Da hat man sich über rechte schulhof cds aufgeregt, heute ist das werkseitig in den grossen Plattformen verbaut
Posts by philipp
It's annoying just how right Baudrillard was.
Ein "postracist racist" und es ist ziemlich akkurat: ihn interessiert nichts mehr ausser marktförmige Diskursgewalt. Owens spielt das mit und man sieht wie die projekte beider ineinandergreifen egal wie sehr sie sich hassen müssten, wenn man ihre positionen hört. Was sich da zeigt ist die endlose
Das ist grammatik. Es ermöglicht das springen von X nach Y nach Z. Es produziert sätze, die so mehrfach falsch sind, das man sie nicht widerlegen kann. Es schleift ein, automatisiert, und laugt die kritik aus. Es sind templates zur unablässigen produktion, wie bei memes
Beim Blick auf aktuelle Architekturdiskurse bei 'architekturrebellion' und Co. fällt doch auf: Die memetische Medienlogik, die wir heute von Social Media kennen, funktionierte bereits 1910...
Konkret ging es um sein „Haus am Michaelerplatz” (1910) und die mediale Rezeption. Die Karikatur zeigt, wie sich Zeitgenoss:innen einen Loos-Entwurf für die Hofburg vorstellten.
Gestern in meiner Vertretungs-Vorlesung zur Entwicklung der modernen Architekturtheorie ging es auch um Adolf Loos und die Medienlogik der Architekturkritik.
"Niemand überzeugt irgendwen. Wer dort auftritt, spielt die Rolle der Deko. Ohne diese Stimmen hätte das Format nicht einmal den Anschein von Relevanz. Genau deshalb sind Menschen wie Lady Bitch Ray dort überhaupt nötig — damit Fleischhauer glänzen kann, ohne selbst etwas zu leisten."
❤️❤️❤️
Die Menschen, von denen #Merz spricht, posten hier kaum, werden nicht gebeten, Artikeln zu schreiben, werden nicht interviewt – es ist an uns, ihre Geschichten zu finden & ihre Stimmen lauter zu machen. Sie müssen keine Ärzt*innen oder Reinigungskräfte sein, um unsere Solidarität zu verdienen
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Zwei Stadtbilder: Einmal KI slop mit Öffis und Rad und weißen Familien Einmal ein Dönershop in Berlin mit muslimischen Menschen Wähle dein Stadtbild
Bei allem was man dazu sagen kann finde ich es immer faszinierend, dass Faschisten, wenn man sie frei wählen lässt, sich immer für eine autofreie, fussgängerfreundliche Stadt mit Rad und Öffis entscheiden. (Bitte kann wer das Kind von den Schienen holen)
Nachtrag: Die heutigen Feierlichkeiten zur Umbenennung des Nettelbeckplatzes in Martha-Ndumbe-Platz als Gegenprogramm zur ahistorischen Stadtbild-Nostalgie... Widerständige Praxis gegen kolonial-rassistische Spuren im Stadtraum.
Nachtrag: Die heutigen Feierlichkeiten zur Umbenennung des Nettelbeckplatzes in Martha-Ndumbe-Platz als Gegenprogramm zur ahistorischen Stadtbild-Nostalgie... Widerständige Praxis gegen kolonial-rassistische Spuren im Stadtraum.
bin mir noch nicht ganz sicher, was das hier darstellen soll
(@bildoperationen.bsky.social @unddieregel.bsky.social Passt vielleicht zu euren Themen?)
PS: Übrigens zeigt die rechte Abbildung im ersten Post kein über Jahrhunderte gewachsenes Dorf. Edensor in Nordengland wurde in den 1840er Jahren von Joseph Paxton neu geplant, da das alte Dorf nicht den ästhetischen Wünschen des Grundbesitzers entsprochen hatte… 10/10
Social-Media-Post mit KI-generiertem Bild einer Fantasy-Kleinstadt: märchenhafte Fachwerkhäuser, herbstliche Bäume, Kopfsteinpflaster und verträumte Atmosphäre.
Wie hyperreal (im Baudrillard'schen Sinne) diese Imagination ist, markiert dieser Post mit einer KI-generierten Kleinstadtszene: Die Stadtbilder, die sich Merz und Co zurückwünschen, haben nie existiert – und verfangen wahrscheinlich genau aus diesem Grund! 9/10
Post des US-Heimatschutzministeriums zeigt ein Gemälde von Thomas Kinkade: idealisierte amerikanische Kleinstadt bei Dämmerung mit Kirche, Häusern mit warmem Licht, weißem Lattenzaun und Oldtimer-Autos.
Beispielhaft ist der Post des US-Heimatschutzministeriums, das eine imaginierte Kleinstadtszene zeigt, die keine real existierende Gemeinschaft darstellt (und ICE ebendiese durch ihre brutale Deportationspraxis zerstört). 8/10
Social-Media-Post mit Video einer deutschen Altstadt mit Kopfsteinpflaster, historischen Gebäuden und Fußgängern. Text: "Germany 15 years ago. The Germany that we lost!"
TikTok-Screenshot zeigt den historischen Marktplatz von Wrocław (Breslau) mit gotischem Rathaus und bunten Bürgerhäusern. Text: "POLEN - das Land ohne Talahons"
Screenshot eines Twitter-Austauschs: Reimond Hoffmann postet ein Foto eines mittelalterlichen deutschen Marktplatzes mit Fachwerkhäusern und schreibt über "lebenswerte Umwelt" und "Verbundenheit mit Vorfahren". Eine Nutzerin antwortet "Aber ohne die Merkelpoller im Vordergrund!", worauf Hoffmann mit "Erst Remigration, dann weg mit den Merkelpollern" reagiert.
Von Beginn an war diese medial geführte (transnationale) Debatte von rassistischen (und klassistischen) Argumenten geprägt – und entwickelt durch die sozialen Medien seit ein paar Jahren eine neue Intensität. 7/10
Zwei nebeneinander gestellte Fotos zeigen rekonstruierte Fachwerkhäuser in der Frankfurter Neuen Altstadt. Links ein rotes Fachwerkhaus mit Außengastronomie, rechts mehrere mehrstöckige Häuser in verschiedenen Farben mit traditionellen Fassaden.
Foto auf der Altstadt-Ausstellung Berlin 2022, in dem auf eine große Leinwand eine idyllische Berliner Altstadtszene mit bunten Häusern und Fernsehturm projiziert wird, wovor Cafe-Gäste sitzen.
Rekonstruktionsprojekte wie die vor ein paar Jahren fertiggestellte Frankfurter Neue Altstadt oder die Bestrebungen von Vereinen wie Stadtbild Deutschland, auch in Berlin Teile der Altstadt wiederaufzubauen, weisen in eine ähnliche Richtung. 6/10
Foto zeigt Fassaden-Attrappen von "Celebration, Florida" – aneinandergereihte Trailer, die als unfertiges Musterhaus-Ensemble mit verschiedenen historisierenden Fassadenstilen gestaltet sind.
Filmplakat zu "The Truman Show" zeigt Jim Carrey in 1950er-Jahre-Kleidung mit Koffer in der New Urbanism Planung Seaside, Florida.
Fast forward: In den letzten Jahrzehnten entstand in dieser Tradition unter dem Label New Urbanism (ausgehend von den USA) ein städtebaulicher Trend, der Urbanität weniger auf einer sozialen denn auf einer medialen Ebene verhandelt. 5/10
Foto zeigt einen Künstler, der auf einem Hocker sitzt und ein Gemälde eines roten Kolonialgebäudes malt. Im Hintergrund ist die Kopie des Gebäudes (Original in Colonial Williamsburg) zu sehen in Greendale – ein Backsteinbau im georgianischen Stil, umgeben von gepflegten Rasenflächen und alten Bäumen.
Andererseits orientierten sich diese Planungen ästhetisch oft an dörflichen bis kleinstädtischen Imaginationen, die – freilich auf ahistorische Weise – nostalgisch an eine prämoderne, vermeintlich überschaubare Zeit erinnern sollten. 4/10
TikTok-Screenshot zeigt ein heruntergekommenes Gebäude in Berlin mit Graffiti, verwitterten Fassaden und einem Street Coffee Shop im Erdgeschoss. Text: "the Berlin i'm working at"
TikTok-Screenshot zeigt eine gepflegte Gründerzeitvilla in Berlin mit weißer Fassade, Fachwerkelementen, Balkonen und gepflegtem Vorgarten. Text: "the Berlin i'm living at
In diesem Zuge entstanden Vorortsplanungen, deren Legitimation sich mitunter darin begründete, dass sich die weiße Mittel- und Oberschicht vor den Zumutungen der urban-modernen Umwelt abgrenzen müsse. 3/10
Dass die visuelle Erscheinung von Städten Debattengegenstand ist, zeigt sich in Europa und den USA seit dem 19. Jahrhundert – insbesondere in den von Zuwanderung aus dem In- und Ausland geprägten industrialisierten Zentren. 2/10
Social-Media-Post mit zwei kontrastierenden Bildern: Links New Yorker Straße mit Müllsäcken und Menschen, rechts idyllische englische Dorflandschaft mit Kirche und Schafen. Text: "Reject modernity. Embrace tradition."
Ein paar architekturhistorische und medienkritische Ergänzungen zur aktuellen #Stadtbild Debatte, die in den letzten Jahren durch den hyperrealen Zugriff ihr kulturkämpferisches Potential (nicht nur in Deutschland) in den sozialen Medien entfaltet: 1/10
Let's put it this way: we have the unique *opportunity* of gaining direct insight how 'ordinary people' experience the descent of liberal society into fascism, partake in it, be in denial about, just try to survive in it, organize against it and so on. Also the messiness of it all.
Das Problem mit der gegenwärtigen Polarisierung ist, dass die extreme Rechte einen Pol in diesem Schema gekaptert hat und statt darüber zu reden, reden alle lieber darüber, dass es das Schema gibt und raufen sich die Haare. 2/2
Ich speicher das mal ab für wenn wieder jemand meint, die Postmoderne/der Postkolonialismus sei eine Gefahr für die Aufklärung
Pointing out AI-induced glitches and hallucinations like the bearded dancers therefore seems to me to be beside the point. Such traditional critique of representation is helpless when those in power are no longer concerned with the details of representation, but only with ›flooding the zone‹
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