Ich wartend am Rednerpult, hinter mir die Folie mit dem Titel "Historisches Illustrieren. Interdisziplinäre Überlegungen zu nachträglichen Bildern am Beispiel von Wer war Dr. Levy?".
Kurzabstract meines Vortrags: Historisches Illustrieren. Interdisziplinäre Überlegungen zu nachträglichen Bildern am Beispiel von Wer war Dr. Levy? Ausgehend von meinem Animationsfilm Wer war Dr. Levy? werde ich zunächst einen Einblick in die praktische Produktion von Illu- stration, Animation und Storytelling im historischen Kontext bieten und veranschaulichen, wie in meinem Projekt konzeptionelle Überlegungen illustrativer Geschichtsrepräsentation in konkrete Gestaltungsentscheidungen übersetzt wurden. Dabei werde ich die Begriffe „Assoziationsraum“ und „Behutsamkeit“ vorschlagen, um über die künstlerische Konstruktion von Geschichts- repräsentationen nachzudenken – gerade im Gegensatz zur wissenschaftlichen Geschichtsschreibung. Diese Begriffe werden in einen Zusammenhang mit dem geschichtswissenschaftlichen Konzept der „historischen Imagination“ und der Alteritätserfahrung gebracht. Anschließend soll diese Praxis des illustrativen Geschichtemachens in aktuelle Diskurse der Public History eingeordnet werden. Dabei wird sich zeigen, dass historisches Illustrieren (und Animieren) zwar an viele Schlüsselkonzepte der Public History anschlussfähig ist, es dort aber eines erweiterten Bildbegriffs bedarf, um die Spezifika der Illustration als „nachträgliche Bilder“ präzise zu erfassen. Darüber herrscht eine eklatante Forschungslücke hinsichtlich Illustration über das Genre der Graphic Novel hinaus.
Perspektive über das Publikum hinweg auf die Bühne, wo ich gestikulierend spreche; hinter mir eine Folie mit dem Schriftzug "Bewegte Geschichte". Foto: Benno Tobler für Public History Hamburg
#histillu: Letzte Woche habe ich auf der Tagung #DoingHistory der Public History (Universität Hamburg) über Historisches Illustrieren gesprochen. Das sah dann ungefähr so aus 👇