"Demnach betrachtet Deutschland den promovierten, approbierten, berufstätigen, ins Team integrierten, Steuern zahlenden Arzt Jamil Nawlo ausschließlich als Flüchtling."
Kann mir einer erklären, wieso es diese Geschichten immer wieder gibt? Ich. Verstehe. Es. Nicht.
www.maz-online.de/lokales/bran...
Posts by Rebecca Kelber
Aktuell trifft sich die Welt zur Klimakonferenz im brasilianischen Belém.
Wer verstehen will, warum der Amazonas kollabiert, muss die Geschichte eines Ortes kennen: jener Farm, auf der VW in den 1980ern tausende Hektar Regenwald abholzen ließ – von Zwangsarbeitern.👇 (12h frei)
shorturl.at/qVn75
Sie haben vor allem den Alltag mit Bürgergeld gemeinsam. Wie das den Alltag prägt, beschreibe ich in meinem neuen Text: krautreporter.de/politik-und-...
Dabei ist es eine unglaublich diverse Gruppe. Was hat die ukrainische Familie mit dem promovierten Chemiker gemein, der nicht sofort etwas findet, weil die Branche schwächelt? Was eine chronisch kranke Alleinerziehende mit einer Marketing-Fachkraft, die wegen eines Burnouts arbeitsunfähig wurde?
Über Bürgergeld-Empfänger:innen wird in Deutschland bei Talkshows und Stammtischen diskutiert. Dann geht es darum, ob die nicht zu viel bekommen, wie arbeitswillig die seien. Bürgergeld-Empfänger:innen selbst kommen selten zu Wort.
Krass, was der Armutsforscher Christoph Butterwegge da im Interview mit dem @surplusmagazin.bsky.social erzählt:
Demografie und Klima – ein Argument höre ich immer wieder.
„Es ist doch gut fürs Klima, wenn die Bevölkerung schrumpft!“
Nur stimmt das leider nicht.
Warum zeigt dieser Chart 🧵
„Geschätzt gehen uns allein durch Steuerhinterziehung jedes Jahr 100 Milliarden Euro durch die Lappen. Wenn wir dieses Geld jedes Jahr zur Verfügung hätten, dann wäre politisch viel mehr möglich in Deutschland.“
Anne #Brorhilker bei @krautreporter.bsky.social zu #CumEx, #CumCum uvm.👇
Warum mich die Anti-Bürgergeld-Stimmung so wütend macht, beschreibe ich in meinem neuen Artikel (ohne bezahlen lesbar): krautreporter.de/geld-und-wir...
Nicht nur, dass der Vorschlag unsinnig ist, er macht das Leben für viele vulnerable Gruppen nur noch härter. Darunter: fast zwei Millionen Kinder und Jugendliche. Auch ich bin mit Hartz IV aufgewachsen.
Ich hatte die Tage Flashbacks an besonders unschöne Episoden in meinem Schulunterricht. Grund dafür war Bundeskanzler Friedrich Merz – und wie wenig Empathie er mitzubringen scheint für Bürgergeld-Empfänger:innen. Wie sonst kann man seinen Vorschlag interpretieren, ihre Mieten härter zu deckeln?
Auch in scheinbar gefestigten Regimen kann sich jederzeit etwas ändern. Nichts zeigt das so gut, wie der rasante Aufstieg von Péter Magyar in Ungarn. Zum ersten Mal seit vielen vielen Jahren könnte sich etwas drehen.
Jetzt ohne Bezahlen lesen:
krautreporter.de/politik-und-...
We listen and we don't judge. Deal?
Als ich etwa elf Jahre alt war, waren Print-Shirt mit Sprüchen total in. Und vor allem dieser Spruch: "Nobody is perfect. My name is nobody." So unangenehm es mir ist, das zu zugeben, ich hatte so ein Shirt.
🧵 +im letzten Post findet ihr einen Text ohne Paywall
"Die israelische Politik hat ganz klar so etwas wie eine Hegemonie über den Nahen Osten erzielt."
Interview über die Pläne von Netanjahu und den Abschied vom Völkerrecht.
Jetzt ohne Bezahlen lesen:
krautreporter.de/politik-und-...
Kennst du auch Beispiele, wo immer mehr Menschen in der Verwaltung arbeiten, obwohl der tatsächliche Bedarf sinkt? Dann schreib es mir in die Kommentare!
Dann sind halt vier Personen damit beschäftigt, ein Briefing zu erstellen oder eine Entscheidung abzunicken, statt nur eine.
Der Brite C.N. Parkinson hielt unter anderem auf Grundlage dieser Zahlen 1955 fest: Es muss bei Büroarbeit keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Output und den geleisteten Arbeitsstunden geben. Wir sind gut darin, uns selbst beschäftigt zu halten.
Denn während sich die Zahl der Bürokraten vervierfachte, schrumpfte das Empire dramatisch. Ägypten, Indien, Burma, Pakistan und das damalige Süd-West-Afrika erkämpften sich in dieser Zeit ihre Unabhängigkeit, andere Kolonien verwalteten sich nun selbst.
Balkendiagramm zeigt die Anzahl der Colonial Office-Beamten in den Jahren 1935, 1939, 1943, 1947 und 1954. Die Zahl steigt stetig von unter 500 (1935) auf über 1.500 (1954) an. Quelle: The Economist archives.
Diese Grafik lässt mich seit ein paar Tagen über den Sinn moderner Arbeit grübeln. Sie zeigt die Zahl der Angestellten im britischen Kolonialamt zwischen 1935 und 1954. Und damit einen absurden Zusammenhang:
Ich weiß noch genau, wie ich in der fünften Klasse meine Klassenlehrerin einmal Mama genannt habe. Dafür habe ich mich damals sehr (!) geschämt.
Ich glaube, dass sich die Kinder an der Schule, die ich vor ein paar Wochen besucht habe, nicht dafür schämen würden.
👇
Danke für den Hinweis, habs eingestellt
Oh ja, das hab ich vergessen, sorry! Was wäre denn dein Tipp?
Puh. So üppig ist der Bürgergeld-Regelsatz laut Empfänger:innen. Die Hälfte der befragten Eltern sagt, sie verzichten auf Essen, damit ihre Kinder satt werden (aus der neuen Studie von @sanktionsfrei.bsky.social).
Fressoz sagt: Die Energiewende ist eine Verzögerungstaktik, auch heute. Warum, darüber hat mein Kollege @ricogrimm.de mit ihm gesprochen: krautreporter.de/klimakrise-u...
Die viel leistungsstärkeren Reaktoren kamen aber nie. Fressoz sagt: Der Begriff „Energiewende“ spielte damals also eine zweifelhafte Rolle. Er rechtfertige Untätigkeit.
Er schrieb den ersten Wirtschaftsaufsatz über die Klimakrise und argumentierte: Wir müssten momentan die Emissionen nicht reduzieren, weil die Energiewende in 20 Jahren viel einfacher sein werde. Denn dann würden wir bessere Atomreaktoren haben. Ähnlich hatte er schon bei der Ölkrise argumentiert.
Ein gutes Beispiel dafür ist William Nordhaus, der später den Nobelpreis für seine Arbeiten zum Klimawandel erhielt.
Das Wort „Energiewende” entstand in den 1970er-Jahren, als Öl teuer und knapp war. Das Ziel damals war es, sich unabhängiger von Ländern machen, die Öl fördern. Wissenschaftler propagierten Atomenergie als die Lösung dafür. Die gleichen Wissenschaftler arbeiteten später zur Klimakrise.
Der Begriff Energiewende ist nicht wegen der Klimakrise entstanden – und vielleicht ist das ein großes Problem. Das sagt zumindest der Technikhistoriker Jean-Baptiste Fressoz.