Aufgrund der Länge auf mehrere Fotos aufgeteilt! Teil 1 Betreff: Dringender Handlungsbedarf im Führungssystem der Bundesliga-Schiedsrichter Sehr geehrte Damen und Herren, wir wenden uns als Zusammenschluss einer Vielzahl von Personen aus dem Kreis der Bundesliga-Schiedsrichter, Schiedsrichter-Assistenten und Beobachter an Sie. Die in diesem Schreiben formulierten Punkte spiegeln keine Einzelmeinung wider, sondem eine übergreifende Wahrnehmung aus unterschiedlichen Rollen innerhalb des Systems der DFB Schiri imbH. Nach einer Vielzahl gescheiterten Versuchen die Themenlage intern zu klären sehen wir diesen Schritt als die letzte Möglichkeit an. Die aktuclle Entwicklung im Schiedsrichterwesen der Bundesliga ist aus unserer Sicht alarmierend Die Leistungen stehen zunehmend in der öffentlichen Kritik - aus unserer Sicht als direkte Folge der aktuellen Führung unter Geschäftsführer Knut Kircher. Entscheidend ist: Die Qualität des Schiedsrichterkaders hat sich nicht in dem Maße verändert, wie es die aktuelle Wahrnehmung vermuten lässt. Die wesentliche Ursache sehen wir vielmehr in der aktuellen Führungssituation unter Geschäftsführer Knut Kircher. Seit seinem Amtsantritt hat sich eine Führungskultur etabliert, die von Druck, Kontrolle, Angst und fehlender Offenheit geprägt ist. Ein Austausch auf Augenhöhe findet faktisch nicht mehr statt. Mehrere Kollegen berichten übereinstimmend, dass kritische Rückmeldungen in Gesprächen mit Knut Kircher nicht als sachliche Beiträge aufgenommen werden, sondern als persönliche Kritik gewertet werden. In der Folge kommt es nach diesen Schilderungen zu emotionalen Reaktionen wie z. B. laute und aggressive Einschüchterungen. Dies hat dazu geführt, dass innerhalb der Gruppe eine ausgeprügte Zurückhaltung entstanden ist, kritische Themen intern offen anzusprechen.
Teil 2: Ein Vorfall vom 30. September 2025 wird innerhalb der Gruppe als besonders prägend wahrgenommen: Knut Kircher erschien unangekündigt beim Workshop der Bundesligaschiedsrichter und Assistenten. Dabei ging er Patrick Ittrich in einem aggressiven und lautstarken Monolog 15 Minuten vor all seinen Kollegen an. Grund hierfür war ein kurz zuvor erschienenes Kicker Interview, in welchem Patrick Ittrich in sachlicher Form an einer Weiterentwicklung der medizinischen Betreuung der DFB-Schiedsrichter anregte. Das skurrile ist, dass dieses Interview im Vorfeld mit der Kommunikationsabteilung der DFB Schiri GmbH abgestimmt und freigegeben wurde. Im weiteren Verlauf entstand innerhalb der Gruppe der Eindruck, dass Patrick Ittrich nicht freiwillig aus seiner aktiven Schiedsrichter Rolle im Sommer ausscheiden wird, sondern dass die Entscheidung, seine Tütigkeit nicht fortzuführen, maßgeblich durch die Führung unter Knut Kircher vorgegeben wurde. In der Wahrnehmung vieler Beteiligter kann man davon sprechen, dass er faktisch aus dem System gedrängt wurde. Warum: Patrick Ittrich setzte sich in seiner Rolle als Schiedsrichter Sprecher für die Kollegen intern ein. Er benannte Missstände und forderte Verbesserungen. Dies war Knut Kircher ein Dorn im Auge. Auch im Umgang mit internen Rückmeldungen zeigt sich nach Wahrnehmung vieler ein ähnliches Muster: Kollegen, die sachliches Feedback zu Prozessen (u. a. zum SAOT-System) gegeben haben, berichten davon, dass sie deutlich und teilweise scharf zurückgewiesen wurden, verbunden mit der Aufforderung, sich ausschließlich auf ihre Aufgaben auf dem Platz zu konzentrieren. Solche Reaktionen haben dazu geführt, dass ein offener Austausch de facto nicht mehr stattfindet. Ende
Wurde eigentlich der offene Brief der #Schiedsrichter in der #Fussball Welt besprochen?