FALTER: @quinnslobodian.com and @bentarnoff.com have written a fascinating book about “Muskism.” Their take: The tech billionaire isn’t in it for the money. He wants to give the world a new operating system. An interview by @evakonzett.bsky.social ↓
Posts by Eva Konzett
@quinnslobodian.com und @bentarnoff.com haben ein spannendes Buch über den „Muskismus“ geschrieben. Ihre Einschätzung: Dem Tech-Milliardär geht es nicht um Geld. Er will der Welt ein neues Betriebssystem verpassen. Ein Interview von @evakonzett.bsky.social ↓
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Erklärung der Chefredaktion zu den Weissmann-Chats:
Die Wiener Wochenzeitung Falter veröffentlicht ab sofort ausgewählte Chats und Bilder des umstrittenen Ex-ORF-Generaldirektors Roland Weißmann. www.falter.at/zeitung/2026...
Wir benötigen bitte 34.782 zusätzliche "Print + Digital"-Abos.
Danke!
Wir gehen davon aus, dass die Veröffentlichung der Weissmann-Chats im Falter zu einem langen Prozess führen wird. Der Kampf um Pressefreiheit ist uns das wert. Wenn ihr uns unterstützen wollt, dann jetzt: abo.falter.at
Meine bislang umfassendste Recherche zum Fall Roland Weißmann ist ab sofort online zu lesen: www.falter.at/zeitung/2026...
Ich fürchte, dass der Sparkurs diese Republik kaputt machen wird, und sozialen Zusammenhalt und Struktur zerstören wird, die wir dringend benötigen.
Ein paar Überlegungen. Helmut Kohl kommt auch vor (im Bademantel). Eine magere Kuh. Und vielleicht eine Lösung.
Bonustrack: Das Interview mit Gabriel Felbermayr könnt Ihr im Falter Radio hören: www.falter.at/podcasts/rad...
Aber sind es nicht die goldenen Kälber, die eigentlich als erstes dran glauben sollten?
Die Frage ist also, inwiefern wir uns nicht selbst manövrierunfähig gemacht haben. Und inwiefern in Zeiten der geopolitischen Dauerschocks uns deshalb jetzt der Spielraum fehlt. Aber vielleicht übersehe ich ja das Entscheidende.
Schularick argumentiert nun, dass der Staat ungefähr (wird sind hier etwas grob) gleich viel Geld ausgibt, aber immer weniger dafür anbieten kann. Unter Helmut Kohl etwa, habe Deutschland eine ähnliche Staatsquote gehabt, aber die Schwimmbäder waren alle offen und Straßen wurden auch gebaut.
Schularick jedenfalls zeigt auf die sogenannte Staatsquote. Das ist grob gesagt die Referenzgröße jenes Anteils an der Wertschöpfung, die der Staat ausgibt. In Österreich ist sie nicht gerade niedrig, aber sie ist seit Jahren relativ konstant (mit Corona-Ausläufern).
Ich finde den Sozialstaat wirklich super. Ich will ihn keinesfalls weghaben. Ich glaube nicht daran, dass Private es besser können. Ich kenne kein Beispiel dafür.
Aber nur weil man irgendwo viel Geld reinsteckt, kommt nicht automatisch etwas Gutes heraus.
Schularick spricht hier mit den Kollegen der @faznet.bsky.social über Deutschland. Das ist nicht Österreich. Yep. Allerdings in diesem Punkt ähnlich: Über sehr sehr viel Geld kann der Staat nicht verfügen, weil er damit die Sozialsysteme erhalten muss (und will).
www.faz.net/podcasts/f-a...
Er ist in allen gängigen Rankings als einer der wichtigsten zehn Ökonomen gelistet. Kurz, der Mann ist kein Leichtgewicht.
Und trotzdem geht mir ein anderes Interview nicht ganz aus dem Ohr. Moritz Schularick ist Präsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel. 2021 hat er mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis den renommiertesten Wissenschaftspreis Deutschlands erhalten.
Man darf auch nicht sagen, dass die Regierung sich gar nicht drum kümmert. Dazu etwa Finanzminister @markusmarterbauer.bsky.social 👇 im Interview im Jänner. Gerade hat sie außerdem die Möglichkeit für private Vorsorge und Arbeiten im Alter verbessert.
(Exkurs I und da müsste man jetzt auf die Notwendigkeit eines neuen Förderalismus hinweisen).
(Exkurs II und da könnte man jetzt auch solche Sachen wie eine Erbschaftssteuer diskutieren/ IWF will das/ OECD will das > das sind jetzt auch nicht gerade die trotzkistischen Lesezirkel)
Zumal vor allem auch die Gesundheitsversorgung immer mehr Geld schluckt. Die Stadt Wien etwa bringt für Gesundheit und Soziales ein Drittel ihres Budgets auf.
Jedenfalls: Wir haben da einen Hebel im System eingebaut, der dazu führt, dass der bei weitem größte Budgetposten in die Absicherung ! der Pensionen führt. Gestaltung ist da nix, liebe Freunde. Oder Themensetzung.
Ich sage nicht, dass man den Mindestpensionistinnen und - pensionisten ihre Zahlungen kürzen sollte, Gott bewahre! Vielleicht gäbe es ja noch andere Ideen. Höchstbemessungszulage zb. oder Inflationsanpassung mit Deckel. Oder was noch viel besseres...
Dieser Betrag hat sich durch den demografischen Wandel in 20 Jahren verdreifacht. 1995 gab der Staat 53 Milliarden Schilling auf das Pensionssystem drauf, inflationsbereinigt und auf Euro umgerechnet entspricht das rund sieben Milliarden Euro.
Weil die Leute zu wenig verdient haben, oder - vor allem Frauen - durch Teilzeiten zu wenig gearbeitet haben oder zuwenig arbeiten konnten.
Obwohl jeder Arbeitnehmer Sozialversicherungsbeiträge abführen muss. Doch der Staat muss mit Ausgleichszahlungen einspringen etwa, wenn die Beträge nicht für die Mindestsicherung reichen.
Gleichzeitig schleust der Staat im Jahr 33 Milliarden Euro in das österreichische Pensionssystem. Das ist fast das Dreifache der Summe, die Österreich in Bildung investiert. Die Beamtenpensionen sind da zwar inkludiert. Aber 20 Milliarden Euro gehen in die Sicherung des Pensionssystems.
“Die Kuh ist nicht fett”, sagt dazu einer der bekanntesten Ökonomen des Landes, @gfelbermayr.bsky.social vom Wifo im @falter.at- Interview:
www.falter.at/zeitung/2026... (Zwischenfrage, wäre das der bessere Titel gewesen? War im Rennen jedenfalls...)
Dass die Regierung die Gewinne ausländischer Raffinerien eben nicht einfach abschöpfen kann, tanzt die OMV uns allen gerade vor.
Zu Sinn und Unsinn der Spritpreisbremse 👉 entlang.
www.falter.at/zeitung/2026...
Für die gesenkte Mehrwertsteuer auf bestimmte Grundnahrungsmittel – eine sinnvolle, wenn auch medial unterverkaufte Maßnahme – soll eine Plastiksteuer kommen – schwer umsetzbar.
Die Regierung versucht letztere abzufedern. Doch es ist schlicht kein Geld da, wie die fast grotesk anmutenden Gegenfinanzierungsmodelle zeigen.
Sozialeinrichtungen müssen zusperren, Gemeinden schließen tageweise die Schwimmbäder, Kulurvereine darben. Die Textur des Zusammenlebens wird aufgeweicht.
Dazu kommen unabsehbare externe Schocks, wie gerade der Krieg im Iran.