Der "Budapest-Komplex" bezeichnet das Verfahren, das Ungarn gegen insgesamt 18 Verdächtige führt, die im Jahr 2023 Brom rechtsextremen "Tag der Ehre" neun Neonazis und Faschist:innen angegriffen und verletzt haben sollen. Allen Verdächtigen, zu denen auch Antifaschist:innen aus Deutschland gehören, wird gefährliche Körperverletzung sowie die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. In Ungarn drohen ihnen deshalb Freiheitsstrafen von bis zu 24 Jahren. Weil einige Beschuldigte im Zusammenhang mit dem sogenannten "Antifa Ost Komplex" untersucht werden, laufen auch in Deutschland Verfahren.
Die Folgen der Repression betreffen nicht nur die Angeklagten im Antifa Ost Verfahren und im Budapest-Komplex, sondern auch alle, die mit ihnen verbunden sind, wie Familie und Freund:innen. Beide Verfahren sind keine Einzelfälle, in denen der Staat mal besondere Härte beweisen will. Es ist kein Zufall, dass in Zeiten des rechten Vormarsches, in denen oppositionelle, emanzipatorische und antifaschistische Bewegung wichtiger sind denn je, genau diese unter Beschuss geraten. Wer gegen Nazis kämpft, kann sich auf den Staat nicht verlassen. Jetzt erst recht. Antifaschismus ist notwendig. Freiheit für alle Antifaschist:innen!
Doch was ist eigentlich der #BudapestKomplex? Was droht den Angeklagten und warum betrifft dies uns alle? In diesem Post erklären wir kurz, worum es dabei geht und weshalb das so wichtig ist. Solidarität mit den von Repression betroffenen Genoss*innen! #freeallantifas #antifableibtnotwendig