"An der schönen blauen Donau" in Diskolautstärke.
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Flirt, oder: Sich um Knopf und Kragen reden.
Musik lebt vom empfangenden Zustand der Rezeption, aber vor allem von den, in ihr angelegten, Zuständen im Wandel: des Endens, Beginnens, Angrenzens, Übergehens. Die besten Leerstellen zeugen davon.
Sprechen, als ob der halbe Tag aus Freudschen Versprechern besteht. Und es wirklich meinen.
Das Auswandern bitte nicht verklären. Lebe im fünften Land. Die Traumvorstellung ist eben keine Realität. Klage wohlgemerkt keineswegs.
Das gute Leben oder: das mutige.
Nur ist eben anspruchsvoller Text, und das war gemeint, nicht niederschwellig.
Wir leiden heuer an einer aktiven Bildverschmutzung. Mir ging es um die Erstellung technischer Art, die es allen ermöglicht, ihren qualitativ minderwertigen Beitrag zu leisten.
Die Fokussierung als Anker. Es braucht nur wenig: das ist viel.
Das Social Web mimt Verfügbarkeit, die keine ist. Wir sehen ein vermeintliches Überangebot, das Aufmerksamkeit kostet, aber diese nicht rechtfertigen kann.
Leute mit Egoproblemen, sobald ihnen was zu hoch ist? Am liebsten sind mir Exemplare mit Uniabschluss: als ob das viel bedeutet. Aber ja, solche meinen gern, sie wären über den Abschluss allein irgendwie gesegnet. Und bezeichnen andere, die wirklich anspruchsvoller denken, als "Schwurbler".
Da niemand, mit wenigen Ausnahmen, darüber nachdenkt (!), was das Denken überhaupt ist, was sich über Äußerungen ständig zeigt, ist es kein Wunder, von der KI anzunehmen, sie würde es tun.
Ignoranz meint heuer oft, wie ich sie erfahre, dass Menschen nicht bereit sind, eine Perspektive einzunehmen, die ihnen selbst nicht "hilft" im Sinne des direkten eigenen Vorteils.
Noch ein Tag Büro, dann ist schon Weihnachten. Eh, Urlaub. Ähnlich. Nein: besser!
“Attention is the rarest and purest form of generosity.”
— Simone Weil
@wtftien.eurosky.social wird eh nach kürzester Zeit vermisst, das ist ja klar.
The genius of Anton Bruckner's symphonies lies in a dialectical contrast between impulsive, seemingly chaotic orchestral "cascades" and gentle bucolic melodies.
I adore his powerful poetry in the symmetry of his harmonic pattern; where the primeval instinct meets virtuous elegance.
Dass gerade Kommunikation selbst als ästhetische Position viel zu selten zur Debatte steht, spricht im wahrsten Sinne von einer Fehlleistung ersten Ranges.
Andauernde Unberechenbarkeit, sofern die Idee ist, andere in ihrer Weise ernst zu nehmen. Ich präferiere die Sicht von übermorgen: übertragen aufs Heute. Was werde ich getan haben sollen? Erkannt, dass das Meiste keine Rolle spielt (mittelfristig ohnehin nicht).
Für schlicht und wieder schlicht.
Je näher am Klatsch und Tratsch, desto weiter sehe ich mich erntfernt.
Wer sich tatsächlich dafür interessiert, wie Menschen ticken, verliert die Fassungslosigkeit.
Anfangs ist der Reiz, dann kommt die Gewohnheit. Der Rest? Wäre wahnsinnig leicht austauschbar. Tut mir auch leid, Kinners.
Stets köstlich, wie Menschen sich einbilden, sie würden besonders gut zur auserwählten Person passen, an die sie sich womöglich 50 Jahre binden. Meine das nicht sehr spaßig. 😆
Gängige Erwartungen anhand gängiger Lebensläufe. Wieso sollte eine Meinung interessant sein, wenn sie von jemandem stammt, der genau dem folgt, was die Gesellschaft in Masse goutiert?
Viele Menschen wollen sich nicht überfordern.
Mich interessiert am Denken das Gedachte. Wer Begleitumstände priorisiert, interessiert sich kaum fürs Denken, was leicht zu entlarven ist: dadurch, dass die Kritik billig wirkt, wo ihr das Gedachte eben gerade abgeht – während persönliche Animositäten den Kommentar zur Fratze verzerren.
Die gute Kollegin geht nicht zufällig nach Kanada im Herbst, um an einem Ort zu studieren, der zufällig längst auf meiner Liste steht. Muss wohl leider Hockey verbinden mit Studentenparty im Studentenwohnheim, als wäre es 2010. What. A. Pity.
In den meisten Dialogen nehme ich grundsätzlich 8-10° an Temperatur raus, aus dem, wie ich sonst sprechen wollen würde.
Sloterdijk zitiert #Novalis: "Der größte Mensch wäre jener, dessen Autobiografie zugleich das größte Kunstwerk wäre."