Heute will sie Gerechtigkeit. In den vergangenen Monaten hat sie sich von der Berliner Anwältin Christina Clemm beraten lassen, einer Strafrechtlerin, die seit 30 Jahren Opfer von häuslicher Gewalt vertritt. Fernandes entschied daraufhin, ihre Anzeige in Spanien einzureichen. Das tat sie nicht nur, weil sie und Ulmen dort einen Wohnsitz haben. In Spanien ist die Rechtslage für Betroffene besser als in Deutschland, es gibt härtere Gesetze, außerdem Staatsanwaltschaften und Gerichte, die auf Gewalt gegen Frauen spezialisiert sind. Das kann helfen, die neuen Auswüchse digitalen Missbrauchs zu bestrafen.
Manche der gefälschten Bilder, die von Fernandes im Netz kursieren, hat sie sich selbst angesehen, sie konnte es kaum aushalten. Sie weiß, dass es beispielsweise ein Fakefoto von ihr gibt, auf dem sie als Krankenschwester dargestellt ist, mit Sperma im Gesicht.
Es gibt so viele erschütternde Aspekte in der Spiegel-Recherche zu Collien Fernandes & Christian Ulmen
Dieses juristische Detail sollte uns dabei auch zu denken geben (und: Danke auch an @clemm.bsky.social für die wichtige Arbeit!)