Wenn Dir meine Zusammenstellung der Bilder nicht genügt, Zweifel an dieser alarmistischen Seite zu hegen, dann muss ich das wohl akzeptieren.
¯\_(ツ)_/¯
Posts by Axel Krommer
Sammlung alarmistischer Sharepics, die Eltern gezielt in Angst versetzen sollen.
Schau Dir nur mal die Ästhetik der Bilder an, mit denen die Beiträge beworben werden. Dann schau nach, was der Betreiber der Seite hauptberuflich macht.
Hast Du Dir die Seite und die Betreiber des Blogs (und deren Qualifikationen!) mal genauer angesehen?
Ich stimme Dir zu 100% zu.
BTW:
„Hohe Akzeptanz in Schulen“ und „weite Verbreitung in sozialen Medien“ sind zwei paar Schuhe.
SCHEINBAR hohe Akzeptanz ist deswegen ANSCHEINEND zutreffend ;-)
Bild von Joseph Weizenbaum. Darunter ein Zitat: All jene, die sich einseitig effizienzorientiert an der Frage „What works?“ orientieren, wenn es um den Einsatz von KI im Bildungsbereich geht, sollten einen Blick in Weizenbaums Klassiker „Computer Power and Human Reason“ (1976) werfen. Dort wird deutlich, dass der Einsatz von Technik immer auch eine ethische Dimension aufweist und dass selbst dann, wenn Maschinen bestimmte Funktionen im Unterricht lernförderlich ausüben KÖNNEN, die Frage beantwortet werden muss, ob sie diese Funktionen auch ausüben SOLLEN. Quelle des Zitats: Quelle des Zitats: Weizenbaum, Joseph (1976): Computer Power and Human Reason. From Judgement to Calculation. New York, San Francisco: W. H. Freeman and Company. S. X.
Wer sich einseitig an der Frage „What works?“ orientiert, vergisst, dass der Einsatz von Technik immer auch eine ethische Dimension aufweist und dass selbst dann, wenn Maschinen bestimmte Funktionen lernförderlich ausüben KÖNNEN, geklärt werden muss, ob sie diese Funktionen auch ausüben SOLLEN.
Ich hab hier ein wenig dazu geschrieben, gibt aber tonnenweise fundamentale Kritik: axelkrommer.com/2020/09/21/w...
Bitte nicht das SAMR-Modell. An dem ist ja alles falsch.
Exakt so.
Grafik, die Entwicklungen vor und nach ChatGPT zeigt. Erstens: Anzahl der wirklich guten Unterrichtsideen bleibt konstant. Zweitens: Anzahl der Lückentexte steigt ab ChatGPT sprunghaft. Drittens: Anzahl der bunten Handreichungen zum KI-Unterricht steigt nach ChatGPT sprunghaft.
Seit November 2022 hat sich einiges verändert.
¯\_(ツ)_/¯
Ich habe kurz aufgeschrieben, warum pädagogischer AI-Slop problematisch ist.
#bluelz
axelkrommer.com/2026/01/20/p...
Wenn z.B. die Androhung der Prügelstrafe nachweislich zu besseren Lernergebnissen führen würde, wäre das kein Grund für die Androhung der Prügelstrafe.
Was „Lernwirksamkeit“ bedeutet, ist normativ beladen. In einer Diktatur ist das etwas anderes als in einer Demokratie. Und das ist nur die offensichtlichste normative Dimension. Diese Blindheit gegenüber der Normativität der Empirie verleiht ihr im Diskurs den Anschein der (Schein-)Objektivität.
Dein grundlegender Fehler ist, dass Du annimmst, es könne Empirie ohne normative Grundlage geben.
Du vermischst die faktische und die normative Ebene.
Welche Aspekte guten Unterricht kennzeichnen SOLLTEN, ist eine ganz andere Frage als die Frage, wie Unterricht unter bestimmten gegebenen Bedingungen überhaupt möglich IST.
Notwendige Kriterien für Unterricht sind nicht notwendig identisch mit notwendigen Kriterien für GUTEN Unterricht.
Der Punkt ist nicht, wie Unterricht faktisch überhaupt ermöglicht wird, sondern welche Vorstellungen von gutem Unterricht zugrundeliegen.
Aber die Frage nach notwendigen Voraussetzungen für Unterricht ist eine andere als die Frage nach gutem Unterricht.
Das ist kein Argument gegen Empirie.
Es ist ein Argument dafür, die normativen Prämissen empirischer Forschung zu reflektieren, damit insbesondere die Tiefenstrukturen des Unterrichts nicht als Werkzeuge der Restauration, sondern als Qualitätsfilter für Innovation genutzt werden können.
So ist – um nur ein Beispiel zu nennen – Kounins Konzept der „withitness“ (Allgegenwärtigkeit), das für das Classroom Management zentral ist, in seiner ursprünglichen Form tatsächlich eine Technik der Macht, die dem Ideal einer demokratischen Schule zuwiderläuft.
Was das zeigt:
Die Tiefenstrukturen des Unterrichts, die heute standardmäßig als Blaupause für Lehrerausbildung, Unterrichtsfeedbackbögen und Inspektionsverfahren dienen, sind normativ nicht neutral. Sie transportieren bestimmte Vorstellungen davon, was „guter“ Unterricht ist.
Wenn ja:
Deine Vorstellungen von gutem Unterricht decken sich nicht mit meinen Vorstellungen von gutem Unterricht.
Wenn nein:
Du hast Dich gerade von fundamentalen Aspekten des „Classroom Managements“ distanziert, d.h. von einer empirisch sehr gut belegten Tiefenstruktur des Unterrichts.
Zitat: There are no disruptions during lessons The lesson is planned in a way that discipline problems do not occur The teacher takes action before disruptions even occur The lesson starts and ends on time Transitions between different parts of the lesson are fast and smooth The teacher clearly communicates the targeted time for tasks (e.g. '5 min left') The teacher looks at the students most of the time and rarely turns his or her back on them The teacher consistently monitors the entire classroom Breaking the rules gets sanctioned by the teacher by referring to the agreed upon rules Major disruptions due to rule breaking do not occur The teacher makes clear what happens if students break the rules. Quelle: Praetorius, AK., Klieme, E., Herbert, B. et al. Generic dimensions of teaching quality: the German framework of Three Basic Dimensions. ZDM Mathematics Education 50, 407–426 (2018). https://lnkd.in/ee6pQWKk, p. 412.
Kurzer normativ-pädagogischer Selbsttest:
Sind die unten stehenden Aspekte (z.B. „The teacher consistently monitors the entire classroom“) für Dich Kennzeichen guten Unterrichts?
Die Erwachsenen haben die Alm asphaltiert.
Ich habe kurz aufgeschrieben, wie im aktuellen Diskurs eine Natur-Kindheit romantisch verklärt und einer Netz-Kindheit diametral gegenübergestellt wird.
Was das mit Heidi zu tun hat und warum das Internet (nicht) das neue Frankfurt ist, steht hier:
axelkrommer.com/2025/12/13/d...
Text: Bildungsforscher warnt: Unterrichtschoreografie an Schulen würde durcheinandergeraten Ein weiteres Problem sieht der wissenschaftliche Direktor des IPN in der Unterrichtsorganisation. „Lehrkräfte schreiben ja gern Klassenarbeiten oder Tests, wenn sie eine Unterrichtseinheit abgeschlossen haben, um zu überprüfen, ob die Lernziele der Einheit erreicht wurden" ", erklärt der Bildungsforscher der Frankfurter Rundschau. Danach beginnt eine neue Unterrichtseinheit. „Diese Sequenzierung ließe sich natürlich nicht mehr halten, wenn alle sich individuell den Zeitpunkt der Lernerfolgskontrolle aussuchen könnten" ', sagt er. Quelle: https://www.fr.de/panorama/schwache-weiter-schwaechen-vorschlag-fuer-klassenarbeiten-sorgt-fuer-diskussionen-zr-94082153.html
Top-Bildungsforscher Olaf Köller will an fixen Prüfungsterminen (von der Lehrperson festgelegt, alle schreiben zur selben Zeit denselben Test) festhalten, obwohl solche Prüfungen nicht sinnstiftend sind, sondern Lernen BEENDEN.
Seine Begründung: Lehrer:innen machen das halt gerne.
¯\_(ツ)_/¯
„Wenn Schule Medienkompetenz über 'schulisch administrierte Endgeräte' vermitteln will, institutionalisiert sie Überwachung und Zensur und nennt es Jugendschutz. [...] Lernen funktioniert nicht *über* Kontrolle, sondern *durch* Beziehung, Erfahrung und Verantwortung.“
learnflow.city/2025/11/08/d...
KI-Bild. Prompt: Ich brauche ein Bild, das eine Welt mit Kindern ohne Smartphones und Tablets zeigt. Sie ist aber so gruselig wie das Upside Down bei Stranger things.
Um zu verstehen, wie das Social Media Verbot in Australien zu bewerten ist, muss man das „Upside Down“ aus „Stranger Things“ kennen.
#bluelz
Bild eines jungen Mannes in einem Sakko, der lächelnd mit einem Smartphone am Tisch sitzt. Text: Endlich. Australien macht es uns vor: Social Media Verbot für unter 16-Jährige ist seit heute 0:00 Uhr aktiv. Meta (Facebook und Instagram), TikTok, Snapchat, YouTube und einige andere Apps sollen nun für hunderttausende Kinder und Jugendliche gesperrt sein. I..] Letzte Anmerkung dazu: Natürlich sind die Eltern hier das größte Vor-Bild. Und wahrscheinlich die größte legale Lücke im System.
Text-Bild-Scheren aus der Hölle (XXI):
Ein Erwachsener begrüßt das Social-Media-Verbot in Australien, weist auf die Vorbildrolle von Erwachsenen bei der Smartphonenutzung hin und bebildert den Text mit einem Bild eines Erwachsenen, der lächelnd ein Smartphone in der Hand hält.
#bluelz
Sharpic. Text: „Australien beschließt Social Media Verbot für unter 16-Jährige und erlässt damit strengstes Online-Jugendschutzgesetz“. Abbildung: Junge Frau mit Kopfhörern, die lachend auf ein Handy schaut.
Text-Bild-Schere des Tages (XXI):
#bluelz
(Und ja: Ich habe die Hände bemerkt.)
KI-Bild eines Kindes. Es steht mit dem Rücken zum Betrachter, hält aber gleichzeitig mit vollkommen unnatürlicher Haltung ein Plakat hoch, auf dem Kinder abgebildet und ein Verbotsschild abgebildet sind. Von vorne wird das Kind von einer Schaar Fotograf:innen abgelichtet. dazu der Text: Neuer Artikel. Kinder sind kein Content.
Text-Bild-Schere (XXI):
#bluelz