Muss zugeben dass ich das nicht verstehe. Da hast du mit Geschick, Ellbogen und Beziehungen einen der besten Jobs des Landes ergattert und dann setzt du alles aufs Spiel weil der Beidl juckt? Das ist doch bestenfalls dumm. 🤷
Posts by Philipp Eitzinger
Was mich dieser Tage extrem irritiert ist 1.) die ungeheure Menge an Kommentaren, die das drohende Aus der Opferschutz-Organisation ZARA enthusiastisch feiern und 2.) ernsthaft Roland Weißmann als bemitleidenswertes Opfer bedauern.
Wie wird man so?
Wie schafften die ÖFB-Frauen in der WM-Quali nach dem 1:5 auswärts nun ein 0:0 daheim gegen Deutschland? Muss man - wie es Barbara Dunst formulierte - die Erwartungshaltung an die Spielweise anpassen? Und was hat das mit Didi Kühbauers Teams von WAC und LASK zu tun?
Das und mehr (U-19-EM!) hier:
Jo i schau doch schon ein paar Jahre Fußball 😉
Es war mit ein Vergnügen, mal persönlich das Vergnügen mit dir zu haben!
Viel Schwarz-Rot-Gold.
Du weißt dass du in Ried bist, wenn du am direkt neben dem Stadion beheimateten Fleckviehzuchtverband vorbeigehst.
Dazu gibt es Studien. Männer empfinden den Frauenanteil als ausgeglichen, wenn er 17% erreicht. Ab 33% halten sie Frauen für überrepräsentiert.
Ein Kollege sagte mir mal:"Männer fühlen sich bereits benachteiligt, wenn sie nicht mehr bevorzugt werden!"
Der Satz wird immer wieder aufs Neue bestätigt.
Ich stelle fest, dass ich mich zwar in den 15 Jahren, die ich dabei bin, noch nie so lange so viel über die Vorstellungen der ÖFB Frauen geärgert habe - aber es ist heute mein 41. Spiel vor Ort und noch nie habe ich mich nicht auf ein Spiel gefreut, wenn ich dort bin.
Und ich freu mich auch heute.
Alexander Manninger spielte sich als 19-Jähriger ins Rampenlicht, spielte eine wichtige Rolle bei Arsenals Double-Gewinn 1998 und war danach auch kongenialer Partner von Gigi Buffon - eine gerade Linie war seine Karriere aber nicht.
Seine Karriere und seine Vereine, seine Höhen und seine Tiefen.
Der Fußball aber war jahrzehntelang ein klar männlich dominiertes Feld – nicht nur sportlich, sondern auch symbolisch. Wenn Frauen diese Bühne zunehmend bespielen, wird das von so manchem männlichen Ego wie ein Einbruch in die letzte Bastion empfunden. Dabei ist es ist eine gefühlte Bedrohung, aber keine faktische. In der psychologischen Wahrnehmung jedoch wirkt sie real. Der Männerfußball verliert durch den Frauen-Fußball weder Wert noch Raum, sehr wohl bröckelt aber das Monopol auf Sichtbarkeit und gesellschaftliche Deutungshoheit. Die aggressive Ablehnung ist eine Kompensationsstrategie und nicht selten spielt auch Neid eine Rolle – auf das positive Echo, die gesellschaftliche Aufmerksamkeit, die Anerkennung. Und dann ist da noch das Unausgesprochene: Dass das, was Frauen tun, plötzlich nicht mehr als ‚weniger‘ gilt. Es ist wie eine Angst davor, dass sich das Gefälle zwischen dem Männlichen als Norm und dem Weiblichen als Ausnahme schließt. Die tiefere Sorge, die dem zugrunde liegt, hat mit Kontrollverlust zu tun bzw. dem Einbüßen der Deutungshoheit und natürlich – gerade in einer Zeit großer politischer Umwälzungen, die man als hilfloser Passagier erleben muss – der Angst vor Veränderung. Es gibt einen kleinen, sehr lauten Teil, der auf Provokation setzt. Mit diesen Menschen wird nie eine sinnvolle Diskussion möglich sein. Aber allen anderen kann man Angebote machen – indem man Vielfalt normalisiert, nicht als Kampfansage inszeniert. Wer sich nicht attackiert fühlt, muss sich auch nicht verteidigen.
Was ich letztes Jahr in meiner Frauen-EM-Vorschau geschrieben habe, passt perfekt auch zum Thema Marie-Louise Eta.
"Es ist wie eine Angst davor, dass sich das Gefälle zwischen dem Männlichen als Norm und dem Weiblichen als Ausnahme schließt."
Dann noch die Chuzpe zu haben, den Referee für die Niederlage verantwortlich zu machen wegen eines alternativlosen Ausschlusses in der 87. Minute ist, schon sehr Real Madrid.
So ein grindiger Verein.
Es gibt nichts schöneres, als den ultimativen Heel der Fußballwelt - also Real Madrid - auf die Nüsse bekommen zu sehen.
Vor allem, nachdem ihnen der Referee zwei mindestens zweifelhafte, tendenziell irreguläre Tore geschenkt hat.
Kleiner statistischer Sidestep zum 1:5 der ÖFB-Frauen in Deutschland gestern:
Julia Hickelsberger ist die 21. Österreicherin mit 50 Länderspiel-Einsätzen.
Als AUT hast auch nicht die Bank von Deutschland. Gutmann war tapfer, hat halt beim 0:2 geschlafen, die braucht noch. Puntigam war bei beiden Ecken beteiligt.
Lichtblicke: D'Angelo war gut wieder und schön dass Louise Schöffel und Naika Reissner auch reindurften.
Aber die 2. Hälfte war ein Downer.
Österreich hat hochgeschoben, zu hoch für Pässe aus der ersten Linie (die 3 gegen 4 gestanden ist, mind you) und zu hoch, um bei Ballverlusten zu retten. Das 0:4 und das 1:5 sind so gefallen.
Das ist zu naiv.
Man hat sich in genau das Spiel reintheatern lassen, das man nicht kann.
1:5 am Ende und das war dann zu billig von den ÖFB-Frauen - 0:1 und 0:3 war aus Ecken, ärgerlich, aber naja.
Nur: Deutschland hat dann auf 4-2-4 gestellt und hat AUT die Balleröffnung gegeben. Da sind die vier Deutschen ideal gestanden, um die Bälle von den drei Österreicherinnen hinten abzufangen.
Voi
EIN TOR AUS DEM SPIEL ja das man das noch erleben darf. Gab's in einem Pflichtspiel seit einem Jahr nicht mehr.
Super für Chiara.
4:0 und Christian Wück mit plus/minus dem gleichen Gesichtsausdruck wie ich.
60' Louise Schöffel mit dem NT Debüt. #GERAUT
Ein bsserl wie die Kühbauer-Teams, WAC letztes Jahr und LASK dieses. Fünferkette hinten, aber mit klaren Orientierungen auf die ballführende Deutsche.
Ist zumindest mal sowas wie die Balance, die Alex Schriebl gestern in der PK angesprochen hat, wie man ohne die Verletzten über die Runden kommt.
ÖFB-Frauen 0:1 zur Pause in Deutschland.
Das ist alles... kinda okay, I guess? Nichts was das Herz höher schlagen lässt aber ich finde das im Ganzen durchaus eine Antwort auf die Spiele gegen Norwegen und Slowenien. Sind schon bemüht, die Deutschen zu nerven und sie nie alles machen zu lassen.
Bin Ballverliebt, nicht ballesterer 😉
(Schreibe gelegentlich für die Kollegen was, aber nur als Gastautor)
Comeback übrigens von Anna Lallitsch, die erstmals seit Oktober 2023 ein Spiel der ÖFB-Frauen am ORF kommentiert.
Bei der UEFA sind die ÖFB-Frauen in einem 4-3-1-2 angegeben, das Personal spricht mir aber eher für Fünferkette
El Sherif - D'Angelo, Gutmann, Wenger, Kirchberger, Hanshaw - Schasching, Puntigam, Dunst - Brunnthaler, Campbell
#GERAUT
Dafür war Claudia Neumann in der Online-PK des ÖFB gestern. Zumindest die weiß jetzt, welche Fragen ich so stelle.
Bei der DFB-PK war ich nicht. Hatte Nürnberg überlegt, lass es aber aus, auch weil es sich mit dem Job schwer ausgeht.
Keine erkennbare Spielidee, nie irgendeine Form von Kontrolle oder Ruhe auf dem Feld, selbst zugefügtes Chaos auf der TW-Position und ein Offensivspiel, das rein am Talent von Wrede und dem Arbeitsethos von Brunnthaler fußt.
Damit natürlich voll im Abstiegskampf.
Die Trennung kam reichlich spät.
I was thinking this morning how both Margaret Thatcher and Ronald Reagan would have been delighted to see a Westward-looking, centre-right party defeat a pro-Russian autocrat in a former Eastern Bloc country.