Der LUX-Publikumspreis des Europäischen Parlaments feiert das Filmschaffen des Kontinents und versteht sich als Beitrag zur internationalen Verständigung. Schade nur, dass damit vor allem der konventionelle Arthouse-Film gemeint ist. Fabian Lutz berichtet von der Preisverleihung.
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Nach einem schweren Unfall werden einem Pianisten die Hände eines verstorbenen Mörders angenäht. Robert Wienes expressionistischen Horrorklassiker "Orlacs Hände" (1924) gibt es gerade in der Mediathek des Filmarchiv Austria.
Junge Hollywood-Stars scheuen schwulen Rollen nicht mehr. Doch was hat sich geändert und können queere Rollen nicht auch zur Resource werden? Till, Hannah + Jan gehen im Podcast in die Männer-Diskussion, streifen Filme wie "The History of Sound" und "Pillion" sowie den Hype um "Heated Rivalry".
Er pfeift auf erzählerische Konventionen und filmhandwerklichen Anspruch. Dennoch gelingen Horror-Enthusiast David „The Rock“ Nelson kleine Meisterwerke von radikal subjektiver Originalität und eindringlicher Schönheit. Sascha Kellerman über 2 von Nelsons Filmen, die es bei @vinsyn.bsky.social gibt.
Gesellschaftliche Zwänge treffen in Franz Müllers neuem Film über eine Kölner Familie auf unverhoffte Momente der Freiheit und jede Begegnung bietet die Chance auf einen Neuanfang. Lukas Foerster über "Das Glück der Tüchtigen".
Ein Mann steckt in einem leeren Tokioter U-Bahnhof fest, aus dem es keinen Ausgweg gibt. Genki Kawamuras klaustrophobische Computerspieladaption widmet sich einem Rätsel mit unklaren Regeln. Martin Gobbin über "Exit 8", der letzte Woche in einigen Kinos lief und demnächst auf Blu-ray erscheint.
Die Wahrheit findet sich im Zwischenmenschlichen: Rebecca Zlotowskis Film ist weniger Krimi als Psychogramm einer Frau, die ihr Gefühlsleben hinter einem Schutzpanzer verbirgt. In der Hauptrolle: Jodie Foster, die hauptsächlich Französisch spricht. Michael Kienzl über "Paris Murder Mystery".
Wie aus ferner Vergangenheit: Anna Rollers Verfilmung von Leif Randts Durchbruchsroman erzählt von der schönen, aber nicht exzistenziellen Fernbeziehung zweier Millenials im Jahr 2018. Leonard Krähmer über "Allegro Pastell", der morgen in den Kinos startet.
Korrupte Staatsdiener und die Opfer von Dutertes Drogenkrieg – Den einfachen Plot über zwei philippinische Polizisten erweitert Lav Diaz um gewichtige Fragen rund um Religion, Moral, Buße und Rache. Martin Gobbin über "When the Waves are Gone", den es neu in der Arte-Mediathek gibt.
Auch die Filme der Semaine de la Critique und Quinzaine des Cinéastes wurden bekannt gegeben, u.a. mit Neuem von Lisandro Alonso, Radu Jude, Quentin Dupieux und Alain Cavalier: www.critic.de/aktuell/cann... #Cannes2026
Ein tragischer Todesfall, der durch quietschbunte Clownereien verarbeitet wird: Adrian Goigingers Film hat keine Berührungsängste mit dem Banalen und Rührseligen. Doch genau das macht ihn zu einem ungemein spannenden Film über Trauer. Lukas Stern über "Vier minus Drei", ab Donnerstag im Kino.
Die im Band „Berufung: Kritiker“ versammelten Texte von Hans Schifferle nähern sich den Verheißungen des Kinos. Lukas Foerster begegnet dem Abenteuerland, das Schifferle in seinen Texten entstehen ließ, während einer Reise durch den mythengesättigten Südwesten der USA: www.critic.de/special/zwis...
Ach du Schreck! Morgen (11.4.) gibt's im Berliner Zeughauskino ein Harald-Reinl-Krimi-Double-Feature. Gezeigt werden „Der Frosch mit der Maske“ sowie „Die unsichtbaren Krallen des Dr. Mabuse“. Und als Sahnehäubchen gibt's um 17:30 Uhr eine Einführung von unserer Silvia: www.dhm.de/zeughauskino...
Per Feuertaufe ins Leben der Erwachsenen: In James Grays Film landet ein eigenschaftsloser Mark Wahlberg in einem Mafiakrieg und kann sich auf nichts verlassen außer auf seinen Dackelblick. Robert Wagner empfiehlt "The Yards - Im Hinterhof der Macht", den es gerade in der Arte-Mediathek gibt.
Kleine Freiheiten im unfreien Leben: Yüksel Yavuz’ Film von 2003 über die Freundschaft zweier in Hamburg gestrandeter Jungs ohne Papiere kommt noch einmal neu restauriert ins Kino. Ein echter Glücksfall. Till Kadritzke über "Kleine Freiheit": www.critic.de/film/kleine-...
Neue Filme von Nicolas Winding Refn, Valeska Grisebach, Kiyoshi Kurosawa, Ira Sachs, Ryusuke Hamaguchi, Marie Kreutzer, Pedro Almodovar, Andrey Zvyagintsev, Sandra Wollner und noch vielen mehr. Die Auswahl der 78. Filmfestspiele von Cannes auf einen Blick.
Ben Russell + Guillaume Cailleau haben 2 Jahre lang eine aktivistische Community beobachtet. Ihr Dokumentarfilm glaubt an eine Utopie von Solidarität und kommunalem Leben. Und weiß, wie lange politische Arbeit dauert. Florian Weigl über "Direct Action", der am Wochenende in Hamburg + Berlin läuft.
Musik als Speicher eines vergangenen Lebens: Oliver Hermanus zeichnet in kontemplativen Bildern das Leben eines Sängers von den 1910ern bis in die 80er-Jahre nach. Und betrachtet den langen Nachhall einer kurzen, aber innigen Beziehung. Matthias Hagel über "The History of Sound", ab morgen im Kino.
Während US-Horrorregisseure ihre Zuschauer im Geisterbahn-Stil erschraken, drehte ein 25-jähriger deutscher Filmhochschul-Absolvent einen suggestiven und verführerischen Film von urwüchsiger Schönheit.
Oliver Nöding über Robert Sigls "Laurin", den man bei @filmfriend.bsky.social streamen kann.
Eingehüllt vom Dunkel und dem Schall vertrauter Stimmen begaben sich unsere AutorInnen während des Nürnberger Hofbauerkongresses auf eine bereichernde Expedition abseits einer auf Meisterwerke fixierten Film- und Mentalitätsgeschichte.
Mike Leighs frühen Kurzfilm "Mal kurz, mal lockig" ("The Short & Curlies", 1987) über eine junge Verkäuferin und ihren um keinen Scherz verlegenen Verehrer gibt es gerade in der Arte-Mediathek.
Eine geheimnisvolle Pandemie lässt Menschen langsam versteinern. Als ein 13-jähriges Mädchen mit einem Tattoo nach Hause kommt, bangt ihre Mutter darum, sie könne sich infiziert haben. Martin Gobbin über Julia Ducourneaus („Titane“, „Raw“) Body-Horror-Allegorie „Alpha“, jetzt im Kino.
Winnetou und Dr. Mabuse, Edgar-Wallace-Krimis und landschaftsverliebte Heimatfilme: Das deutsche Unterhaltungskino der Nachkriegszeit ist ohne das Werk Harald Reinls nicht denkbar. Robert Wagner über den Regisseur, dem das Zeughauskino Berlin ab Freitag eine Retrospektive widmet.
Ein Film beginnt dort, wo jemand nicht mehr schweigt. Der Regisseur Jean-Pierre Bekolo erinnert sich an ein Treffen mit Alexander Kluge.
Die Kamera unmissverständlich in der Gott-Perspektive: Terrence Malicks 2. Regiearbeit ist reich an kunsthistorischen + religiösen Verweisen, die auf ein apokalyptisches Finale hinauslaufen. Und sein vielleicht schönster Film. Birte Lüdeking über "In der Glut des Südens", neu in der Arte-Mediathek.
Ein Film ohne Ziel und ohne Heldin. Barbara Lodens einzige Regiearbeit ist ein Glücksfall der Filmgeschichte und wäre um ein Haar verschollen. Annette Brauerhoch über "Wanda (1970)", der ab dem 9.4. wieder im Kino läuft.
Gleichermaßen sensibel und roh: Robin Campillos Film porträtiert fast intim dokumentarisch einen verschlossenen jungen Maurer, der von einem Kollegen aus der seiner Komfortzone gelockt wird. Jannik Howind über "Enzo", der kommenden Donnerstag in den deutschen Kinos startet.
Das Zürcher Filmpodium zeigt im April Filme von Joe Dante (am 16.4. ist er dort auch zu Gast): filmpodium.ch/reihen-ueber...