Während französische Medien weiter (leicht geifernd) spekulieren, ob und wann das Terrornetzwerk #JNIM die Macht übernehmen könnte, zeichnen #malische Wissenschaftler:innen ein ungleich genaueres Bild der Lage – ohne deshalb sonderlich optimistisch zu sein: theconversation.com/bamako-is-un...
Posts by olafbernau
4/4 Schließlich: Auch malische Wissenschaftler:innen sind skeptisch und werfen westl. Medien und
Beobachter:innen vor, das Kräfteverhältnis zwischen Terrorgruppen und malischer Armee falsch einzuschätzen - und die Resilienz der malischen Bevölkerung ohnehin. theconversation.com/le-mali-bien...
3/4 lehnt Salafisten scharf ab. Es ist seit Jahrzehnten ein Kardinalfehler westlicher Beobachter:innen, bezüglich des #Sahel über Religion nur im Kontext der #Dschihadisten zu reden, nicht aber zu erkennen, dass die Sahelländer zwar modern, nicht aber im westlichen Sinne säkular sind.
2/4 Denn anders als in #Niger ist die Verankerung des #Salafismus in Mali schwach. Die alten, eher sufistisch orientierten Bruderschaften sind weiterhin ungleich stärker, und ihnen folgen bis heute Millionen. Auch der Prediger #OusmaneMadaniHaidara – ebenfalls mit Millionenanhang –
1/4 Es bleibt mir schleierhaft, wie Ulf Laessing zu seinem Fazit kommt, dass "die Salafisten...gewonnen" hätten. Ich kenne niemand in #Mali, auch keine Oppositionellen, der diesen Satz so unterschreiben würden. Auch religionssoziologisch nicht zeit.de/2025/49/mali... via @zeitonline
9/9 leben rund 600.000 Menschen unter extrem prekären Bedingungen, was eine der vielen Ursachen ist, weshalb sich gerade junge Leute den Protesten gegen westliche Dominanz bzw. gegen eine als ungerecht erlebte Weltordnung angeschlossen haben.
8/9 zwischen Flughafen und der Innenstadt von #Dakar berichtet würde, sondern auch von den Außenbezirken, wo die Menschen bzw. ihre Gefährte in der Regenzeit im Matsch versinken und/oder stundenlang im Stau stehen. Denn selbst im scheinbar europäisch geprägten Dakar
7/9 zur Berliner Konferenz 1884/1885 wecken dürften, als die Großmächte ihre Einflusssphären auf dem afrikanischen Kontinent absteckten. Just an diesen Punkten wäre es gut, wenn die Geschichte in anderen Begrifflichkeiten weitererzählt würde. Und wenn nicht nur von den funkelnden Autobahnen
6/9 dem Index der menschlichen Entwicklung. 40% der Menschen leben in Armut, 18% in extremer Armut. Gerade mal 50 bis 55% haben Zugang zu Strom und fließend Wasser. Wenn das mal kein Grund ist, wütend zu sein - gerade im Kontext von taxierenden Blicken, die bei nicht wenigen Assoziationen
5/9 Umgekehrt wird in Europa immer wieder unterschätzt, wie mies sich seine Erfolgsbilanz aus Sicht der Leute in West- und Zentralafrika darstellt: Frankreich ist seit dem 17. Jahrhundert auf dem Territorium des heutigen Senegals präsent, aber das Land belegt den 169. Platz (von 191 Ländern) auf
4/9 Hinzu kommt, dass in Europa viel zu wenig berücksichtigt wird, dass #China in Ländern wie Senegal, #Mali oder #Niger nicht geliebt, dafür aber geschätzt wird, seit Jahren auf eine Weise in Infrastruktur zu investieren, die es den Ländern erlaubt, sich ökonomisch weiter zu entwickeln.
3/9 sich selbst und seinem Schicksal zu überlassen. Denn das hieße letztlich auch, die Region China, Russland und anderen auf dem Silbertablett zu servieren." Genau dieser taxierende und objektivistische Blick ist es, der viele Menschen in West- und Zentralafrika buchstäblich zur Weißglut treibt.
2/9 Doch dann wird schnell die Frage gestellt: "Was müssten Deutschland und Europa tun, damit ihnen die Region nicht völlig entgleitet?" Zudem heißt es ganz am Ende des Beitrags: "Es wäre fahrlässig, und den deutschen und europäischen Interessen nicht dienlich, das strategisch wichtige Westafrika
1/9 Zu Recht weist Kai Küstner darauf hin, dass Frankreich ökonomisch längst keine dominierende Rolle mehr in #Senegal und #Westafrika spielt. Passend hierzu zitiert er anfangs einen jungen Mann, der bezüglich Frankreichs Truppenabzug von "Würde" spricht.
www.deutschlandfunk.de/westafrika-f...
Kein Widerspruch - mit geht es lediglich darum, jede einzelne "Not" immer wieder im Gesamtkontext zu sehen. Natürlich müsste niemand in Gaza hungern und natürlich könnte die Not in kürzester Zeit beseitigt werden. Aber auch in Nigeria müsste eigentlich niemand hungern, wenn nur der Wille da wäre...
Es ist unausweichlich, dass die Welt auf das schaut, was derzeit in Gaza passiert. Aber die weltweiten Hungerkatastrophen sollten deshalb nicht aus dem Blick geraten. Mit derzeit 45,4 Millionen leben die meisten unterernährten Menschen in #Nigeria: taz.de/Krise-in-Nig...
22,5% der Bev. in #Niger hat Zugang zu Elektrizität. Bis 2026 will das Land die Quote auf 30% erhöhen, zudem sind größere Projekte im Solarbereich geplant. Dafür hat die Afrikanische Entwicklungsbank Niger einen Kredit über 144 Mio. US-Dollar gewährt. www.sikafinance.com/marches/nige...
4/4 dem Alarme Phone Sahara (Niger) oder der Frauenkooperative Musow Lafia. Schließlich: Afrique-Europe-Interact schickt auch gerne Zeitungen zum Weiterverteilen zu, dafür bitte eine Mail an: info@afrique-europe-interact.net.
3/4 vielerorts zu Spendenrückgängen geführt. Umso ausdrücklicher bittet Afrique-Europe-Interact um Spenden, gerade für seine langfristigen Kooperationen, u.a. mit der Bauerngewerkschaft COPON, dem ökologischen Künstler:innendorf Faso Kele, dem Rasthaus für Migrant:innen in Rabat,
2/4 Ein PDF der 4-seitigen Zeitung befindet sich auf der Webseite des Netzwerks (afrique-europe-interact.net/2207-0-AEI-Z...), dort sind auch die Kontodaten für etwaige Spenden (inklusive Online-Überweisungsmöglichkeit). Und noch etwas: Erhöhte Lebenshaltungskosten haben in den letzten zwei Jahren
1/4 Das transnationale Netzwerk Afrique-Europe-Interact ist für seine Arbeit auf steuerlich absetzbare Spenden angewiesen. Die als Beilage der @taz.de erschienene Zeitung Nr. 17 handelt u.a. hiervon: EU-Abschottungspolitik, Klimakrise, Abschiebungen aus dem Maghreb, Exporte von Erdnussmus und Togo.
Sollte X kostenpflichtig werden oder in Gänze zu einer rechten Kampfplattform mutieren, würde ich hierher wechseln. Doch vorerst bleibe ich bei X, einfach, weil sich dort in punkto Sahel Verbindungslinien hergestellt haben (v.a. mit Leuten aus dem Sahel), die ich auf keinen Fall missen möchte.