Djema* berichtet von #Libyen. Schutzsuchende Menschen werden von der #LibyschenKüstenwache abgefangen und ihrer Freiheit beraubt. Und die #EU finanziert deren Ausbildung.
Djemas* ausführlichen Bericht inkl. Audio gibt es hier:
👉 www.sosmediterranee.de/aktuelles/fluchtgeschichte-nigeria-djema
Posts by SOS MEDITERRANEE Deutschland
Claire Juchat / SOS MEDITERRANEE Stürmische See unter dunklem Himmel Text: Sie verbrannten meinen Freund bei lebendigem Leibe. Ich floh. Ich hätte der Nächste sein können.
Ville Maali / SOS MEDITERRANEE Überlebende blicken an Bord der Ocean Viking auf das ruhige Mittelmeer unter bewölktem Himmel. Die italienische Küste ist erkennbar. Text: Hindu-Familien wie meine werden in Bangladesch seit Langem verfolgt. Aber in letzter Zeit ist es deutlich schlimmer geworden.
Ville Maali / SOS MEDITERRANEE Evakuierung von Überlebenden auf das Schnellboot der Ocean Viking bei Nacht Zitat: "Ich wurde gezwungen zu fliehen. Es ist keine freie Entscheidung. Es geht ums Überleben"
Rajan* floh als Angehöriger einer religiösen #Minderheit aus #Bangladesch. Sein Freund wurde bei lebendigem Leibe verbrannt.
Er hofft, Sicherheit zu finden, um seine Familie zu sich holen zu können.
*Name zum Schutz des Überlebenden geändert.
📸 Ville Maali & Claire Juchat / SOS MEDITERRANEE
(2/2) Abschreckung hat Hilfe abgelöst. Staaten müssen die Such- und Rettungsmaßnahmen wieder aufnehmen. Lies unsere Stellungnahme: www.sosmediterranee.de/aktuelles/180-todesfaelle-mittelmeer-rechenschaftspflicht
(1/2) In der letzten Woche sind über 180 Menschen im Mittelmeer ums Leben gekommen. 2026 verzeichnet den tödlichsten Jahresbeginn seit Start der Aufzeichnungen. Diese Todesfälle hätten verhindert werden können und sind das Ergebnis bewusster politischer Entscheidungen.
(4/4) Für uns als zivile Seenotrettungsorganisation ist das ein wichtiges Signal: Unsere Arbeit schützt Leben – und sie braucht Rückhalt, Schutz und verlässliche Rahmenbedingungen.
(3/4) Der Appell macht genau darauf aufmerksam und fordert, was längst selbstverständlich sein sollte:
🟠 Schutz und Stärkung der Seenotrettung
🟠 Einhaltung des internationalen Seerechts
🟠 Keine Rückführungen in unsichere Länder wie Libyen
🟠 Schutz humanitärer Hilfe statt Kriminalisierung
(2/4) Das ist keine Naturkatastrophe. Es ist das Ergebnis politischer Entscheidungen: zu wenig Rettungskapazitäten, blockierte zivile Seenotrettung und systematische Abschreckung statt Schutz.
Zwei Crewmitglieder der Ocean Viking beim Ausguck, während über dem Mittelmeer die Sonne untergeht.
(1/4) 128 Abgeordnete der Grünen, SPD und die Linke bekennen sich in ihrem #Osterappell zu mehr Unterstützung für die Seenotrettung.
In den wenigen Monaten des Jahres wurden auf dem Mittelmeer so viele Todes- und Vermisstenfälle dokumentiert wie noch nie seit Beginn der Erfassung.
Das ist kein Zufall, sondern eine politische Entscheidung. Europäische Staaten könnten etwas ändern, entscheiden sich aber stattdessen, die Situation durch ihre grausame Politik zu verschlimmern. Warum? Bis wann? 2/2
3 Schiffbrüche im #Mittelmeer innerhalb weniger Stunden: mehr Tod und Leid für Menschen, die vor unvorstellbaren Verhältnissen fliehen. 1/2
www.reuters.com/world/least-...
Was als vermeintliche Reise begann, endete in Menschenhandel. Adam* berichtet von Gewalt und Freiheitsberaubung. Und von seinem Traum, anderen zu helfen.
👉 Lies hier seine Geschichte oder sieh dir das Gespräch an:
www.sosmediterranee.de/aktuelles/fluchtgeschichte-somalia-adam
(2/2) „Während Seenotrettung kriminalisiert wird, stärkt Europa gleichzeitig Strukturen, die Menschen auf See abfangen und zurück nach Libyen zu Vergewaltigungen, Folter und Tod bringen.“
(1/2) Vergangenen August wurde unser Rettungsschiff #OceanViking 20 Minuten lang mit Dauerfeuer von der libyschen Küstenwache beschossen. Rechenschaft bleibt bisher aus.
👉 taz.de/Libysche-Mil...
Warnhinweis von SOS MEDITERRANEE vor expliziten Darstellungen von Folter, Gewalt, Verletzungen, Vergewaltigung und Suizidgedanken.
Nissim Gasteli / SOS MEDITERRANEE Foto von Wellen, die stark aufschäumen. Text: "Die Verantwortlichen der Lager vergewaltigten Frauen, ich habe es mit eigenen Augen gesehen. Der Leiter des Lagers kam nachts, nahm sich eine Frau und behielt sie eine Woche lang bei sich. Er versprach ihr, sie freizulassen. Das tat er nicht. Sandaly* November 2021"
Max Cavallari / SOS MEDITERRANEE Foto von einem zersplitterten Fenster nach Angriff der libyschen Küstenwache auf die Ocean Viking Text: "Ich wollte nicht länger eine Last sein. Ich versuchte, mir im Lager das Leben zu nehmen - doch die Decke brach dabei an. Ich überlebte und wurde entdeckt. Danach wurde ich noch brutaler misshandelt. Moinul* Dezember 2023"
Ville Maali / SOS MEDITERRANEE Foto: Regentropfen fallen auf das Meer Text: "Woraufhin ein Schlepper mir Säure über mein Bein schüttete. (...) Es war kaum noch Haut übrig, ich konnte einen halben Finger durch das Loch stecken, das die Säure hinterlassen hatte. Außerdem schnitten sie mir die Hand an zwei Stellen auf. Bassel* Oktober 2024"
Am Internationalen Tag für die #Wahrheit über schwere #Menschenrechtsverletzungen und für die Würde der #Opfer zeigen wir uns solidarisch mit allen Angehörigen und Überlebenden.
📷 Ville Maali / SOS MEDITERRANEE
(5/5) Wir sind der Besatzung der Plattform dankbar, die laut den Überlebenden „ihr Bestes tat, um sich um sie zu kümmern“, verurteilen jedoch die zuständigen Behörden, die es versäumt haben, eine rechtzeitige Rettung dieser Frauen, Männer, Kinder und Babys in Not zu koordinieren.
(4/5) Viele mussten diese zusätzlichen Leiden erdulden, nachdem sie vor Konflikt, Krieg und Verfolgung in ihren Heimatländern geflohen waren, die Sahara durchquert hatten und in Libyen gelandet waren.
(3/5) Bevor wir sie evakuieren konnten, verbrachten die Überlebenden zwei Nächte auf See und vier Nächte auf der Plattform, wo sie stürmischem Wetter ausgesetzt waren.
(2/5) Einige Überlebende berichten, dass sie von tunesischen Streitkräften an libysche Milizen verkauft worden waren, nachdem man sie auf See abgefangen hatte. Andere erzählen, dass sie monatelang von unbekannten libyschen Gruppen versklavt wurden und Menschen in den Haftlagern ihr Leben verloren.
Ville Maali / SOS MEDITERRANEE Eine der Überlebenden sitzt auf einer Schaukel an Bord der Ocean Viking bevor die Ausschiffung am sicheren Hafen Marina di Carrara erfolgt.
(1/5) 🟢Nach 3,5 Tagen und 1100 km von der Plattform Miskar aus, konnten wir endlich 116 Überlebende in Marina di Carrara, dem von den ital. Behörden zugewiesenen sicheren Ort, an Land bringen. Mehr als ein Drittel der Überlebenden sind unbegleitete Minderjährige, die besonders schutzbedürftig sind.
(2/2) Die Praxis, weit entfernte Häfen zuzuweisen, zielt darauf ab, die Rettungskapazitäten im zentralen Mittelmeer zu behindern und wichtige Einsatzmittel von dort fernzuhalten, wo sie gebraucht werden. Sie bedeutet außerdem unnötiges zusätzliches Leid für Überlebende.
🔵 (1/2) Update: Gestern haben die italienischen Behörden den zugewiesenen sicheren Hafen für die Überlebenden an Bord der #OceanViking geändert. Der neu zugewiesene Hafen ist Marina di Carrara, 1.101 km von der Miskar-Plattform entfernt.
(3/3) Wieder einmal werden Menschen auf See im Stich gelassen, während Staaten ihren rechtlichen und moralischen Pflichten nicht nachkommen.
(2/3) Auf dringende Aufforderung von UpRights, StraLi und Ärzte ohne Grenzen hin hat der Menschenrechtsausschuss der Vereinten Nationen gestern vorläufige Maßnahmen erlassen und die zuständigen Behörden aufgefordert, die Rettung der Überlebenden und die sichere Ausschiffung sicherzustellen.
🔵(1/3) Update: Die Überlebenden saßen seit Sonntag auf der Plattform Miskar fest. Alle für ihre Sicherheit verantwortlichen Stellen waren informiert. Dennoch haben zuständige Staaten wie Malta keine Rettungsmaßnahmen ergriffen.
(3/3) Wir sind erleichtert, dass sich die Überlebenden nach all dem, was sie an ihrem Ausgangsort Libyen erlitten haben, an Bord erholen können. Wir steuern nun Genua, den von den italienischen Behörden zugewiesenen sicheren Ort, an.
(2/3) Die Überlebenden aus 17 Ländern waren 4 Nächte auf der Plattform gestrandet, nachdem beide Boote, mit denen sie unterwegs waren, in einen Sturm gerieten. Sie berichten, zwei Nächte auf See verbracht zu haben, bei starkem Wellengang sind Menschen über Bord gegangen. Sie werden seither vermisst.
Ville Maali / SOS MEDITERRANEE Ein Schnellboot mit der Crew der Ocean Viking nähert sich der Gasplattform Miskar, um 116 Überlebende zu evakuieren.
🔴 (1/3) Gestern evakuierte die Besatzung der #OceanViking 116 Menschen, darunter mehr als 40 unbegleitete Minderjährige, 13 Frauen, ein Kind und zwei Babys, von der Gasplattform Miskar im tunesischen Such- und Rettungsgebiet.
📷 Ville Maali / SOS MEDITERRANEE
🚢 10 Jahre zivile Such- und Rettungseinsätze auf dem Mittelmeer. Wir werden nicht müde, die Einhaltung von Menschenrechten zu fordern.
Anlässlich unseres zehnjährigen Bestehens haben wir ein Manifest veröffentlicht.
Lesen. Teilen. Unterstützen. ✊
🔗 ow.ly/Ggv650YvGB0
Mit 20 floh Ahmed* aus #Somalia vor Gewalt und Korruption. In #Libyen erlebte er Freiheitsberaubung und Misshandlungen. 🛩️ Und: Er träumt davon, Pilot zu werden und in Freiheit am Himmel zu fliegen:
👉 www.sosmediterranee.de/aktuelles/fluchtgeschichte-somalia-ahmed
📷 Tess Barthes / SOS MEDITERRANEE