Guter Titel
Posts by Michael Jungwirth
Sozialdemokraten stellen beim EU-Gipfel nur noch drei Premiers - kann mich nicht erinnern, dass sie je so schlecht vertreten waren
Schon interessant, dass in Ungarn kein Vertreter einer Linkspartei, sondern ein Konservativer Orban aus dem Sattel gehoben hat. Übrigens wie in Polen (Tusk), in den Niederlanden (Jetten von den Liberalen) oder in Belgien (Bart de Vever). Sozialdemokraten spielten kaum eine Rolle
Die Schlacht aller Schlachten findet im Frühjahr bei den Präsidentenwahlen in Frankreich statt. Ich glaube, das wird dort nach dem Österreich-Modell (oder auch Norbert Hofer-Modell) ablaufen: Gewaltiger Sieg im ersten Durchgang, aber keine Mehrheit im zweiten Durchgang -4
Es stimmt, das Regieren ist die Achillesferse der Rechtspopulisten (siehe Österreich 2002, 2019, auch 1986), ist aber nicht automatisch so sie Meloni & Italien oder in gewisser Weise Orban, der immerhin 16 Jahre in der Regierung saß. 3
Es gibt natürlich eine Entzauberung - siehe Ungarn, USA, übrigens auch NL, wo sie wieder in Opposition sind, man muss sich das Land fur Land aber genau anschauen 2
Es gibt natürlich eine Entzauberung - siehe Ungarn, USA, übrigens auch NL, wo sie wieder in Opposition sind, man muss sich das Land fur Land aber genau anschauen 2
Wer glaubt, dass mit Orbans Abwahl eine Zeitenwende in der Auseinandersetzung mit Rechtspopulismus eingeläutet wurde, baut sich eine Märchenwelt auf. In Ö, D, F, UK geht die Entwicklung in eine andere Richtung. Ursachen des Aufstiegs sind nicht verschwunden
Es ist reichlich absurd, wenn sich Trump jetzt brüstet, der Iran wäre bereit, 20 Jahren auf ein militärisches Nuklearprogramm zu verzichten. Der Iran-Deal in Wien von 2015, den Trump in seiner ersten Amtszeit höhnisch unterlief, sah eine Begrenzung von 15 Jahren vor. Ohne Krieg
Krastev called Orban the right-wing Castro, which I think is exactly right: the leader of a small relatively insignificant country, that nevertheless became the ideological lodestar for a global movement after being propped up by russia
Denkwürdig: Ungarns künftiger Ministerpräsident Péter Magyar zerlegt im Propaganda-Fernsehen von Viktor Orbán das Propaganda-Fernsehen und sagt: "Wir werden diese Lügenfabrik abschalten." Ein neues 1989 in Europa.
youtu.be/dMCVE1gZA3M?...
Ex-Außenminister Joschka Fischer, der am Sonntag 78 geworden ist, glaubt nicht, dass er es noch erleben werde, dass sich Europa mit Russland aussöhnt. Voraussetzung dafür wäre nämlich, dass Moskau seine imperialen Pläne über Bord wirft 4
Foto stammt vom Interview mit ihm beim Salzburg Forum im Mai 3
Wird die NATO, wenn die USA den Stecker ziehen, überleben? Mit der EU werden wir keine Verteidigungsgemeinschaft hinbekommen.“ Höchst diplomatisch umschrieben, erklärt er die Neutralität zum Auslaufmodell, die in der Zeit des Kalten Kriegs noch ein Erfolgsmodell war.2
Immer ein geistreicher Abend mit Joschka Fischer, diesmal im Kreisky-Forum, der sich sehr besorgt äußert über Europas Zukunft: „Die USA werden sich zurückziehen wie nach dem Ersten Weltkrieg. Zum ersten Mal sind wir allein, und es stellt sich die Frage: Was wird aus uns Europa?“
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist massiv unter finanziellem Druck: Die BBC entlässt 2000 Leute, das sind knapp zehn Prozent der insgesamt 21.500 Angestellten.
www.theguardian.com/media/2026/a...
Mir ist immer noch nicht klar, ob das Agieren der OMV bei der Spritpreisbremse ökonomisch oder nicht doch politisch begründet ist. Nach dem Muster: Es ist alles knapper kalkuliert, als man landläufig meint. Und kommt uns jetzt nicht mit einer Übergewinnsteuer …
Es wäre mehr als angemessen, wenn jede der mehr als 2000 österreichischen Gemeinden einen ähnlichen Schritt erwägen würde - sofern es dort eine jüdische Community vor 1938 gegeben hat 2
In fast jeder österreichischen Gemeinde gibt es ein Kriegerdenkmal, wo der Gefallenen des 1. und des 2. Weltkriegs gedacht wird. Im burgenländischen Kobersdorf gibt es ein 3. Denkmal: mit den Namen von 200 Jüdinnen und Juden, die 1938 vertrieben bzw ins Gas geschickt worden sind
Wie heißt es so schön? Feind, Todfreund, Parteifreund - ich fürchte, die SPÖ ist nicht zu retten
noe.orf.at/stories/3349...
Danke Donald! Krieg in Nahost könnte in Kombination mit dem Murks um die Straße von Hormuz der Weltwirtschaft eine neue Rezession bescheren www.nytimes.com/2026/04/14/b... via @NYTimes
Der neue Kärntner SPÖ-Landeshauptmann soll sich ein Beispiel nehmen: In der Steiermark treiben FPÖ (!) und ÖVP als Parteien in Regierungsverantwortung den Ausbau der Windkraft voran
Trump erwägt laut WSJ wieder begrenzte Angriff auf den Iran
Der stärkste Analytiker am heutigen Abend ist der langjährige ORF-Korrespondent in Ungarn, Ernst Gelegs - auf Servus-TV
Es ist ein Mythos, dass Orban die europäische Außengrenze geschützt hat. Was er stattdessen gemacht hat, war, dass er die Flüchtlinge nach Österreich weitergeschickt hat. Man frage nach bei den einstigen Innenministern Kickl & Co.
Eine kleine Korrektur sei angebracht: „Demokratischer Orkan hat Orban und seine Partie aus den Ämtern gefegt“
Ungarn hat einen neuen Volkskanzler: Peter Magyar. Unsere Nachbarn haben der illiberalen Demokratie und dumpfen Experimenten eine Abfuhr erteilt - und der mitunter drögen, schwerfälligen europäische Dimension sowie der liberalen Demokratie den Vorzug gegeben. Welcome back 🇭🇺
Hoffentlich ist Orban nicht so ein schlechter Verlierer wie Trump …
Der größte Verlierer des Iran-Kriegs ist ohne Zweifel das iranische Volk. Es ist alles nur noch schlimmer geworden. Die zweiten Verlierer sind die Golfstaaten. Einer der Gewinner ist das iranische Regime - militärisch dezimiert, aber politisch immer noch im Sattel
Zwar ist Vance in Pakistan krachend gescheitert, man sollte würdigen, dass er sich mit den Iranern an einen Tisch gesetzt hat - im Unterschied zu Putin, der sich weigert, sich mit Selenskyj zu treffen. Dass die USA auf so hoher Ebene mit Teheran reden, ist historisch. Das gab es nicht seit 1979