Der Europäische Gedenktag am 23.8. wird von vielen Historiker:innen stark kritisiert. Warum einige aus der Behindertencommunity meinen, auf diesen Zug unbedingt aufspringen zu müssen, ist mir schleierhaft. Ebenso die Anbiederung an das ehemalige Mordschloss in Hartheim. Gedenken ist wichtig. Die Ausstellung in Hartheim „Wert des Lebens“ grundsätzlich auch. Doch die fehlende Kritik des Gedenkschlosses bzgl der angrenzenden Totalen Institutionen, die heute betrieben werden, ist mE eine Bankrotterklärung. Ebenso die Ignoranz der bestehenden österreichischen Erinnerungsinstitutionen gg.über kritischen Menschen und Expert:innen mit Behinderungen.
Die Anbiederung an den Österreichischen Behindertenrat widert mich an. Und: Nein! Dieser ist keine direkte bzw keine gewählte Interessensvertretung der 1,7 Millionen Menschen mit Behinderungen in Österreich. Gedenken in Österreich ist alles andere als inklusiv. Und: Gedenken hat nicht nur die Funktion von Erinnern, sondern auch die von Mahnen und Aufzeigen von Kontinuitäten bis heute bzw. der Protest bzgl Rückschritte und Fehlentwicklungen. Und davon ist gerade die Behindertenpolitik im großen Ausmaß betroffen. Auf Behindertenräte, Institutionen & Partei-abhängige Politiker ist kein Verlass. Wenn es um unsere Menschenrechte und die der kommenden Generationen geht, müssen wir selbst aktiv tätig werden! Und das heißt: friedlicher, aber ein- und nachdrücklicher Protest! #antiableistaction now! ♿️💪✊🌈
Meine Kritik:
2/2
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