Text der Gedenktafel: Schwarze Poth - Augenlider des KZ Buchenwald Mitten in Essen, zwischen heutiger Rathausgalerie und Viehofer Platz, befand sich in den Jahren 1944/45 ein Augenlider des KZ Buchenwald. Betrieben wurde es vom SS-Unternehmen Deutsche Erd-und Steinwerke, das KZ-Häftlinge zur Bombenräumung, Trümmerbeseitigung und Schuttverwertung in der kriegszerstörten Innenstadt einsetzte. Im Dez. 1943 kamen die ersten 25 Häftlinge der SS-Baubrigade aus Duisburg nach Essen. Zunächst waren sie in Baracken am Polizeipräsidium untergebracht, dann wurden sie auf das Lagergelände in der Innenstadt verlegt. Im Haus Schwarze Poth 13 (heute von der Rathaus Galerie überbaut) befand sich die SS-Lagerkommandantur. Die Häftlinge hatten ihre Unterkünfte in der Gaststätte Grinzing, Adolf-Hitler-Str. 90, heute Viehofer Str. 28 und im Nebenhaus Königstr. 35, heute Schützenbahn 25. Die Belegung des Außenlagers erreichte durchschnittlich 140 - 150 Männer. Sie kamen überwiegend aus der Sowjetunion und Polen, aber auch aus anderen europäischen Ländern und galten fast alle als politische Häftlinge. Das Lager unterstand dem Befehl von 2 SS-Leuten, die Überwachung übernahmen 20 - 26 Polizisten. Die Überlebensbedingungen im Außenlager waren von Hunger, Krankheit und Zwangsarbeit geprägt. Es kam zu mindestens 9 Todesfällen unter den Häftlingen, die in den Trümmern schwere Verletzungen erlitten und den im Lager grassierenden Epidemien ausgesetzt waren. Im März 1945 wurde das Außenlager geräumt.
Heute Einweihung der Gedenktafel für Zwangsarbeiter des Außenlagers Buchenwald in der Essener Innenstadt.
Die AfD war leider auch anwesend, wenigstens nur mit 1 Person. #KeinVergeben #KeinVergessen #Essen #Krupp
#NSVerbrechen #Erinnern […]
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