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Posts by Gunnar Sohn

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Dank an Pflegekräfte im Krankenhaus – persönliche Erfahrung - Privater Blog von Werner Deck - Ein Erfahrungsbericht über Respekt, Empathie und Dankbarkeit im Klinikalltag
#Pflegekräfte #Gesundheitssystem #Respekt #Krankenhaus #Empathie bit.ly/41ISfUs

1 day ago 1 1 0 0
Wenn der Souverän nur noch als Zitat auftaucht: Im RBB-Studio wird eine vertraute Ordnung plötzlich erklärungsbedürftig @JTHADEUSZ Man kann ein Autorengespräch routiniert hinter sich bringen: ein paar Fragen zum Buch, ein paar Sätze zur Lage, ein freundlicher Schlussakkord. Im RBB-Format „Thadeusz lang & breit“ geschieht etwas anderes. Jörg Thadeusz lädt Jörg Baberowski ein, den Berliner Osteuropahistoriker und langjährigen Gewaltforscher, und schon im Auftakt ist klar, dass hier kein wohltemperiertes Gespräch über Neuerscheinungen bevorsteht. Thadeusz beginnt mit Viktor Orbán, mit dem Machtwechsel in Ungarn, mit der Frage, was eine liberale Demokratie eigentlich sei und warum diese Regierungsform gerade jetzt so prekär wirke.

Wenn der Souverän nur noch als Zitat auftaucht: Im RBB-Studio wird eine vertraute Ordnung plötzlich erklärungsbedürftig @JTHADEUSZ

Man kann ein Autorengespräch routiniert hinter sich bringen: ein paar Fragen zum Buch, ein paar Sätze zur Lage, ein freundlicher Schlussakkord. Im RBB-Format „Thadeusz…

6 days ago 0 0 0 0
Die neue Arbeitsfrage: Vor Stuttgart zeigt sich, ob Unternehmen ihre Menschen noch zählen oder schon verstehen #ZukunftPersonalSüd #ZPNachgefragt Der deutsche Arbeitsmarkt ist in eine merkwürdige Zwischenepoche eingetreten. Er lebt nicht mehr in der alten Welt der industriellen Selbstverständlichkeiten, aber er traut der neuen noch nicht. Darum entstehen jene eigentümlichen Mischformen, die man überall beobachten kann: hochgerüstete Technik bei archaischen Führungsreflexen, Künstliche Intelligenz in den Systemen und betuliche Kontrollphantasien in den Köpfen, Datenfülle in den Archiven und Urteilsschwäche in den Etagen.

Die neue Arbeitsfrage: Vor Stuttgart zeigt sich, ob Unternehmen ihre Menschen noch zählen oder schon verstehen #ZukunftPersonalSüd #ZPNachgefragt

Der deutsche Arbeitsmarkt ist in eine merkwürdige Zwischenepoche eingetreten. Er lebt nicht mehr in der alten Welt der industriellen…

6 days ago 0 0 0 0
Der Fürst kehrt nicht zurück – er war nie fort: Das ORF-Gespräch mit Peter Sloterdijk als Bühne einer alten Wahrheit @Sloterdijk_P Peter Sloterdijk sprach in der ORF-Sendung Kulturmontag über Trump, Putin, Orbán, Macht, Amoralität und die Verführbarkeit der Demokratien. Aber in Wahrheit sprach er über etwas noch Unbequemeres: über den hartnäckigen Irrtum der Moderne, sie habe das Problem der personifizierten Macht hinter sich gelassen. Der König, so lautete die Selbstberuhigung der westlichen Verfassungsgeschichte, sei entthront, die Institution habe den Mann ersetzt, das Verfahren die Laune, die Republik die Geste.

Der Fürst kehrt nicht zurück – er war nie fort: Das ORF-Gespräch mit Peter Sloterdijk als Bühne einer alten Wahrheit @Sloterdijk_P

Peter Sloterdijk sprach in der ORF-Sendung Kulturmontag über Trump, Putin, Orbán, Macht, Amoralität und die Verführbarkeit der Demokratien. Aber in Wahrheit sprach er…

1 week ago 1 1 0 0
Zwischen Werturteil und Wissenschaftsfreiheit Jan-Martin Wiarda hat recht mit seinem Misstrauen gegen die Sehnsucht nach einer entpolitisierten Wissenschaft. Aber Sabine Döring erinnert an die Grenze, jenseits derer aus gesellschaftlicher Verantwortung politische Überformung wird. Jan-Martin Wiardas Essay über die „trügerische Sehnsucht nach dem ,Kern‘ der Wissenschaft“ trifft einen wunden Punkt des gegenwärtigen Wissenschaftsdiskurses. Denn tatsächlich mehren sich die Stimmen, die Diversität, Transfer, Nachhaltigkeit, Gleichstellung und gesellschaftlichen Impact wie lästige Anbauten einer vermeintlich einmal reinen Wissenschaft behandeln.

Zwischen Werturteil und Wissenschaftsfreiheit

Jan-Martin Wiarda hat recht mit seinem Misstrauen gegen die Sehnsucht nach einer entpolitisierten Wissenschaft. Aber Sabine Döring erinnert an die Grenze, jenseits derer aus gesellschaftlicher Verantwortung politische Überformung wird. Jan-Martin…

1 week ago 0 0 0 0
Warum die Zukunft der Arbeit mit Urteil, Fokus und Vertrauen beginnt – Man hört, sieht und streamt sich um 15 Uhr #ZPNachgefragt auf LinkedInLive, YouTube und Co. Heute um 15 Uhr läuft #ZPNachgefragt als Ausblick auf die Zukunft Personal Süd in Stuttgart. Mit Torsten Biemann, Rolf Duda und Rebekka Ilgner sitzen drei Gäste im Gespräch, die aus sehr verschiedenen Richtungen auf dieselbe Schwäche der Gegenwart zeigen: Unternehmen sprechen unablässig über Zukunft, verlassen sich bei Entscheidungen aber noch immer auf Vermutungen, bei Überlastung auf Ersatzhandlungen und bei Kulturfragen auf wohlfeile Selbstbeschreibungen.

Warum die Zukunft der Arbeit mit Urteil, Fokus und Vertrauen beginnt – Man hört, sieht und streamt sich um 15 Uhr #ZPNachgefragt auf LinkedInLive, YouTube und Co.

Heute um 15 Uhr läuft #ZPNachgefragt als Ausblick auf die Zukunft Personal Süd in Stuttgart. Mit Torsten Biemann, Rolf Duda und Rebekka…

1 week ago 0 0 0 0
Arcana der Zukunft: Von den geheimen Staatsgutachten des 17. Jahrhunderts bis zu den Szenarien der RAND Corporation Die Geschichte der Denkfabriken ist eine Geschichte des Umgangs mit Unsicherheit. Heute kehrt diese Denkform zurück – im Zeichen von Künstlicher Intelligenz, Resilienz und strategischer Urteilskraft. Als Wissen noch nicht veröffentlicht, sondern verwahrt wurde Die Geschichte der Denkfabriken beginnt nicht erst mit der RAND Corporation. Sie beginnt früher, viel früher: im 17. Jahrhundert, in einer Epoche, in der Wissen noch nicht in erster Linie verbreitet, sondern gehütet wurde.

Arcana der Zukunft: Von den geheimen Staatsgutachten des 17. Jahrhunderts bis zu den Szenarien der RAND Corporation

Die Geschichte der Denkfabriken ist eine Geschichte des Umgangs mit Unsicherheit. Heute kehrt diese Denkform zurück – im Zeichen von Künstlicher Intelligenz, Resilienz und…

1 week ago 0 0 0 0
Vom Monolithen zum Domzelt: Warum das Krisenmanagement von gestern an der Arbeitswelt von 2026 scheitert Die deutsche Wirtschaft neigt in unsicheren Zeiten zum Rückgriff auf das Vertraute. Wenn Absatzmärkte schwanken, Zinsen drücken, Lieferketten stocken und die geopolitische Lage jede Planung erschwert, setzen viele Führungsetagen nicht auf Erneuerung, sondern auf Disziplinierung. Dann kehrt das Büro als Kontrollraum zurück, das Reporting wird verdichtet, Anwesenheit zur Ersatzgröße für Leistung, und künstliche Intelligenz dient nicht selten nur dazu, altem Misstrauen einen modernen Anstrich zu geben.

Vom Monolithen zum Domzelt: Warum das Krisenmanagement von gestern an der Arbeitswelt von 2026 scheitert

Die deutsche Wirtschaft neigt in unsicheren Zeiten zum Rückgriff auf das Vertraute. Wenn Absatzmärkte schwanken, Zinsen drücken, Lieferketten stocken und die geopolitische Lage jede Planung…

1 week ago 0 0 0 0
Die sanfte Pöbelei rettet mehr als jedes Leitbild Die moderne Organisation ist ein Meisterwerk der freundlichen und phrasenhaften Selbstbeschreibung. Sie kennt Ziele, Werte, Transparenz, Feedback, Lernkultur, Verantwortung, Purpose und neuerdings natürlich Resilienz im Wandel. Auf jeder Folie leuchtet ein Wort, gegen das man nur wirken kann, wenn man entweder böswillig oder bei Verstand ist. Genau darin liegt das Problem. Denn in vielen Unternehmen und auch in Behörden (schöne Grüße an das Bundeswirtschaftsministerium) ist die Sprache längst nicht mehr Mittel der Verständigung, sondern Teil der Kulisse.

Die sanfte Pöbelei rettet mehr als jedes Leitbild

Die moderne Organisation ist ein Meisterwerk der freundlichen und phrasenhaften Selbstbeschreibung. Sie kennt Ziele, Werte, Transparenz, Feedback, Lernkultur, Verantwortung, Purpose und neuerdings natürlich Resilienz im Wandel. Auf jeder Folie…

1 week ago 1 0 0 0
Im Haus Erhard fehlt die Idee: Warum Katherina Reiche dem Wirtschaftsministerium bislang keine Richtung gibt Rüdiger Altmann hat den Satz geschrieben, an dem jede deutsche Wirtschaftspolitik sich bis heute messen lassen muß: „Es wird keine Staatskunst von Rang ohne wirtschaftspolitisches Konzept mehr geben.“ In diesem einen Gedanken liegt bereits die Zumutung des Amtes. Eine Bundeswirtschaftsministerin verwaltet nicht einfach Zuständigkeiten. Sie ist nicht der oberste Moderator zwischen Verbänden, Parteifreunden, Koalitionsnerven und Nachrichtenlagen. Sie bekleidet ein Amt, das in der Geschichte der Bundesrepublik größer war als sein Geschäftsverteilungsplan.

Im Haus Erhard fehlt die Idee: Warum Katherina Reiche dem Wirtschaftsministerium bislang keine Richtung gibt

Rüdiger Altmann hat den Satz geschrieben, an dem jede deutsche Wirtschaftspolitik sich bis heute messen lassen muß: „Es wird keine Staatskunst von Rang ohne wirtschaftspolitisches Konzept…

1 week ago 1 0 0 0
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Die blauen Stunden des Herrn K. Es war, um gleich das Nebensächliche mit der ihm gebührenden Feierlichkeit zu behandeln, ein später Nachmittag von jener unentschlossenen Art, wie sie nur südliche Städte hervorzubringen scheinen, wenn der Tag, statt ehrbar zu Ende zu gehen, noch einmal innehält, sich geschniegelt im Fensterglas betrachtet und mit einer gewissen eitlen Müdigkeit beschließt, schöner zu sterben, als er gelebt hat. Lissabon lag in diesem Licht da wie etwas zugleich Wirkliches und Erfundenes; eine Stadt, die offenbar aus Stein gebaut, aber von Erinnerung tapeziert ist.

Die blauen Stunden des Herrn K.

Es war, um gleich das Nebensächliche mit der ihm gebührenden Feierlichkeit zu behandeln, ein später Nachmittag von jener unentschlossenen Art, wie sie nur südliche Städte hervorzubringen scheinen, wenn der Tag, statt ehrbar zu Ende zu gehen, noch einmal innehält,…

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Was für die Bitkom-Bildungskonferenz am 15. April.

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Der Blasebalg und das Gegenüber - Von Wolfgang von Kempelens Sprachmaschine zur empathischen KI: eine Technikgeschichte in zwei Jahrhunderten - ichsagmal.com Auf dem Tafelblatt von 1792, in Kupfer gestochen, erscheint die Zukunft im Gewand der Mechanik: ein Apparat aus Trichter, Röhren, Hebeln, Ventilen, künstlichem Hals und mechanischem Mundwerk. Zu sehen ist die technische Anatomie eines Gedankens, der die Moderne bis heute nicht losgelassen hat: daß Sprache kein göttlicher Nebel, sondern ein rekonstruierbarer Mechanismus sei. Wolfgang von … Der Blasebalg und das Gegenüber – Von Wolfgang von Kempelens Sprachmaschine zur empathischen KI: eine Technikgeschichte in zwei Jahrhunderten weiterlesen

Systeme sollen nicht nur sagen, daß etwas falsch ist, sondern erkennen, welche Fehlkonzepte hinter dem Fehler stehen, und darauf individuell reagieren. Tutorielles Lernen müsse viel stärker auf einzelne Personen ausgerichtet werden. @eskensaskia.bsky.social ichsagmal.com/der-blasebal...

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Der Blasebalg und das Gegenüber – Von Wolfgang von Kempelens Sprachmaschine zur empathischen KI: eine Technikgeschichte in zwei Jahrhunderten Auf dem Tafelblatt von 1792, in Kupfer gestochen, erscheint die Zukunft im Gewand der Mechanik: ein Apparat aus Trichter, Röhren, Hebeln, Ventilen, künstlichem Hals und mechanischem Mundwerk. Zu sehen ist die technische Anatomie eines Gedankens, der die Moderne bis heute nicht losgelassen hat: daß Sprache kein göttlicher Nebel, sondern ein rekonstruierbarer Mechanismus sei. Wolfgang von Kempelen, Hofrat, Erfinder und Sprachforscher, baute damit nicht bloß eine Kuriosität.

Der Blasebalg und das Gegenüber – Von Wolfgang von Kempelens Sprachmaschine zur empathischen KI: eine Technikgeschichte in zwei Jahrhunderten

Auf dem Tafelblatt von 1792, in Kupfer gestochen, erscheint die Zukunft im Gewand der Mechanik: ein Apparat aus Trichter, Röhren, Hebeln, Ventilen,…

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Wenn die Krise kommt, greifen viele Chefetagen zum Rohrstock von gestern In den oberen Stockwerken deutscher Unternehmen schlurft die Angst in Slippern mit Bömmelchen durch die Gänge und verlangt nach Anwesenheitslisten. Kaum wird das Konjunkturbarometer blasser, nimmt sie die alte Hausapotheke aus dem Schrank: Pflicht zur Rückkehr ins Büro, engeres Mikromanagement mit Abwesenheitsmeldungen beim Gang zum WC, neue Leistungsvermessung, nun gern mit künstlicher Intelligenz geschniegelt, damit der alte Kommandoton nach Fortschritt klingt.

Wenn die Krise kommt, greifen viele Chefetagen zum Rohrstock von gestern

In den oberen Stockwerken deutscher Unternehmen schlurft die Angst in Slippern mit Bömmelchen durch die Gänge und verlangt nach Anwesenheitslisten. Kaum wird das Konjunkturbarometer blasser, nimmt sie die alte Hausapotheke…

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Zukunft Personal Nachgefragt: Das überhörte Jubiläum des BGB Warum Rupert Felder an ein Gesetz erinnerte, ohne das weder Wirtschaft noch Gesellschaft Bestand haben Das 125-jährige Jubiläum des Bürgerlichen Gesetzbuches ist im vergangenen Jahr beinahe lautlos vorbeigezogen. Für ein Land, das seine politische Identität gern aus Rechtsstaat, Ordnung und Verfassung bezieht, war das ein aufschlussreicher Vorgang. Man feiert Jahrestage mit symbolischer Fallhöhe, mit Pathos, mit Fernsehstunden. Das Gesetzbuch, das den Alltag einer Gesellschaft ordnet, das Eigentum, Vertrag, Haftung, Familie und Erbe regelt, durfte dagegen in den Hintergrund treten.

Zukunft Personal Nachgefragt: Das überhörte Jubiläum des BGB

Warum Rupert Felder an ein Gesetz erinnerte, ohne das weder Wirtschaft noch Gesellschaft Bestand haben Das 125-jährige Jubiläum des Bürgerlichen Gesetzbuches ist im vergangenen Jahr beinahe lautlos vorbeigezogen. Für ein Land, das seine…

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Wo Taylor zurückkehrt und New Work leise hustet – Was bewegt das Personalmanagement auf der ZP Süd in Stuttgart? #ZPNachgefragt Am Dienstag richtet sich der Blick vor der Zukunft Personal Süd in Stuttgart auf ein Thema, das in vielen Organisationen zugleich vertraut und präzise ist: Arbeit wird aufwendiger, anstrengender und konfliktreicher, obwohl Technik, Programme und Managementwissen in nie gekanntem Umfang vorhanden sind. In der Sendung „Zukunft Personal Nachgefragt“ treffen nächsten Dienstag (14. April, 15 Uhr auf LinkedIn Live) dazu drei Perspektiven aufeinander, die gut zueinander passen: Rolf Duda spricht über den Körper und die Bedingungen von Konzentration, Professor Torsten Biemann über Evidenz, Daten und Personalentscheidungen, Rebekka Ilgner über jene Themen der Kamin Lounge, in denen sich die Qualität einer Organisation im Alltag zeigt – beim Recruiting, in der Führung, im Umgang mit KI, in Fragen der Gleichberechtigung, der Talentbindung und der demokratischen Kultur.

Wo Taylor zurückkehrt und New Work leise hustet – Was bewegt das Personalmanagement auf der ZP Süd in Stuttgart? #ZPNachgefragt

Am Dienstag richtet sich der Blick vor der Zukunft Personal Süd in Stuttgart auf ein Thema, das in vielen Organisationen zugleich vertraut und präzise ist: Arbeit wird…

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Erst die Verführung, dann die Entscheidung – Der Krieg des Donald Trump: „How Trump Took the U.S. to War With Iran“ @realDonaldTrump Das Foto wurde auf LinkedIn gepostet - kann aber den User nicht mehr finden - ich Trottel. Unter dem Titel „How Trump Took the U.S. to War With Iran“ erzählt die New York Times, wie Donald Trump nach Beratungen im Weißen Haus den Weg in einen Krieg freimachte. Wer den Text liest, erkennt aber noch etwas anderes: Nicht ein überraschender Bruch wird hier sichtbar, sondern die politische Vollendung eines Charakters, dessen Defekte schon 1990 beschrieben worden sind.

Erst die Verführung, dann die Entscheidung – Der Krieg des Donald Trump: „How Trump Took the U.S. to War With Iran“ @realDonaldTrump

Das Foto wurde auf LinkedIn gepostet - kann aber den User nicht mehr finden - ich Trottel. Unter dem Titel „How Trump Took the U.S. to War With Iran“ erzählt die New…

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Bonn kann fast alles – nur aus Wissen noch keinen Wohlstand machen: Hermann Simons Lernreise erzählt vom Aufstieg eines Bauernsohns – Sein Blick auf Bonn erzählt von einem viel größeren Problem: Deutschland produziert Erkenntnisse, aber zu selten Unternehmen „Mache das, was du gerade tust, möglichst gut, dann werden sich Chancen eröffnen.“ Man kann diesen Satz als freundliche Lebensklugheit abtun. Man kann ihn aber auch als ökonomische Maxime lesen. Für Hermann Simon ist er beides: persönlicher Leitsatz und praktisches Gegenmodell zu jenem deutschen Sicherheitsdenken, das junge Talente zuverlässig in geregelte Bahnen lenkt, aber nur selten in unternehmerische Risiken. Im Podcast "Neues Lernen" klingt dieser Satz beiläufig.

Bonn kann fast alles – nur aus Wissen noch keinen Wohlstand machen: Hermann Simons Lernreise erzählt vom Aufstieg eines Bauernsohns – Sein Blick auf Bonn erzählt von einem viel größeren Problem: Deutschland produziert Erkenntnisse, aber zu selten Unternehmen

„Mache das, was du gerade tust,…

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Deutschlands Lieblingsirrtum: der Stolz auf den eigenen Abstieg – Warum Moritz Schularicks Diagnose blendet – und warum Wahlster und Müller-Lietzkow ein präziseres Bild der technologischen Republik zeichnen @MSchularick @DFKI Es gibt in Deutschland eine neue Form des Hochmuts: den Hochmut des Pessimisten. Er tritt mit ernster und wissenden Stimme auf, mit der Miene des schonungslosen Diagnostikers und der Geste des Mannes, der sich nichts mehr vormacht. In Wahrheit ist er oft nur die eleganteste Form der Selbstaufgabe. Man erklärt den eigenen Abstieg zur Nüchternheit und hält den Verzicht auf Differenzierung für geistige Härte.

Deutschlands Lieblingsirrtum: der Stolz auf den eigenen Abstieg – Warum Moritz Schularicks Diagnose blendet – und warum Wahlster und Müller-Lietzkow ein präziseres Bild der technologischen Republik zeichnen @MSchularick @DFKI

Es gibt in Deutschland eine neue Form des Hochmuts: den Hochmut des…

1 week ago 0 0 0 0
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Gesundheitspolitik: 66 Empfehlungen, aber kein Entwurf für die Zukunft @BMG_Bund @ninawarken @GKV_SV #ZukunftPersonalSüd Die FinanzKommission Gesundheit legt ein Sparprogramm vor. Was fehlt, ist eine Idee vom modernen Gesundheitswesen. Wenn die Wirklichkeit unübersichtlich wird, beruft man ein Gremium, versieht es mit Ernst, Zahlen und Fristen – und hofft, aus der Sprache der Verwaltung möge plötzlich Zukunft entstehen. Die FinanzKommission Gesundheit ist ein besonders lehrreicher Fall. Sie sollte Vorschläge liefern, wie die gesetzliche Krankenversicherung stabilisiert werden kann.

Gesundheitspolitik: 66 Empfehlungen, aber kein Entwurf für die Zukunft @BMG_Bund @ninawarken @GKV_SV #ZukunftPersonalSüd

Die FinanzKommission Gesundheit legt ein Sparprogramm vor. Was fehlt, ist eine Idee vom modernen Gesundheitswesen. Wenn die Wirklichkeit unübersichtlich wird, beruft man ein…

2 weeks ago 0 0 0 0
Pfaffen, Prüfer, Paragraphen: Arno Schmidt und Max Bense – Briefe im Gegenwind Der bei Suhrkamp erschienene sechste Band der Bargfelder Ausgabe, herausgegeben von Michaela Nowotnick, versammelt den Briefwechsel Arno Schmidts mit Max Bense und macht sichtbar, was die frühe Bundesrepublik im Innersten war: eine nervöse Ordnungsmacht, die auf literarische Abweichung mit frommer Entrüstung, juristischer Drohkulisse und ökonomischer Austrocknung reagierte. Ein Buch; und plötzlich liegt ein Jahrzehnt offen Suhrkamp hat mit dem sechsten Band keinen bloßen Briefband vorgelegt, sondern ein Dokument der frühen Bundesrepublik im Rohzustand.

Pfaffen, Prüfer, Paragraphen: Arno Schmidt und Max Bense – Briefe im Gegenwind

Der bei Suhrkamp erschienene sechste Band der Bargfelder Ausgabe, herausgegeben von Michaela Nowotnick, versammelt den Briefwechsel Arno Schmidts mit Max Bense und macht sichtbar, was die frühe Bundesrepublik im…

2 weeks ago 3 1 0 0
Wenn die Kunst aus dem Rahmen fällt: Ein Sammelband, der die alte Frage wieder unter Strom setzt Autonomie ist ein schönes Wort, solange es in Seminaren herumliegt. Dort glänzt es wie ein geerbtes Silberbesteck der deutschen Ästhetik: Kant hat es poliert, Schiller hat es aufgedeckt, Adorno hat es gegen den Alltag verteidigt. Sobald man das Wort aber aus der Vitrine nimmt und an die Gegenwart hält, wird es unerquicklich lebendig. Dann sitzt auf einmal nicht nur der Staat mit am Tisch, nicht nur der Markt, nicht nur die Moral, nicht nur der Aktivismus, sondern auch die Maschine, dieses freundliche Rechenungeheuer, das Bilder ausspuckt, als hätte es nachts bei Rembrandt, Duchamp und Instagram hospitiert.

Wenn die Kunst aus dem Rahmen fällt: Ein Sammelband, der die alte Frage wieder unter Strom setzt

Autonomie ist ein schönes Wort, solange es in Seminaren herumliegt. Dort glänzt es wie ein geerbtes Silberbesteck der deutschen Ästhetik: Kant hat es poliert, Schiller hat es aufgedeckt, Adorno hat es…

2 weeks ago 0 0 0 0
Als die Freundschaft noch auf den Oberarm zielte: 40 Jahre nach dem Kinostart von “Stand by Me” Vierzig Jahre nach seinem Kinostart wirkt "Stand by Me" nicht wie ein Film, der gealtert wäre, sondern wie einer, der im Gedächtnis nachgereift ist. Rob Reiners Verfilmung von Stephen Kings Novelle The Body stammt aus dem Jahr 1986, erzählt aber vom Spätsommer 1960 und damit von einer Welt, in der Jungenfreundschaften noch körperlich verhandelt wurden: mit Schubsen, Beleidigungen, Mutproben, Rangkämpfen, Geheimcodes, schlechtem Benehmen und jener abrupten Loyalität, die nur Kinder kennen.

Als die Freundschaft noch auf den Oberarm zielte: 40 Jahre nach dem Kinostart von “Stand by Me”

Vierzig Jahre nach seinem Kinostart wirkt "Stand by Me" nicht wie ein Film, der gealtert wäre, sondern wie einer, der im Gedächtnis nachgereift ist. Rob Reiners Verfilmung von Stephen Kings Novelle The…

2 weeks ago 0 0 0 0
Der Leibniz-Brief und die Verschwörung der Bücher Der erste Zeuge spricht französisch Der teuerste Antiquariatsverkauf des Jahres 2025 war kein Buch. Er war ein Brief. Schon das ist ein besserer Anfang, als ihn sich jede Literatursoziologie ausdenken könnte. Denn plötzlich liegt die Sache offen da: Am höchsten bezahlt wird im Reich der alten Drucke nicht notwendig der große Text, sondern die größte Nähe. Ein vierseitiger, französisch geschriebener Brief von Gottfried Wilhelm Leibniz an den schottischen Juristen Thomas Burnett brachte 38.000 Euro.

Der Leibniz-Brief und die Verschwörung der Bücher

Der erste Zeuge spricht französisch Der teuerste Antiquariatsverkauf des Jahres 2025 war kein Buch. Er war ein Brief. Schon das ist ein besserer Anfang, als ihn sich jede Literatursoziologie ausdenken könnte. Denn plötzlich liegt die Sache offen…

2 weeks ago 0 0 0 0
Der wirksamste Tankrabatt ist der nicht gefahrene Kilometer Politik am Symptom statt an der Ursache Man kann einen angespannten Ölmarkt nicht mit Wunschdenken bekämpfen. Wer den Verbrauch nicht senkt, kuriert nicht die Ursache, sondern verteilt nur nachträglich die Folgen. Preisdeckel, Tankrabatte, Übergewinnsteuern, neue Meldepflichten für Tankstellen – all das mag politisch nach Handlungsfähigkeit aussehen. Ökonomisch bleibt es oft ein Umweg. Denn solange die Nachfrage nach Sprit hoch bleibt, bleiben auch Absatz und Margen der Mineralölwirtschaft hoch.

Der wirksamste Tankrabatt ist der nicht gefahrene Kilometer

Politik am Symptom statt an der Ursache Man kann einen angespannten Ölmarkt nicht mit Wunschdenken bekämpfen. Wer den Verbrauch nicht senkt, kuriert nicht die Ursache, sondern verteilt nur nachträglich die Folgen. Preisdeckel,…

2 weeks ago 3 1 0 0
Die Ökonomie der verlorenen Zeit Dass die Marcel Proust Gesellschaft ihr Zürcher Symposium dem Thema „Marcel Proust und die Ökonomie / Marcel Proust et l’économie“ widmet, ist mehr als eine glückliche Zuspitzung. In der Einladung ist von einem wichtigen, bislang aber nur selten systematisch untersuchten Aspekt von Prousts Leben und Werk die Rede; schon die angekündigten Vorträge über den homo oeconomicus, den Gefühlshaushalt, die Börse, die Kurtisane, den rollenden Luxus und den Wert der Liebe zeigen, dass es hier nicht um eine äußerliche Anheftung geht, sondern um eine innere Kategorie der Recherche.

Die Ökonomie der verlorenen Zeit

Dass die Marcel Proust Gesellschaft ihr Zürcher Symposium dem Thema „Marcel Proust und die Ökonomie / Marcel Proust et l’économie“ widmet, ist mehr als eine glückliche Zuspitzung. In der Einladung ist von einem wichtigen, bislang aber nur selten systematisch…

2 weeks ago 0 0 0 0
You Can’t Judge a Book by it’s Cover oder: Die Geste des HerausGebens Auftakt: Transit als Denkform Bahnhof.Kaffeehaus.Rollendes Gepäck.Ein Satz kommt an, ein anderer fährt schon ab. So beginnt dieser außergewöhnliche Band des Merve Verlags nicht als Buch im stillen Sinn, nicht als abgeschlossene Form, sondern als Durchgang. Als Stimmenlage. Als Arrangement von Ankünften, Abfahrten, Einschüben, Aufnahmen, Übertragungen. Nicht das Buch liegt vor uns, sondern eine Schaltung: Theorie im Transit, Denken mit Nebengeräusch, ein Verlag, der sich als Milieu hörbar macht.

You Can’t Judge a Book by it’s Cover oder: Die Geste des HerausGebens

Auftakt: Transit als Denkform Bahnhof.Kaffeehaus.Rollendes Gepäck.Ein Satz kommt an, ein anderer fährt schon ab. So beginnt dieser außergewöhnliche Band des Merve Verlags nicht als Buch im stillen Sinn, nicht als abgeschlossene…

2 weeks ago 0 0 0 0
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Die Freiheit der Wissenschaft nach dem politischen Ernstfall Sabine Dörings neues Buch "Wissenschaftsfreiheit in der liberalen Demokratie" ist ein Eingriff in eine Debatte, die sich in Deutschland zuletzt allzu oft im Alarmismus erschöpft hat. Mal wird die Universität als von Gesinnungsaktivisten gekaperte Anstalt beschrieben, mal als notorisch reformunwilliges Machtkartell, das sich gegen gesellschaftliche Ansprüche abschottet. Die Philosophin Döring geht einen anderen Weg. Sie versucht, den Begriff der Wissenschaftsfreiheit von beiden Übertreibungen zu befreien: von der nostalgischen Vorstellung einer je unpolitischen Universität ebenso wie von der progressiven Versuchung, wissenschaftliche Geltung an moralische und politische Passung zu binden.

Die Freiheit der Wissenschaft nach dem politischen Ernstfall

Sabine Dörings neues Buch "Wissenschaftsfreiheit in der liberalen Demokratie" ist ein Eingriff in eine Debatte, die sich in Deutschland zuletzt allzu oft im Alarmismus erschöpft hat. Mal wird die Universität als von Gesinnungsaktivisten…

2 weeks ago 2 0 0 1
Der tote Frosch der Debattenkultur Das Froschgleichnis ist schnell erzählt und genau deshalb so beliebt: Angeblich springt der Frosch aus heißem Wasser sofort heraus, bleibt im langsam erhitzten Wasser aber so lange sitzen, bis er gar ist. Mit diesem Küchenmärchen erklärt man dann gern die gesellschaftliche Trägheit angesichts der Klimakrise. Das ist nicht nur biologischer Unsinn, sondern auch rhetorischer Komfortmüll. Denn die Metapher tut so, als sei die Katastrophe vor allem ein Wahrnehmungsproblem.

Der tote Frosch der Debattenkultur

Das Froschgleichnis ist schnell erzählt und genau deshalb so beliebt: Angeblich springt der Frosch aus heißem Wasser sofort heraus, bleibt im langsam erhitzten Wasser aber so lange sitzen, bis er gar ist. Mit diesem Küchenmärchen erklärt man dann gern die…

2 weeks ago 1 0 0 0