Auf einem geleakten Video, das die Fähigkeiten der eingesetzten Technologie demonstrieren soll, sind Drehkreuze einer Metrostation zu sehen. Ein unablässiger Strom von Fahrgästen schiebt sich hindurch, Handys in der Hand, Alltag. Die Software legt grüne Quadrate um jedes Gesicht, das ins Blickfeld der Kamera gerät. Jedes Gesicht kann abgeglichen werden – mit Passbildern, Ausweisdaten, Datenbanken. Nach Recherchen des STANDARD handelt es sich bei der Metro-Station auf dem Video um Panzdah-e Khordad, direkt beim Großen Basar im Zentrum Teherans. Ein weiteres Video zeigt, wie sich Personen nach äußeren Merkmalen filtern lassen. Suchen Sicherheitskräfte etwa jemanden mit blauem Hemd, zeigt das System nur Aufnahmen, auf denen blaue Kleidungsstücke erkannt werden. Brillen, Bärte, Kopftücher – alles wird erfasst.
Die Repression im #Iran basiert auch auf massiver digitaler Überwachung, ergab eine gerade veröffentlichte Recherche.
Übrigens auch mit deutschen Kameras.
Live-Gesichtserkennung, abgeglichen mit einer zentralen Passbilder-Datenbank. Dazu die digitale Kommunikation, auch wenn sie..
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