📍 Die Initiative Hafenstraße ’96 hält Gedenkwachen am Mahnmal lebendig, fordert einen Untersuchungsausschuss & die Anerkennung des rassistischen Motivs. Nun sucht die Initiative Zeug*innen! Falls ihr oder ein*e Bekannte*r Erinnerungen an den Brandanschlag in Lübeck 1996 habt, meldet euch!
Posts by neue deutsche organisationen e.V.
Überlebende und Unterstützer*innen gründeten das Lübecker Geflüchtetenforum kämpften jahrelang um unbefristetes Bleiberecht und organisierten Demonstrationen. Drei Jahre später, 1999 wurde ihnen das Bleiberecht endlich gewährt.
Kinder spielten unbeschwert zusammen, trotz beengter Verhältnisse und ständiger Angst vor Abschiebung. Nachdem die Menschen aus ihren Heimatländern nach Deutschland fliehen mussten, erlebten sie hier Rassismus, Mistrauen, institutionelles Versagen und staatliche Gewalt.
38 weitere Menschen wurden schwer verletzt. Sie leiden bis heute an den körperlichen und psychischen Folgen. Die Familien flohen vor Kriegen, Armut und Verfolgung aus Benin, Angola, Libanon, Syrien &der DR Kongo. Überlebende erinnern sich an ein enges Zusammenleben wie in einer großen Familie.
CN: Gewalt, Tod
🕯️ Wir gedenken der Opfer, Überlebenden, und Angehörigen des Brandanschlages von 1996 in Lübeck.
Der Brandanschlag auf die Unterkunft für Geflüchtete in der Lübecker Hafenstraße 52 am 18. Januar 1996 tötete zehn Menschen, darunter sieben Kinder und drei Erwachsene.
➡️ Im Juli 2023 versuchte Mamadou eine Klage beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte einzureichen. Diese wurde jedoch aufgrund einer verpassten Frist abgelehnt.
Der Kampf für Erinnerung und lückenlose Aufklärung geht also weiter! Geht zur Demo am Dessauer HBF um 14:00
➡️ Jallohs Burder, Mamadou Saliou Diallo, reichte 2019 eine Verfassungsbeschwerde vor dem Bundesverfassungsgericht ein. Trotz der juristischen Bemühungen der Initiative und Angehörigen wurde Anfang 2023 die Beschwerde als abgelehnt bekanntgegeben und der Fall zu den Akten gelegt.
Nach Jahren ergaben von der Initiative in #Gedenken an Oury Jalloh in Auftrag gegebene Gutachten, insbesondere das jüngste von November 2021, dass der Brand nur mit Brandbeschleuniger möglich gewesen wäre – was die Zweifel an der offiziellen Darstellung bestärkte und auf Mord hinweist.
Diensthabende Beamte behaupteten, er hätte die Matratze selbst angezündet. Bereits im Rahmen der Gerichtsprozesse bestanden Zweifel an dieser Darstellung und der Verdacht einer Vertuschung. #dessau
CN: Mord, Polizeigewalt, rassistische Gewalt
🕯Wir gedenken heute #OuryJalloh.
Er kam am 07.01.2005 in Polizeigewahrsam ums Leben. Jalloh verbrannte, gefesselt an eine Matratze, in einer Polizeizelle. Die Umstände werfen nach wie vor Fragen auf&sind trotz zweier Gerichtsverfahren nicht final geklärt.
Die Neonazis waren mit Zaunlatten & Baseballschlägern bewaffnet & griffen die Gruppe an. Einige konnten fliehen, Amadeu wurde eingeholt. Sie prügelten brutal auf ihn ein.
Er blieb schwer verletzt und regungslos zurück und verstarb knapp 2 Wochen später aufgrund seiner Verletzungen im Krankenhaus.
Sie empfahlen dem Besitzer des Gasthofs das Lokal zu schließen. Gegen Mitternacht forderte dieser daher seine Gäste auf, den Gasthof zu verlassen. Die Polizei hielt den rechtsextremen Mob aber nicht.
Amadeu Antonio verließ zusammen mit vier Begleiter*innen das Lokal und stieß auf den Mob.
Am 24. November 1990 zog ein gewaltbereiter Mob aus 50 bis 60 Neonazis durch Eberswalde. Ihr Ziel war der „Hüttengasthof“, einem Treffpunkt für Vertragsarbeiter*innen. Auf ihrem Weg dorthin skandierten sie rassistische Parolen. Die Polizei war über die Pläne der Neonazis informiert.
Amadeu arbeitete in einem Schlachtbetrieb in Eberswalde. Wie viele Vertragsarbeiter*innen war er gezwungen in segregierten Unterkünften zu leben, isoliert von der lokalen Bevölkerung. Ein echtes Ankommen in der Stadt wurden ihm und anderen Migrant*innen verwehrt.
Er war eines der ersten Todesopfer rechter Gewalt nach der Wiedervereinigung. Amadeu war weit mehr als ein Sinnbild. Er war ein Mensch mit Träumen, Hoffnung & Plänen für seine Zukunft. Amadeu Antonio wurde 1962 in Angola geboren und kam mit 25 Jahren, also 1987 als Vertragsarbeiter in die DDR.
📍Gedenken in Eberswalde am 6. Dezember, ab 17:00 Uhr
an der Gedenktafel von Amadeu Antonio (Eberswalder Straße 26a, 16227 Eberswalde)
Erinnern, Demonstration & Podiumsdiskussion mit Angehörigen und Aktivist*innen unterschiedlicher Opfer- und Gedenkinitiativen.
Content Note: Tod, Mord, Rassismus
🕯️ Wir gedenken Amadeu Antonio. Er wurde heute vor 35 Jahren, am 06.12.1990, Opfer einer tödlichen, rassistischen Hetzjagd im brandenburgischen Eberswalde und starb letztendlich an seinen Verletzungen.
‼️ Ihr Abriss ist ein Schlag gegen Erinnerung, Sichtbarkeit und Gerechtigkeit. Erinnern hat kein Ablaufdatum!
✊🏾✊🏻 Lasst uns gemeinsam dafür kämpfen, dass ihre Geschichten nicht vergessen werden und sexualisierte Gewalt niemals zur „Privatsache“ gemacht wird.
🕯️ Die Friedensstatue „Ari“ in Berlin steht für das Gedenken an die sog. "Trostfrauen". Mädchen & Frauen, die im Asien-Pazifik-Krieges (1937-1945) unfassbares Leid durch sexualisierte Gewalt der japanischen Armee erfahren mussten. Mehr Informationen auf den Slides.
📢 Mit dem Abbau der Friedenstatue Ari in Berlin Mitte, trotz großer Proteste, wurde uns ein Stück deutsche Geschichte und ein wichtiges Symbol gegen Vergessen entrissen.
...um zukunftsfähige Lösungen jenseits des Status quo zu gestalten. Das Team arbeitet an der Schnittstelle von Forschung, politischer Innovation und Community-Wissen, um nachhaltige Selbstermächtigung, politisches Wachstum und strukturelle Veränderungen zu fördern.
@imagineers_lab muss man an dieser Stelle kurz erwähnen, denn ihnen verdanken wir diese inspirierende & empowerende Evaluation. Sie sind ein interdisziplinärer Raum für kollektive gesellschaftliche #Transformation, der #Imagination und #Praxis verbindet...
Jedes geförderte Team gestaltet mehr als nur Projekte. Sie verändern Strukturen &Diskurse. 🩷 Das Förderprogramm steht für nachhaltigen Wandel: politisch, praktisch, symbolisch und kollektiv. Wir zeigen, dass Teilhabe kein Schlagwort, sondern gelebte Realität sein kann. Mehr davon!
🔁 LEVEL up! bricht mit hierarchischer Förderlogik, setzt auf Augenhöhe, Vertrauen und Resonanz. Die Projekte bauen Netzwerke, schaffen sichere Räume, transformieren Stadtgesellschaften und machen marginalisierte #Stimmen sichtbar.
🚀 LEVEL up! macht den Unterschied: Unser #Förderprogramm stärkt migrantische und rassismuserfahrene Selbstorganisationen in Deutschland mit Geld, Coaching und echter Wertschätzung. LEVEL up! wurde von der @rboschstiftung ,@tgd__official und den @ndorgs in einem Co-Creation-Prozess erarbeitet.
#NarrativeChange verändert Erzählungen – hin zu einer Gesellschaft, die alle willkommen heißt und menschliche Vielfalt als Stärke sieht.
Die Folgen & Verletzungen für die betroffenen Familien sind tief & anhaltend – ihre Erfahrungen zeigen, wie viel noch getan werden muss.
Lasst uns hinhören, solidarisch sein & Erinnern zur gesellschaftlichen Verantwortung machen. Gerechtigkeit entsteht erst, wenn Betroffene ernst genommen werden.
🕯️ Wir erinnern an die Opfer des NSU-Terrors und möchten den Fokus auf die Hinterbliebenen richten, an ihre Kinder und Ehepartner*innen. Diese Stimmen rufen nach Gerechtigkeit und ehrlicher Aufarbeitung.
2. romani čhib entwickelte sich über 800 Jahre unabhängig & wird seit 700 Jahren in Europa gesprochen, mit Einflüssen von Balkansprachen, insbesondere Mittelgriechisch.
3. romani čhib ist keine einheitliche Sprache. Sie umfasst viele Dialekte, oft von Kontaktsprachen geprägt.
3 Fakten über die romani čhib:
1. sie gehört zum indoiranischen Zweig der indogermanischen Sprachen. Sie ist eng verwandt mit zentral- & nordwestindischen Sprachen wie Sindhi & Sanskrit. Ihre Sprecher stammen ursprünglich aus Indien & migrierten zwischen dem 5. & 10. Jahrhundert nach Westen.