Unfassbar, was da gerade im Kanzleramt zur Streichung im Bereich der Jugend- und Eingliederungshilfe diskutiert wird. Darunter der Vorschlag, die komplette Schulbegleitung für Kinder mit Behinderung nicht mehr zu finanzieren. www.der-paritaetische.de/alle-meldung...
Posts by Bent Freiwald
Und hier haben wir bei @krautreporter.bsky.social
darüber berichtet, warum Generationen generell eher ein Mythos als eine seriöse wissenschaftliche Größe sind: krautreporter.de/leben-und-li...
Damit sich die Erwachsenen in den Talkrunden zunicken können à la: So sind sie, die jungen Leute.
Bin gerade sehr froh darüber, dass ich mich auf mein Bauchgefühl verlassen konnte.
Hier könnt ihr die ZEIT-Recherche lesen: www.zeit.de/2026/17/rued...
Medien, Unternehmen und die Öffentlichkeit haben ihm dabei eine Autorität zugeschrieben, die wissenschaftlich so nicht gedeckt ist. Auch, weil Deutschland süchtig danach ist, allgemeingültige Aussagen über „die Jugend” von einem vermeintlichen Experten dargeboten zu bekommen.
Fachleute könnten die Qualität seiner vielzitierten Umfragen so kaum überprüfen.
Das Wichtigste aber: Maas wurde genau mit dieser Mischung aus zugespitzten Thesen, wissenschaftlichem Auftreten und medialer Anschlussfähigkeit zu einem gefragten Experten.
zu Dozenturen, Beiratsfunktionen, Firmenstandorten und der Größe bzw. Zusammensetzung seines Instituts. Die ZEIT zweifelt die wissenschaftliche Seriosität und Transparenz seiner Studien an: Methodische Grundlagen, Fragebögen, Stichproben und Datenerhebung würden nicht offengelegt
Jetzt hat die ZEIT eine ausführliche Recherche veröffentlicht. Maas soll seine wissenschaftliche Qualifikation geschönt oder falsch dargestellt haben. Er soll bei seiner beruflichen Selbstdarstellung systematisch übertreiben haben, mit fragwürdigen Angaben:
„Generation arbeitsunfähig?“, „Generation lebensunfähig“ – so heißen seine Bücher. Mir kam das immer irgendwie ... fishy vor, überspitzt, viel zu übertrieben. (Siehe Screenshots.)
Ich habe mich immer gewunden. Klar: Maas wird in den ganz reichweitenstarken Medien hofiert, ist regelmäßig bei Markus Lanz zu Gast, bei Deutschlandfunk, bei der ZEIT, und erklärt, was von der deutschen Jugend zu halten ist. Meistens: nicht viel positives.
Erstmal: Rüdiger Maas zu interviewen oder über seine Bücher zu schreibe, hätte eigentlich Sinn gemacht. Seine Arbeit passt schließlich genau in mein Themenbereich, ich schreibe seit Jahren über Deutschlands Kinder und Jugendliche.
Manchmal hat man so ein Bauchgefühl und weiß gar nicht so richtig, warum.
In den letzten Jahren haben mir Kolleg:innen immer wieder vorgeschlagen, endlich mal „den Generationenforscher” Rüdiger Maas zu interviewen
Ich habe mich immer gewunden. Jetzt weiß ich: zurecht. THREAD 🧵
POV: Meine To-Do-Liste
krautreporter.de/gute-nachric...
🧠 Wenn es um Themensuche geht, lernt man an der Journalistenschule: Folge deiner Neugier.
Wenn man selbst etwas spannend findet (und auch noch sagen kann, warum), ist das ein guter Impuls – und dann finden es die Leser:innen hoffentlich auch spannend. Kann man so machen🧵
Da glaube ich, hast du recht. Schaue ich mir morgen nochmal genauer an!
hier in the good old internet zum beispiel
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Mein überarbeiteter Artikel ist gestern erschienen. Eine Leserin hat schon darauf reagiert mit "Mega recherchiert und ausgewogen dargestellt."
Hier könnt ihr ihn lesen, er hat keine Paywall:
krautreporter.de/kinder-und-b...
Zwei Dinge habe ich (mindestens) gelernt: 1. Nur weil man seit Jahren über Studien berichtet, heißt das nicht, dass man sich nicht immer wieder selbst hinterfragen muss. Und 2. Falscher Stolz hat im Journalismus nichts zu suchen. Fehler eingestehen, korrigieren, genauer werden.
Das heißt, Bildschirmmedien erklären nur einen sehr kleinen Teil der späteren Unterschiede in bestimmten Kompetenzen (z.B. Sprache). Und: Andere Faktoren wie Erziehung, Einkommen und Schlaf spielen eine deutlich größere Rolle.
An einigen Stellen habe ich im Artikel dann nochmal deutlich mehr Kontext geliefert. Bei den Auswirkungen von Bildschirmmedien auf Kleinkinder ist es wichtig zu wissen, dass die Effektstärke in den meisten Studien klein sind.
Denn ich habe kurz Panik bekommen: Wenn ich bei der einen Studie unsauber gearbeitet habe, wie war es dann bei den anderen Studien? Als Wissenschaftsjournalist bin ich darauf angewiesen, dass die Leute darauf vertrauen, dass ich die Studienlage so komplex darstelle, wie sie ist.
Wir haben uns dann zu der Studie ausgetauscht und ich habe ziemlich schnell gemerkt: Verdammt, er hat recht.
Ich wollte dann aber nicht übereilig die Stelle überarbeiten, sondern mir den ganzen Artikel nochmal in Ruhe anschauen.
Kurz danach hat @jschmitzleipzig.bsky.social mich in den Kommentaren darauf hingewiesen, dass ich die Ergebnisse einer der Studien nicht nur überspitzt habe, sondern auch schlecht eingeordnet habe.
Vor einigen Wochen habe ich einen Artikel bei
@krautreporter.bsky.social veröffentlicht, der eine Leserfrage beantwortet hat: Wie sehr schaden Bildschirme kleinen Kindern? Ich habe mir die wichtigsten Studien angeschaut, sie zusammengefasst, den Artikel geschrieben und gepostet.
Ich habe etwas getan, das ich als Journalist noch nie tun musste und was ehrlich gesagt auch absolut nicht angenehm war:
Ich habe einen Artikel, der bereits veröffentlicht war, depubliziert und nochmal komplett überarbeitet. Und das aus gutem Grund. THREAD 🧵
@freiwald.bsky.social hat sich angeschaut, was Bildschirme wirklich mit kleinen Kindern machen:
„Das Gehirn von Kleinkindern braucht die volle sensorische Breitseite. Es muss Dinge anfassen und im Raum verorten können.“
krautreporter.de/kinder-und-...
Ich brauche mal eure Schwarmintelligenz. Was denkt ihr:
Was werden Kinder von Millenials ihren Eltern in 20 Jahren vorwerfen, wo sie in der Erziehung versagt haben werden?
Und für alle Lehrkräfte, deren Schüler:innen das vielleicht ab und zu auch mal tun: krautreporter.de/kinder-und-b...
Aber das ist eine ökonomische Logik und Bildung ist keine Ökonomie. Deshalb habe ich meinen Artikel darüber auch direkt an mein Neuntklässler-Ich gerichtet. Er ist für alle, die sich selbst schon mal tierisch darüber aufgeregt haben, sinnloses Zeug gelernt zu haben.