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Posts by Kobuk!
Eigentlich weiß das „Heute“ auch, wie man im Text erfährt. Die Clickbait-Schlagzeile lässt sie sich davon aber nicht ruinieren.
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Dort wird das Limit für Bargeldtransaktionen auf 10.000 Euro gesetzt. Geschäfte zwischen Privatpersonen sind nicht betroffen.
Der Grund dafür: Die EU will in Zukunft härter gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung vorgehen. In einigen EU-Ländern gibt es übrigens schon heute ähnliche Regeln.
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Screenshot eines Artikels auf „Heute.at“ mit dem Titel: „EU-Gesetz: So viel Bargeld darfst du ab 2027 haben“ und dem Teaser: „Die EU führt strenge Regeln für Barzahlungen ein. Ab Mitte 2027 gilt eine Obergrenze von 10.000 Euro – ab 3.000 Euro besteht Ausweispflicht.“ Der Artikel ist mit einem 'CLICKBAIT!'-Hinweis versehen. Unten rechts sieht man das 'KOBUK!'-Logo.
Laut „Heute“ bestimmt die EU, wie viel Bargeld man ab 2027 besitzen darf. Wir beruhigen: Man darf auch 2027 so viel Bargeld haben, wie man will. Denn die EU-Regelung, von der „Heute“ berichtet, betrifft nur den geschäftlichen Bereich.
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In Zeiten der Energiekrise schafft es dieses Thema regelmäßig zurück in die Schlagzeilen: Fracking in Österreich.
Dabei haben wir es oft mit fünf medialen Mythen zu tun, die sich seit Jahren halten. Ein Faktencheck:
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Wo Vorurteile besonders sichtbar werden und wer in diesen Medienberichten nicht vorkommt, lest ihr jetzt auf www.kobuk.at und im aktuellen Datum!
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Die Kronen Zeitung erreicht täglich mehr als 1,6 Millionen Menschen, Die Presse rund 411.000. Wer keine eigenen Berührungspunkte mit Geflüchteten hat, kennt sie oft vor allem aus diesen Berichten.
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Warum das wichtig ist: Weil Medienberichte prägen, worüber eine Gesellschaft spricht – und wie sie darüber spricht.
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Dennoch spielt die Herkunft eine Rolle: Während Erzählungen über ukrainische Geflüchtete meist in Zusammenhang mit Integration und Schutz verbunden sind, werden Menschen aus Syrien, Afghanistan oder Tschetschenien deutlich häufiger problematisiert.
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Balkendiagramm zur Berichterstattung über Geflüchtete in den österreichischen Zeitungen Kronen Zeitung und Die Presse von Juni bis November 2025. Die Kronen Zeitung zeigt deutlich mehr negative Berichterstattung (~350 Artikel) im Vergleich zu positiven (~30 Artikel). Auch Die Presse berichtet negativer (~100 Artikel) als positiv (~30 Artikel). Das Diagramm trägt den Titel „Berichterstattung über Geflüchtete von Juni bis November 2025“ und stammt von Kobuk
Wir haben die Kronen Zeitung und Die Presse ausgewertet. Erfolgsgeschichten über Geflüchtete sind dort generell die Ausnahme:
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Eine neue Kobuk-Analyse zeigt: Das Bild, das Medien über Geflüchtete zeichnen, hängt vor allem davon ab, woher diese Menschen kommen.
kobuk.at/2026/04/wie...
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Titelseite der Kleinen Zeitung mit dem Tippfehler "Triumpf", wunderschön!
Es ist so wunderschön, dass man's fast nicht bemerkt 😂😂😂😂😂
Eh nur Auflage von mehr als 200.000.
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Zumindest im Blattinneren erfahren auch die Vorarlberger:innen, wie die gestrige Wahl wirklich ausgegangen ist.
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Titelseite der Kronen Zeitung (Wien-Ausgabe) vom 13. April 2026. Schlagzeile: „Orbáns Ära ist Geschichte“, darüber kleiner: „Ungarn an den Urnen: Péter Magyar deutlich vorne“. Links Foto von Péter Magyar mit gefalteten Händen, rechts Viktor Orbán nachdenklich. Unten ein großes Bild zum Wiener Derby.
Die heutige Vorarlberg-Ausgabe der Kronen Zeitung titelt einen Wahlsieg Orbáns, den es nicht gegeben hat. Offenbar war das die Titelseite, die man bis Redaktionsschluss vorbereitet hatte.
In anderen Krone-Ausgaben wurde das rechtzeitig korrigiert:
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Titelseite der Kronen Zeitung (Vorarlberg-Ausgabe) vom 13. April 2026. Schlagzeile: „Ungarn glaubt an Orbán“, darüber kleiner: „Herausforderer Magyar nicht stark genug“. Links Foto von Péter Magyar, rechts Viktor Orbán lächelnd. Unten ein großes Bild einer Messe mit Blumenbeeten und Besuchern.
Wer sagt der Krone Vorarlberg, dass Magyar die Wahl deutlich gewonnen hat?
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Zudem bebildert die „Krone“ den Artikel zum Femizid in Niederösterreich mit einem Foto vom Haus des Opfers. Das verletzt ihre Privatsphäre – sowie die ihrer vier minderjährigen Kinder.
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Mit dramatischen Schilderungen will das Blatt außerdem so bildlich wie möglich beschreiben, wie die Frauen ermordet wurden. Damit wird der Tod der Frauen sensationalisiert und der Brutalität der Täter eine Bühne geboten.
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Grafik von Kobuk mit dem Titel „Täter-Perspektive". Darunter Zeitungsausschnitte der Krone mit dem entsprechenden Artikel.
Auch im Fall der vor kurzem in Niederösterreich getöteten vierfachen Mutter dominieren die Erklärungen des Mannes und seines Anwalts die Geschichte.
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Die Gerichtspsychiaterin verglich den Täter einmal mit einem „Dampfkochtopf, der explodieren muss“. Es ist ausgerechnet diese Passage, die im Teaser landet und dort wie eine Rechtfertigung wirkt.
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Grafik von Kobuk mit dem Titel „Täter-Perspektive". Darunter Zeitungsausschnitte der Krone mit dem entsprechenden Artikel.
Im Fall eines Doppelfemizids aus dem Jahr 2022 stilisiert die Krone den Täter zum „Frauenkiller“ und erwähnt mehrmals, wie „durchtrainiert“ er sei – dabei ist sein nackter Oberkörper für die Tat irrelevant.
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Grafik von Kobuk mit dem Titel „Diese Krone-Doppelseite zeigt, wie man nicht über Femizide berichten sollte." Darunter ein Foto der vollständigen Doppelseite der Kronen Zeitung vom 8. April 2026 mit zwei Berichten über Femizide, mit großen Schlagzeilen, Täterfotos und detaillierten Tatbeschreibungen.
Täterperspektive, voyeuristische Details und ein Eingriff in die Privatsphäre, oder: Wie man nicht über Femizide berichten sollte.
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Es gäbe auch respektvollere Möglichkeiten, Unfälle zu bebildern. Symbolfotos wären eine naheliegende Lösung, auf die viele Qualitätsmedien zurückgreifen. Auch im Boulevard werden immer wieder solche Stockbilder, beispielsweise von Einsatzfahrzeugen, verwendet.
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Balkendiagramm mit dem Titel „Unfallfotos in der Berichterstattung – Anzahl der Artikel zwischen Jänner und März 2026“. Dargestellt ist die Anzahl von Artikeln mit Unfallfotos in sechs österreichischen Medien: Kronen Zeitung (165), Heute (109), Oe24 (71), Kurier (26), Die Presse (16) und Der Standard (10). Die höchsten Werte haben Boulevardmedien, während Qualitätsmedien deutlich weniger solcher Artikel veröffentlichen.
Um zu verstehen, wie oft das vorkommt, haben wir alle Unfallberichte der größten österreichischen Tageszeitungen ausgewertet. Das Ergebnis: Zwischen 1. Jänner und 31. März erschienen fast täglich Artikel, die Fotos unmittelbar nach einem Unfall zeigten.
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Das Problem: Die Opfer der Unfälle bleiben dabei oft identifizierbar – durch mangelhaft verpixelte Fotos von ihnen selbst, Nahaufnahmen der zerstörten Fahrzeuge oder durch Details zum Leben der Betroffenen und ihrer Familien. Das verletzt die Intimsphäre der Opfer und ihrer Angehörigen.
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