Artikel aus der Tageszeitung Die #Rheinpfalz vom 09.01.2025
Weg mit dem Weihnachtsspeck
Am Rande: Na, zwickt’s am Hosenbund? Oder spannt das Hemd über dem Bauch? Die Weihnachtsfeiertage und die vielen Weihnachtsfeiern davor, inklusive Weihnachtsmarktbesuche und Weihnachtsplätzchen machen sich bei vielen von uns bemerkbar.
25 Kilokalorien pro Vanillekipferl, 200 Kalorien pro Becher Glühwein, 400 Kalorien gar für ein 100-Gramm-Stück Christstollen. All das hat bei vielen von uns Spuren hinterlassen. Sport beziehungsweise Bewegung könnten eine Lösung sein, die überflüssigen Pfunde wieder loszuwerden: im Stadionbad, in einem Lauftreff, beim Wandern im Pfälzerwald, in den vielen Trainingsangeboten der hiesigen Vereine. Doch ist da noch der zumeist riesengroße innere Schweinehund. Der meint schließlich, man könnte sich ja auch ein weiteres Hemd, eine größere Hose zulegen ... Wie also motiviert sich eine überzeugte Couchpotato? Britische Forscher haben bereits 2018 gezeigt, dass eine Gewichtszunahme in der Weihnachtszeit kein Muss ist; dass jeder aktiv etwas dagegen tun kann, heißt es auf dem Deutschen Gesundheitsportal. Die Forscher haben Menschen mit einem Body Mass Index (BMI) von mindestens 20, also Menschen mit Normalgewicht, in zwei Gruppen eingeteilt. In der einen Gruppe mussten sich die Teilnehmer möglichst täglich wiegen und das Gewicht notieren. Außerdem erhielten sie von den Forschern Tipps, wie sie ihr gesundes Gewicht halten konnten. Und sie bekamen Informationen, wie lange sie sportlich aktiv sein mussten, um sich die Kalorien der leckeren Weihnachtsschlemmereien wieder abzutrainieren. In der zweiten Gruppe bekamen die Teilnehmer lediglich eine Broschüre mit Informationen für eine gesunde Lebensweise. Das Resultat etwa zwei Monate später: Während die Menschen der ersten Gruppe während des Studienzeitraums im Schnitt 0,13 Kilo abgenommen hatten, nahmen die Teilnehmer der Kontrollgruppe um 0,37 Kilo zu. Laut den Forschern sind das die Tricks, um nicht zuzunehmen: regelmäßiges Wiegen, Tipps für ein gesundes Körpergewicht beherzigen sowie Wissen über den Kaloriengehalt der Weihnachtsleckereien und den notwendigen Zeitaufwand, um diese wieder abzutrainieren. Diese Informationen kommen nun, nach den Weihnachtstagen, zu spät, liebe Leserinnen und Leser? Dann hätten wir noch ein paar Motivationssprüche parat, sich ab nun wirklich regelmäßig zu bewegen: Es ist zu kalt draußen, um zu laufen? „Wem jetzt noch kalt ist, stellt sich in die Ecke. Die hat meistens 90 Grad!“, lautet das eine Redewendung. Und nur darüber zu reden, erledigt die 50 Burpees oder den Fünf-Kilometer-Lauf durch den Wald auch nicht. „Finde deine Komfortzone. Dann verlasse sie“, lautet eine weitere Redewendung. Der ehemalige amerikanische Basketballprofi Michael Jordan setzt noch einen drauf: „Ich kann Misserfolge akzeptieren, jeder scheitert bei irgendetwas. Aber ich kann nicht akzeptieren, dass ich es nicht versuche.“ Auch der frühere Radprof Eddy Merckx bringt es auf den Punkt: „Fahre so viel oder so wenig, so weit oder nicht so weit wie du willst. Hauptsache, du fährst.“ Na, vielleicht sind Sie nun auf den (Sport-)Geschmack gekommen? Und jetzt tun Ihnen die Beine weh vom laufen – oder die Arme vom Schwimmen? Dann halten Sie es doch einfach wie der frühere Radprofi Jens Voigt: „Wenn mir meine Beine wehtun, sage ich: Shut up legs, haltet den Mund. Ihr tut, was ich euch sage!“
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„Wem jetzt noch kalt ist, stellt sich in die Ecke. Die hat meistens 90 Grad!“
„Finde deine Komfortzone. Dann verlasse sie“
„Ich kann Misserfolge akzeptieren, jeder scheitert bei irgendetwas. Aber ich kann nicht akzeptieren, dass ich es nicht versuche.“
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