Deswegen braucht es so rasch wie möglich ein Social Media Verbot für Jugendliche. Es ist aus meiner Sicht alternativlos.
Posts by Ulrike Königsberger-Ludwig
Warum?
Weil wir gewusst haben:
👉 Kinder müssen vor Inhalten geschützt werden,
die sie noch nicht einordnen können.
Wir schützen Kinder in vielen Bereichen:
Alkohol unter 18 – verboten.
Rauchen unter 18 – verboten.
Und früher?
👉 Vorhang vorm Erwachsenenbereich in Videotheken.
👉 Wir müssen es klar benennen:
Es geht um Systeme, die gezielt Aufmerksamkeit binden.
Und genau das kann süchtig machen – besonders bei jungen Menschen.
In der Diskussion wird oft schnell geurteilt:
„Zu viel Bildschirmzeit.“
„Eltern müssen besser aufpassen.“
Aber so einfach ist es nicht.
Das verschiebt die Debatte:
👉 Weg von reiner Eigenverantwortung
👉 hin zur Verantwortung der Anbieter
Und genau das ist entscheidend.
Juristisch geht es um „defective design“:
👉 Plattformen könnten wie andere Produkte bewertet werden – etwa Tabak oder Medikamente.
Ein echter Paradigmenwechsel.
Das Gericht sagt:
👉 Diese Vorwürfe sind plausibel genug für ein Verfahren.
Damit wird erstmals klar:
Auch die Funktionsweise von Plattformen kann rechtlich relevant sein.
Zentral ist die Frage:
Sind Plattformen nur Vermittler – oder gestalten sie aktiv ein Produkt?
Die Klagen zielen nicht auf Posts,
sondern auf das Design:
Algorithmen, Endlos-Scrollen, Belohnungssysteme
Ein US-Gericht hat entschieden, dass Klagen gegen Meta (Instagram/Facebook) und Google (YouTube) wegen „Social-Media-Sucht“ weitergeführt werden dürfen.
Das ist juristisch bemerkenswert – weil es um mehr geht als Inhalte. 🧵
Danke für Ihr Engagement 👍🤝
Unser Problem sind nicht „die anderen“. Es sind strukturelle Versäumnisse: zu wenig Kassenstellen, zu wenig Personal, zu lange Wartezeiten. Verursacht durch politische Fehlentscheidungen – etwa eine Kassenreform, die dem System jährlich über eine Milliarde Euro entzogen hat.
Außerdem: Viele Zugewanderte tragen aktiv zum System bei – als Pflegekräfte, Ärzt:innen, über Lohnabgaben und Steuern. Viele Bundesländer werben gezielt um ausländisches Gesundheitspersonal. Sie sind Teil der Lösung – nicht das Problem.
Praktisch ist es kaum umsetzbar: Ärzt:innen sollen plötzlich Leistungen abwägen, statt Menschen zu behandeln. Im Alltagsstress einer Kassenpraxis wäre das nicht bewältigbar - und Ärzt:innen haben die Aufgabe zu versorgen.
Juristisch ist es hochproblematisch: Die Pflichtversicherung kennt keine Zwei-Klassen-Sachleistungen.
Medizinisch ist das auch unsinnig: Wer Krankheiten nur halb behandelt, spart nichts – im Gegenteil. Infektionen, chronische Verläufe, Spitalsaufenthalte: All das wird wahrscheinlicher. Und teurer.
Und jetzt zur ÖVP-Idee, Asylwerbenden nur mehr „Basisversorgung“ zu geben: Das wirft mehr Fragen auf, als es beantwortet. Was zählt überhaupt als „Basis“? Wer entscheidet das – Beamt:innen, Politiker:innen, Ärzt:innen?
Und wie soll das mitten im Alltagsstress einer Kassenordination funktionieren?
Und: Diese 22 Millionen machen nur 2,75 % aller MEL im selben Zeitraum aus. Genau genommen von über 800 Millionen. Das ist weder massenhaft noch außergewöhnlich – sondern gezielte Verzerrung.
Der Vorwurf: massenhafter Gratis-Missbrauch des Systems. Seitdem wird das auf FPÖ-Kanälen rauf und runter gepusht. Aber: Die Zahl sagt wenig aus. Es geht um Medizinische Einzelleistungen abgefragt wurden zehn Nationen – nicht nur Asylwerbende.
Fangen wir bei der Ursprungsdebatte an, die die FPÖ vor drei Wochen versucht hat anzuzetteln: Mit Zahlen ohne Kontext wurde ein Bild von „Spitals-Touristen“ gezeichnet – es war die Rede von „22 Millionen Behandlungen“ für „Ausländer“ seit 2015.
Was simpel klingt – „nur Basisversorgung für Asylwerber“ – ist in Wahrheit eine Einladung zum Chaos: im Wartezimmer, im Gesetz und im menschlichen Umgang.
❌ Medizinisch: Wer Krankheiten nur halb behandelt, spart nichts – im Gegenteil. Chronische Verläufe, Infektionen, Spitalsaufenthalte: Das wird wahrscheinlicher. Und teurer.
Was zählt als „Basis“?
Wer entscheidet das – Beamt:innen, Politiker:innen, Ärzt:innen?
Und wie soll das mitten im Alltagsstress einer Kassenordination funktionieren?
🟠 Und jetzt zur ÖVP-Idee, Asylwerbenden nur mehr „Basisversorgung“ zuzugestehen:
Das wirft mehr Fragen auf, als es beantwortet.
Dem gegenüber stehen Milliarden e-Card-Steckungen pro Jahr.
Wer das weglässt, will nicht aufklären – sondern Stimmung machen. Aber bei der FPÖ überrascht das niemanden.
🔎 Aber: Diese Zahl sagt nichts aus.
Sie zählt jede e-Card-Steckung – also auch Impfungen, Mutter-Kind-Pass-Leistungen, Kontrolltermine.
Keine Patient:innenzahlen, keine echten Kosten.
Der Vorwurf: massenhafter Gratis-Missbrauch des Systems.
Seitdem wird das auf FPÖ-Kanälen rauf und runter gepusht.
Fangen wir bei der Ursprungsdebatte an, die die FPÖ vor drei Wochen versucht hat anzuzetteln:
Mit Zahlen ohne Kontext wurde ein Bild von „Spitals-Touristen“ gezeichnet –
es war die Rede von „22 Millionen Behandlungen“ für Asylwerbende seit 2015.
An alle Betroffenen:
Wir sehen euch. Wir hören euch.
Und wir arbeiten daran, dass niemand mehr durchs Netz fällt.
Nicht über Nacht – aber mit Plan, mit Partnern, mit Haltung. ❤️
Der RH-Bericht ist kein Grund zur Verteidigung – sondern ein klarer Auftrag.
Kritik ist wichtig, wenn sie hilft, besser zu werden.
Und genau das ist unser Anspruch. 📣