com www.nature.com/articles/s41...

4 weeks ago 18 5 0 1
Erklär mir die Welt

Der großartige @asator.bsky.social hat mit mir in #ErklärMirDieWelt über Flüsse gesprochen. Es ist eine Special Edition mit rauer Stimme von der ewigen Verkühlungssaison heuer 😅 Danke für die Einladung und die tollen Fragen!

4 weeks ago 16 8 3 0
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Die neuen CO2-Zahlen vom UBA lesen sich wie eine Dokumentation von Desinteresse & Ignoranz gegenüber unseren Klimazielen. Auf Regierungsversprechen ist in Sachen Klima kein Verlass. Und ohne rechtlichen Druck, breites Engagement & Protest haben wir keine Chance. Die Hoffnung liegt bei den Menschen.

1 month ago 466 124 19 4

Mann, der ist so gut, dass ich überlege wieder drüben einen Account zu öffnen ;)

1 month ago 0 1 0 0
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Stopp femizide - today's protest at the parliament in Vienna

1 month ago 1 0 0 0
Assistant/Associate Teaching Professor, Marine Biology About the Opportunity About the Opportunity: The Department of Marine and Environmental Sciences at Northeastern University in Boston, Massachusetts invites applications from qualified candidates for ...

My department is hiring a Teaching Professor in Marine Biology!
northeastern.wd1.myworkdayjobs.com/careers/job/...
Application review will begin on March 31, 2026 #EcoEvoJobs #EvolJobs #PhDjobs @ecoevo.social.ecoevo.social.ap.brid.gy

1 month ago 19 19 0 2
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Early nervous system development in the chaetognath Spadella cephaloptera exhibits conserved bilaterian patterning features www.biorxiv.org/content/10.64898/2026.03...

1 month ago 7 4 0 0

Welchen Technologien es völlig egal ist, wie gerade die Verkehrslage an der Straße von Hormus ist:

Solaranlagen
Windräder
Wärmepumpen
E-Autos

Und welchen nicht:

Verbrenner
Gaskraftwerke
Gasheizungen
Ölheizungen

Ratet mal welche Technologien die Regierung ausbremst & welche sie am Leben hält?

1 month ago 2599 862 51 15
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A Diacamma ant foraging on a leaf in Danum Valley, Sabah. These ponerines are sometimes called fingerprint ants. You’ll see why if you zoom in and look at the cuticular sculpturing on the thorax and gaster.

1 month ago 20 3 0 0
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The Dream of the Butterfly

1 month ago 533 155 6 5

Final version @nature.com of our paper describing unconventional multicellular development in a choanoflagellate inhabiting an extreme environment. A ton of new data since the first @biorxivpreprint.bsky.social preprint (which we've kept updating).

A brief 🧵 (carried over from the old place)

1 month ago 380 152 16 15
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Männergedenktag: Männergedenktag Über 60 Männer gedenken am 2. März von 9.30 bis 11.00 vorm Parlament und vorm Bundeskanzleramt an alle getöteten, vermissten und (schwer) misshandelten Frauen in Österreich. Partnergewalt tötet Frauen...

Über 60 Männer gedenken am 2. März von 9.30 bis 11.00 vorm Parlament und vorm Bundeskanzleramt an alle getöteten, vermissten und (schwer) misshandelten Frauen in Österreich.

1 month ago 52 12 1 0

Kriminelles Handeln muss nur groß genug bzw. normalisiert sein, dann wird es strafrechtlich nicht verfolgt. Unser fossiler Lebensstil fällt für mich in diese Kategorie. Eine tolle Ablenkung ist, jene strafrechtlich zu verfolgen, die auf dieses alltägliche Unrecht mutig hingewiesen haben 😪

2 months ago 309 99 6 5
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Lange wurde über die “Krise des wissenschaftlichen Publikationssystems” debattiert – jetzt sind Entscheidungen fällig Das “wissenschaftliche Publikationswesen” mag nach einer von vielen Treppenstufen im akademischen Elfenbeinturm klingen. Doch dieses System reicht weit über die Wissenschaft hinaus. Im Umfeld des wissenschaftlichen Publikationswesens hat sich eine inzwischen weitgehend KI-gestützte Betrugsindustrie etabliert, deren Umsätze in die Hunderte von Millionen Dollar pro Jahr gehen. 1 In einer ihrer ersten „Executive Orders“ nimmt die zweite Trump Administration auf die sogenannte Replikationskrise im wissenschaftlichen Publikationssystem Bezug, um politische Eingriffe in bestimmte Forschungsfelder zu legitimieren. 2 Währenddessen extrahieren wenige international agierende Konzerne mit den legalen Bestandteilen dieses öffentlich finanzierten Systems astronomische Summen. Diese Milliarden wurden zum einen in datengetriebene Überwachungstechnologien investiert, die inzwischen z.B. über den Weiterverkauf von Daten an staatliche Stellen wie ICE in den USA monetarisiert werden. 3 Gleichzeitig schufen Gewinnmargen von über 40 Prozent enorme finanzielle Spielräume für die C-Suite der Konzerne. Ohne üppige Bibliotheks-Zahlungen an Pergamon Press wäre die Tochter von Verlags-Magnat Robert Maxwell, 4 Ghislaine Maxwell, wahrscheinlich nie in die Kreise um Jeffrey Epstein geraten. In den über 30 Jahren, in denen Academia die “Krise des wissenschaftlichen Publikationswesens” diskutiert hat, haben die öffentlichen Mittel, die in dieses krisengeschüttelte, globale Publikationswesen geflossen sind, also nicht nur sexuellen Missbrauch und Betrug im grossen Stil indirekt mitfinanziert, sondern trugen mittelbar auch zu Frontalangriffen auf Demokratie, Menschenrechte und die Wissenschaft selbst mit bei. In ihrem jüngsten Beitrag im _Merkur_ fragt Petra Gehring zurecht: “Wer aber hat dies – und wann – im Wissenschaftssystem verstanden?” 5 An Lösungsansätzen hat es in der Vergangenheit nicht gemangelt. Gleichwohl lässt sich den Beiträgen sowohl von Petra Gehring, als auch in der Replik von Diethard Tautz präzise entnehmen, woran viele dieser Ansätze letztlich gescheitert sind. 6 Inzwischen liegen neue Vorschläge vor, die versuchen, die Krise grundsätzlicher anzugehen. Frau Gehring greift dabei nicht nur den jüngsten Vorschlag der Leopoldina auf, zu dem Herr Tautz seine Replik formuliert hat, sondern verweist auch auf unseren Ansatz, wissenschaftliche Journale durch dezentrale Infrastrukturen zu ersetzen, auf den sich die vorliegende Stellungnahme bezieht. 7 Replikationskrise, Beschaffungskrise, Funktionalitätskrise, KI Slop – die Liste der Teilkrisen des wissenschaftlichen Publikationswesens ist lang, gut dokumentiert und in ihren Folgen detailliert beschrieben. Zunehmend setzt sich die Einsicht durch, dass viele der gut gemeinten Reformversuche der vergangenen Jahrzehnte eher als Verschlimmbesserungen zu bewerten sind. Die lange marginalisierte infrastrukturelle Ebene – jene Stufe im Elfenbeinturm – wirkt inzwischen nicht mehr wie ein akademischer Treppenwitz. Sie droht vielmehr, die Tragfähigkeit des gesamten Systems zu unterminieren. Auf dieser Diagnose beruht unser Vorschlag, das historisch gewachsene, von Konzernen parasitierte Publikationswesen durch eine zeitgemäße wissenschaftliche Kommunikationsinfrastruktur zu ersetzen. Gerade weil zumindest die Fachleute die Ursachen der Krise inzwischen vergleichsweise gut verstanden haben, weist der Vorschlag der Leopoldina in zentralen Punkten erhebliche Parallelen zu unserem Ansatz auf, auch wenn sich beide in anderen Aspekten unterscheiden. Petra Gehring hat diese Gemeinsamkeiten präzise herausgearbeitet, wenn sie auf die geteilte Diagnose der strukturellen Probleme hinweist. Beide Konzepte betonen die Notwendigkeit, die Finanzierung der wissenschaftlichen Kommunikationsinfrastruktur über haushaltsbasierte, kompetitiv ausgeschriebene Verfahren zu gestalten – so, wie es in allen anderen Bereichen öffentlicher Infrastruktur längst üblich ist. Beide heben Resilienz gegenüber politischen Eingriffen und Naturkatastrophen als leitendes Gestaltungsprinzip hervor. Und beide zielen darauf, die Governance des Publikationswesens wieder in die Hände der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu legen. Diese drei Eckpfeiler würden zusammen auch erlauben, der systematischen Datenextraktion wirksam einen Riegel vorzuschieben. Die von Herrn Tautz erwähnte, von der Europäischen Union unterstützte Lösung entspricht diesen Leitlinien in bemerkenswerter Weise. Open Research Europe (ORE) wurde kompetitiv ausgeschrieben, wird inzwischen dezentral finanziert und soll auch technisch weiter dezentralisiert werden, nicht zuletzt aus Gründen der Resilienz. Die Governance soll zukünftig auch bei den wissenschaftlichen Institutionen angesiedelt werden. 8 ORE hat damit bereits wesentliche Schritte auf dem Weg vollzogen, der auch von der Leopoldina und weiteren internationalen Expert*innengremien skizziert wurde. In den grundlegenden finanziellen und technischen Fragen lässt sich insofern ein breiter Konsens erkennen, der sich auch in den Beschlüssen der Wissenschaftsminister*innen im Rat der EU widerspiegelt. 9 Unterschiede zwischen den Ansätzen zeigen sich vor allem jenseits dieser finanziell-technischen Dimension, insbesondere in der Frage nach der Rolle von Zeitschriften als Grundlage wissenschaftlicher Gemeinschaften. Hier liegt auch der Kern von Gehrings berechtigter Skepsis gegenüber allzu universalistischen Lösungsansätzen. Diese Rolle von Zeitschriften wird nicht nur zwischen den Vorschlägen unterschiedlich bewertet, sondern variiert erheblich zwischen den Disziplinen. In der Mathematik werden die zentralen Journale häufig von führenden Mathematiker*innen selbst herausgegeben und prägen so maßgeblich die Entwicklung ihrer Fachgebiete. In der Biomedizin hingegen liegt die redaktionelle Kontrolle der wichtigsten Zeitschriften vielfach bei professionellen Editor*innen, die früh aus der aktiven Forschung ausgeschieden sind (in der Wissenschaft nicht selten polemisch als „failed scientists“ bezeichnet), was diesen ökonomisch dominanten Bereich in erheblichem Maße konzerngetrieben fremdsteuert. In vielen Fächern der Physik existieren Journale fast nur noch als formale Referenzrahmen, für Journalnamen in den Lebensläufen – gearbeitet wird jedoch ausschließlich auf dem Preprint-Server arXiv. Hier würden die meisten ein Verschwinden der Journale vermutlich erst bemerken, wenn sie dort nicht mehr einreichen könnten. Andere Fächer wiederum definieren ihre Gemeinschaft primär über Konferenzen und deren Proceedings oder über eine einzelne zentrale Zeitschrift. In den Geisteswissenschaften schließlich – worauf Frau Gehring zu Recht hinweist – kommt dem redaktionellen Engagement eine noch größere Bedeutung zu, und Buchpublikationen spielen weiterhin eine gewichtige Rolle. Frau Gehring betont hierbei, dass Publizieren oft kein bloßer Distributionskanal für bereits abgeschlossene Forschung ist. In vielen Disziplinen ist der Forschungsprozess selbst textuell, kollaborativ und diskursiv organisiert. Infrastruktur ist hier nicht Rahmenbedingung, sondern Teil der epistemischen Praxis. Genau dieser Punkt: dass die Grenze zwischen Infrastruktur und Forschung zu verschwimmen beginnt, wird im digitalen Zeitalter für alle Disziplinen zentral und ist bei künftigen Entwicklungen immer zu beachten. Die ausgeprägte Heterogenität der Landschaft macht allerdings deutlich, dass ein einheitliches Organisationsmodell dem wissenschaftlichen Publikationswesen nicht gerecht werden kann. Herr Tautz betont zutreffend, dass gerade eine wissenschaftsgeleitete Infrastruktur den einzelnen Gemeinschaften ermöglicht, ihre etablierten Arbeitsweisen fortzuführen und zugleich strukturelle Probleme zu adressieren. Die Unterschiede zwischen den Disziplinen lassen sich dabei durchaus als soziale Unterschiede verstehen, insofern unterschiedliche wissenschaftliche Sozietäten jeweils eigene Regeln und Praktiken entwickeln. Moderne soziale Technologien, die außerhalb der Wissenschaft seit über anderthalb Jahrzehnten erprobt sind, bieten hierfür bislang kaum ausgeschöpfte Potenziale. Initiativen wie die „Humanities Commons“ und die dazugehörige Mastodon-Instanz hcommons.social zeigen, dass gerade die Geisteswissenschaften hier innovative Wege beschreiten. 10 Vor diesem Hintergrund erscheint es naheliegend, den von der EU mit ORE eingeschlagenen Weg, der die weithin als grundlegend identifizierten finanziell-technischen Aspekte der Krise adressiert, breiter aus der Wissenschaft heraus zu unterstützen. Eine solche breite Unterstützung würde über die Governance sicherstellen, dass keine Disziplin strukturell bevorzugt wird, und zugleich die konsequente Weiterentwicklung einer resilienten, dezentralen Infrastruktur einfordern. Diese Infrastruktur würde es kleineren wie größeren Institutionen ermöglichen, eigenständig oder kooperativ Instanzen zu betreiben. Zugleich ließe sich sicherstellen, dass die nutzerseitigen Komponenten ausreichend flexibel gestaltet sind, um den unterschiedlichen Bedürfnissen wissenschaftlicher Gemeinschaften gerecht zu werden. Vieles an den wissenschaftlichen Zeitschriften aus dem 17. Jahrhundert mag heutzutage aus der Zeit gefallen oder sogar klar kontraproduktiv geworden sein. Gleichwohl führen manche Fachgemeinschaften überzeugende Gründe an, bestimmte funktionale Elemente nicht vorschnell aufzugeben. Eine moderne Infrastruktur erleichtert es, solche produktiven Aspekte zu bewahren und zugleich in problematischen Bereichen substanzielle Verbesserungen zu erzielen. Zwar wird in vielen Disziplinen bereits heute eine erhebliche Begutachtungsbelastung beklagt; gleichwohl mag es Fachgemeinschaften geben, für die begutachtete “Zeitschriften”, wie es sich die Arbeitsgruppe der Leopoldina vorstellt, essentiell sein können. Dafür ließen sich solche Prozesse natürlich problemlos in einer modernen Infrastruktur abbilden. Richtig umgesetzt, könnten so begutachtungsbasierte Vorgänge gerade in kompetitiven Feldern wie der Biomedizin eventuell sogar zu einem wirksamen Instrument gegen die Replikationskrise werden, vielleicht z.B. durch die Etablierung von Prozessen zur Kuratierung und redaktionellen Bearbeitung von Artikeln nach Gesichtspunkten der Reproduzierbarkeit. Unser Vorschlag steht solchen Experimenten nicht entgegen, sondern bietet im Gegenteil einen geeigneten Rahmen dafür. Eine Infrastruktur muss nicht unbedingt nur Trägersystem bleiben, sondern kann auch Mitgestalter wissenschaftlicher Praxis werden. Eine Infrastruktur für alle Wissenschaften bedeutet also nicht, alles über einen Kamm zu scheren. Sie bedeutet vielmehr, gemeinsame Probleme kooperativ anzugehen und Türen in die Wände zwischen den Disziplinen zu bauen, ohne dabei die Vielfalt zu vernachlässigen. Oder, um es ökonomisch zu formulieren: Die Differenz zwischen den tatsächlichen Publikationskosten für einen durchschnittlichen wissenschaftlichen Artikel und den Preisen, die die ehemaligen Verlage, die sich zunehmend zu Überwachungskonzernen gewandelt haben, verlangen, wird auf 80–90 Prozent geschätzt. 11 Würden die Vorschläge der Leopoldina oder unser Ansatz weltweit umgesetzt, lägen die Einsparungen nach konservativen Schätzungen in einer Größenordnung von etwa 8–9 Milliarden Dollar oder Euro jährlich – zusätzlich zu den darin schon eingepreisten laufenden Publikationskosten. Bereits ein kleiner Bruchteil dieser Summen würde erhebliche Spielräume für Innovationen in der Wissenschaftskommunikation eröffnen. Zu Petra Gehrings These eines „Offenheits-Missverständnisses“ ist hier ausführlicher Stellung zu nehmen, denn sie berührt einen zentralen Punkt der gegenwärtigen Debatte. In den Naturwissenschaften war die Literatur bis Anfang der 2010er Jahre in der Tat vielfach ‚geschlossen‘ (Gehring): die Preise der Journale in den Naturwissenschaften waren über mehrere Jahrzehnte derart rasant gestiegen, dass noch nicht einmal die ständigen Kürzungen der Etats zur geisteswissenschaftlichen Literaturversorgung viele Abonnements auf Seite der Naturwissenschaften retten konnten. In dieser Zeit war eine Literaturrecherche mehr eine mühselige Glückssache als ein methodisches, systematisches Vorgehen. Erst mit der zunehmenden Erosion der Bezahlschranken vor nun fast 15 Jahren verlor das klassische Abonnementmodell an Bedeutung – und damit wurde der „Brandbeschleuniger“ (Gehring) DEAL erst möglich. Nur weil vielen Wissenschaftsbereichen nun die gesamte Literatur endlich zugänglich geworden war, konnten Konsortien wie DEAL nicht nur in Deutschland die Verträge kündigen und damit Verhandlungsmacht entwickeln. Es ist sicherlich kein Zufall, dass exakt zu diesem Zeitpunkt, nahezu synchron, nicht nur DEAL entstand, sondern auch die Verlage begannen, in die lukrative Überwachungstechnologie zu investieren. Seitdem bedeutet „Open Science“ in den experimentellen Wissenschaften vor allem den offenen Zugang zum gesamten Forschungsprozess: zu Methoden und Protokollen, mit denen die Experimente durchgeführt wurden; zur Software, mit der die experimentellen Parameter gesteuert und die gemessenen Daten abgespeichert werden; zum Code, der aus den Daten Abbildungen erstellt, aus denen durch Auswertung Ergebnisse werden. All das muss offen zugänglich sein (und konnte es in der vor-Internet Zeit einfach nicht sein), um nachvollziehen zu können, wie die Ergebnisse zustande gekommen sind. Wenn darüber hinaus auch „wissensversessene Nerds“ (Gehring) diese Ressourcen nutzen, ist das eine begrüßenswerte, aber nicht zwingende Konsequenz. Vor diesem Hintergrund stellt eine Bezahlschranke für den zusammenfassenden Artikel heute kein zentrales Hindernis mehr dar. Gerade für die systematische Dokumentation von Daten, Methoden, Software und Code ist eine moderne, dezentrale Infrastruktur von zentraler Bedeutung, da sie diese Prozesse automatisieren und damit wertvolle menschliche Ressourcen freisetzen kann. Insofern ist diese Offenheit inzwischen zu einer Leitformel moderner Wissenschaft geworden. Doch zugänglich zu sein bedeutet noch nicht, gemeinschaftlich organisiert und handlungsfähig zu sein. Zwischen „Open“ und einer wissenschaftlichen Allmende besteht ein Unterschied: Offenheit beschreibt eine Eigenschaft von Inhalten, eine Allmende – oder moderner gesprochen: ein Commons – dagegen ein institutionelles Verhältnis; eine Ressource, die von einer Gemeinschaft getragen und verantwortet wird. Open Science kann daher die Voraussetzung einer solchen Allmende sein, ersetzt sie aber nicht. Erst wenn wissenschaftliche Gemeinschaften die Infrastruktur, in der geforscht und publiziert wird, auch selbst gestalten, wird aus Offenheit kollektive Selbstorganisation. Insofern lässt sich der mit ORE eingeschlagene Weg als ein Schritt in Richtung Allmende lesen. Ihr Kern ist nicht das bloße Zugriffsrecht, sondern die kollektive Verantwortung für Pflege, Weiterentwicklung und Regelsetzung. Die konzeptionelle Trennung zwischen finanziell-technischen und sozialen Elementen des wissenschaftlichen Publikationswesens ist nicht nur analytisch naheliegend, sondern auch praktisch notwendig, um zu verhindern, dass Letztere durch Erstere dominiert werden – ein Problem, das die heutigen Verlagssysteme in aller Deutlichkeit vor Augen führen. Wissenschaftliche Gemeinschaften wären kaum je freier von ökonomischen Zwängen als innerhalb einer Infrastruktur, die explizit darauf ausgelegt ist, wissenschaftliche Kommunikation kontinuierlich und experimentell weiterzuentwickeln – in einer Allmende. Frau Gehrings Beitrag enthält viele wichtige und richtige Einsichten. Und auch ihr Verdacht, dass „der Datenhunger des Wissenschaftssystems selbst und keineswegs nur die »corporate publisher« … zu den Ursachen der Publikationskrise zählen“ könnte, wird in den Jahren seit unserer Veröffentlichung zunehmend schwerer von der Hand zu weisen. Auf Basis eigener Erfahrungen, zahlreicher Berichte aus der Wissenschaftspraxis sowie durch Analogieschlüsse aus dem Verhalten leitender Akteur*innen außerhalb der Wissenschaft stellt sich mittlerweile unweigerlich die Frage, inwieweit sich nicht auch Hochschulleitungen und politische Verwaltungsebenen zu Vasallen und Steigbügelhaltern globaler Überwachungskonzerne machen. Die wachsenden Beharrungskräfte 12 – selbst angesichts immer unverhohlenerer Verletzungen grundlegender Rechte – sowie Entscheidungen von Leitungen entgegen den ausdrücklichen Empfehlungen der zuständigen Gremien, lassen sich durchaus als Indizien auffassen, dass es auch jenseits der Konzerne, innerhalb der Wissenschaft, mächtige Akteur*innen gibt, deren Prioritätensetzungen nicht primär auf Forschung und Lehre ausgerichtet zu sein scheinen. ## **Fazit: Von der Debatte zur Entscheidung** Drei Jahrzehnte wurde die Krise des wissenschaftlichen Publikationssystems analysiert, beschrieben und diskutiert. Die Alternativen sind bekannt, erste praktische Umsetzungen – von ORE bis PCI 13 – zeigen, dass Veränderung möglich ist. In den zentralen finanziell-technischen Fragen herrscht mittlerweile ein bemerkenswerter Konsens. Was noch fehlt, ist nicht Wissen, sondern Wille. Solange Academia weiter debattiert, erstarren die Strukturen, die sie eigentlich überwinden will. Mit jedem Jahr wächst die Abhängigkeit von kontraproduktiven Plattformen, deren Geschäftsmodelle zudem kaum den Grundwerten von Wissenschaft, demokratischer Selbstbestimmung und auch der Sicherheit von Forschung und Forschenden entsprechen. Die hier diskutierten Ansätze – bei allen Unterschieden im Detail – zeigen einen Weg in Richtung Allmende, einem “Scholarly Commons”: eine Infrastruktur, die Offenheit nicht nur zulässt, sondern institutionell verankert; in der wissenschaftliche Gemeinschaften ihre Kommunikationsräume selbst gestalten, statt sie bloß zu nutzen. 14 Es geht nicht nur um Einsparungen oder Effizienz, sondern um die Souveränität der Wissenschaft über ihre eigenen Praktiken und Ressourcen. Die Diagnose liegt vor, die Instrumente ebenso. Die Frage ist nicht mehr, ob das System überwunden werden muss, sondern wann die wissenschaftliche Gemeinschaft bereit ist, die notwendigen Schritte zu gehen. Die Debatte war wichtig – Entscheidungen sind jetzt fällig. _Dieser Text ist unter den deutschsprachigen Autoren des“Replacing”-Artikels inhaltlich abgesprochen._ ## FUSSNOTEN & QUELLENANGABEN 1. https://www.nature.com/articles/d41586-025-01824-3 ↑ 2. https://www.whitehouse.gov/presidential-actions/2025/05/restoring-gold-standard-science/ ↑ 3. https://theintercept.com/2021/04/02/ice-database-surveillance-lexisnexis/ https://theintercept.com/2022/06/09/ice-lexisnexis-mass-surveillances/ ↑ 4. https://www.theguardian.com/commentisfree/2011/aug/29/academic-publishers-murdoch-socialist https://www.monbiot.com/2018/09/17/honourable-theft/ https://www.snopes.com/news/2025/11/26/robert-maxwell-scientific-research-paywall/ ↑ 5. https://www.merkur-zeitschrift.de/artikel/shining-diamond-a-mr-80-1-20/ ↑ 6. https://www.merkur-zeitschrift.de/2026/01/30/diamond-ist-die-antwort-die-gegenwaertige-krise-des-wissenschaftlichen-publikationssystems-kann-ueberwunden-werden/ ↑ 7. https://royalsocietypublishing.org/rsos/article/10/7/230206/92011/Replacing-academic-journalsReplacing-academic https://verfassungsblog.de/rechnungshof-statt-redaktionsschluss/ ↑ 8. https://op.europa.eu/en/publication-detail/-/publication/3603e219-6a65-11ef-a8ba-01aa75ed71a1/language-en ↑ 9. https://www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2023/05/23/council-calls-for-transparent-equitable-and-open-access-to-scholarly-publications/ ↑ 10. https://hcommons.org/ ↑ 11. https://f1000research.com/articles/10-20/v2 ↑ 12. s. dazu auch _Forschung & Lehre_ 10|25: Mit Luft nach oben Digitalisierung im Forschungssektor schreitet voran. “Ansätze zur Entwicklung einer neuen Reputationsökonomie im Hochschul- und Wissenschaftssektor, bei denen die Überbetonung quantitativer Indikatoren wie dem H-Index bei der Bewertung wissenschaftlicher Leistungen einem stärkeren Fokus auf Aspekte wie Qualität und Wirkungen weichen soll, wurden hingegen nur von 13,7 Prozent der Hochschulleitungen unterstützt. 51 Prozent der Hochschulleitungen betonten, dass sie entsprechende Bestrebungen „gar nicht“ unterstützen.” ↑ 13. https://peercommunityin.org ↑ 14. s.a. https://royalsocietypublishing.org/rsos/article/10/7/230207/91987/Mastodon-over-Mammon-towards-publicly-owned ↑

Meine Antwort auf Gehring und Tautz:

www.merkur-zeitschrift.de/2026/02/18/lange-wurde-u...

#academicchatter #wissenschaft

2 months ago 2 5 0 0
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Schutz der Mur: Slowenische Regierung stoppt endgültig alle Kraftwerkspläne - WWF Österreich WWF begrüßt Konzessionsentzug für acht geplante Wasserkraftwerke an der Mur an der Grenze zur Steiermark – Weg frei für Renaturierung im UNESCO-Biosphärenpark

Ein riesen Erfolg für den europäischen Naturschutz und meine Kolleg:innen, die sich seit Jahrzehnten für #Mur, #Drau und #Donau einsetzen! Gratulation an Arno Mohl und Team beim #WWF Österreich! #RestoreNature #Biodiversität #Ökosystemleistungen #NaturbasierteLösungen
www.wwf.at/schutz-der-m...

2 months ago 27 13 1 0
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Nice, what size are we talking about approximately?

2 months ago 1 0 1 0

Wonderful! Enjoy your stay!

2 months ago 0 0 0 0
Demo Plakat. Text in großen schwarzen Lettern:
"Männer gegen Gewalt an Frauen
Männer gegen Femizide"
Banderole mit einer durchgestrichenen Faust in der Mitte, am rechten oberen Eck: 
Text links der Faust: DEMO. 
Text rechts der Faust: Wir sind nicht so!
Darunter weitere Infos: 
7. März 2026 - 13 Uhr
Parlament, Dr. Karl Renner-Ring 3, 1017 Wien

Wir haben es satt und protestieren gegen Morden an Frauen!
Wir fordern Maßnahmen der Politik, um Frauen endlich effektiv zu schützen!

#MännerGegenGewaltanFrauen
#MännerGegenFrauenmorde 
www.gegengewalt.at

Impressum: maze, 1030 Wien | „Faust“ teilweise AI unterstützt erstellt

Demo Plakat. Text in großen schwarzen Lettern: "Männer gegen Gewalt an Frauen Männer gegen Femizide" Banderole mit einer durchgestrichenen Faust in der Mitte, am rechten oberen Eck: Text links der Faust: DEMO. Text rechts der Faust: Wir sind nicht so! Darunter weitere Infos: 7. März 2026 - 13 Uhr Parlament, Dr. Karl Renner-Ring 3, 1017 Wien Wir haben es satt und protestieren gegen Morden an Frauen! Wir fordern Maßnahmen der Politik, um Frauen endlich effektiv zu schützen! #MännerGegenGewaltanFrauen #MännerGegenFrauenmorde www.gegengewalt.at Impressum: maze, 1030 Wien | „Faust“ teilweise AI unterstützt erstellt

Hier schon mal eine inoffizielle Vorankündigung, weil das Plakat gerade fertig geworden ist. @zeisi.bsky.social wird in den nächsten Tagen die Website online stellen und im Hintergrund laufen bereits alle Vorbereitungen.
Demo. Männer gegen Gewalt an Frauen. 7. März 2026. Vor dem Parlament.

2 months ago 315 122 24 11
Uppsala in late autumn

Uppsala in late autumn

Join us at the Evolutionary Biology Centre at Uppsala University. We’re searching for an Assistant Professor in Biology. www.uu.se/en/about-uu/...

2 months ago 159 185 1 5