Für @krautreporter.bsky.social habe ich meine seltsame Familiengeschichte aufgeschrieben. Es geht um Wurst (klar), Britney Spears und einen Joker in der Schweiz. Um einen Ort, den es heute so nicht mehr häufig gibt. Hier kannst du den Artikel ohne Paywall lesen: krautreporter.de/sinn-und-kon...
Posts by Lars Lindauer
Ich dachte, wenn die Firma weg ist, bin ich sie endlich los. Das Gefühl der Verbundenheit und Verpflichtung ging aber nicht weg. Ende 2023 schloss die Metzgerei, der neue Eigentümer war zahlungsunfähig. Am letzten Verkaufstag bin ich hingefahren, um mich endlich zu verabschieden. Ob das geht?
Gesprochen hatten wir davor nie darüber. Das Erbe war eine Bürde. Am Anfang habe ich versucht, die Geschäfte aus der Ferne zu regeln. Das hat obviously nicht geklappt. Also zog ich zurück in die Heimat. Sechs Jahre lang haben wir die Firma geführt. Bis wir sie 2020 endlich verkaufen konnten.
Ich bin in einer Metzgersfamilie aufgewachsen. Direkt über dem Laden, wie man das so kennt. Alles roch immer nach Wurst, alles war klebrig. Ich habe das gehasst. Sobald ich konnte, bin ich weggezogen. Ein paar Jahre später starb mein Vater. Schnell war klar, ich und meine Brüder erben die Firma 🥹👇
Für meinen nächsten Text für @krautreporter.bsky.social möchte ich mich gerne mit den Körperstandards von Männern* beschäftigen. Wenn du möchtest, kannst du meine Recherche unterstützen, indem du an dieser Umfrage (auch anonym) teilnimmst: krautreporter-magazin.typeform.com/maenners
Ich würde mir – wenn ich mehr Geld und weniger Ängste hätte – das ganze Gesicht vollbotoxen, um für immer wie 34 auszusehen. Das soll natürlich niemand wissen und schon gar nicht erkennen können. Geht es dir ähnlich? Wie wichtig ist dir als Mann* dein Aussehen? 👇
Ich habe gerade eine Studie gelesen, Titel: „The Vagina Problem“.
Darin steht, dass viele Eltern ihren Kindern ein besseres Verhältnis zu ihren Geschlechtsteilen vermitteln wollen, als sie selbst gelernt haben.
Aber besonders bei Mädchen fällt es ihnen schwer. Ein kurzer Thread 🧵
Ich habe Curt kürzlich interviewt. In unserem Gespräch hat er viele solche Geschichten erzählt. Es ging um Einsamkeit, Angst und den Penis von Paul McCartney. Wenn du den Text gerne lesen (oder anhören) möchtest, kannst du das 30 Tage lang kostenlos tun. Hier ist der:
Zarah Leander schmeißt ein grünes Kleid mit Trägern hin, „aber erst muss das gereinigt werden!“ Es ist das erste von vielen, das er von ihr bekommt. Heute stehen die Kleider teilweise im Zarah-Leander-Museum in Schweden. Seine Schätze sind Curts ganzer Stolz.
„Dann komm ich da zur Zarah, zittere, ich bin ja völlig fertig mit den Nerven“, erinnert er sich. „Und Zarah sitzt da, in einem Kaftan mit sooo einem Ausschnitt! Ob das extra ist? Keine Ahnung.“ Plötzlich sagt Zarah zu ihrer Maskenbildnerin: „Alena, das Kleid!“ – „Das schenke ich dir!“ ––
Curts Leben zeigt, dass Schwulsein wieder gefährlicher wird.
Er stand sein ganzes Leben als Zarah Leander auf der Bühne. Er hat Konzerte besucht und die Sängerin privat kennengelernt. Einmal hat Zarah Curt in ihr Hotel in Berlin eingeladen. Bei Kaffee und Kuchen bekommt er ein Geschenk 👇
Wie hat er das gemacht? Was ist heute anders? Und was hat das alles mit dem P3nis von Paul McCartney zu tun? Das habe ich für @krautreporter.bsky.social aufgeschrieben. Hier kannst du den Text lesen (mit einem Probeabo für 30 Tage sogar kostenlos):
Während die drei Freunde nachts in Bars das Publikum begeistern, ist es für Lesben und Schwule tagsüber noch recht düster. „Wir waren nichts wert“, sagt Curt. Warmer Bruder und schwule Sau sind gängige Bezeichnungen für schwule Männer. Angst hatte er damals nie. Heute schon.
Curt trat seit den 1970er-Jahren als Zarah Leander auf. Er kaufte sich eine rote Perücke, falsche Zähne und borgte sich zu Beginn Kleider bei seiner Mutter. Mit zwei Freunden gründete er die Travestiegruppe "Crazy Boys". Die großen Diven waren ihr Programm. Die Auftritte werden zum Hit.
Das ist Curt. Er ist 75 Jahre alt, schwul und Travestiekünstler. Vor ein paar Wochen habe ich ihn zum Interview getroffen. Wir haben über sein Leben auf der Bühne, über sein Idol Zarah Leander und über Angst gesprochen. Und über den P3nis von Paul McCartney.
Damit wurde ich auch noch sozialisiert. Ich möchte für meinen nächsten Text gerne mit Menschen sprechen, die wegen ihrer sexuellen Identität ungewollt kinderlos geblieben sind. Ging es dir so? Dann schreib mir an lars.lindauer@krautreporter.de oder schreib mir hier auf Bluesky. 📫
Konntest du keine Kinder haben, weil du lesbisch, schwul oder queer bist? Viele queere Menschen sind in einer Zeit aufgewachsen, in der es fast unmöglich für sie war, Kinder zu haben. Nicht nur rechtlich, auch gesellschaftlich. Denn nicht hetero zu sein hieß häufig auch, keine Kinder zu haben.
Konntest du keine Kinder haben, weil du #lesbisch oder #schwul bist?
@larslindauer.bsky.social von @krautreporter.bsky.social möchte für seinen nächsten Text gerne mit Menschen sprechen, die wegen ihrer sexuellen Identität ungewollt kinderlos geblieben sind. lars.lindauer@krautreporter.de
Drag lebt vom Überfluss, Klimaaktivismus vom Verzicht. Wie das zusammenpasst, zeigt die Klima-Dragqueen Inge Ringle – mit klarer Botschaft.
"Wir waren immer da" – so einfach, so gut. Kollegin
@leaschoenborn.bsky.social hat mich heute nochmal an diesen tollen Text von Simon Sales Prado (Text) und Friedrich Bungert (Fotos) aus der SZ erinnert. Vier Geschichten über queere Menschen über 80. Toll! 🎈 www.sueddeutsche.de/projekte/art...
...vielleicht werden endlich die vielen namensgeänderten Straftäter:innen "in den Blick" genommen!
Das Selbstbestimmungsgesetz soll nochmal evaluiert werden, queeres Leben verpflichtend "geschützt". Wie? Keine Ahnung. Vielleicht gibts ja mal wieder eine Plakatkampagne.
#koalition #queer👇
Ich finde spannend, dass das (noch) möglich ist, obwohl die meisten die Folgen vermutlich mehr oder weniger alleine schauen. Die Memes schaffen heute ein Gefühl von Gemeinschaft, für das man früher noch eine feste Uhrzeit und Thomas Gottschalk brauchte. Hast du die Serie geschaut? Wie fandest du's?
Was für ein einziger achtwöchiger Watercoolermoment diese Staffel war! Die ganzen Memes, das Gemotze über den neuen Titelsong, die Brüder, Piperrrrnooo, Tsunami, DIE Monologe, es hörte ja gar nicht auf! Bis jetzt.
Meine Kollegin @astridprobst.bsky.social wollte wissen, was mich so berührt hat. Was nicht? Das Finale war spannend, traurig, lustig und erleichternd. Es war anstrengend, schön und ganz schön dick aufgetragen. Ohne spoilern zu wollen, ist das (fast) Traurigste: dass die Staffel zu Ende ist.
Ich habe in meiner Mittagspause gerade das Staffelfinale von White Lotus geschaut. Eine Sache habe ich dabei gelernt: langerwartete Staffelfinale in der Mittagspause schauen ist keine gute Idee. Noch während der Abspann lief, musste ich in ein Meeting. Doof. Da saß ich dann mit den ganzen Emotionen.
Hat jemand mal was Doofes zu dir gesagt, das dir seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht? Meine Kollegin @astridprobst.bsky.social sammelt diese Kommentare für ihren neuen Text. Erzähle ihr von deinen Erfahrungen in dieser Umfrage:
krautreporter-magazin.typeform.com/to/vEKixSCP
Mir hat mal jemand gesagt, ich hätte Wurstfinger. Keine Ahnung, warum. Vielleicht, weil mein Vater Metzger war. Oder weil dieser jemand lustig sein wollte. Ich weiß bis heute nicht genau, was Wurstfinger genau sind. Aber ich denke, ich habe sie. Kompletter Quatsch. 🌭💅⬇️
ich hab die kurve gerade so noch gekriegt!
Aber aus den Videos von damals strotzt auch heute so viel Empowerment! Sich vor anderen auszuziehen ist ja immer ein wenig seltsam. Aber vor 20 Jahren auf einer Bühne vor Hunderten von Leuten stehen, sich abschminken und aus- oder umziehen? So stark!