Ich leg mich jetzt erst mal eine Weile hin, und da ich vermutlich einschlafen werde, sage also vorsichtshalber schon mal „Hab einen schönen Abend und eine gute Nacht 😊
Posts by Miraluzie
Ich hab das vermutlich nicht gut genug beschrieben. Medikinet bei AD(H)S erzeugt keine der von dir beschriebenen THC-Wirkungen und auch keine „egal“-Haltung.
Merke aber bei mir, dass ich müde werde, und damit Probleme habe, alles richtig zu erfassen.
Wie gesagt, getriggert hätte ich das nicht hingekriegt, und ich will mir das nie mehr durch irgendwelche Trigger nehmen oder nehmen lassen.
Klar, es war entgegen allem, was für mich normal bedeutet. Aber wenn es darum geht, konkret gegen ein Unrecht vorzugehen, dann eben auch so, weil das oberste Priorität hat vor meiner Abneigung zu solcher „Show“.
die eine Kette zu tragen, und mich freundlichst mit kleinem Hinweis auf „ein wenig familienbedingte Erfahrung in der Hausverwaltung“ und „kenne beide Seiten“ vorzustellen, was diesem reichen Sack signalisierte, „Jemamd, den man erst nehmen sollte“.
Er wurde seehr freundlich und lösungsbereit.
Wenn ich mich durch die Nachrichten von allem Unrecht hätte triggern lassen, hätte ich heute Morgen einer Frau mit drei kleinen Kindern (mussten aus ihren Land fliehen) nicht gegen einen unverschämten Vermieter beistehen können. Wozu auch gehörte, mich so zu kleiden , bewusst dezent zu schminken,
Befindet sich das nicht in den besagten 20 qm, überlege ich, wo und wie ich mich einbringen kann, und sei es „nur“ mit Petitionen unterschreiben.
Tatsache ist nun mal, Ungerechtigkeit findet sich überall, man kann aber nicht überall sein.
Wenn ich direkt dabei bin, habe ich Wege gefunden, mich so einzumischen, dass es mir nicht schadet und nicht schlimmer wird. Das miese Gefühl kommt dann hinterher, das akzeptiere ich als „Preis“ und als dazu gehörend, es vergeht ja wieder.
Hier ist mein Auti-Blick auch Gold wert.
muss nur bewusster auf ein paar Dinge achten, aber das müssen Allergiker auch“ antworten.
Je weniger andere sich durch die eigenen Aussagen belastet fühlen, desto eher nehmen sie den Inhalt auf, sind eher bereit zu Rücksichtname, wenn man dann darum bittet.
Auf „das hat doch jeder mal“ mit „Ja, als Ausnahme, aber nicht lebenslang 24/7/365 , ohne dass es jemals anders wird, nur mehr oder weniger heftig, je nachdem was sonst noch passiert“ antworten.
Auf „das muss ja anstrengend/schrecklich sein“ mit „ich kenne es ja nicht anders, bin darin geübt,
Na ja, und manchmal sind da noch mehr Boxen, noch mehr unterschiedliche Songs in unterschiedlichen Stilen, mehr Leute, mehr Lichter, und die Aufgabe ist schwieriger.
Vllt findest du für dich auch einen Vergleich, der an die Erfahrungen anderer anknüpft?
Du sitzt darin an einem Tisch, und sollst eine Mathe-Leistungskurs-Aufgabe lösen. Das Wissen dazu hast du ja.
DAS ist mein „normal“, so wirkt die Welt immer und überall auf mich, selbst auf einem „ruhigen Spaziegang“.
Einer meiner Vergleiche hilft anderen manchmal (wenn sie überhaupt etwas wissen wollen).
Stell dir vor, du hättest das Gefühl von Grippe, nur ohne Fieber, ohne Husten und Schnupfen.
Du sitzt in eine Disco mit Flashlight, aus den 4 Boxen kommt unterschiedliche Musik. Die Leute tanzen im dich herum.
Was z.B. bedeutete, auch mit Medi nicht mit auf den Rummelplatz zu gehen, weil das zwar durchzuhalten wäre, aber nicht mit Genuss und Freude. Jetzt aber nicht mehr frustriert sondern im Wissen und der Antwort: „Das wird mir zu viel, dafür bin ich einfach nicht der Typ“.😁
Es nie jemand nachgefragt.
Heute nehme ich es nur, wenn ich weis, dass ich extremen Reizen ausgesetzt sein werde, was eher selten vorkommt.
An meinem autistischen Denken hatte sich absolut nichts geändert, eher war ich weniger abgelenkt, konnte besser auf mich und die mir mitgegebenen Warnsignale achten und sie beachten.
in dem ich stand, als die Wirkung einsetze.
Ich schlief damit auch besser. An Arbeitstagen brauchte ich Morgens und Mittags eine.
Nach zwei Jahren merkte ich, ich kann die Dosis reduzieren, oft ganz weglassen, so als hätte mein Gehirn mit dieser Hilfe das „Reize Sortieren“ nachgelernt.
Kleiner Hinweis.
Als klar wurde, da ist eine ADS dabei, hab ich nach langem Zögern Medikinet mit geringen 10mg ausprobiert.
Es war faszinierend. Die Menge an Reizen blieb, sie „sortierten“ sich nur irgendwie automatischer. Auch hatte ich zum ersten Mal im Leben ein „Gesamtbild“ vom Wald,
🫂 👍 👏 👏 😊
Wenn die eine oder andere Erfahrung weiterhilft, etwas schneller aus diesem „Loch“ herauszukommen, und dann einen eigenen und auch leichteren Weg zu finden, dann freue ich mich. 🙂
Es gibt ja keinen Grund, es schwerer zu haben oder sich schwerer zu machen, als wirklich nötig. 😊
Aber so manche Therapiestunde, manchen mühsamen Umweg hätte ich mir sparen können, wenn ich einiges früher gewusst hätte, die möglichen Abkürzungen schon gekannt hätte.
Bisschen so, als hätte ich das alles gebraucht, um mich und was mich ausmacht zu finden , und dann dieses „Puzzle“ endlich zu einem auch gefühlt „richtigen“ Bild von meinem Ich zusammenzusetzen.
Was mir ohne den ganzen Mist vorher vermutlich so nie gelungen wäre.
Ich erwartet damals, als „leicht betroffen“ eingestuft zu werden, es ging mir ja schon viel besser als einige Jahre zuvor.
Dachte ich.
Einiges war echt ein Schock. Nachdem der sich aber gelegt hatte, und ich wieder „typisch sachlich systematisch“ dran ging, fand sich alles nach und nach zusammen.
Damals hatte ich noch einen kleinen Rest von meinen früheren Rücklagen, und mit denen hab ich mir die Diagnostik geschenkt. Habe eine Diagnostikerin gesucht, die sich sowohl zu PTBS gearbeitet hat, als auch erfahren ist in Diagnostik an einer Uniklinik.
und auch dabei, die damals fehlenden Therapiemöglichkeiten auszugleichen und eigene Wege zu finden, bzw. jeweils das geeignete zu nutzen und das ungeeignete zu ignorieren bis zu verweigern.
aber die (rein logische, nicht gefühlte) Zuversicht war da, wenn das bisher geklappt hat, gibt es keinen Grund, warum jetzt nicht auch hierzu.
Nach einer Weile stellte ich fest, der Autismus war mein kleinstes Problem, war sogar die ganze Zeit über hilfreich gewesen, vieles zu überleben,
tja und dann erst die Autismusdiagnose und dann noch ADS.
Der Vorteil war, ich war jetzt geübt darin, mein bisheriges Leben ein weiteres Mal völlig neu zu betrachten, und wusste, es wird mal wieder mühsam, wieder mal Umlernen müssen, noch nicht wissen wie,(warum immer ich, warum schon wieder..,😂)
Später eine wg Depression, erst nach einer Weile wurde die PTBS erkannt, und worauf die sich draufgesetzt hatte, und als ich dann das alles halbwegs im Griff hatte, ging es „unerklärlicherweise“ nicht weiter, es blieb „was“ zurück, dass gegen alle Logik nicht mehr da sein dürfte,
Und solange sich das alles ineinander mischt, ist es eh schwierig, selbst nach der besten Diagnostik den Anfang zum „Aufdröseln“ zu finden.
Ich hatte das „Glück“, das hübsch ordentlich nacheinander abzuarbeiten.
Erste Therapie wg Angststörung (war nicht zu erkennen, ich hatte allen Grund dazu)
Manches, von dem ich dachte, es sei Autismus war PTBS, was ich für Depression hielt, war autistische Müdigkeit, autistische Blockaden (aus dem Haus gehen) waren keine Angststörung, andere dagegen kamen aus der PTBS.
Und dann auch noch die langen Wartezeiten.
Wobei bei der Diagnostik auch zu beachten ist, ob man dort die Unterschiede zwischen Depression, Angststörung, (K)PTBS und Autismus erkennt und richtig zuordnet.