Der Druck in den Betrieben ist unfassbar hoch. Aber nicht die "Lifestyle-Teilzeit" ist das Problem. Der demografische Wandel gepaart mit struktureller Trägheit erklärt die Schieflage besser.
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Posts by Alice Greschkow
We are cooked.
Ich bin aktuell recht oft auf Dienstreisen und schaue dann abends Fernsehen auf dem Hotelzimmer. Auffällig ist, wie viel Probleme mit Migration thematisiert, problematisiert und teils skandalisiert werden: Ob bei "Aktenzeichen XY ungelöst", bei "Stern TV" oder "Die 100" - es ist auffällig.
Warum haben so viele KI-generierte Bilder - vor allem von Open AI - so oft eine bräunliche Farbpalette?
Die Veranstaltung letzte Woche hat in mir noch einige Tage nachgehallt - nicht nur, weil Film und Studie wertvolle Perspektiven zeigen. Ein Gefühl, das verharrt: Basisarbeitende sind kein Projekt, das optimiert werden muss (z.B. durch Qualifikation), denn einige sind schlicht stolz auf ihre Arbeit.
Das ist so ein wichtiges Thema. Wie reagieren politische Kommunikator/-innen, wenn du ihnen diese Erkenntnisse präsentierst? Ich schaue gerne weg von Politiker/-innen, wenn sie sprechen und höre nur auf das gesprochene Wort - teilweise ist es wirklich anstrengend, alles zu verfolgen.
Der Anthropic-CEO warnt vor einem KI-induzierten Job-Blutbad, das vor allem Einstiegsjobs vernichten würde. Das halte ich vor allem für PR für Claude. Aber die Frage, wie Jobeinsteiger/-innen künftig lernen werden, ist dennoch schwer zu beantworten.
alicegreschkow.substack.com/p/die-angst-...
Hat jemand eine gute Analyse zu den Wahlen in Polen? Mich interessiert hier vor allem die Perspektive der jungen Generation und wie sie mobilisiert wurde
Reminds me of Robert Putnam's work on the death of afternoon school activities and the impact on political attitudes and trust in public institutions. If people don't have third places to exchange experiences and views, they seem to drift apart.
Es wundert mich ein wenig, wie wenig Gegenwind das Narrativ "die Deutschen arbeiten zu wenig" findet.
alicegreschkow.substack.com/p/alle-faul-...
Lunch-Date mit Ezra Klein und Gillian Tett lohnt sich gerade wirklich. Es geht um die mutmaßliche Vision der Trump'schen Tarifpolitik - Dollar entwerten (um mehr in den USA zu produzieren), gleichzeitig Dollar-Dominanz aufrechthalten. www.youtube.com/watch?v=3PXV...
Hat hier jemand ein Starter Pack zu europäischen Think Tanks?
You can’t make this stuff up. Trump supporters spent the past few years obsessing over an apparent sex trafficking cabal in charge of our country. And yet one of the first things Trump seems to have done, apparently, is push to get the Tates, charged with sex trafficking, released from Romania.
Uh, das klingt spannend. Finde den Ansatz interessant, Menschen auch emotional abzuholen, aber frage mich auch, wie das aussehen kann, ohne in einen platten Populismus abzudriften. I am intrigued!
Hoppla. Das ging fix: Im MEINUNGS-Teil der Washington Post bitte nur noch positiv über zwei Themen schreiben. Das ist ein krudes Verständnis der Meinungs- und Pressefreiheit.
Das ist es halt - die Ansicht, dass die Wähler falsch oder gar nicht informiert seien und man die AfD "mit Fakten stellen" könne, hat sich als Trugschluss ergeben. Wer dieses Jahr AfD gewählt hat, hat mindestens über die radikalen Parolen hinweggesehen oder sie unterstützt.
Das mediale Argumentieren, dass Weidel inkompetenz sei (z.B. im Handelsblatt), bringt zumindest in den Wahlumfragen gar nichts mehr. Ich mutmaße, dass ein Teil der Wählerschaft das Narrativ der "Lügenpresse" verinnerlicht hat und auf anderen Plattformen unterwegs ist.
In den letzten Wochen waren einige sehr interessante Neuerungen und Releases bei den großen Sprachmodellen dabei. Sie haben das Zeug, die Arbeitswelt zu prägen.
alicegreschkow.substack.com/p/ki-multita...
Was Sascha Lobo schreibt, ist leider falsch, aber hat sich schon verbreitet: Es gibt keine festgeschrieben Schulungen zu KI in Betrieben. Die Formulierung im AI Act ist sehr weich.
www.spiegel.de/netzwelt/net...
Mit ein-zwei Vollzeit-Babysittern kann das bestimmt gehen
Es ist bestellt - vor allem, weil ich Hoffnung brauche, dass jeder Schrecken ein Ende hat.
Was wäre wahrscheinlicher in einem Vier-Parteien-Parlament? Schwarz-Blau oder Kenia-Koalition?
Wir sollten sowas wie Hochschulkosten (+Studiengebühren), Betten pro 100.000 Personen anschauen und strategische Partnerschaften für sowas wie Verteidigung schauen. Sonst bleibt es dabei, dass andere Länder anders sind und davon kann man wirklich nicht viele Learnings rausziehen.
Kritik an überbordernder Bürokratie ist eine Sache, schlechte Vergleiche eine andere. Die öffentliche Infrastruktur, die instand gehalten werden muss, ist ein Bruchteil dessen, was es in Deutschland gibt. Wenn man Distanzen und Bevölkerungszahl gar nicht betrachtet, ist die Aussage wertlos.
Mittlerweile scheint es so, als sei Deutschland nicht nur in einer wirtschaftlichen, sondern vor allem in einer kulturellen Rezession - voller Sehnsucht nach dem Vergangenen und ohne Optimismus für die Zukunft.
Ich habe die Facebook-App lange nicht mehr genutzt, aber nicht deinstalliert (ja, ist überfällig, I know). Seit einigen Wochen bekomme ich sehr viele Push-Nachrichten, obwohl ich nichts an meinen Einstellungen geändert habe. Hat noch jemand diese Beobachtung gemacht?
Es fühlt sich exakt wie 2016 an - die politische Temperatur steigt und das Aufreiben in (sozialen) Medien beginnt. Haben wir denn nichts gelernt zu gezielter Provokation und medialen Hype Cycles?
Ja, dachte nur ganz zufällig heute daran.
Was übrigens ein richtig interessantes Sachbuch ist: "Nazi Billionaires" von David de Jong. Es beschreibt, wie sich die wirtschaftlichen Eliten Deutschlands an den Führer angebiedert haben, weil es gerade opportun war - und viele von ihnen tatsächlich seine Weltsicht teilten.
Machtkonzentration auf wenige Tech-Konzerne bei gleichzeitiger Fragmentierung der Arbeiterschaft. Welche gemeinsamen Interessen finden sich in Zukunft noch, wenn alles automatisiert wird, was sich automatisieren lässt. Es bleiben dann nur noch individualisierte Jobs übrig. (2/2)