Aber: Die Tragweite der rassistischen Pogrome der frühen 90er werde im Film nicht deutlich genug:
»Für mich war Rostock-Lichtenhagen eine Zäsur. Davor richtete sich Antifa gegen Nazikadergruppen und ‑schläger. Danach ging es gegen die nationale deutsche Mehrheitsmeinung.«
Posts by Untiefen – Das Stadtmagazin gegen Hamburg
Neu bei uns:
Eine tolle Rezension von @gastonkirsche.bsky.social zum Film »Antifa - Schulter an Schulter, wo der Staat versagte« von @leftvision.bsky.social, der nun auf DVD und als Stream verfügbar ist.
untiefen.org/antifa-film/
Sein Fazit: ein bewegender Blick zurück auf die Antifa der 90er!
Im Hamburger Curiohaus beginnt am 18. März 1946 der erste Prozess gegen die Verantwortlichen des Konzentrationslagers Neuengamme vor einem britischen Militärgericht. Reue zeigen die 14 Angeklagten nicht. 18 ehemalige Häftlinge treten im Prozess als Zeugen auf.
www.ndr.de/geschichte/c...
Ja, stimmt, bei Nico Semsrott ist das vielleicht anders motiviert als bei Marc-Uwe Kling. Aber selbst dann ist es doch eine fragwürdige Strategie, Angst mit guter Laune exorzieren zu wollen, statt sie zu reflektieren und besprechbar zu machen, oder? Für mich klingt das arg nach "positive thinking".
Diese Behauptung, dass man den Faschismus quasi weglachen kann, ist doch fahrlässig. Das Versprechen, Spaß zu haben und dabei noch dem Faschismus eins auszuwischen, mag verlockend sein, aber es geht fehl. Keine Fraktion im Bundestag lacht so oft wie die der AfD, hat die FAZ letztens gezählt.
3. PRÜF will Faschismus mit Lachen bekämpfen und ignoriert, wie die AfD Humor gezielt als Strategie verwendet.
4. PRÜF bezieht sich positiv auf den Extremismusbegriff. Gegen ein Verbot linker Parteien hat PRÜF nichts Prinzipielles einzuwenden, vorm Extremismus der Mitte verschließt PRÜF die Augen.
1. PRÜF verwässert mit seiner Forderung nach Prüfung des Verbots durch das Verfassungsgericht die seit Jahren bestehende Forderung nach einem AfD-Verbot.
2. PRÜF ist hierarchisch organisiert, verhindert wirkliche Partizipation und macht Politik an bestehenden antifaschistischen Strukturen vorbei.
Morgen gibt es wieder in mehreren Landeshauptstädten PRÜF-Demos für eine Prüfung des Verbots rechtsextremer Parteien. Wir finden: Antifaschist:innen sollten da nicht hingehen.
Warum? Im Detail könnt ihr das in unserem neuen Artikel nachlesen: untiefen.org/pruef/
Die Kurzform hier im Thread:
Gedenktafeln mit Namen auf denen einzelne Blumen liegen
Ein Mann legt Blumen nieder. Auf einem Podest liegen Kränze. Ort ist das denk.mal Hannoversvhwr Bahnhof
Am 11. März 1943 wurden über 300 Menschen, Sinti und Roma aus Hamburg und Norddeutschland, verhaftet und in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Nur wenige überlebten. Heute: Gemeinsames Erinnern und Gedenken.
Wie schade, dass der Abend schon ausgebucht ist! Auch wir hoffen sehr auf eine Aufzeichnung.
Zur Rekonstruktionsarchitektur als Teil des rechten Kulturkampfs und als kapitalistische Inwertsetzung kompensatorischer Wünsche nach Stabilität gibt es bei uns auch einen Essay: untiefen.org/angriff-der-...
Ja, das stimmt! In Sachen Aufarbeitung ist außerdem das 2023 eingeweihte "Arisierungs"-Mahnmal zu nennen. Und in einem Monat wird am Theater Bremen ein dokumentarisches Stück zum Thema uraufgeführt: www.theaterbremen.de/de_DE/progra... Hamburg hat echt einiges nachzuholen.
Henning Bleyl berichtet in der @taz.de (schon im Dezember) über die NS-Geschichte der Sparkasse #bremen. Und schließt mit einem Auftrag an #hamburg:
»Kleiner Tipp: 2027 feiert die Hamburger Sparkasse, Deutschlands größte, ihr 200. Jubiläum. Wieviel Geschichte darf es sein?«
taz.de/Sparkasse-un...
Das Dokumentationszentrum denk.mal Hannoverscher Bahnhof darf nicht scheitern!
Das Auschwitz-Komitee hat einen an Investor und Stadt gerichteten Appell veröffentlicht:
www.auschwitz-komitee.de/13191/das-do...
Auch der NDR berichtet: www.ndr.de/fernsehen/se...
Die Veranstaltung findet als Kooperation von Bagrut e.V. und Untiefen statt und wird freundlich gefördert durch die Monom Stiftung. Stiftung für Veränderung (Leipzig)
Wir sprechen mit Fatma Keser, Mitgründerin der Initiative Migrantinnen für Säkularität und Selbstbestimmung und Vorstandsmitglied von Pek Koach – Jewish-Kurdish Women’s Alliance e.V. und Kim David Amon, Referent der Fachstelle Türkischer Rechtsextremismus
Ausgehend von Neşet Danış’ Geschichte wollen wir gemeinsam diskutieren: Wer wird heute in Hamburg von der deutsch-türkischen extremen Rechten bedroht? Wie wehren sich die Betroffenen? Und wie können engagierte Zivilgesellschaft und antifaschistische Linke ihnen solidarisch beistehen?
Als erstes Todesopfer dieser Ausprägung extrem rechter, islamistisch-nationalistischer Gewalt in der BRD gilt der türkische Arbeiter Neşet Danış, der Anfang Mai 1974 in Norderstedt von türkischen Faschisten erschlagen wurde.
Die Existenz einer deutsch-türkischen extremen Rechten wird in der deutschen Einwanderungsgesellschaft in den letzten Jahren zunehmend wahrgenommen. Doch obwohl "Graue Wölfe" in Hamburg keine neue Erscheinung sind, sind ihre Ideologie, ihre Gewalt und ihre Opfer noch immer viel zu wenig bekannt.
Am 15.01.2026 diskutieren wir mit Fatma Keser und Kim David Amon Fragen um die deutsch-türkische extreme Rechte in Hamburg: Vom Mord an Neşet Danış bis heute.
📍Locke, St. Pauli Fischmarkt 27 (über dem Golden Pudel)
🕖 Donnerstag, 15.01.2026
Einlass 18 Uhr
Beginn 18:30 Uhr
Eintritt gegen Spende
Und wem lange und differenzierte Texte zu schwierig sind, der sei auf die anekdotische Evidenz dieses Fotos verwiesen, das Plakate zweier israelischer Geiseln auf dem Campus der Uni Hamburg zeigt, die von offenkundigen Hamas-Fans mit antiisraelischen Stickern überklebt wurden.
Und wer nun meint, BDS richte sich doch nicht gegen Juden, sondern bloß gegen Israel, und antisemitisch sei nicht BDS, sondern die unzureichende Unterscheidung von Israel- und Judenfeindschaft, dem sei dieser gute Text von @theflorislava.bsky.social ans Herz gelegt: florisbiskamp.com/wordpress/wp...
An der Uni Hamburg formiert sich eine BDS-Kampagne. Der AStA unterstützt sie und trägt damit zu einer israel- und judenfeindlichen Atmosphäre auf dem Campus bei. Wir haben genauer hingesehen und nachgefragt.
untiefen.org/asta-uhh-bds/
Heute (Sonntag) um 14 Uhr wird das neue Denkmal für Ramazan Avcı eingeweiht, 40 Jahre nach dem rassistischen Mord. Gaston Kirsche hat für uns aufgeschrieben, was sich erinnerungspolitisch seither getan hat – insbesondere dank migrantischer Selbstorganisierung: untiefen.org/ramazan-avci/
2. und zur Kundgebung „Nein zum Opern-Vertrag mit dem NS-Erben K.-M. Kühne“ am Mi, 26.11. um 15.30 Uhr auf die Reesendammbrücke am Jungfernstieg zu kommen!
Den Aufruf und weitere Infos findet Ihr auf dem Flyer im Anhang.
Am kommenden Mittwoch wollen SPD, Grüne, CDU und AfD die geplante #KühneOper in der Bürgerschaft durchwinken.
Deshalb möchte ich euch aufrufen
1. unsere Petition zu den Opernplänen in #Hamburg zu unterzeichnen und zu teilen
weact.campact.de/p/opernplaen...
Die Vertreter der Stadt feiern die Entwürfe der Kühne-Oper am Baakenhafen. Kein Ton zur Geschichte des Ortes bei Bürgermeister Tschentscher und Zweiter Bürgermeisterin Fegebank. Daher hier noch einmal der Hinweis auf die koloniale Dimension des Ortes.
www.deutschlandfunknova.de/podcasts/dow...
Wann wird das Dokumentationszentrum am denk.mal Hannoverscher Bahnhof gebaut? Über den aktuellen Stand berichtet die taz:
Am Schulterblatt wurden derweil steinerne Tatsachen geschaffen.
--> Jetzt auf Untiefen: Johannes Radczinski über rechte Rekonstruktionsarchitektur:
untiefen.org/angriff-der-...
Angriff der Stuckstaffel: Die Versuche konservativer und rechter Akteure, durch die Rekonstruktion alter Gebäude das Stadtbild gemäß ihrer politischen Programmatik umzugestalten, nehmen in vielen deutschen Städten zu. Auch in Hamburg plädiert die AfD für den gebauten Geschichtsrevisionismus.