FIIIIINNNNAAAALLLLLEEEE!
Kölner Haie vs. Eisbären Berlin 1:4 | ENDE | Tore: Jonas Müller (7.), Freddy Tiffels (10.), Yannick Veilleux (59./EN) & Markus Vikingstad (60./EN) #KECvsEBB #GeilsteZeit #PO26 #1Team1Dream
Posts by finn st. pierre
"Es geht Wittgenstein wie Heidegger und Adorno um die heilende Klärung des in der profanen Präsenz Verdeckten und Verpuppten, also um die Analyse eines Hintergrundes, der als solcher unaussprechlich ist." (3/3)
"Es geht Wittgenstein wie Heidegger und Adorno um die heilende Klärung des in der profanen Präsenz Verdeckten und Verpuppten, also um die Analyse eines Hintergrundes, der als solcher unaussprechlich ist." (3/3)
"Sie kehren die diskursive Rede gegen sich selbst. Sie wenden die Begriffe und die Sätze solange hin und her, bis dem Hörer blitzartig aufgeht, was sich nicht sagen läßt." (2/3)
"Hier wie dort pendelt das philosophische Denken ruhelos zwischen Metaphysik und Wissenschaft, um einen ortlos gewordenen Wahrheitsgehalt, den jene nicht mehr festhalten und diese nicht aneignen kann, auf paradoxe Weise gleichwohl zu bergen." (1/3)
Text: "Wittgensteins Affekt richtet sich natürlich nicht gegen die Wissenschaft und deren Sprache, sondern gegen einen Szientismus, der alles, was sich in dieser Sprache nicht ausdrücken läßt, entweder als sinnlos diskriminiert oder auf das eigene Format zuschneidet und damit vernichtet. Ein Philosophieren, welches das durch-schaut, rennt gegen die Grenzen der Sprache an, um wenigstens indirekt auszudrücken, daß die Probleme des Lebens, obgleich unaussprechlich, von unendlicher Wichtigkeit sind: Das ist, glaube ich, der Trieb aller Menschen, die je versucht haben, über Ethik oder Religion zu schreiben oder zu reden.« Heidegger und Adorno führen ihre Kritik am vorstellenden und am identifizierenden Denken mit jeweils anderen Mitteln durch, aber sie zielen doch auf Ahnliches. Hier wie dort pendelt das philosophische Denken ruhelos zwischen Metaphysik und Wis-senschaft, um einen ortlos gewordenen Wahrheitsgehalt, den jene nicht mehr festhalten und diese nicht aneignen kann, auf paradoxe Weise gleichwohl zu bergen. Wittgenstein, Heidegger und Adorno folgen demselben intuitionistischen Erkenntnisideal des sprachlosen Sehenlassens. Sie kehren die diskursive Rede gegen sich selbst. Sie wenden die Begriffe und die Sätze solange hin und her, bis dem Hörer blitzartig aufgeht, was sich nicht sagen läßt. Dieser sich anschmiegenden Passivität der Einsicht eilt allerdings die Aktivität des eingreifend-konstruierenden Denkens voraus: »Nichts ist doch wichtiger als die Bildung von fiktiven Begriffen, die uns die unseren erst verstehen lassen.« Aber das Telos ist nicht die Lösung von Problemen, sondern deren Verschwinden: »Nicht eine Schwierigkeit des Verstandes, sondern des Willens ist zu überwinden«, denn »die Lösung des Problems, das Du im Leben hast, ist eine Art zu leben, die das Problemhafte zum Verschwinden bringt.« Auch Heideggers inständiges Andenken soll sich im Augenblick des Eintretens eines Ereignisses erfüllen. Und Adorno ist schon in seiner Antrittsvorlesung davon übe…
Text: "Wittgenstein, Heidegger und Adorno wollen Effekte erzielen, die am ehesten ästhetischen Erfahrungen gleichen. Die Philosophie soll nicht neue Tatsachen vorführen, sondern bekannte Tatsachen in einem anderen Lichte sehen lassen: »Du muß sehen, wie ein neues Licht die Tatsachen erreicht.« Ohne über die Kreativität des Künstlers zu verfügen, muß sich der Philosoph doch eine Aufgabe zutrauen, die der poetischen Welterschließung nahe-kommt: »Wissenschaftliche Fragen können mich interessieren, aber nie wirklich fesseln. Das tun für mich nur begriffliche und ästhetische Fragen.« Das schrieb Wittgenstein 1945. Schon eineinhalb Jahrzehnte zuvor hatte er sich notiert: »Ich glaube, meine Stellung zur Philosophie dadurch zusammengefaßt zu haben, indem ich sagte: Philosophen dürften eigentlich nur dichten.« Die Parallelen drängen sich auf: »Die Befreiung der Sprache aus der Grammatik in ein ursprünglicheres Wesensgefüge«, meint Hei-degger, »ist dem Denken und Dichten aufbehalten.« Und Adorno überführt das philosophische Denken, das sich vom Gehalt der esoterischen Werke der avantgardistischen Kunst abhängig weiß, in ästhetische Theorie. Alle drei sind unterwegs zum Ästhetisch-werden der Theorie."
Text: "Wittgenstein läßt sich auf jene Familienähnlichkeiten ein, die sich aus dem horizontalen und wechselseitigen Vergleich ergeben; er wehrt sich gegen die Ungerechtigkeit einer Betrachtungsweise, die »den Merkmalen des Urbildes einen Halt geben will«. Heidegger und Adorno verstehen die platonische Ideenlehre ohnehin als die exemplarische Ausprägung eines seinsvergessenen oder ursprungsphilosophischen Denkens. Es sind ähnliche Motive, die zur Umkehr nötigen: ob die Erfahrungswissenschaften ihre Normativität zugunsten eines Sprachspielpluralismus verlieren, oder ob eine sich selbst behauptende Subjektivität zugunsten der neuen Gelassenheit, die instrumentelle Vernunft zugunsten des mimetischen Eingedenkens der Natur überwunden wird - immer ist es jene »seltsame Ahnlich-keit einer philosophischen Untersuchung mit einer ästhetischen«, die in den verschiedenen Anläufen zu Bewußtsein gebracht werden soll: » Wer heute Philosophie lehrt, gibt dem anderen Speisen nicht, weil sie ihm schmecken, sondern um seinen Geschmack zu ändern.« Es geht Wittgenstein wie Heidegger und Adorno um die heilende Klärung des in der profanen Präsenz Verdeckten und Verpupp-ten, also um die Analyse eines Hintergrundes, der als solcher unaussprechlich ist. Diese Art weltklärende, welterschließende, weltverändernde Analyse richtet ihren Blick nicht auf innerwelt-liche Praktiken."
das ist dann die einleitung zu einem ansonsten voller inhaltlicher pointen hinreißenden und, für habermas verhältnisse, hinreißend kurzen (6,5 seiten) text
Text: "Ich gestehe, daß mich bei der Vorbereitung der Konferenz unter anderem zwei Fragen beschäftΙgt haben: Warum sollen drei der sechs Referenten Wittgenstein und Heidegger behandeln? Und warum ergreift der Frankfurter Fachbereich die Initiative zu einer Wittgenstein-Veranstaltung? Wenn diese beiden antizipierten Fragen in einem trivialen Sinn gemeint sind, diirfen die Antwor- ten ebenso trivial sein. Zum einen genügt das wirkungsgeschicht- liche Argument: Heidegger ist der andere Philosoph deutscher Sprache, der — im gleichen Jahre wie Wittgenstein geboren — die philosophischen Diskussionen dieses Jahrhunderts auf andere Weise zwar, aber ebenso folgenreich in neue Bahnen gelenkt hat. Und zur Rechtfertigung unserer Initiative läßt sich bemerken: wir versuchen, Philosophie in wissenschaftlichem Geiste, also un- voreingenommen zu betreiben. Zudem bewegen wir uns in einem offenen Klima, das uns philosophischen Gedanken von großer zeitdiagnostischer Kraft in besonderer Weise aussetzt. Aber beide Fragen lassen auch eine weniger triviale Lesart zu. Warum Wittgenstein und Heidegger? Das Geburtsjahr 1889 ver- bietet jede Naivität. Es ist das Geburtsjahr von Charlie Chaplin, der einen Diktator auf unvergeßliche Weise bloßgestellt hat. Es ist das Geburtsjahr eben dieses Führers, der für Massenverbre- chen ohne Beispiel verantwortlich war — und damit einer ganzen Generation zum Schicksal geworden ist. Auch das trennt die Le- benswege der Generationsgenossen Wittgenstein und Heidegger. Auch die politische Gabelung trennt ihre Denkwege; das können wir nicht ignorieren. Ein naiver Blick ist uns erst recht nicht mehr gestattet, nachdem wir mit Pein feststellen, wie tief Wittgenstein bis zum Ende seines Lebens in die schmerzhaften Selbstzweifel seines deutsch-jüdischen Milieus verstrickt blieb, und dies wohl nicht nur unter dem Einfluß Otto Weiningers. Auch die andere Frage können wir philosophisch ernst nehmen:"
Text: "warum Wittgensteins an einem Ort gedenken, wo Adornos Geist so lebendig geblieben ist? Dabei denke ich nicht einmal an jene Mauer von Verständnislosigkeit, die zwischen Wittgenstein und der Kritischen Theorie gestanden hat; unser Freund Herbert Marcuse hat davon in einem Kapitel seines »One-dimensional Man« unfreiwillig Zeugnis abgelegt. Ich denke vielmehr an philo- sophische Antriebe, die die Geister polarisieren. Während sich die Kritische Theorie auf eigenwillige Weise einem Historischen Materialismus verschreibt, dem sich unter der Hand alle Motive in Geschichtsphilosophie und Gesellschaftstheorie verwandeln, zielt Wittgensteins leidenschaftliche Arbeit des Klären in mysti- sche Bezirke jenseits von Geschichte und Gesellschaft. 1947 no- tiert er sich: »Wer kennt die Gesetze, nach denen sich die Gesell- schaft entwickelt? Ich bin überzeugt, daß auch der Gescheiteste davon keine Ahnung hat... man kann kämpfen, hoffen und auch glauben, ohne wissenschaftlich zu glauben.« Unϋbersehbar ist das, was Wittgenstein von Heidegger und Adorno trennt. Gleichwohl treten diese drei aus der distanzieren- den Sicht des Nachgeborenen in eine Konstellation, die auch Ver- wandtschaften erkennen läßt. Ob es uns gefällt oder nicht, diese drei Denker verbindet das, was Henrik von Wright veranlaßt hat, Wittgenstein vor dem Hintergrund der angelsächsischen Welt ei- nen »Mitteleuropäer« zu nennen. Henrik von Wright hat 1977 aus Wittgensteins Nachlaß »Vermischte Bemerkungen« ausge- wählt und diese in einem eigenen Buch auf erhellende Weise kommentiert. Neues Licht fällt damit auf die kulturkritischen Antriebe und religiösen Wurzeln von Wittgensteins Denken. In diesem Licht zeichnen sich die Konturen eines sehr deutschen Philosophierens ab, welches Wittgenstein auch in die Nähe von Heidegger und Adorno rückt."
habermas hat dieselbe pointe auch einmal - freilich charmanter - gemacht
abzugewinnen—oder diesen einzuschleusen.
1. Dass sich aus dem Werk beider nichts Konkretes zur Technologie von GenAI ableiten lässt, trifft also nicht meinen Punkt.
2. In Bezug auf mindestens Kluge scheint mir die These ohnehin performativ von ihm eindeutig bestätigt: tinyurl.com/7k7bs8pb
Ich glaube, mein Argument war eines, welches von der je spezifischen Technologie abstrahiert, die betrachtet wird und stattdessen auf die vorausgesetzte (womöglich dialektische) Haltung beider hinweist, noch einem jeden Neuen etwas Rationales, einen potenziell widerständigen Eigensinn (1/2)
Aber bei aller (wie auch immer) wohlbegründeten grundsätzlichen Ablehnung von LLMs, lässt sich doch zumindest anerkennen, wie Benjamin, und auch Kluge nach ihm, versucht haben, noch dem jeweiligen neuen Medium und seinen technischen Neuerungen einen potenziell subversiven Eigensinn abzuringen.
"Das Rechtsgesetz wäre dann eine Regel, die in laufenden und unabschließbaren gesellschaftlichen „Recht-Fertigungsprozessen“ geschaffen würde", schreibt Vesting und meint damit nicht die deliberierende Öffentlichkeit. Eine „[un]abschließbare Prozessrealität“, aber keine Demokratie — wie absurd
Textausschnitt: „Habermas stellt Oskar Negt, den er aus Frankfurt kennt, als seinen Assistenten ein. Negt, 1934 auf einem Gut in Ostpreußen in eine Familie aus Kleinbauern und Arbeitern geboren, also nur unwesentlich jünger als sein Chef, hatte bei Horkheimer und Adorno in Frankfurt Philosophie und Soziologie studiert und 1962 bei Adorno mit einer Arbeit über Hegel und Auguste Comte promo-viert. Seit 1956 ist er Mitglied im Sozialistischen Deutschen Stu-dentenbund (SDS) und sympathisiert offen mit der Gewerkschaftsbewegung und dem demokratischen Sozialismus. Gerade diese »linke« Ausrichtung hat Habermas offenkundig bewogen, ihm die Stelle anzubieten. Er ahnte, so Negt später, dass »ich [...] ein besonders hartgesottenes Exemplar marxistischer Orthodoxie [war]. Aber natürlich sollte diese › Orthodoxie‹ mit Argumenten ausgestattet sein. « Denn: »Habermas brauchte den lebendigen Kontra-„
Textausschnitt: „ punkt. Er hat seine Mitarbeiter als Widerspruchsassistenten aus-gewählt. Ich habe damals Tage und Nächte mit ihm diskutieren müssen. Er verlangte ein ungeheuerliches Maß an Begründungs-anstrengung für eine Gegenposition. Daran ist er dann auch selbst gewachsen. Habermas braucht den Widerhaken, immer noch. Das kennzeichnet seinen intellektuellen Lebensstil.“
Textausschnitt: „ Unseld und Habermas verstehen sich gut. Habermas ist von dem nur fünf Jahre älteren Mann mit seiner raumfüllenden Präsenz fasziniert und von seinen verlegerischen Ideen überzeugt. Unseld wiederum hat sich nicht von Habermas' Neigung zum überbordenden, bisweilen aggressiv geführten Streitgespräch abschrecken lassen. Rasch nimmt die Beziehung einen freundschaftlichen Charakter an, auch wenn man keineswegs immer in allen Dingen einer Meinung ist, vor allem auch in Zukunft nicht sein wird.“
Textausschnitt: „ Damals fand ich die Zusammenstellung so obszön, dass ich in der Diskussion ausgeflippt bin. Überraschenderweise war jedoch der bedeutende Kollege aus Princeton über den robusten Protest aus der deutschen Provinz keineswegs pikiert, sondern lud mich freundlich in sein Seminar ein. Der Besuch in Princeton wurde für mich zum Beginn einer ebenso beglückenden wie lehrreichen Freundschaft. Auf dem soliden Boden gemeinsamer politischer Überzeugungen konnten wir unsere philosophischen Differenzen locker aushalten. So bewährte sich performativ et-“
Für Negt selbst gehörte dieser Gang durch die argumentative Feuerprobe quasi zum Alltagsgeschäft als Assistent bei Habermas — für Freunde wie Unseld oder Rorty aus Princeton sowieso.
Ob der aggressive Streit, die Polemik auch epistemischen Nutzen hatte? Dazu konnte H nichts sagen, nur schimpfen.
Mitreißend, wie Martin im Staccatostil den Philosophiekanon durch- und den historischen Variationen seines Themas virtuos nachgeht. Die Genese der konzeptionellen Trias der Kritiken Kants ist kaum nacherzählt, schon setzt er an zu einer Kritik am Wertbegriff und an Habermasens politischer Theorie.
It also presupposes the weak holism of a shared, unified (life) world, in principle. This then is Habermas starting point for his polemics against „world disclosure“ in The Philosophical Discourse of Modernity. He thus fails to grasp the cultural, the poetic dimension of (de-) colonization.
Nicht nur Situiertheit, auch beim Begriff der Sorge gibts Parallelen des Feminismus zu Heidegger - Das wird spätestens im geteilten holistischen Impuls von Ökofeminismus und Existenzialanalytik sinnfällig.
Lange keinen so guten akademischen Nachruf gelesen, welchem es mit bestechender Leichtigkeit gelingt, anhand der biographischen Stationen systematische Fragen zu erörtern und dabei gleichzeitig Person und Persönlichkeit zu charakterisieren. Macht die Tragik des Todes H.s noch unverkennbarer deutlich
habe ja eine schwäche für boomer-witze: welche kohlberg-stufe wäre das nochmal?
Zu leicht schreibt sich dieser Abgesang auf das vermeintlich Gestrige.
Der von Schmitt so verkürzte Hegel weiß nicht mehr um die vernünftige Aufhebung des Vergangenen im Bestehenden und jene Rekonstruktion von historischen Lernschritten,auf die sich H doch gerade verstand.
bsky.app/profile/flst...
Lernen freilich, welches sich stets durch den Kontext transzendierenden Überschuss der im polemischen Geschehen verpuppten normativen Gehalte vollzieht.
Und wenn man den von Habermas allzu abgenutzten Vorwurf eines performativen Widerspruchs nicht gegen ihn selbst wendet, sondern „postmodern enough“ die eigenen Aporien aushält, ließe sich aus dieser Anekdote etwas über ihren Kontext hinaus lernen.
Dabei hat bspw. Christoph Möllers anlässlich des ZIG Hefts auf den internen Zusammenhang von Polemik und Kantianismus bei Habermas hingewiesen:
www.wiko-berlin.de/wikothek/mul...
zaghaft Einspruch anmeldet.
Die gleichzeitig polemische *und* normative Qualität von Kants Ewigem Frieden kann Koskenniemi so nicht recht begreifen, während für Victor der Weltgeist weitergezogen scheint.
Andersherum ist es gerade das polemische Moment der sozialtheoretischen Begriffsbildung, welches uns auf mehr als nur kämpferische Utopien verbürgt.
Dieses „mehr“, diesen normativen Überschuss sowohl der Polemik als auch das Rechts kriegt Koskenniemi nicht in den Blick, wogegen Victor nur allzu
(intersubjektiv „durchsichtigen“) normativen Kriterien nicht als solchen.
Es ist gerade die in der Person Habermas verkörperte Gleichzeitigkeit von Polemik und Kantianismus, welche zeigt, dass man zwischen beiden eben nicht wählen muss. Zur Melancholie des „grauesten Graus“ ist kein Anlass.
Die irreduzible Mannigfaltigkeit (Humboldt) der Gesellschaft unterläuft zwar als nie versiegende Quelle der Polemiken jegliche wie auch immer rein juristische, ökonomische oder sozialwissenschaftliche Bestimmungen. Die so zwangsläufig sich einstellenden Verflüssigungen erodieren jedoch den Grund der
Nach 40 weiteren „Berliner Tagen“ liefert @victorloxen.bsky.social zu Koskenniemis Schmitt-Lecture eine Besprechung, welche den Vortrag so dicht wie charmant reproduziert.
Beide übersehen jedoch die performative Pointe jener eben polemischen Warnung Habermasens vor Schmitt („Don’t go there!“):
Für Gramsci haben die Intellektuellen in einer massenmedial integrierten Gesellschaft zwar Einfluss. Dieser kann jedoch nicht die vernünftige Einsicht in Argumente sein. Nur unter Aufgabe des holistischen Anspruches des H.begriffs lässt sich die Sphäre der Macht von jener der Vernunft unterscheiden
Genau das stellt ja die Frage nach dem performativen Widerspruch eines gesellschaftstheorethischen Totalitätsbegriffs. Entweder es lassen sich dualistisch normative Fragen von Machtwirkungen unterscheiden oder jegliche soziale Vorgänge lassen sich monistisch unter den Antagonismus der Kräfte fassen
Aber die Pointe des Hegemoniebegriffs ist doch gerade die, dass er alle anderen (bspw. normativen) Maßstäbe und Unterscheidungen zum monistischen Strom soziale Kraftwirkungen zusammenschmelzt. Hegemonie ist dann das Meta-Prinzip sozialer Macht, unter die sich alle anderen Vorgänge subsumieren lassen
Es ist die Liebe für einander wie die Liebe zur Weisheit, die sich in der Beziehung zweier Intellektueller irreduzibel miteinander verschränkt und die vorher unverfügbare geistige Energien freisetzt, welche weit über die Beziehung selbst sowie das Werk der beiden Prägungs- und eben Sogkraft besitzt.