Wohnen ist teuer. Die Wohnungspolitik auch: 30 Mrd. € in diesem Jahr. Besserung ist trotzdem nicht absehbar. @maxkrahe.bsky.social und ich analysieren in unserem neuen Papier, wie die Fiskalpolitik in diese Lage geraten ist. (1/8)
Posts by Max Krahé
Last but not least: huge shout-out to @sara-schulte.bsky.social die unzählige Länderhaushalte, Subventionsberichte & Bundeshaushaltspläne durchwühlt hat, um den neuen Datensatz zu bauen. Vielen vielen Dank für die Schaffung dieses öffentlichen Gutes! /e
Datensatz: dezernatzukunft.org/wohnraumfoer...
Wie kommt die Wohnungspolitik da wieder raus? Könnte eine staatliche Wohnungsbaugesellschaft--wie von @larsklingbeil.bsky.social & @spd.de letzte Woche vorgeschlagen--Teil der Lösung sein? Das steht als nächstes auf unserer Agenda. 7/8
Das ist eine teure Sackgasse. Mehr Geld für Objektförderung zu finden ist im aktuellen Fiskalrahmen schwierig. Erst recht, wenn die Subjektförderung teuer bleibt/noch teurer wird.
Und letztere einfach kürzen hilft nicht: Obdachlosigkeit + ihre Folgekosten sind noch teurer.
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Zuletzt gab es die Trendwende bei der Objektförderung. Ein positives Signal. Aber keine ausreichende Kurskorrektur: im historischen Vergleich ist sie noch schwach (bei größerer Bevölkerung!). Gleichzeitig erreicht die Subjektförderung Höchststände – Tendenz steigend. 5/8
Das Problem: Subjektförderung bekämpft Symptome, keine Ursachen. Es kann sie sogar verschärfen. Wenn der Staat die Miete garantiert, gibt es Anreize für Mietsteigerungen.
Die Daten suggerieren das: KdU-Mieten steigen deutlich stärker als Mieten insgesamt.
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Unser neuer Datensatz zeigt: Jahrzehntelang war es 80/20. Dann kehrte es sich um, zu 20/80.
Der große Umbruch kam in den 2000ern:
Talfahrt Objektförderung + Hartz-Reformen.
KdU -> neue Subjektförderung, Miete wird übernommen weil Regelsatz kleiner. Vorher mehr Geld, aber Miete selber zahlen.
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Wie kam der Staat in die Sackgasse?
Zwei Förderlogiken bestehen:
OBJEKTFÖRDERUNG subventioniert Investitionen (Bau, Renovierung, etc), also Objekte: zB sozialer Wohnungsbau.
SUBJEKTFÖRDERUNG unterstützt Mieter, = Subjekte: zB Wohngeld & Kosten der Unterkunft (die Wohnkomponente von Hartz IV).
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Zunächst:
Zum Papier geht's hier: dezernatzukunft.org/eine-kurze-f...
Zum Artikel von Caterina Lobenstein in @zeit.de der die Quintessenz distilliert hier: www.zeit.de/wirtschaft/2....
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Wohnen ist teuer. Die Wohnungspolitik auch: ca 30 Mrd € jährlich kostet sie den Staat. Trotzdem verpasst sie es, dauerhaft bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
Wie kam es dazu? In unserem neuen Papier geben @sara-schulte.bsky.social und ich eine Antwort:
Great @ft.bsky.social series on the single market. But the problem isn’t weak baker mobility, it’s weak tech investment/scale-up capital. Focus should be on fixing the latter, not on bulldozing (non-digital) service barriers, which are highly politically sensitive.
www.ft.com/content/536a...
Vllt interessant für @olafstorbeck.ft.com @adamtooze.bsky.social @bundesbank.de @ecb.europa.eu @president.ecb.europa.eu @isabelschnabel.bsky.social
Nur falls Abschichten unmöglich und ein neues Wachstumsmodell nicht gewünscht sein sollte, dann würde ein Push in Richtung Euro-Internationalisierung aktuell wenig Sinn ergeben.
Hier der Link: dezernatzukunft.org/euro-als-lei...
Und/oder: Falls möglich, wäre es attraktiv nur Teile der Leitwährungsfunktion zu übernehmen, um Zins- und Wechselkursverschiebungen zu dämpfen ("ABSCHICHTEN")
Aber: Entscheidet sich Europa sowieso für ein neues Wachstumsmodell, könnte Euro-Internationalisierung ein wichtiger Baustein davon sein ("AUFS GANZE GEHEN").
Was bedeutet das? Als Ziel in sich selbst scheint Euro-Internationalisierung nicht geeignet. Die politischen Maßnahmen (Eurobonds, Kapitalmarktunion, militärische Stärke aufbauen) dafür sind politisch "teuer", die Effekte wären gesellschaftlich disruptiv bei eher kleinem Gesamtnutzen.
Für letzteres haben wir eine Kosten-Nutzen-Überschlagsrechnung gemacht.
- Nettoeffekte: positiv. Aber verbergen große Bruttoeffekte/Strukturverschiebungen.
- Vereinfacht: € als Leitwährung wäre Gold für Zinsen (=> Bauindustrie, Innovation, Staat, Finanzsektor), Gift für Industrie.
🚨Neuer @dezernatzukunft.bsky.social Geldbrief von Nils Gerresheim und mir zu €-Internationalisierung 🚨
Kernbotschaften: Dollar-Verunsicherung schafft Möglichkeitenfenster. Aber:
- Kein Selbstläufer, Reservenwachstum aktuell eher bei Gold als Euro.
- Und: Wollen wir das überhaupt?
Korrektur: es war natürlich @sara-schulte.bsky.social. Es lohnt sich auch sehr, Sara zu folgen -- expect good housing content in the months to come!
Und nicht zu vergessen: Passend zum Geldbrief gibt es diese Woche direkt einen Podcast dazu von @saraschulte.bsky.social und @philippasigl.bsky.social! podcasts.apple.com/de/podcast/k...
Was tun? In die Analyse investieren (zB dritte Säule im EZB Analyserahmen, für Langfrist- und Szenarioanalysen), Zwickmühlen kommen sehen, Reaktionen/Vorbeugung mit den wichtigen Makroakteuren koordinieren.
Die EZB hat dafür kein gutes Werkzeug: Laufen lassen ist sozialer Sprengstoff. Mit dem Zinshammer draufhauen bremst die ganze Wirtschaft und löst das grundsätzliche Problem nicht.
dezernatzukunft.org/en/der-zinsh...
Damit ist Kaffee ein möglicher Vorbote für allgemeine Lebensmittelinflation in Zeiten des Klimawandels. Für Nahrung insges. ist die Nachfrage sehr inelastisch (innerhalb kann natürlich substituiert werden). Wenn hier das globale Angebot abnimmt, könnten die Preise empfindlich steigen.
Die Preise sind getrieben durch das Zusammenspiel von zwei Faktoren:
- Angebotsverknappung durch Extremwetter in Brasilien und Vietnam
- Inelastische, global sogar noch wachsende Nachfrage. D.h.: auch bei steigenden Preisen kaufen die Leute ca. die gleiche Menge
+++ Neuer Geldbrief - Kaffee, Klima, Preise +++
Die Inflation beruhigt sich, aber die Kaffeepreise explodieren. Was ist da los? @saraschulte.bsky.social und ich haben es uns diese Woche im @dezernatzukunft.bsky.social Geldbrief angeschaut.
dezernatzukunft.org/kaffee-klima...
Hier die Essenz:
Look forward to discussing the German export model with Wolfgang Münchau. Do tune in in case of interest (the event will be in German).
📣 Neue @dezernatzukunft.bsky.social Stellen 📣
1. Wir bauen 1 Werkstudierenden-Pool auf & suchen nach ~3 Werkis (w/m/d)
2. Wir schreiben eine MA-Arbeit aus (bezahlte Stelle für 3-6 Monate) zum Schätzen von BIP-Elastizitäten von Bundesausgaben
Gerne Teilen!
Details: dezernat-zukunft.jobs.personio.de
Trump-Zölle: Es ist nicht alles schlecht.
Wünschenswert natürlich nicht. Aber der Gesamtkontext ist eine sehr schwache EU-Hand. Realistisch ging es um „manche Ausnahmen vs keine Ausnahmen“, und da war das „let’s exempt these strategic industries“ Argument ein gutes.
Vereinfacht: 🇪🇺 & 🇩🇪 spielen immer noch Schach. Der Rest der Welt Schachboxen. Prioritär sind EU-Binnenveränderungen um in 2-3 Jahren boxen zu können: schnelle Dekarbonisierung, eur. NATO-Säule, Abhängigkeiten von US-Tech und US-Dollar (Payment systems, swap lines) reduzieren. /e