Posts by Redaktion andererseits
Wir werden weiterhin verfolgen, was sich in Ungarn für Inklusion und die Rechte für Menschen mit Behinderungen tut. Damit wir uns in der Redaktion sowas anschauen können, brauchen wir deine Unterstützung! (10/10)
Die Abwahl von Viktor Orbán als Chef der Regierung ist eine Chance, dass sich in Ungarn etwas ändert.
Aber: Ein neuer Chef bedeutet nicht automatisch, dass alles sofort besser wird. (9/10)
Im Wahlkampf hat er vor allem über Korruption und Wirtschaft gesprochen. Man weiß noch nicht genau, wie sein Plan für Inklusion aussieht. Und ob es überhaupt einen Plan gibt. (8/10)
Peter Magyar ist der Chef der Partei, die die meisten Stimmen bei der Wahl am 12. April in Ungarn bekommen hat. Er war früher ein Freund von Orbán, jetzt ist er sein Gegner.
Aber auch Peter Magyar hat bisher wenig über die Themen Behinderungen und Inklusion gesprochen. (7/10)
Ungarn hat unter Orban verkündet, die Instanbul-Konvention nicht zu beschließen. Die Instanbul-Konvention soll Gewalt gegen Frauen bekämpfen. Und Ungarn ist eines der wenigen Länder, das 2024 nicht für eine EU-weite Richtlinie gegen Gewalt an Frauen gestimmt hat. (6/10)
Zum Beispiel Zwangs-Sterilisation ist möglich: In Ungarn dürfen Ärzt*innen und Betreuungs-Personen entscheiden, dass eine Person mit Behinderungen keine Kinder mehr zeugen können soll. Das kann gegen den Willen der Person passieren. (5/10)
Unter Viktor Orbán wurde zum Beispiel das Ministerium für Chancen-Gleichheit aufgelöst.
Die Vereinten Nationen und andere Organisationen sagen: Ungarn setzt sich nicht genug für Inklusion von Menschen mit Behinderungen ein. (4/10)
Aber was bedeutet das? Die Gesetze in Ungarn sind so, dass oft andere über Menschen mit Behinderungen entscheiden können. Menschen mit Behinderungen bekommen oft nicht die Unterstützung, die sie für ein selbst-bestimmtes Leben brauchen. (3/10)
Viktor Orbán war 16 Jahre lang der Chef der Regierung in Ungarn. Das nennt man Minister-Präsident.
Viele sagen: Viktor Orbán hat die Freiheit und die Demokratie in Ungarn schwächer gemacht. Er hat bei der Wahl nicht genug Stimmen bekommen, um weiterhin Chef der Regierung zu bleiben. (2/10)
Foto von Ungarns bisherigem Minister-Präsident Viktor Orban. Auf dem Foto steht ein Text. Es steht: Einfache Sprache: Viktor Orbán wurde abgewählt. Was bedeutet das für Menschen mit Behinderungen in Ungarn?
In Ungarn gibt es nach der Wahl gestern einen Macht-Wechsel. Wir haben uns angeschaut, wie die Situation in Ungarn für Menschen mit Behinderungen ist. Und was die Wahl für Menschen mit Behinderungen bedeutet. (1/10)
ausschnitt aus kurier-bericht über die andererseits recherche zu sterilisation von menschen mit behinderungen: “Kritik an Eingriffen: NEOS-Sprecherin für Pflege und Menschen mit Behinderungen Fiona Fiedler reagierte: "Wir verurteilen solche Eingriffe, die für Betroffene mit unvorstellbaren Konsequenzen verbunden sind, auf das Schärfste." Alle zuständigen Stellen müssten dieser Angelegenheit nun dringend nachgehen. Einen klaren Verstoß gegen geltendes Recht stellte auch der Gesundheitssprecher der Grünen, Ralph Schallmeiner, fest. "Menschen mit Behinderungen sind keine 'ewigen Kinder'. Sie haben das gleiche Recht auf Sexualität, Familie und Selbstbestimmung wie alle anderen."
👀👀👀!!!
verspreche, @andererseits.org schaut da ganz genau hin!
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Link zum Dokumentar-Film: www.andererseits.org/sterilisation
Wir haben es uns zum Ziel gemacht, Behinderungen verständlich zu machen, Missstände aufzudecken und Barrieren – physische wie gesellschaftliche –
abzubauen. Unser Journalismus lebt von den Perspektiven von Menschen mit Behinderungen und trägt zu einer differenzierteren Medienwelt bei.
Viele Betroffene haben kaum Zugang zu verständlicher Info, um ihre Situation einordnen zu können, und Strukturen, in denen Betroffene leben, erschweren offene Gespräche. Daten zu dem Thema werden oft nicht extra erhoben oder sind fehlerbehaftet.
Unsere Recherche zeigt: In diesem Bereich kommt es zu Verstößen gegen die UN-Behindertenrechtskonvention. Über ein Jahr hinweg haben wir investigativ recherchiert, teils unter schwierigen Bedingungen.
Aber diese Verhütung macht, statt zu schützen, die Gefahr für Missbrauch sogar wahrscheinlicher – denn sexualisierte Gewalt geht vor allem von Personen im engen Umfeld der Betroffenen aus.
Die Notwendigkeit für Verhütung wird oft auch als vermeintlicher Schutz vor Folgen von sexueller Gewalt argumentiert. Denn Frauen mit Behinderung sind zwei- bis dreimal häufiger von sexualisierter Gewalt betroffen als Frauen ohne Behinderung.
Die Aufklärung über Sexualität und Verhütung für Menschen mit Behinderungen wird häufig vernachlässigt oder findet gar nicht statt. Frauen mit Behinderungen erhalten zudem oft ein
Verhütungsmittel, das bei Frauen ohne Behinderungen nicht so häufig angewendet wird.
Fehlende barrierefreie Informationen und mangelnde Aufklärung erschweren es Menschen mit Behinderungen, eine selbstbestimmte Entscheidung zu treffen. Stattdessen beeinflussen häufig Eltern oder Angehörige die Entscheidung. Eine folgenschwere Entscheidung, die viele Menschen ihr Leben lang begleitet.
Trotz dieser gesetzlichen Regelungen kommt es weiterhin zu
Sterilisationen von Menschen mit Behinderungen kommt, zu der sie sich nicht selbstbestimmt entscheiden. In vielen Fällen entsteht der Wunsch nach dem Eingriff nicht bei den Betroffenen selbst, sondern im Umfeld.
Die Gesetze in Österreich und Deutschland sehen vor, dass Menschen mit Behinderungen sich möglichst selbstbestimmt
für oder gegen eine Sterilisation entscheiden können. Die Realität sieht anders aus: wir haben mit Betroffenen, Ärzt*innen und Anwält*innen gesprochen.
Trotz klarer gesetzlicher Vorgaben werden Menschen mit Behinderungen in Österreich und
Deutschland bis heute teilweise ohne eindeutige Einwilligung sterilisiert. Das kritisieren auch
die Vereinten Nationen in ihren Prüfungen der Länder.
Menschen mit Behinderungen werden in Österreich und Deutschland immer noch manchmal sterilisiert – ohne dass sie das selbstbestimmt entscheiden. Das zeigt unsere Recherche zu Sterilisation an Menschen mit
Lernschwierigkeiten.
Zwei Menschen vor einem Computer, darüber der Titel: "Hauptsache, du kriegst kein Kind!" Unsere Recherche zu Sterilisation.
Unsere Doku „Hauptsache, du kriegst kein Kind" jetzt online!
Wir bereiten darin die bisher umfangreichste Recherche zu Sterilisation von Menschen mit Behinderungen im deutschsprachigen Raum auf. Was sind die größten Probleme?
Die ganze Doku jetzt auf www.andererseits.org/sterilisation ansehen!
danke von ganzem Herzen!
ÖBB, Lebenshilfe, Unis? Welche österreichischen Arbeitgeber*innen stellen Menschen mit Behinderungen ein? Und welche zahlen stattdessen Ausgleichs-Taxe? Wir haben neue Daten.
Hier kannst Du nach deinen Arbeitgeber*innen suchen: andererseits.org/arbeit-aber-nicht-fuer-alle