Der Wal zeigt gerade deutlich, was er von den Eso-Tierschützis hält.
Posts by Falk Schreiber (he/him)
Lesender Mensch im Zug
Diese schwer erträgliche Hässlichkeit.
Der gutbürgerliche Faschismus sitzt in der Regionalbahn bei Frankfurt, trägt ein „SV Wehen Wiesbaden“-Trikot, liest mit besorgtem Blick ein Buch von Manuel Ostermann und hat einen „Ungeimpft“-Sticker auf dem Fahrrad.
Das Getue wegen des Wals vor Poel.
Viel Glück. Ein paar Sachen sind wirklich lohnend.
Wisst ihr noch, wie Antú Romero Nunes am Thalia einen tollen „Moby Dick“ gemacht hat. Das ginge heute, in Zeiten dieses unerträglichen #Hope-Kitsches, auch nicht mehr.
Szenenfoto
Gestern im Schauspielhaus: „Lipstick Quings Revolution“. Ich war ganz angetan. (Foto: Maris Eufinger) www.abendblatt.de/hamburg/kult...
Bis mindestens 1980 führte die Hamburger Polizei „Rosa Listen“. Und heute betonen Alice Weidel und Jens Spahn ihre „gute“ Homosexualität, in Abgrenzung zur „verwerflichen“ Queerness. Bei Simon Schultz Installation „Hammerschlag“ auf Kampnagel. nachtkritik.de/nachtkritike...
Ey, das ist ein Franzbrötchen!
Isabel hat mit „Laufen“ einen tollen Roman geschrieben. Juliane hat die Uraufführung am Theater Koblenz dramaturgisch betreut. Und Gesa hat das Ganze bloggend begleitet. Da kommt schon viel Gutes zusammen. Ich freu‘ mich auf die Premiere morgen. theater-koblenz.de/wer-laeuft-i...
Selbst wenn es nicht falsch wäre - wen, bitte, soll diese Ästhetik ansprechen?
Tankrabatt. Man fasst es nicht. Weil wir ja nicht genug Auto fahren.
Zentrale Frage in der Kunstbetrachtung: Ist es okay, wenn Tobias Kratzer an der Hamburgischen Staatsoper in „Frauenliebe und -sterben“ Feminismus inszeniert? Und ist es okay, wenn Falk Schreiber das dann kritisiert? Eine Antwort gibt es übrigens unter nachtkritik.de/nachtkritike... diesmal keine.
Ich hätte nicht erwartet, dass Nazis, die sich in einen religiösen Wahn bezüglich der Rettung eines sterbenden Wals hineinsteigern, in absehbarer Zeit ein Thema sein würden.
Ich arbeite seit rund 30 Jahren im kulturjournalistischenvFeld. Und bei allen Unterschieden zwischen den Redaktionen: Nie ist mir dieses reaktionäre Mackertum als tonangebend erschienen, das aktuell zur Verteidigung von Dennis Scheck als prototypischer Kulturjournalismus auftritt.
Friedrich Merz, das war übrigens der Typ, der zur Hochzeit von Christian Lindner per Privatflugzeug anreiste. Ganz davon abgesehen, dass es ohnehin verwerflich ist, an Lindners Feier teilzunehmen - diese Figur habt ihr freiwillig zum Kanzler gewählt?
Dass es in Bezug auf Diversität noch Luft nach oben gibt, auch am Thalia, unterschreibe ich. Bezüglich der Teilnahme an der Veranstaltung bin ich gespalten. Ich sehe schon die Argumente für eine Teilnahme, aber trotzdem sperrt sich da was in mir.
Ich habe einer Redaktion ein Thema vorgeschlagen, das ich für dieselbe Redaktion schon einmal vor elf Jahren bearbeitet hatte, mich aber nicht mehr erinnerte. Gott, ist mir das peinlich.
Ich denke dann immer „Wahrscheinlich haben sie nur ganz oberflächlich drübergeschaut.“
Die Tendenz gab es doch schon immer. Passt ja auch: Thalia war die griechische Göttin der Komödie. Neben der größeren Diversität im Ensemble sehe ich auch mehr Diskurs- und Vermittlungsformate, außerdem mehr queere Themen, das hat schon mit Öffnung zu tun.
Die März-„tanz“ ist schon da. Ich berichte aus Berlin, Hamburg, Mulhouse und Innsbruck.
Dass der „Prozess gegen Deutschland“ problematisch war, bezweifle ich nicht. Hatte ich im übrigen auch in mehreren Artikeln geschrieben, die Sie allerdings nicht erwähnenswert fanden.
Vollkommen Ihrer Meinung. Aber wenn man Theater (die hier Verbündete sind) als „bürgerlich“ und „Feindesland“ diffamiert, dann wird es nicht zu solch einer Solidarisierung kommen.
Das heißt: Man soll es lassen? „Die Kassiererin von Aldi geht nicht in die Staatsoper“, wie Kai Wegner die Mittelkürzungen in der Kultur begründet? Entschuldigung, das ist FDP-Sprech und verkennt im übrigen die individuellen Erfahrungen von Nicht-Akademiker^innen.
Kommt aufs Theater an. In Hannover, als Sonja Anders dort noch Intendantin war, gab es Fortschritte in Richtung größerer Diversität, am Berliner Gorki ganz unübersehbar, in München an Kammerspielen und Volkstheater. Fortschritte, die durch Ihr „Alles nur bürgerliche Inhalte“ entwertet werden.
Dafür kämpfen Theatermacher*innen ebenfalls. Unter anderem die aktuelle Leitung des Thalia, deren Engagement für bessere Zugänglichkeit Sie gedankenlos vor den Bus werfen. „Zahlungskräftiges Publikum“, „bürgerliche Inhalte“, man fasst es nicht!
Danke, dass Sie mir das erklären. Das hätte ich so ja nie verstanden, ungebildet wie ich bin.
Bekenntnis: In meiner Familie hat niemand studiert. Für mich war Theater ein Gegenmodell zur heteronormativen Enge der Kleinstadt. Jetzt sagt mit @andreaskemper.bsky.social aber, dass ich gar nicht gemeint war. Ich Dummerle. Liegt wahrscheinlich an meiner Herkunft, dass ich das nicht kapiert habe.
Zumal Kemper mir als Nicht-Akademiker*innenkind so die Erfahrung abspricht, dass Theater eben nicht nur ausschließend sein kann, sondern auch Empowerment. Und damit die Arbeit von unzähligen Theatermacher*innen entwertet, die ununterbrochen an diesem Empowerment arbeiten. Unfair, echt!
Inhaltlich gehe ich mit bei Kempers Analyse von Milo Raus „Prozess gegen Deutschland“. Aber: Theater als Feindesland für Arbeiter*innenkinder, what the fuck? Dass Kemper mit diesem identitären Ressentiment gleich auch noch die Tradition des sozialistischen Arbeitertheaters beerdigt - geschenkt.