Aber Lösungsansätze differenziert zu betrachten bringt dem @umweltinstitut.bsky.social wohl zu wenig Spendengeld. Follow the money anstatt follow the science...
Posts by Peter Breunig
Hierfür braucht es aktuell noch chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel, die zukünftig aber zunehmend durch GMOs/NGTs und digitale Technologien substituiert werden können.
Aber zu behaupten, es sei wissenschaftl. Konsens, dass ein Verbot chemisch-synth. Pflanzenschutzmittel den Artenschutz fördere, ist gleichermaßen nicht korrekt.
Veröffentlichungen zeigen, wie wichtig hohe Erträge sind, um das Artensterben zu bremsen:
royalsocietypublishing.org/doi/full/10....
Schade, dass ein sogenanntes "Institut" anderen Unwissenschaftlichkeit vorwirft, aber selbst undifferenzierte Lobbyarbeit betreibt. Klar sind Felßners Aussagen zum Thema Ernährung nicht wissenschaftlich fundiert und falsch.
🎤 Die erste Folge des TriesTalk gibt's jetzt überall, wo's Podcasts gibt 🤩
Zusammen mit Bernhard Bauer spreche ich darin über die Zukunft des Ackerbaus, die nächsten Folgen sind schon in der Pipeline.
Freuen uns auf Feedback und Anregungen zu unseren Gedanken!
Würde die Landwirtschaft eine stärkere Methanreduktion ab 2045 vornehmen, käme es zu einer zusätzlichen "Abkühlungsleistung". Dies wäre vergleichbar mit der Situation, dass andere Sektoren deren CO₂-Emissionen nicht nur auf null reduzieren, sondern zusätzlich CO₂-Senken generieren würden.
Wenn es aber um ein klimaneutrales Deutschland in 2045 geht, ist dann GWP* die richtige Metrik für die landwirtschaftlichen Methanemissionen?
Bin auf die Sichtweisen hier gespannt!
Zusammenfassung: GWP* bedeutet nicht, dass wir auf eine Methanreduktion in der Landwirtschaft verzichten sollten. Da hat Felßner unrecht.
Die Frage nach der Fairness ist bisher ein wesentliches Problem mit GWP*. Auf der anderen Seite ist dies bei CO₂ nicht fundamental anders: sollen wir Ländern im globalen Süden höhere Emissionen zugestehen, weil wir ja davon über viele Jahrzehnte profitiert haben?
Andere Länder, insbesondere im globalen Süden, haben gerade nur eine dünne Schaumschicht, die aber stark wächst, dadurch dass deren Rinderherden wachsen. D.h. es wäre unfair, diesen Ländern das Anwachsen deren Schaumschicht zu verbieten, wenn wir selbst das vor vielen Jahren getan haben.
Ein Punkt ist aber noch wichtig: Bei uns wurde über die letzten Jahrhunderte bis Ende der 80er Jahre eine Rinderherde aufgebaut, d.h. wir haben eine relativ dicke, leicht schrumpfende Schaumschicht in unserer Badewanne.
Einer Reduktion der landwirtschaftlichen Methanemissionen kommt entspricht in ihrer Wirkung als einer Sequestrierungsleistung von CO₂ und sollte daher evtl. auch entlohnt werden.
Flächeneffizienz = Klimaschutz
Danke, sehr spannend! Bestätigt, dass wir Landwirtschaft so betreiben müssen, dass wir möglichst wenig Fläche pro Produktionseinheit benötigen und so konsumieren sollten, dass wir möglichst wenig Fläche brauchen, um gesund satt zu werden.
Was spricht gegen eine getrennte Betrachtung von Konsum und Erzeugung in der Landwirtschaft? Grundsätzlich macht es ja insbesondere in der Landwirtschaft viel Sinn, Standortvorteile und Handel zu nutzen. Siehe z.B. www.nature.com/articles/s43...
Bin da völlig bei Dir: Tierhaltung muss besser werden. Dazu gehört eine geringere regionale Konzentration, weniger Nährstoffüberschüsse, geringere Emissionen, höheres Tierwohlniveau etc. Wenn wir Tierhaltung aber drastisch reduzieren, müssen andere die Probleme lösen...
Als Argument gegen eine Ernährungsveränderung passt es nicht. GWP* in der Frage nach einer klimaneutralen Landwirtschaft (= eine Landwirtschaft, die die Klimakrise nicht zusätzlich antreibt) einzubeziehen, ist evtl. sinnvoll aus meiner Sicht. Hab da noch keine finale Position...
Natürlich muss das diskutiert werden. Bei einem deutlich steigenden globalen Bedarf an tierischen Produkten sollte aber das Argument der relativen Vorteile der Tierhaltung bei uns in den Bereichen Flächenbedarf, Klimawirkung und Tierwohl auch nicht fehlen.
Vor Weihnachten war Felßner bei uns an der Hochschule für einen Vortrag: da hat er deutlich den Bedarf für eine multifunktionale Landnutzung angesprochen. Er setzt sich für GWP* als Methanmetrik ein, hier hinkt aber seine Interpretationen etwas.
Sehe den Artikel oben dennoch als sehr reißerisch.