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Umweltskandal-Recherche
"Was nicht lückenlos zu belegen ist, darf nicht berichtet werden. Da müssen wir als Lokalzeitung strenger sein als bundesweit 
agierende Medien."
Maximilian Hempel
Die Rheinpfalz

Umweltskandal-Recherche "Was nicht lückenlos zu belegen ist, darf nicht berichtet werden. Da müssen wir als Lokalzeitung strenger sein als bundesweit agierende Medien." Maximilian Hempel Die Rheinpfalz

3 Jahre, fast 100 Texte, massiver Gegenwind: Maximilian Hempel hat in einer wendungsreichen, hartnäckigen #Rheinpfalz -Recherche einen #Umweltskandal offengelegt – Klagen, Anzeigen und Druck auf Quellen zum Trotz. mediummagazin.de/news/beitrag...

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Eine politische Karikatur zeigt Donald Trump krank im Bett, umgeben von symbolischen Objekten, die seine Persönlichkeit und Politik satirisch kommentieren.

Szene und Aufbau:
Trump liegt unter einer Decke auf einem Kissen, sichtbar geschwächt, mit seinem berühmten orangefarbenen Teint im Gesicht und fiebrigem Ausdruck. Neben ihm liegt ein kleiner Teddybär mit roter „MAGA“-Mütze, der als Symbol für ein infantiles Verhalten interpretiert werden kann.

Auf Trumps Bettdecke liegt eine Zeitung mit Schlagzeilen wie „Iran-Krieg“, „Kuba-Übernahme“ und „Grönland-Deal“, die auf kontroverse politische Themen und Ambitionen anspielen.

Details im Vordergrund:
Auf einem Nachttisch stehen zwei Gläser: In einem schwimmt ein Gehirn, im anderen ein Gebiss. Diese ungewöhnlichen Motive wirken bewusst grotesk und deuten satirisch auf fehlende Vernunft beziehungsweise aggressive Rhetorik hin.

Stimmung und Aussage:
Die Darstellung kombiniert Krankheit, Kindlichkeit und Überzeichnung. Insgesamt entsteht eine bissige, ironische Kritik an Trumps Persönlichkeit und politischem Handeln.

Eine politische Karikatur zeigt Donald Trump krank im Bett, umgeben von symbolischen Objekten, die seine Persönlichkeit und Politik satirisch kommentieren. Szene und Aufbau: Trump liegt unter einer Decke auf einem Kissen, sichtbar geschwächt, mit seinem berühmten orangefarbenen Teint im Gesicht und fiebrigem Ausdruck. Neben ihm liegt ein kleiner Teddybär mit roter „MAGA“-Mütze, der als Symbol für ein infantiles Verhalten interpretiert werden kann. Auf Trumps Bettdecke liegt eine Zeitung mit Schlagzeilen wie „Iran-Krieg“, „Kuba-Übernahme“ und „Grönland-Deal“, die auf kontroverse politische Themen und Ambitionen anspielen. Details im Vordergrund: Auf einem Nachttisch stehen zwei Gläser: In einem schwimmt ein Gehirn, im anderen ein Gebiss. Diese ungewöhnlichen Motive wirken bewusst grotesk und deuten satirisch auf fehlende Vernunft beziehungsweise aggressive Rhetorik hin. Stimmung und Aussage: Die Darstellung kombiniert Krankheit, Kindlichkeit und Überzeichnung. Insgesamt entsteht eine bissige, ironische Kritik an Trumps Persönlichkeit und politischem Handeln.

„Good night, America!“

Trump im Fieberbett: Hirn im Glas, Gebiss daneben, der MAGA-Teddy wacht. Größenfantasien auf der Bettdecke, Realitätsverlust im Krankenzimmer.

Bissige Abrechnung mit #weirdTrump #Politik🏛️ als Egotrip.

© Tomicek / #Rheinpfalz

#Trump

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Die Karikatur zeigt eine satirische Szene aus der Politik. Im Vordergrund steht ein Mann mit blondem Haar, der deutlich an Donald Trump erinnert. Er ist von hinten bzw. seitlich zu sehen und trägt einen dunklen Anzug. Vor ihm befindet sich ein buntes Glücksrad, das er gerade mit der Hand dreht.

Das Rad ist in mehrere farbige Segmente unterteilt, beschriftet mit Begriffen wie „Eskalation“ und „Deeskalation“. Die Begriffe wiederholen sich abwechselnd. Ein roter Pfeil oben zeigt auf den Text, der gilt, wann das Rad zum Stillstand kommen wird.

Neben dem Mann steht ein Militärangehöriger in Uniform, der ihn fragend ansieht. Hinter ihm ist eine US-Flagge zu sehen. In einer Sprechblase fragt der Offizier: „Wie sieht die heutige Strategie für den Iran-Krieg aus?“

Der Mann am Glücksrad antwortet in einer weiteren Sprechblase: „Moment, ich hab’s gleich.“

Die Karikatur zeigt eine satirische Szene aus der Politik. Im Vordergrund steht ein Mann mit blondem Haar, der deutlich an Donald Trump erinnert. Er ist von hinten bzw. seitlich zu sehen und trägt einen dunklen Anzug. Vor ihm befindet sich ein buntes Glücksrad, das er gerade mit der Hand dreht. Das Rad ist in mehrere farbige Segmente unterteilt, beschriftet mit Begriffen wie „Eskalation“ und „Deeskalation“. Die Begriffe wiederholen sich abwechselnd. Ein roter Pfeil oben zeigt auf den Text, der gilt, wann das Rad zum Stillstand kommen wird. Neben dem Mann steht ein Militärangehöriger in Uniform, der ihn fragend ansieht. Hinter ihm ist eine US-Flagge zu sehen. In einer Sprechblase fragt der Offizier: „Wie sieht die heutige Strategie für den Iran-Krieg aus?“ Der Mann am Glücksrad antwortet in einer weiteren Sprechblase: „Moment, ich hab’s gleich.“

Und mit welchen wirren Aussagen und dummen Entscheidungen dürfen wir heute rechnen, #weirdTrump?

#Trump #Politik🏛️

© Bengen in der Tageszeitung Die #Rheinpfalz

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Der einzige Weg aus diesem Desaster, so klingt es durch bei Bas, sind Reformen. Man habe schon begonnen, erklärt Bas. Mit der Abschaffung des Bürgergeldes, mit der Verschärfung der Migrationsregeln. „Den Weg wollen wir auch weiter gehen. Und das ist auch notwendig.“

Quelle #Rheinpfalz

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Denken statt Pauken
Mittels Deeper Learning sollen Schülerinnen und Schüler eigenständig an realen Problemstellungen und Projekten arbeiten und so das Erlernte vertiefen. Sie sollen Wissen erwerben, das bei reinem Pauken schnell wieder vergessen wäre. In Bietigheim-Bissingen hat man gute Erfahrungen mit dem Konzept.
VON ANNETTE WEBER
Eine 9. Klasse der Ellental-Gymnasien in Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart hat im vergangenen Jahr ein Gesundheitsmagazin erstellt. Darin ging es um Stressbewältigung, um Ernährung, Fitness und vieles mehr. Im Biologieunterricht wurden die Fakten recherchiert, in Deutsch die journalistische Schreibe erlernt.
Derzeit sind Oberstufenschüler damit beschäftigt, für ihre Heimatstadt Bietigheim-Bissingen einen Umweltbericht und ein Konzept zur nachhaltigen Entwicklung zu erstellen - fächerübergreifend in den Kursen Geografie und Biologie. Und in den Fächern Biologie und Ethik geht es in der Mittelstufe um Chancen und Gefahren der Gentechnik.
Dies sind nur drei von vielen Beispielen, die Schulleiterin Nicole Stockmann parat hat, wenn sie nach Deeper Learning gefragt wird. Seit rund fünf Jahren arbeitet das Doppelgymnasium mit etwa 1300 Schülerinnen und Schülern nach dem vom Institut für Bildungswissenschaft der Universität Heidelberg und der Heidelberg School of Education entwickelten Konzept. Mittels Deeper Learning, also „tiefem Lernen", sollen Schülerinnen und Schüler Inhalte nicht auswendig lernen. Sie sollen sie erarbeiten, verstehen, anwenden, reflektieren und auf neue Situationen übertragen können. Es verbindet grundlegendes Fachwissen mit Kompetenzen wie Problemlösen, Zusammenarbeit und Selbststeuerung. Komplexe reale Probleme werden bearbeitet, das Lernen basiert auf Projekten, die meist längerfristig und facherübergreifend sind.
Am Ende steht kein reines Abfragen von Wissen. Der Schüler oder die Schülerin prasentiert vielmehr das Erlernte in der Klasse oder im Kurs.
Kein Dozent - eher „Coach"
Wichtig sind dabei auch die fest eingeplanten Phasen von Reflexion und Feedback durch die Lehrkräfte. Die wiederum sind nicht länger reine Wissensvermittler vorn am Pult, sondern begleiten beim Lernen, geben Strukturen vor, fungieren sozusagen als
„Coach".
Die Schülerinnen und Schüler müssen sich das grundlegende Fachwissen zuerst einmal eigenständig erarbeiten. Dadurch sitzt es am Ende besser, als wenn es von der Lehrkraft einfach mundgerecht präsentiert wird, sagt Stockmann. Darüber hinaus fördere dieses Vorgehen die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema und die Fähigkeit, Probleme selbstständig zu lösen. Man müsse sich mit anderen auseinandersetzen, zusammenarbeiten und das eigene Lernen selbst planen und steuern. Alles Fähigkeiten, die auch später im Beruf zweifellos von Nutzen sind.
Schulleiterin Stockmann zufolge ist es kaum möglich „komplexe Themen der heutigen Zeit in einem einzigen Fach abzubilden". Wissen sei in Zeiten künstlicher Intelligenz (KI) nicht mehr die alleinige relevante Kompetenz, die es in der Schule zu vermitteln gelte. Selbstverständlich seien fundiertes Grundwissen und Fachkompetenz unabdingbar. Doch das sei längst nicht alles. So würden zum Beispiel vernetztes Denken, kritisches Hinterfragen, Kooperationsfähigkeit oder auch Transferdenken immer wichtiger. „Die KI wirkt da als Innovationsbeschleuniger", sagt die Pädagogin, an deren Schule die Nutzung und der kritische Umgang mit künstlicher Intelligenz längst an der Tagesordnung sind - bei Schülern wie Lehrern. Und damit alles in geordneten Bahnen läuft, hat man KI-Richtlinien für die beiden Schulen erarbeitet.
Auch Lehrkräfte lernen Neues
Fasziniert ist die Schulleiterin, die auch Biologie unterrichtet, davon, dass Deeper Learning in gewisser Weise auch das Verhältnis von Lehrkräften und Schülern verändert. „Wir begegnen uns nun eher auf Augenhöhe", sagt die 50-Jährige. „Ich habe festgestellt, dass ich nicht länger die Allwissende bin." Und Stockmann erzählt von den Arbeiten zu besagtem Gesundheitsmagazin, bei denen sie von ihren Schülerinnen und Schülern nicht nur unheimlich viel über Fitness, Sport und Training gelernt habe, sondern diese zudem als Menschen viel besser kennengelernt habe.
Doch auch in der Schülerschaft gebe es immer wieder Aha-Momente, berichtet die Schulleiterin. So habe nach einem Projekt zum Thema Stress ein Schüler festgestellt, dass es genau das sei, was er seit langem empfinde. Er habe es vorher nur nicht benennen und einordnen können. Und eine Schülerin habe gemeint, es sei „schon krass, wie gut man Dinge versteht, wenn man sie anwenden muss".
Deeper Learning in der Schule zu implementieren sei im Prinzip nicht allzu schwer.
Stockmann zufolge lassen die Lehrpläne in der Regel genug Raum dafür. Knackpunkt sei die Leistungsmessung. Mit herkömmlichen Klassenarbeiten komme man nicht weit, individuelle Lernleistung müsse eben ganz anders bewertet werden.
Rund 20 Schulen bundesweit haben derzeit Deeper Learning in ihren Unterricht eingebunden. Unter ihnen ist, soweit bekannt, keine aus Rheinland-Pfalz. Aktuell sucht das Institut für Bildungswissenschaften der Universität Heidelberg Schulen, die sich an einer Wirksamkeitsstudie zu Deeper Learning im Fach Deutsch (Klassen 9 und
10) beteiligen möchten. Weitere Informationen und Kontakt gibt es online unter dive-dl@ibw.uni-heidelberg.de.

Denken statt Pauken Mittels Deeper Learning sollen Schülerinnen und Schüler eigenständig an realen Problemstellungen und Projekten arbeiten und so das Erlernte vertiefen. Sie sollen Wissen erwerben, das bei reinem Pauken schnell wieder vergessen wäre. In Bietigheim-Bissingen hat man gute Erfahrungen mit dem Konzept. VON ANNETTE WEBER Eine 9. Klasse der Ellental-Gymnasien in Bietigheim-Bissingen bei Stuttgart hat im vergangenen Jahr ein Gesundheitsmagazin erstellt. Darin ging es um Stressbewältigung, um Ernährung, Fitness und vieles mehr. Im Biologieunterricht wurden die Fakten recherchiert, in Deutsch die journalistische Schreibe erlernt. Derzeit sind Oberstufenschüler damit beschäftigt, für ihre Heimatstadt Bietigheim-Bissingen einen Umweltbericht und ein Konzept zur nachhaltigen Entwicklung zu erstellen - fächerübergreifend in den Kursen Geografie und Biologie. Und in den Fächern Biologie und Ethik geht es in der Mittelstufe um Chancen und Gefahren der Gentechnik. Dies sind nur drei von vielen Beispielen, die Schulleiterin Nicole Stockmann parat hat, wenn sie nach Deeper Learning gefragt wird. Seit rund fünf Jahren arbeitet das Doppelgymnasium mit etwa 1300 Schülerinnen und Schülern nach dem vom Institut für Bildungswissenschaft der Universität Heidelberg und der Heidelberg School of Education entwickelten Konzept. Mittels Deeper Learning, also „tiefem Lernen", sollen Schülerinnen und Schüler Inhalte nicht auswendig lernen. Sie sollen sie erarbeiten, verstehen, anwenden, reflektieren und auf neue Situationen übertragen können. Es verbindet grundlegendes Fachwissen mit Kompetenzen wie Problemlösen, Zusammenarbeit und Selbststeuerung. Komplexe reale Probleme werden bearbeitet, das Lernen basiert auf Projekten, die meist längerfristig und facherübergreifend sind. Am Ende steht kein reines Abfragen von Wissen. Der Schüler oder die Schülerin prasentiert vielmehr das Erlernte in der Klasse oder im Kurs. Kein Dozent - eher „Coach" Wichtig sind dabei auch die fest eingeplanten Phasen von Reflexion und Feedback durch die Lehrkräfte. Die wiederum sind nicht länger reine Wissensvermittler vorn am Pult, sondern begleiten beim Lernen, geben Strukturen vor, fungieren sozusagen als „Coach". Die Schülerinnen und Schüler müssen sich das grundlegende Fachwissen zuerst einmal eigenständig erarbeiten. Dadurch sitzt es am Ende besser, als wenn es von der Lehrkraft einfach mundgerecht präsentiert wird, sagt Stockmann. Darüber hinaus fördere dieses Vorgehen die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema und die Fähigkeit, Probleme selbstständig zu lösen. Man müsse sich mit anderen auseinandersetzen, zusammenarbeiten und das eigene Lernen selbst planen und steuern. Alles Fähigkeiten, die auch später im Beruf zweifellos von Nutzen sind. Schulleiterin Stockmann zufolge ist es kaum möglich „komplexe Themen der heutigen Zeit in einem einzigen Fach abzubilden". Wissen sei in Zeiten künstlicher Intelligenz (KI) nicht mehr die alleinige relevante Kompetenz, die es in der Schule zu vermitteln gelte. Selbstverständlich seien fundiertes Grundwissen und Fachkompetenz unabdingbar. Doch das sei längst nicht alles. So würden zum Beispiel vernetztes Denken, kritisches Hinterfragen, Kooperationsfähigkeit oder auch Transferdenken immer wichtiger. „Die KI wirkt da als Innovationsbeschleuniger", sagt die Pädagogin, an deren Schule die Nutzung und der kritische Umgang mit künstlicher Intelligenz längst an der Tagesordnung sind - bei Schülern wie Lehrern. Und damit alles in geordneten Bahnen läuft, hat man KI-Richtlinien für die beiden Schulen erarbeitet. Auch Lehrkräfte lernen Neues Fasziniert ist die Schulleiterin, die auch Biologie unterrichtet, davon, dass Deeper Learning in gewisser Weise auch das Verhältnis von Lehrkräften und Schülern verändert. „Wir begegnen uns nun eher auf Augenhöhe", sagt die 50-Jährige. „Ich habe festgestellt, dass ich nicht länger die Allwissende bin." Und Stockmann erzählt von den Arbeiten zu besagtem Gesundheitsmagazin, bei denen sie von ihren Schülerinnen und Schülern nicht nur unheimlich viel über Fitness, Sport und Training gelernt habe, sondern diese zudem als Menschen viel besser kennengelernt habe. Doch auch in der Schülerschaft gebe es immer wieder Aha-Momente, berichtet die Schulleiterin. So habe nach einem Projekt zum Thema Stress ein Schüler festgestellt, dass es genau das sei, was er seit langem empfinde. Er habe es vorher nur nicht benennen und einordnen können. Und eine Schülerin habe gemeint, es sei „schon krass, wie gut man Dinge versteht, wenn man sie anwenden muss". Deeper Learning in der Schule zu implementieren sei im Prinzip nicht allzu schwer. Stockmann zufolge lassen die Lehrpläne in der Regel genug Raum dafür. Knackpunkt sei die Leistungsmessung. Mit herkömmlichen Klassenarbeiten komme man nicht weit, individuelle Lernleistung müsse eben ganz anders bewertet werden. Rund 20 Schulen bundesweit haben derzeit Deeper Learning in ihren Unterricht eingebunden. Unter ihnen ist, soweit bekannt, keine aus Rheinland-Pfalz. Aktuell sucht das Institut für Bildungswissenschaften der Universität Heidelberg Schulen, die sich an einer Wirksamkeitsstudie zu Deeper Learning im Fach Deutsch (Klassen 9 und 10) beteiligen möchten. Weitere Informationen und Kontakt gibt es online unter dive-dl@ibw.uni-heidelberg.de.

Bildtext: Ohne Grundlagenwissen geht es nicht. Das müssen sich Schülerinnen und Schüler aber selbst erarbeiten. Foto: Michael Brandt/dpa

Das Bild zeigt eine Nahaufnahme eines Tisches während eines Unterrichts oder Workshops. Zwei Personen sitzen nebeneinander und arbeiten mit Papierunterlagen. Im Vordergrund hält eine Person einen hellblauen Stift in der Hand und scheint etwas auf einem Arbeitsblatt zu lesen oder zu markieren. Im Hintergrund schreibt eine andere Person mit einem blauen Stift auf ein Blatt Papier. Auf dem Tisch liegen weitere Unterlagen und ein orangefarbener Stift. Die Szene vermittelt eine ruhige Lern- oder Arbeitsatmosphäre.

Bildtext: Ohne Grundlagenwissen geht es nicht. Das müssen sich Schülerinnen und Schüler aber selbst erarbeiten. Foto: Michael Brandt/dpa Das Bild zeigt eine Nahaufnahme eines Tisches während eines Unterrichts oder Workshops. Zwei Personen sitzen nebeneinander und arbeiten mit Papierunterlagen. Im Vordergrund hält eine Person einen hellblauen Stift in der Hand und scheint etwas auf einem Arbeitsblatt zu lesen oder zu markieren. Im Hintergrund schreibt eine andere Person mit einem blauen Stift auf ein Blatt Papier. Auf dem Tisch liegen weitere Unterlagen und ein orangefarbener Stift. Die Szene vermittelt eine ruhige Lern- oder Arbeitsatmosphäre.

Bildtext: Was Schülerinnen und Schüler lernen sollen: Merkblatt im Zimmer von Schulleiterin Nicole Stockmann. Foto: Annette Weber

Im Bild ist ein großes Flipchart zu sehen. Darauf steht der Titel „Charakterstärken – VIA“. Das Blatt ist handschriftlich gestaltet und in mehrere farblich umrandete Bereiche aufgeteilt. Jeder Bereich beschreibt eine Gruppe von Charakterstärken. Beispiele sind „Weisheit und Wissen“ mit Eigenschaften wie Kreativität, Neugier und Liebe zum Lernen. Weitere Bereiche nennen „Gerechtigkeit“ mit Teamwork und Fairness, „Menschlichkeit“ mit Bindungsfähigkeit und Freundlichkeit, „Mut“ mit Tapferkeit und Ausdauer, „Mäßigung“ mit Bescheidenheit und Selbstregulation sowie „Transzendenz“ mit Dankbarkeit, Hoffnung und Humor. Kleine Zeichnungen – etwa eine Eule, eine Waage, Herzen, eine Ampel und eine Sonne – illustrieren die Themen. Das Flipchart steht auf einem Präsentationsständer in einem Klassen- oder Seminarraum.

Bildtext: Was Schülerinnen und Schüler lernen sollen: Merkblatt im Zimmer von Schulleiterin Nicole Stockmann. Foto: Annette Weber Im Bild ist ein großes Flipchart zu sehen. Darauf steht der Titel „Charakterstärken – VIA“. Das Blatt ist handschriftlich gestaltet und in mehrere farblich umrandete Bereiche aufgeteilt. Jeder Bereich beschreibt eine Gruppe von Charakterstärken. Beispiele sind „Weisheit und Wissen“ mit Eigenschaften wie Kreativität, Neugier und Liebe zum Lernen. Weitere Bereiche nennen „Gerechtigkeit“ mit Teamwork und Fairness, „Menschlichkeit“ mit Bindungsfähigkeit und Freundlichkeit, „Mut“ mit Tapferkeit und Ausdauer, „Mäßigung“ mit Bescheidenheit und Selbstregulation sowie „Transzendenz“ mit Dankbarkeit, Hoffnung und Humor. Kleine Zeichnungen – etwa eine Eule, eine Waage, Herzen, eine Ampel und eine Sonne – illustrieren die Themen. Das Flipchart steht auf einem Präsentationsständer in einem Klassen- oder Seminarraum.

Portraitfoto von N. Stockmann Foto:privat/ oho

Das Bild zeigt das Porträt einer Frau im Freien. Sie hat kurze, blonde Haare und lächelt direkt in die Kamera. Sie trägt ein dunkles Sakko über einem hellen Oberteil. Der Hintergrund ist unscharf und wirkt grünlich, vermutlich Vegetation oder ein Park. Die Frau wirkt freundlich und professionell, wie bei einem offiziellen Porträtfoto.

Portraitfoto von N. Stockmann Foto:privat/ oho Das Bild zeigt das Porträt einer Frau im Freien. Sie hat kurze, blonde Haare und lächelt direkt in die Kamera. Sie trägt ein dunkles Sakko über einem hellen Oberteil. Der Hintergrund ist unscharf und wirkt grünlich, vermutlich Vegetation oder ein Park. Die Frau wirkt freundlich und professionell, wie bei einem offiziellen Porträtfoto.

Interessante Unterrichtsmethodik. Gefällt mir!

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Quelle: Tageszeitung Die #Rheinpfalz

#bluelz #blulz #Lehrerzimmer #Schule #AcademicSky

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Bild zeigt einen Artikel aus der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“. Der Inhalt beginnt ab hier: 

Ich bin der Meinung, ...
... dass der Hass auf
Lindsey Vonn vor allem blanker Frauenhass ist.
Gleich vorab: Man darf sich darüber wundern, dass Skirennläuferin Lindsey Vonn trotz eines kurz zuvor erlittenen Kreuzbandrisses die olympische Abfahrt fahren und unbedingt gewinnen wollte. Ihr vorzuwerfen, vielleicht zu hohes Risiko im Rennen eingegangen zu sein, ist ebenfalls nachvollziehbar. Die Extrovertiertheit und Mitteilungsfreude des Superstars aus den USA muss auch nicht jedem gefallen. Und angesichts der wahren Dramen auf dieser Welt – der gerade entbrannte nächste Nahostkrieg, immer noch Gaza und die Ukraine sowieso – kühl zu konstatieren, dass sie sich ihr Berufsrisiko selbst ausgesucht hat und das Wort Schicksal eher auf andere Menschen zutrifft, mag trotz der schlimmen, aber in mehreren Operationen gut versorgten Verletzung der 41-Jährigen auch legitim sein.
Alles okay, in vielen dieser Punkte gehe ich mit. Wenn ich recht überlege, sogar in allen. Trotzdem glaube ich: Das Lindsey-Vonn-Bashing der vergangenen Wochen basiert vor allem auf einem – auf Frauenhass.
„Heulsuse“ dürfte noch das harmloseste Wort von vielen Beschimpfungen sein, die in den sogenannten Sozialen Medien und auch in Mails an unsere Redaktion gefallen sind. Und es sagt dennoch schon viel über seine Schreiber (und in diesem Fall ist das Gendern wirklich nicht nötig) aus. Wohlgemerkt: Damit sind nicht jene Kritiker gemeint, die auch uns gegenüber sachlich ihre Meinung kundtaten – siehe alle bisher genannten Argumente. Es mag aber auch ein Faktor dazugekommen sein: Das Rennen, in dem Lindsey Vonn stürzte, war jenes, in dem der neue deutsche Liebling Emma Aicher seine erste von zwei Silbermedaillen gewann. Dass trotzdem mehr über die US-Amerikanerin Vonn gesprochen wurde, ärgerte viele. Dabei war für die globale Sportwelt, zu der wir eben auch gehören, selbstverständlich der fatale Sturz einer ihrer Superstars bedeutsamer als die Silbermedaille einer deutschen Skirennfahrerin – bei allem Respekt. Das wird die coole und gar nicht extrovertierte Emma Aicher übrigens genauso gesehen haben.
Als Lindsey Vonn in ihrem ohnehin schon vorhandenen Elend noch mitteilte, dass zudem einen Tag nach dem Unfall ihr kleiner Hund Leo gestorben war, ging’s erst richtig zur Sache. Es gehört zu ihrem Naturell – und ja, ganz sicher auch zu ihrem Geschäftsmodell –, derlei Privates möglichst emotional mit ihren Fans und der Welt zu teilen. Emotionalität ist heutzutage eine Währung, mal ist sie segensreich, mal wird sie gewinnbringend eingesetzt. Wer’s nicht mag, muss es aber nicht wahrnehmen. Obwohl gerade ihr Erlebnis mit Hund Leo, über das viele spöttelten, zur Lebenswirklichkeit ganz vieler „normaler“ Menschen, auch bei uns, gehört. Dass der Tod eines geliebten Tieres betrübt, traurig macht, vielleicht sogar aus der Bahn wirft. Das geht dem Hundefan in Wörth so, der Katzenfreundin in Schallodenbach, der Pferdebesitzerin in Beindersheim.
Ich bezweifle, dass Lindsey Vonn so viele „Hater“, wie man heute sagt, hätte, wenn sie ein Mann wäre. Aber dieses Problem hat sie nicht exklusiv. Dass noch jene Hassnachrichten aus dem Trump-Lager hinzukommen, sagt dann doch wieder viel über ihre Haltung aus. Immer wieder über die vergangenen Jahre hinweg hat sie die „Politik“ des US-Präsidenten und seines Hofstaats kritisiert. Wer ihr also eine weiblich konnotierte Oberflächlichkeit vorwirft, sollte auch darüber mal nachdenken.
Vielleicht kam Vonns Olympia-Kollege Sturla Holm Laegreid ja deswegen so vergleichsweise glimpflich in der öffentlichen Rezeption seiner Extrovertiertheit davon, weil er eben keine Frau ist. Jedenfalls wurde seine TV-Interviewbeichte des Fremdgehens eher mitleidig bis amüsiert zur Kenntnis genommen. Privater jedenfalls ging’s kaum, und geklappt hat’s auch nicht: Der Versuch, sich mit seiner ehemaligen Freundin, die ihn wegen seines Seitensprungs verlassen hatte, zu versöhnen, der misslang.
Vor allem aber hatte der norwegische Biathlet mit dem Interview direkt nach Rennende dem olympischen Moment die Würde geraubt, seiner gerade gewonnenen eigenen Bronzemedaille und vor allem der Goldmedaille seines Teamkollegen John Olav Botn. Gesprochen wurde fast nur über die intime Beichte. Laegreid hat sich längst bei seinem Team entschuldigt, und die Sache zehrte buchstäblich an ihm: Der Stress habe ihn Schlaf und einige Kilos gekostet. Aber auch damit kam er weitaus glimpflicher davon als Lindsey Vonn.

Bild zeigt einen Artikel aus der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“. Der Inhalt beginnt ab hier: Ich bin der Meinung, ... ... dass der Hass auf Lindsey Vonn vor allem blanker Frauenhass ist. Gleich vorab: Man darf sich darüber wundern, dass Skirennläuferin Lindsey Vonn trotz eines kurz zuvor erlittenen Kreuzbandrisses die olympische Abfahrt fahren und unbedingt gewinnen wollte. Ihr vorzuwerfen, vielleicht zu hohes Risiko im Rennen eingegangen zu sein, ist ebenfalls nachvollziehbar. Die Extrovertiertheit und Mitteilungsfreude des Superstars aus den USA muss auch nicht jedem gefallen. Und angesichts der wahren Dramen auf dieser Welt – der gerade entbrannte nächste Nahostkrieg, immer noch Gaza und die Ukraine sowieso – kühl zu konstatieren, dass sie sich ihr Berufsrisiko selbst ausgesucht hat und das Wort Schicksal eher auf andere Menschen zutrifft, mag trotz der schlimmen, aber in mehreren Operationen gut versorgten Verletzung der 41-Jährigen auch legitim sein. Alles okay, in vielen dieser Punkte gehe ich mit. Wenn ich recht überlege, sogar in allen. Trotzdem glaube ich: Das Lindsey-Vonn-Bashing der vergangenen Wochen basiert vor allem auf einem – auf Frauenhass. „Heulsuse“ dürfte noch das harmloseste Wort von vielen Beschimpfungen sein, die in den sogenannten Sozialen Medien und auch in Mails an unsere Redaktion gefallen sind. Und es sagt dennoch schon viel über seine Schreiber (und in diesem Fall ist das Gendern wirklich nicht nötig) aus. Wohlgemerkt: Damit sind nicht jene Kritiker gemeint, die auch uns gegenüber sachlich ihre Meinung kundtaten – siehe alle bisher genannten Argumente. Es mag aber auch ein Faktor dazugekommen sein: Das Rennen, in dem Lindsey Vonn stürzte, war jenes, in dem der neue deutsche Liebling Emma Aicher seine erste von zwei Silbermedaillen gewann. Dass trotzdem mehr über die US-Amerikanerin Vonn gesprochen wurde, ärgerte viele. Dabei war für die globale Sportwelt, zu der wir eben auch gehören, selbstverständlich der fatale Sturz einer ihrer Superstars bedeutsamer als die Silbermedaille einer deutschen Skirennfahrerin – bei allem Respekt. Das wird die coole und gar nicht extrovertierte Emma Aicher übrigens genauso gesehen haben. Als Lindsey Vonn in ihrem ohnehin schon vorhandenen Elend noch mitteilte, dass zudem einen Tag nach dem Unfall ihr kleiner Hund Leo gestorben war, ging’s erst richtig zur Sache. Es gehört zu ihrem Naturell – und ja, ganz sicher auch zu ihrem Geschäftsmodell –, derlei Privates möglichst emotional mit ihren Fans und der Welt zu teilen. Emotionalität ist heutzutage eine Währung, mal ist sie segensreich, mal wird sie gewinnbringend eingesetzt. Wer’s nicht mag, muss es aber nicht wahrnehmen. Obwohl gerade ihr Erlebnis mit Hund Leo, über das viele spöttelten, zur Lebenswirklichkeit ganz vieler „normaler“ Menschen, auch bei uns, gehört. Dass der Tod eines geliebten Tieres betrübt, traurig macht, vielleicht sogar aus der Bahn wirft. Das geht dem Hundefan in Wörth so, der Katzenfreundin in Schallodenbach, der Pferdebesitzerin in Beindersheim. Ich bezweifle, dass Lindsey Vonn so viele „Hater“, wie man heute sagt, hätte, wenn sie ein Mann wäre. Aber dieses Problem hat sie nicht exklusiv. Dass noch jene Hassnachrichten aus dem Trump-Lager hinzukommen, sagt dann doch wieder viel über ihre Haltung aus. Immer wieder über die vergangenen Jahre hinweg hat sie die „Politik“ des US-Präsidenten und seines Hofstaats kritisiert. Wer ihr also eine weiblich konnotierte Oberflächlichkeit vorwirft, sollte auch darüber mal nachdenken. Vielleicht kam Vonns Olympia-Kollege Sturla Holm Laegreid ja deswegen so vergleichsweise glimpflich in der öffentlichen Rezeption seiner Extrovertiertheit davon, weil er eben keine Frau ist. Jedenfalls wurde seine TV-Interviewbeichte des Fremdgehens eher mitleidig bis amüsiert zur Kenntnis genommen. Privater jedenfalls ging’s kaum, und geklappt hat’s auch nicht: Der Versuch, sich mit seiner ehemaligen Freundin, die ihn wegen seines Seitensprungs verlassen hatte, zu versöhnen, der misslang. Vor allem aber hatte der norwegische Biathlet mit dem Interview direkt nach Rennende dem olympischen Moment die Würde geraubt, seiner gerade gewonnenen eigenen Bronzemedaille und vor allem der Goldmedaille seines Teamkollegen John Olav Botn. Gesprochen wurde fast nur über die intime Beichte. Laegreid hat sich längst bei seinem Team entschuldigt, und die Sache zehrte buchstäblich an ihm: Der Stress habe ihn Schlaf und einige Kilos gekostet. Aber auch damit kam er weitaus glimpflicher davon als Lindsey Vonn.

Portraitfoto von Autor Oliver Wehner

Portraitfoto von Autor Oliver Wehner

Foto von Skirennläuferin Läuferin Lindsey Vonn mit ihrem Hund. Bildunterschrift in der Zeitung: Schon immer Hundefan: Lindsey Vonn, hier 2017 mit Lucy. Foto: dpa

Foto von Skirennläuferin Läuferin Lindsey Vonn mit ihrem Hund. Bildunterschrift in der Zeitung: Schon immer Hundefan: Lindsey Vonn, hier 2017 mit Lucy. Foto: dpa

„Hass auf Lindsey #Vonn ist vor allem blanker Frauenhass“

Lesenswerte Meinung von Oliver Wehner in der Tageszeitung Die #Rheinpfalz

Inhalt im ALT Text

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Wir #OMAS aus #Maxdorf sind am kommenden Samstag in #Birkenheide aktiv. 
Informationsstand der #OMAS in #Birkenheide :
WO: 
Waldstraße 26
(bei der Bäckerei)

Wann: 
07.03.2026  10:00 – 13:00 Uhr

Wir #OMAS aus #Maxdorf sind am kommenden Samstag in #Birkenheide aktiv. Informationsstand der #OMAS in #Birkenheide : WO: Waldstraße 26 (bei der Bäckerei) Wann: 07.03.2026 10:00 – 13:00 Uhr

Zur Erinnerung (die #Rheinpfalz drucke unsere Info nicht):
Wir #OMAS aus #Maxdorf sind MORGEN in #Birkenheide aktiv.
Informationsstand der #OMAS in #Birkenheide :
WO:
Waldstraße 26
(bei der Bäckerei)

Wann:
07.03.2026 10:00 – 13:00 Uhr

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Bild zeigt einen Artikel aus der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“. Der Inhalt beginnt ab hier: 

FRANKFURTER BÖRSEN-INFO
Gold und Silber unsichere Häfen
VON MATTHIAS SCHIERMEYER
Der Aufwärtstrend ist gebrochen – die Edelmetalle verlieren an Wert. Taugen sie noch als stabile Anlage?
Es ist nicht mehr alles Gold oder Silber, was glänzt. Die Rallye seit Jahresanfang ist längst beendet, Edelmetalle sind unter Druck geraten. Fast genau zwei Jahre lang ging es nach oben, im Februar ist Achterbahnfahrt angesagt. Die Anzahl der Skeptiker, die nicht an den weiteren Aufwärtstrend glauben, wächst. Ende der Woche war für eine Feinunze Gold ein Niveau von unter 4200 Euro erreicht – nach gut 4500 Dollar noch Ende Januar. Ähnlich erging es dem Silber-Preis, der von knapp unter 100 Euro kommt und sich nun um die 65 Euro bewegt.
Die gigantische Überschuldung der USA, die fragile Unabhängigkeit der US-Notenbank, der geschwächte Dollar, die geopolitischen Wirren oder die wachsenden KI-Risiken – all das hat den Aufstieg begünstigt. Nun haben die Edelmetalle, vor allem Silber, ihren Nimbus als sichere Häfen verloren. Offenbar werden Edelmetalle verkauft, um anderweitige Aktienverluste zu kompensieren – lautet eine Erklärung am Markt.
Commerzbank Research geht davon aus, dass sich die Konsolidierungsphase noch etwas fortsetzen werde, zumal die chinesischen Marktteilnehmer, die vor allem am Silbermarkt zuletzt für Unruhe gesorgt hatten, wegen der Feiertage abwesend sind. Bei bestehenden Unsicherheiten hätten Gold und im Zuge dessen auch Silber aber weiteres Aufwärtspotenzial, wenngleich ohne starke Zuwächse wie zu Jahresbeginn. Investoren seien infolge der Preisschwankungen sensibilisiert, hätten aber größere Preisrückschläge immer wieder als Kaufgelegenheiten genutzt. Ins Bodenlose könne der Goldpreis ohnehin kaum fallen, weil das Edelmetall für viele Zentralbanken zur wichtigen Reserveanlage geworden sei.

Bild zeigt einen Artikel aus der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“. Der Inhalt beginnt ab hier: FRANKFURTER BÖRSEN-INFO Gold und Silber unsichere Häfen VON MATTHIAS SCHIERMEYER Der Aufwärtstrend ist gebrochen – die Edelmetalle verlieren an Wert. Taugen sie noch als stabile Anlage? Es ist nicht mehr alles Gold oder Silber, was glänzt. Die Rallye seit Jahresanfang ist längst beendet, Edelmetalle sind unter Druck geraten. Fast genau zwei Jahre lang ging es nach oben, im Februar ist Achterbahnfahrt angesagt. Die Anzahl der Skeptiker, die nicht an den weiteren Aufwärtstrend glauben, wächst. Ende der Woche war für eine Feinunze Gold ein Niveau von unter 4200 Euro erreicht – nach gut 4500 Dollar noch Ende Januar. Ähnlich erging es dem Silber-Preis, der von knapp unter 100 Euro kommt und sich nun um die 65 Euro bewegt. Die gigantische Überschuldung der USA, die fragile Unabhängigkeit der US-Notenbank, der geschwächte Dollar, die geopolitischen Wirren oder die wachsenden KI-Risiken – all das hat den Aufstieg begünstigt. Nun haben die Edelmetalle, vor allem Silber, ihren Nimbus als sichere Häfen verloren. Offenbar werden Edelmetalle verkauft, um anderweitige Aktienverluste zu kompensieren – lautet eine Erklärung am Markt. Commerzbank Research geht davon aus, dass sich die Konsolidierungsphase noch etwas fortsetzen werde, zumal die chinesischen Marktteilnehmer, die vor allem am Silbermarkt zuletzt für Unruhe gesorgt hatten, wegen der Feiertage abwesend sind. Bei bestehenden Unsicherheiten hätten Gold und im Zuge dessen auch Silber aber weiteres Aufwärtspotenzial, wenngleich ohne starke Zuwächse wie zu Jahresbeginn. Investoren seien infolge der Preisschwankungen sensibilisiert, hätten aber größere Preisrückschläge immer wieder als Kaufgelegenheiten genutzt. Ins Bodenlose könne der Goldpreis ohnehin kaum fallen, weil das Edelmetall für viele Zentralbanken zur wichtigen Reserveanlage geworden sei.

US-Überschuldung, $-Schwäche, geopolit. Risiken, Zentralbankkäufe – alles strukturelle Treiber f Gold. Wenn sich daran nichts ändert, ist ein „dauerhafter Trendbruch“ schwer zu begründen.

Kurzfristige Volatilität ersetzt keine Fundamentalanalyse.

$ mit € Kurs vergleichen? Geht besser, #Rheinpfalz

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Foto zeigt Anne Wolf, sie ist Designerin und Coach. Vor 20 Jahren gründete die 46-Jährige in Berlin das Brautmode-Label ANNE WOLF. Als Bridal Coach hilft sie Bräuten durch die aufwühlende Zeit vor der Hochzeit. Sie hat vor 15 Jahren geheiratet (Bild oben) und lebt und arbeitet seit 2022 mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern auf Mallorca. 

Foto: Philipp Kuhn/oho

Foto zeigt Anne Wolf, sie ist Designerin und Coach. Vor 20 Jahren gründete die 46-Jährige in Berlin das Brautmode-Label ANNE WOLF. Als Bridal Coach hilft sie Bräuten durch die aufwühlende Zeit vor der Hochzeit. Sie hat vor 15 Jahren geheiratet (Bild oben) und lebt und arbeitet seit 2022 mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern auf Mallorca. Foto: Philipp Kuhn/oho

Bild vom Cover des Buches „Wer heiratet, muss nicht zu allem JA sagen“

Buchbeschreibung

Von Brautkleid bis Gästeliste, von Ehevertrag bis Steuervorteil – ehrliche Antworten für moderne Bräute: Die Brautmoden-Designerin Anne Wolf und die Expertin für Frauenfinanzen Magdalena Sporkmann haben sich zusammengetan. Ihr Ratgeber weist den Weg zur Traumhochzeit und in eine selbstbestimmte Ehe.

Magdalena Sporkamann und Anne Wolf, Wer heiratet muss nicht zu allem Ja sagen, Penguin Verlag, 2025, 18 Euro.

Bild vom Cover des Buches „Wer heiratet, muss nicht zu allem JA sagen“ Buchbeschreibung Von Brautkleid bis Gästeliste, von Ehevertrag bis Steuervorteil – ehrliche Antworten für moderne Bräute: Die Brautmoden-Designerin Anne Wolf und die Expertin für Frauenfinanzen Magdalena Sporkmann haben sich zusammengetan. Ihr Ratgeber weist den Weg zur Traumhochzeit und in eine selbstbestimmte Ehe. Magdalena Sporkamann und Anne Wolf, Wer heiratet muss nicht zu allem Ja sagen, Penguin Verlag, 2025, 18 Euro.

Bild zeigt einen Artikel aus der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“. Der Inhalt beginnt ab hier: 

Foto über dem Artikel zeigt Brautpaar, das sich küsst. Fotografiert von Stephanie Leisten/oho

Artikeltext Teil 1 ab hier:
Das Kleid und die gute Ehe

Anne Wolf designt und schneidert seit über 20 Jahren Brautkleider und berät Bräute. Jetzt hat sie mit einer Expertin für Frauen-Finanzen das Buch „Wer heiratet, muss nicht zu allem Ja sagen“ geschrieben. Im Interview spricht sie über Tränen bei der Brautkleid-Anprobe, und wie man mit anstrengenden Schwiegereltern umgeht. Von Philipp Hedemann
Frau Wolf, wie wichtig ist das richtige Kleid bei der Hochzeit?
Für die meisten Frauen ist es sehr wichtig. Sie freuen sich darauf, in einem tollen Kleid zu heiraten, zugleich setzt es sie aber auch unter Druck, das perfekte Kleid zu finden. Manche Frauen denken, dass sie vor Glück in Tränen ausbrechen müssen, wenn sie das richtige Kleid anprobieren. Das kann passieren, muss aber natürlich nicht.

Wen soll die Braut zur Kleider-Auswahl mitnehmen?
Nur Menschen, deren Meinung sie auch aushält. Die meisten Bräute wollen ihre Männer am Tag der Hochzeit mit ihrem Kleid überraschen, aber manche bringen ihre zukünftigen Männer auch schon zur Anprobe mit. Das ist immer sehr harmonisch, da der Mann in die oft stressige Vorbereitung, die oft größtenteils an den Frauen hängen bleibt, eingebunden ist. Aber natürlich kann die Braut auch ganz alleine kommen.

In der Werbung für Brautkleider – auch in Ihrer – haben die Bräute immer eine perfekte Figur. Setzt das Frauen nicht wahnsinnig unter Druck?
Natürlich setzt die Werbung Bräute unter Druck, das ist ja nicht nur im Bereich Hochzeiten der Fall. Zumal fast alle Fotos nachbearbeitet sind. Die Models und Bräute sehen ja nicht in echt alle so perfekt aus. Werbung, Filme und Social Media prägen das Bild, das wir von Bräuten haben. Ich muss gestehen: Ich bin Teil dieses Systems, zumal ich als Designerin bei der Fernsehshow „Zwischen Tüll und Tränen“ mitmache. Bezogen aufs Körperbild und Frauentyp ist die Sendung schon recht divers aufgestellt. Ich versuche dort zu zeigen, dass keine Braut sich gängigen Idealen beugen muss. Zu mir kommen deshalb auch viele Bräute, die kein Prinzessinnenkleid suchen. Ich bin offen für alle Wünsche. Wenn eine Frau mit Totenkopf auf ihrem Kleid heiraten möchte – bitteschön. Wenn jemand Bock hat, in Grün zu heiraten, dann schneidere ich ein grünes Kleid.

Sie nehmen meist einige Monate vor der geplanten Hochzeit erstmals Maß. Viele Bräute sagen Ihnen dann, dass sie bis zur Hochzeit noch abnehmen wollen. Wie gehen Sie damit um?
Ich setze natürlich keine Frau unter Druck, abzunehmen. Aber ich frage schon, ob sie bis zur Hochzeit noch schwanger werden oder abnehmen wollen. Wenn wir davon ausgehen, dass die Maße sich noch ändern könnten, machen wir die finale Anprobe möglichst kurz vor der Hochzeit.

Wie viel geben Bräute für ihr Kleid aus?
Das ist eine Frage des Budgets und der Priorität. Manche Frauen heiraten in einem 19,95 Euro-Kleid von H&M – und sind damit total happy. Die günstigsten Hochzeitskleider von der Stange gibt es ab 700 Euro, nach oben gibt es kein Limit. Für meine handgefertigten und maßgeschneiderten Unikate geben die Bräute meist zwischen 2500 und 5000 Euro aus.

Sie sind nicht nur Hochzeitsmoden-Designerin, sondern auch Braut-Coach. Was macht ein Braut-Coach genau?
Coaches unterstützen Menschen, Lösungen für Probleme zu finden, die sie gerade nicht alleine sehen können. Ich mache das mit Bräuten. Ich fertige seit 20 Jahren Maßkleider an. Weil die Bräute mehrfach zu Anproben kommen, verbringe ich viel Zeit mit ihnen. Dabei habe ich immer wieder gemerkt, dass es ihnen nicht nur um die Anproben, sondern auch die Zeit geht, die sie mitten im Hochzeitsvorbereitungsstress haben, über sich und die bevorstehende Hochzeit zu sprechen. Ich kann gut zuhören und konnte ihnen aus meiner eigenen Erfahrung und aus der Erfahrung all „meiner“ Bräute viele Tipps geben.

Bild zeigt einen Artikel aus der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“. Der Inhalt beginnt ab hier: Foto über dem Artikel zeigt Brautpaar, das sich küsst. Fotografiert von Stephanie Leisten/oho Artikeltext Teil 1 ab hier: Das Kleid und die gute Ehe Anne Wolf designt und schneidert seit über 20 Jahren Brautkleider und berät Bräute. Jetzt hat sie mit einer Expertin für Frauen-Finanzen das Buch „Wer heiratet, muss nicht zu allem Ja sagen“ geschrieben. Im Interview spricht sie über Tränen bei der Brautkleid-Anprobe, und wie man mit anstrengenden Schwiegereltern umgeht. Von Philipp Hedemann Frau Wolf, wie wichtig ist das richtige Kleid bei der Hochzeit? Für die meisten Frauen ist es sehr wichtig. Sie freuen sich darauf, in einem tollen Kleid zu heiraten, zugleich setzt es sie aber auch unter Druck, das perfekte Kleid zu finden. Manche Frauen denken, dass sie vor Glück in Tränen ausbrechen müssen, wenn sie das richtige Kleid anprobieren. Das kann passieren, muss aber natürlich nicht. Wen soll die Braut zur Kleider-Auswahl mitnehmen? Nur Menschen, deren Meinung sie auch aushält. Die meisten Bräute wollen ihre Männer am Tag der Hochzeit mit ihrem Kleid überraschen, aber manche bringen ihre zukünftigen Männer auch schon zur Anprobe mit. Das ist immer sehr harmonisch, da der Mann in die oft stressige Vorbereitung, die oft größtenteils an den Frauen hängen bleibt, eingebunden ist. Aber natürlich kann die Braut auch ganz alleine kommen. In der Werbung für Brautkleider – auch in Ihrer – haben die Bräute immer eine perfekte Figur. Setzt das Frauen nicht wahnsinnig unter Druck? Natürlich setzt die Werbung Bräute unter Druck, das ist ja nicht nur im Bereich Hochzeiten der Fall. Zumal fast alle Fotos nachbearbeitet sind. Die Models und Bräute sehen ja nicht in echt alle so perfekt aus. Werbung, Filme und Social Media prägen das Bild, das wir von Bräuten haben. Ich muss gestehen: Ich bin Teil dieses Systems, zumal ich als Designerin bei der Fernsehshow „Zwischen Tüll und Tränen“ mitmache. Bezogen aufs Körperbild und Frauentyp ist die Sendung schon recht divers aufgestellt. Ich versuche dort zu zeigen, dass keine Braut sich gängigen Idealen beugen muss. Zu mir kommen deshalb auch viele Bräute, die kein Prinzessinnenkleid suchen. Ich bin offen für alle Wünsche. Wenn eine Frau mit Totenkopf auf ihrem Kleid heiraten möchte – bitteschön. Wenn jemand Bock hat, in Grün zu heiraten, dann schneidere ich ein grünes Kleid. Sie nehmen meist einige Monate vor der geplanten Hochzeit erstmals Maß. Viele Bräute sagen Ihnen dann, dass sie bis zur Hochzeit noch abnehmen wollen. Wie gehen Sie damit um? Ich setze natürlich keine Frau unter Druck, abzunehmen. Aber ich frage schon, ob sie bis zur Hochzeit noch schwanger werden oder abnehmen wollen. Wenn wir davon ausgehen, dass die Maße sich noch ändern könnten, machen wir die finale Anprobe möglichst kurz vor der Hochzeit. Wie viel geben Bräute für ihr Kleid aus? Das ist eine Frage des Budgets und der Priorität. Manche Frauen heiraten in einem 19,95 Euro-Kleid von H&M – und sind damit total happy. Die günstigsten Hochzeitskleider von der Stange gibt es ab 700 Euro, nach oben gibt es kein Limit. Für meine handgefertigten und maßgeschneiderten Unikate geben die Bräute meist zwischen 2500 und 5000 Euro aus. Sie sind nicht nur Hochzeitsmoden-Designerin, sondern auch Braut-Coach. Was macht ein Braut-Coach genau? Coaches unterstützen Menschen, Lösungen für Probleme zu finden, die sie gerade nicht alleine sehen können. Ich mache das mit Bräuten. Ich fertige seit 20 Jahren Maßkleider an. Weil die Bräute mehrfach zu Anproben kommen, verbringe ich viel Zeit mit ihnen. Dabei habe ich immer wieder gemerkt, dass es ihnen nicht nur um die Anproben, sondern auch die Zeit geht, die sie mitten im Hochzeitsvorbereitungsstress haben, über sich und die bevorstehende Hochzeit zu sprechen. Ich kann gut zuhören und konnte ihnen aus meiner eigenen Erfahrung und aus der Erfahrung all „meiner“ Bräute viele Tipps geben.

Artikeltext Teil 2 ab hier:

Findet die Braut diese Tipps nicht auch im Internet?
Wie man entspannt und selbstbestimmt heiratet, steht nicht im Internet. Da hilft dir auch ChatGPT nicht weiter. Viele Bräute denken deshalb: Da muss ich jetzt ganz alleine durch und sind darum vor und während ihrer Hochzeit wahnsinnig gestresst. Das muss nicht sein. Darum habe ich eine Coaching-Ausbildung gemacht und Tools und Methoden erlernt, mit denen ich Bräuten noch besser helfen kann.

Die Hochzeit soll der schönste Tag des Lebens sein. Wie schafft man es, eine Traumhochzeit zu feiern und nicht ein Hochzeits-Trauma zu erleiden?
Indem man sich vom Druck, dass die Hochzeit der schönste Tag des Lebens werden muss und den Erwartungen von Familie und Freunden freimacht und so heiratet, wie man es selbst möchte. Ohne sich zu verstellen. Es ist doch großartig, wenn du einen Menschen gefunden hast, mit dem du eine Familie gründen oder dein Leben verbringen willst und das feiern möchtest. Da hat niemand das Recht zu sagen, wie du das machen sollst. Wenn du in Jogginghose heiraten willst, heiratest du in Jogginghose.

Konflikte gibt es immer wieder bei der Frage: Wen laden wir ein? Was raten Sie Ihren Bräuten?
Ich sage ihnen: Lade nur diejenigen ein, mit denen du wirklich feiern möchtest. Ich kann aber auch gut verstehen, dass es für viele Paare sehr herausfordernd ist, Tante X und Onkel Y nicht einzuladen, weil es hier nicht um Organisation, sondern um Beziehungen geht. Ich hatte Bräute, die während der Corona-Pandemie geheiratet haben. Einige von ihnen waren froh, dass sie aufgrund der Schutzmaßnahmen die Hälfte der Gäste wieder ausladen mussten – oder besser gesagt: durften.

Diese Corona-Einschränkungen gibt es zum Glück nicht mehr.
Richtig. Jetzt müssen die Paare wieder selbst Grenzen ziehen und diese kommunizieren. Dazu müssen sie zunächst rausfinden, was sie selbst möchten. Wenn man beispielsweise mit jedem Gast in Ruhe sprechen möchte, lädt man maximal 20 Leute ein. Wenn man weiß, was man will, ist es leichter zu sagen: „So stellen wir uns unsere Hochzeit vor, und darum bist du nicht eingeladen.“

Wie geht man damit um, wenn Eltern oder Schwiegereltern ganz andere Vorstellungen von der geplanten Hochzeit haben?
Wenn man sich dafür entschieden hat, sie dennoch einzuladen, halte ich es für sinnvoll, sie begrenzt in die Vorbereitungen einzubinden, statt sie auszuschließen. Wenn man ihnen die Verantwortung für einen Teilbereich überträgt, der einem selbst nicht so wichtig ist – zum Beispiel die Blumendekoration – senkt man so das Risiko, dass sie sich überall einmischen. Eltern und Schwiegereltern haben oft starke Vorstellungen, weil Hochzeit für ihre Generation eine große symbolische Bedeutung hat. Wichtig ist, dass man als Paar zuerst die eigenen Prioritäten erkennt und diese klar kommuniziert. Das Einbinden der Eltern kann sinnvoll sein, aber nicht aus Pflichtgefühl, sondern nur dort, wo es sich stimmig anfühlt und wirklich entlastet. Unterstützung ist hilfreich, Einmischung nicht, diesen Unterschied darf man freundlich, aber deutlich setzen.

Darf man die Kinder von Hochzeitsgästen explizit ausladen, weil man eine Erwachsenenparty feiern möchte?
Natürlich darf man das, aber man sollte sich darüber im Klaren sein, dass es zu Konflikten führen kann und dass einige Gäste dann vielleicht nicht kommen können oder wollen. Paare, die dafür ein Budget haben, können das Problem dadurch lösen, dass sie eine Kinderbetreuung organisieren, sodass die Erwachsenen unbeschwert und unter sich feiern können.

Für wen macht man sich eigentlich so viel Mühe? Für sich selbst, für die Gäste oder für Instagram?
Im Idealfall spiegelt eine Hochzeit dich und deine Beziehung wider und der Aufwand hat sich für dich und deine Gäste gelohnt. Wenn jemand sein ganzes Leben auf Instagram postet, habe ich jedoch volles Verständnis dafür, dass die Hochzeit auch auf Instagram geil aussehen soll.

In Deutschland gibt es immer mehr Hochzeitsplaner. Woran liegt das? Früher hat man doch auch ohne Wedding-Planner geheiratet!
Der Trend zum Wedding-Planner kam vor ungefähr zehn Jahren aus Amerika verstärkt nach Deutschland. Zu Beginn war es allerdings noch etwas verpönt, damals wurden Wedding-Planner oft etwas verschämt als Freundin oder Freund ausgegeben. Das hat sich geändert. Weil bei vielen Paaren die Ansprüche an ihre eigene Hochzeit gestiegen sind, ist es nicht mehr tabuisiert, einen Wedding-Planner zu engagieren. Letztlich ist ein Wedding Planner nichts anderes als ein Eventmanager. Wer keine Zeit oder Lust hat, seine Hochzeit zu planen und das entsprechende Budget hat, kann es outsourcen, um im Vorfeld der Hochzeit nicht gestresst zu sein und um am Hochzeitstag abschalten und genießen zu können.

Kann man trotz einer misslungenen Hochzeitsparty eine gute Ehe führen? Oder ist das gleich ein schlechtes Omen?
Natürlich! Ich bin nicht abergläubisch. Viele sage ja auch, es bringe Unglück, wenn der Bräutigam das Kleid vor der Hochzeit nicht sehen darf. Das ist Quatsch. Mein Mann hat mein Kleid vor dem Hochzeitstag gesehen und wir führen seit 15 Jahren eine super Ehe. Aber leider gilt auch: Eine gelungene Hochzeitsfeier ist keine Garantie für eine gelingende Ehe.

Artikeltext Teil 2 ab hier: Findet die Braut diese Tipps nicht auch im Internet? Wie man entspannt und selbstbestimmt heiratet, steht nicht im Internet. Da hilft dir auch ChatGPT nicht weiter. Viele Bräute denken deshalb: Da muss ich jetzt ganz alleine durch und sind darum vor und während ihrer Hochzeit wahnsinnig gestresst. Das muss nicht sein. Darum habe ich eine Coaching-Ausbildung gemacht und Tools und Methoden erlernt, mit denen ich Bräuten noch besser helfen kann. Die Hochzeit soll der schönste Tag des Lebens sein. Wie schafft man es, eine Traumhochzeit zu feiern und nicht ein Hochzeits-Trauma zu erleiden? Indem man sich vom Druck, dass die Hochzeit der schönste Tag des Lebens werden muss und den Erwartungen von Familie und Freunden freimacht und so heiratet, wie man es selbst möchte. Ohne sich zu verstellen. Es ist doch großartig, wenn du einen Menschen gefunden hast, mit dem du eine Familie gründen oder dein Leben verbringen willst und das feiern möchtest. Da hat niemand das Recht zu sagen, wie du das machen sollst. Wenn du in Jogginghose heiraten willst, heiratest du in Jogginghose. Konflikte gibt es immer wieder bei der Frage: Wen laden wir ein? Was raten Sie Ihren Bräuten? Ich sage ihnen: Lade nur diejenigen ein, mit denen du wirklich feiern möchtest. Ich kann aber auch gut verstehen, dass es für viele Paare sehr herausfordernd ist, Tante X und Onkel Y nicht einzuladen, weil es hier nicht um Organisation, sondern um Beziehungen geht. Ich hatte Bräute, die während der Corona-Pandemie geheiratet haben. Einige von ihnen waren froh, dass sie aufgrund der Schutzmaßnahmen die Hälfte der Gäste wieder ausladen mussten – oder besser gesagt: durften. Diese Corona-Einschränkungen gibt es zum Glück nicht mehr. Richtig. Jetzt müssen die Paare wieder selbst Grenzen ziehen und diese kommunizieren. Dazu müssen sie zunächst rausfinden, was sie selbst möchten. Wenn man beispielsweise mit jedem Gast in Ruhe sprechen möchte, lädt man maximal 20 Leute ein. Wenn man weiß, was man will, ist es leichter zu sagen: „So stellen wir uns unsere Hochzeit vor, und darum bist du nicht eingeladen.“ Wie geht man damit um, wenn Eltern oder Schwiegereltern ganz andere Vorstellungen von der geplanten Hochzeit haben? Wenn man sich dafür entschieden hat, sie dennoch einzuladen, halte ich es für sinnvoll, sie begrenzt in die Vorbereitungen einzubinden, statt sie auszuschließen. Wenn man ihnen die Verantwortung für einen Teilbereich überträgt, der einem selbst nicht so wichtig ist – zum Beispiel die Blumendekoration – senkt man so das Risiko, dass sie sich überall einmischen. Eltern und Schwiegereltern haben oft starke Vorstellungen, weil Hochzeit für ihre Generation eine große symbolische Bedeutung hat. Wichtig ist, dass man als Paar zuerst die eigenen Prioritäten erkennt und diese klar kommuniziert. Das Einbinden der Eltern kann sinnvoll sein, aber nicht aus Pflichtgefühl, sondern nur dort, wo es sich stimmig anfühlt und wirklich entlastet. Unterstützung ist hilfreich, Einmischung nicht, diesen Unterschied darf man freundlich, aber deutlich setzen. Darf man die Kinder von Hochzeitsgästen explizit ausladen, weil man eine Erwachsenenparty feiern möchte? Natürlich darf man das, aber man sollte sich darüber im Klaren sein, dass es zu Konflikten führen kann und dass einige Gäste dann vielleicht nicht kommen können oder wollen. Paare, die dafür ein Budget haben, können das Problem dadurch lösen, dass sie eine Kinderbetreuung organisieren, sodass die Erwachsenen unbeschwert und unter sich feiern können. Für wen macht man sich eigentlich so viel Mühe? Für sich selbst, für die Gäste oder für Instagram? Im Idealfall spiegelt eine Hochzeit dich und deine Beziehung wider und der Aufwand hat sich für dich und deine Gäste gelohnt. Wenn jemand sein ganzes Leben auf Instagram postet, habe ich jedoch volles Verständnis dafür, dass die Hochzeit auch auf Instagram geil aussehen soll. In Deutschland gibt es immer mehr Hochzeitsplaner. Woran liegt das? Früher hat man doch auch ohne Wedding-Planner geheiratet! Der Trend zum Wedding-Planner kam vor ungefähr zehn Jahren aus Amerika verstärkt nach Deutschland. Zu Beginn war es allerdings noch etwas verpönt, damals wurden Wedding-Planner oft etwas verschämt als Freundin oder Freund ausgegeben. Das hat sich geändert. Weil bei vielen Paaren die Ansprüche an ihre eigene Hochzeit gestiegen sind, ist es nicht mehr tabuisiert, einen Wedding-Planner zu engagieren. Letztlich ist ein Wedding Planner nichts anderes als ein Eventmanager. Wer keine Zeit oder Lust hat, seine Hochzeit zu planen und das entsprechende Budget hat, kann es outsourcen, um im Vorfeld der Hochzeit nicht gestresst zu sein und um am Hochzeitstag abschalten und genießen zu können. Kann man trotz einer misslungenen Hochzeitsparty eine gute Ehe führen? Oder ist das gleich ein schlechtes Omen? Natürlich! Ich bin nicht abergläubisch. Viele sage ja auch, es bringe Unglück, wenn der Bräutigam das Kleid vor der Hochzeit nicht sehen darf. Das ist Quatsch. Mein Mann hat mein Kleid vor dem Hochzeitstag gesehen und wir führen seit 15 Jahren eine super Ehe. Aber leider gilt auch: Eine gelungene Hochzeitsfeier ist keine Garantie für eine gelingende Ehe.

#Brautkleid: wichtig
#Ehe: noch wichtiger

Anne Wolf sagt: Heiraten heißt nicht, zu allem Ja zu sagen – weder beim Kleid noch bei Schwiegereltern oder Gästeliste.

Ob 19,95 € von H&M oder Maßanfertigung: Hauptsache, ihr stresst euch nicht!

© Die #Rheinpfalz, Von Philipp #Hedemann

#Hochzeit

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Die Karikatur zeigt zwei Frauen, die sich auf einer grünen Wiese gegenüberstehen. Der Hintergrund ist schlicht hellblau.

Links steht eine rundliche, freundlich wirkende Frau mit kurzen, lockigen, blonden Haaren. Sie trägt ein grünes Kostüm mit Rock und braune Schuhe. Ihre Arme sind locker gehoben, die Handflächen offen, ihr Gesichtsausdruck ist optimistisch und lächelnd. In ihrer Sprechblase steht im pfälzischen Dialekt: „Alles werd guud.“

Rechts steht eine schlankere Frau mit strengem Gesichtsausdruck und lilafarbenen, kurz geschnittenen Haaren. Sie trägt ein braunes Kostüm mit gelbem Kragen, passende Schuhe und hält eine gelbe Handtasche, auf der „Gudschi“ steht – eine humorvolle Anspielung auf eine bekannte Luxusmarke. Sie zeigt mit dem Finger auf die andere Frau und wirkt skeptisch oder tadelnd. In ihrer Sprechblase steht: „Awwer nix werd besser!“

Der Witz entsteht durch den Kontrast zwischen optimistischem und resigniertem Blick auf die Welt – beide im Dialekt formuliert. Unten ist die Signatur des Zeichners Boiselle zu sehen.

Die Karikatur zeigt zwei Frauen, die sich auf einer grünen Wiese gegenüberstehen. Der Hintergrund ist schlicht hellblau. Links steht eine rundliche, freundlich wirkende Frau mit kurzen, lockigen, blonden Haaren. Sie trägt ein grünes Kostüm mit Rock und braune Schuhe. Ihre Arme sind locker gehoben, die Handflächen offen, ihr Gesichtsausdruck ist optimistisch und lächelnd. In ihrer Sprechblase steht im pfälzischen Dialekt: „Alles werd guud.“ Rechts steht eine schlankere Frau mit strengem Gesichtsausdruck und lilafarbenen, kurz geschnittenen Haaren. Sie trägt ein braunes Kostüm mit gelbem Kragen, passende Schuhe und hält eine gelbe Handtasche, auf der „Gudschi“ steht – eine humorvolle Anspielung auf eine bekannte Luxusmarke. Sie zeigt mit dem Finger auf die andere Frau und wirkt skeptisch oder tadelnd. In ihrer Sprechblase steht: „Awwer nix werd besser!“ Der Witz entsteht durch den Kontrast zwischen optimistischem und resigniertem Blick auf die Welt – beide im Dialekt formuliert. Unten ist die Signatur des Zeichners Boiselle zu sehen.

Zwei Pfälzerinnen, zwei Weltanschauungen:
„Alles werd guud.“ 🍷
„Awwer nix werd besser!“

Optimismus trifft Realismus – beides mit Dialekt, Handtasch’ und Haltung.

In der Pfalz diskutiert man die Weltlage eben mit Schorle und klarer Meinung.

Quelle: Die #Rheinpfalz
© Steffen Boiselle, www.agiro.de

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Bild zeigt einen Artikel aus der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“. Der Inhalt beginnt ab hier: 
KOMMENTAR
Verschwender am Werk
VON SEBASTIAN BÖCKMANN
Das Versprechen von mehr Gehalt für Grundschullehrer ist politische Arbeitsverweigerung, denn Probleme löst man damit nicht.
A13 als Einstiegsgehalt für Grundschullehrer wird wohl auch in Rheinland-Pfalz kommen. Das legt die Liste der Befürworter nahe, zu denen SPD und CDU gehören, die mutmaßlich nächsten Koalitionspartner im Land. Tatsächlich spricht ein einziges Argument dafür: dass andere Bundesländer auf diesem Weg schon vorausgegangen sind.
Ansonsten ist die Forderung völlig daneben, wenn man mal davon absieht, dass so etwas halt zu den Aufgaben von Gewerkschaften dazugehört. Die GEW hat ganze Arbeit geleistet. In der Umsetzung wird die Gehaltsanhebung dann aber wieder nur eines der immens teuren Wahlgeschenke sein, die gute Politik ersetzen sollen.
Denn mehr Geld ändert rein gar nichts an den teilweise schwierigen Arbeitsbedingungen von Grundschulpädagogen an Brennpunktschulen wie der Gräfenauschule in Ludwigshafen. Dass dies jedoch nicht der Normalfall ist, dass es auch sehr viele sehr beschauliche Grundschulen mit lieben Kindern im ländlichen Raum gibt und diese sogar in der Überzahl sind, wird gern ausgeblendet.
Mehr Geld bringt Unwucht ins System. Müssen wir dann nicht auch die Realschule-Plus-Lehrkräfte an problematischen Einrichtungen wie der Karolina-Burger-Realschule Plus, ebenfalls in Ludwigshafen, nach A14 besolden, oder lieber gleich nach A15? Und was ist mit den Verwaltungen, die unter Fachkräftemangel ächzen? Ja, nehmen wir ruhig auch da wieder Ludwigshafen, wo in der Stadtverwaltung ein Viertel der Stellen unbesetzt und der Arbeitsdruck entsprechend hoch ist. Auch alle hochstufen?
Denken wir bitte auch an die Polizei. Die steht nun wahrlich an vorderster Front, wenn sich soziale Probleme entladen. Doch Polizeibeamte werden weit unter dem jetzigen Einstiegsgehalt von Grundschulpädagogen bezahlt.
Soll heißen: Mehr Geld ist ein nettes Bonbon, aber das ist auch schnell gelutscht. Wer bestimmte Berufe attraktiver machen will, muss an die Rahmenbedingungen ran. Das ist viel schwieriger, aber genau das ist Aufgabe der Politik: Probleme zu lösen, statt Steuergeld zu verpulvern.

Bild zeigt einen Artikel aus der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“. Der Inhalt beginnt ab hier: KOMMENTAR Verschwender am Werk VON SEBASTIAN BÖCKMANN Das Versprechen von mehr Gehalt für Grundschullehrer ist politische Arbeitsverweigerung, denn Probleme löst man damit nicht. A13 als Einstiegsgehalt für Grundschullehrer wird wohl auch in Rheinland-Pfalz kommen. Das legt die Liste der Befürworter nahe, zu denen SPD und CDU gehören, die mutmaßlich nächsten Koalitionspartner im Land. Tatsächlich spricht ein einziges Argument dafür: dass andere Bundesländer auf diesem Weg schon vorausgegangen sind. Ansonsten ist die Forderung völlig daneben, wenn man mal davon absieht, dass so etwas halt zu den Aufgaben von Gewerkschaften dazugehört. Die GEW hat ganze Arbeit geleistet. In der Umsetzung wird die Gehaltsanhebung dann aber wieder nur eines der immens teuren Wahlgeschenke sein, die gute Politik ersetzen sollen. Denn mehr Geld ändert rein gar nichts an den teilweise schwierigen Arbeitsbedingungen von Grundschulpädagogen an Brennpunktschulen wie der Gräfenauschule in Ludwigshafen. Dass dies jedoch nicht der Normalfall ist, dass es auch sehr viele sehr beschauliche Grundschulen mit lieben Kindern im ländlichen Raum gibt und diese sogar in der Überzahl sind, wird gern ausgeblendet. Mehr Geld bringt Unwucht ins System. Müssen wir dann nicht auch die Realschule-Plus-Lehrkräfte an problematischen Einrichtungen wie der Karolina-Burger-Realschule Plus, ebenfalls in Ludwigshafen, nach A14 besolden, oder lieber gleich nach A15? Und was ist mit den Verwaltungen, die unter Fachkräftemangel ächzen? Ja, nehmen wir ruhig auch da wieder Ludwigshafen, wo in der Stadtverwaltung ein Viertel der Stellen unbesetzt und der Arbeitsdruck entsprechend hoch ist. Auch alle hochstufen? Denken wir bitte auch an die Polizei. Die steht nun wahrlich an vorderster Front, wenn sich soziale Probleme entladen. Doch Polizeibeamte werden weit unter dem jetzigen Einstiegsgehalt von Grundschulpädagogen bezahlt. Soll heißen: Mehr Geld ist ein nettes Bonbon, aber das ist auch schnell gelutscht. Wer bestimmte Berufe attraktiver machen will, muss an die Rahmenbedingungen ran. Das ist viel schwieriger, aber genau das ist Aufgabe der Politik: Probleme zu lösen, statt Steuergeld zu verpulvern.

Foto von Sebastian Böckmann, Redakteur im Ressort Heimat der Tageszeitung Die #Rheinpfalz

Foto von Sebastian Böckmann, Redakteur im Ressort Heimat der Tageszeitung Die #Rheinpfalz

Lesenswerter Kommentar von Sebastian Böckmann in der Tageszeitung Die #Rheinpfalz

„Wer bestimmte Berufe attraktiver machen will, muss an die Rahmenbedingungen ran. Das ist viel schwieriger, aber genau das ist Aufgabe der Politik: Probleme zu lösen, statt Steuergeld zu verpulvern.“

#Politik🏛️

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Kurierdienst im Visier der Justiz

Die Mailänder Staatsanwaltschaft hat den italienischen Ableger der Plattform #Glovo ins Visier genommen.

Deren Kuriere erhalten laut den Ermittlern gerade einmal 2,50 Euro pro Lieferung. Glovo gehört mehrheitlich der deutschen Gruppe #DeliveryHero.

© #Rheinpfalz

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Ranga Yogeshwar im Jahr 2002 als Moderator der Sendung „Quarks“. Foto: Imago Images/Teutopress

Ranga Yogeshwar im Jahr 2002 als Moderator der Sendung „Quarks“. Foto: Imago Images/Teutopress

„Aber ich weiß, wovon andere reden, die das vielleicht viel stärker erleben. Und die Tatsache, dass Sie diese Frage stellen, obwohl ich seit 40 Jahren in Deutschland bin, spricht auch für sich.“

Interview von Angela Stoll mit Ranga #Yogeshwar

© Tageszeitung Die #Rheinpfalz

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#Melania - oder die Bewerbung um die goldene Himbeere 🤷🏽

#weirdTrump #Trump #Politik🏛️

Wunderbare Werbefilm-Kritik in der Tageszeitung Die #Rheinpfalz von Andrea #Dittgen „Ein bisschen kürzer, schmaler, steifer“

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Bild zeigt eine Karikatur aus der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“.

Die Illustration zeigt eine satirische Karikatur eines Mannes mit stark vereinfachten, überzeichneten Gesichtszügen, der eindeutig an Donald Trump erinnert. Er steht frontal im Bild, leicht nach rechts gedreht, mit blondem Haar, breitem Grinsen und geschlossenen Augen, die Selbstzufriedenheit ausdrücken. Er trägt einen dunkelblauen Anzug mit weißem Hemd und roter Krawatte. Seine Haltung wirkt triumphierend.

In seinen Händen hält er ein aufgeklapptes Dokument oder Buch. Auf der linken Seite steht in großer Schrift: „Marschbefehl ICE nach Hollywood“. Darunter, kleiner geschrieben: „Alle Leute auf dem roten Teppich ver–“, der Satz bricht unten ab. Auf der rechten Seite des Dokuments steht handschriftlich: „haften und abschieben. Alle Oscars einsammeln und ins Weiße Haus bringen!“

Rechts neben der Figur befindet sich eine Sprechblase mit dem Text: „Und die Oscars bekommt dann alle Melania!“ Der Ton ist spöttisch und ironisch.

Im Hintergrund links sind stilisierte Elemente der US-Flagge zu erkennen, rechts gelbliche Vorhänge oder Wandflächen, die an einen prunkvollen Innenraum erinnern, möglicherweise das Weiße Haus. Die Zeichnung ist locker skizziert, mit sichtbaren Pinsel- und Stiftlinien, und nutzt überwiegend gedeckte Farben mit starken Kontrasten bei Schrift und Gesichtsausdruck. Die gesamte Szene ist klar als politische Satire angelegt.

Bild zeigt eine Karikatur aus der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“. Die Illustration zeigt eine satirische Karikatur eines Mannes mit stark vereinfachten, überzeichneten Gesichtszügen, der eindeutig an Donald Trump erinnert. Er steht frontal im Bild, leicht nach rechts gedreht, mit blondem Haar, breitem Grinsen und geschlossenen Augen, die Selbstzufriedenheit ausdrücken. Er trägt einen dunkelblauen Anzug mit weißem Hemd und roter Krawatte. Seine Haltung wirkt triumphierend. In seinen Händen hält er ein aufgeklapptes Dokument oder Buch. Auf der linken Seite steht in großer Schrift: „Marschbefehl ICE nach Hollywood“. Darunter, kleiner geschrieben: „Alle Leute auf dem roten Teppich ver–“, der Satz bricht unten ab. Auf der rechten Seite des Dokuments steht handschriftlich: „haften und abschieben. Alle Oscars einsammeln und ins Weiße Haus bringen!“ Rechts neben der Figur befindet sich eine Sprechblase mit dem Text: „Und die Oscars bekommt dann alle Melania!“ Der Ton ist spöttisch und ironisch. Im Hintergrund links sind stilisierte Elemente der US-Flagge zu erkennen, rechts gelbliche Vorhänge oder Wandflächen, die an einen prunkvollen Innenraum erinnern, möglicherweise das Weiße Haus. Die Zeichnung ist locker skizziert, mit sichtbaren Pinsel- und Stiftlinien, und nutzt überwiegend gedeckte Farben mit starken Kontrasten bei Schrift und Gesichtsausdruck. Die gesamte Szene ist klar als politische Satire angelegt.

Die #FIFA hat sicher schon einen Ersatz #OSCAR für #weirdTrump.

Beste narzisstische Eigeninszenierung ohne Wettbewerb 🤷🏽

#Trump #Politik🏛️

Karikatur: Stuttmann, Tageszeitung Die #Rheinpfalz

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„Mehr Geld für Millionen
Frauen profitieren überdurchschnittlich von Erhöhung des Mindestlohns

Da Frauen häufiger als Männer in gering bezahlten Jobs arbeiten, profitierten sie den Angaben zufolge überdurchschnittlich von der Mindestlohnerhöhung“

Quelle: Tageszeitung Die #Rheinpfalz

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Die Karikatur zeigt eine überzeichnete Szene, die den Gegensatz zwischen rationaler Entscheidung und tatsächlichem Konsumverhalten kritisiert. In der Mitte verläuft eine schräge Rutschbahn mit der Aufschrift „Zucker & Fast Food“. Auf ihr rutschen zwei stark übergewichtige Personen lachend nach unten: ein Mann mit einem riesigen Burger und XXL-Getränk, eine Frau mit Eis und Kuchen. ein weiterer Mann, der mehrere Flaschen Alkohol trinkt, ist hinter der Rutsche sichtbar. Über ihnen steht ein großes, leuchtendes Schild „Lockangebote“, daneben ein Preisschild mit „Super billig!“.

Am oberen linken Rand sitzt ein seriös gekleideter Mann im Anzug hinter einem Tisch. Vor ihm liegen Obst und Gemüse. Schilder neben ihm tragen die Aufschriften „Vernunft & Selbstkontrolle“ und „Gesunde Wahl“. Er hebt beschwichtigend die Hand, wirkt jedoch machtlos und deutlich abgetrennt vom Geschehen auf der Rutschbahn.

Am unteren Ende der Rutschbahn liegen Symbole für die Folgen: ein Totenschädel, zerbrochene Pillen, Tabletten und ein Behälter mit der Aufschrift „Gesundheitsprobleme“. Die gesamte Szene ist bewusst überspitzt und satirisch gezeichnet. Sie vermittelt die Aussage, dass Appelle an Eigenverantwortung gegen billige, süchtig machende Angebote kaum Wirkung entfalten und gesundheitliche Schäden die logische Konsequenz sind.

Die Karikatur zeigt eine überzeichnete Szene, die den Gegensatz zwischen rationaler Entscheidung und tatsächlichem Konsumverhalten kritisiert. In der Mitte verläuft eine schräge Rutschbahn mit der Aufschrift „Zucker & Fast Food“. Auf ihr rutschen zwei stark übergewichtige Personen lachend nach unten: ein Mann mit einem riesigen Burger und XXL-Getränk, eine Frau mit Eis und Kuchen. ein weiterer Mann, der mehrere Flaschen Alkohol trinkt, ist hinter der Rutsche sichtbar. Über ihnen steht ein großes, leuchtendes Schild „Lockangebote“, daneben ein Preisschild mit „Super billig!“. Am oberen linken Rand sitzt ein seriös gekleideter Mann im Anzug hinter einem Tisch. Vor ihm liegen Obst und Gemüse. Schilder neben ihm tragen die Aufschriften „Vernunft & Selbstkontrolle“ und „Gesunde Wahl“. Er hebt beschwichtigend die Hand, wirkt jedoch machtlos und deutlich abgetrennt vom Geschehen auf der Rutschbahn. Am unteren Ende der Rutschbahn liegen Symbole für die Folgen: ein Totenschädel, zerbrochene Pillen, Tabletten und ein Behälter mit der Aufschrift „Gesundheitsprobleme“. Die gesamte Szene ist bewusst überspitzt und satirisch gezeichnet. Sie vermittelt die Aussage, dass Appelle an Eigenverantwortung gegen billige, süchtig machende Angebote kaum Wirkung entfalten und gesundheitliche Schäden die logische Konsequenz sind.

„Politik sollte Menschen ermächtigen, eine angemessene Entscheidung am Supermarktregal zu treffen, statt ihnen die Entscheidung abzunehmen.“, schreibt Thomas Block in der Tageszeitung Die #Rheinpfalz.

Hat ja bislang hervorragend funktioniert…Alkohol, Zucker, Fett, Fertigmahlzeiten…🤷🏽

#Zuckersteuer

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Vorbericht der #Rheinpfalz zu meinem #RechtsRock in #RheinlandPfalz -Vortrag in #Landau nächsten Sonntag (leider Paywall) 👇

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Karikatur zeigt ein Papier mit einer fünfzeiligen Liste und einem roten Buntstift, dessen Ende der Kopf von Donald Trump ziert, der schwarz geschriebene Wörter durchgestrichen und durch neue in rot ersetzt hat.

Die Wortliste, zuerst das ursprüngliche, nachfolgend das neue Wort:

Grönland = Ski-RESSORT
VENEZUELA = TANKSTELLE
UKRAINE = PUTINS DATSCHA
GAZA = RIVIERA
ERDE = Golfball

Karikatur zeigt ein Papier mit einer fünfzeiligen Liste und einem roten Buntstift, dessen Ende der Kopf von Donald Trump ziert, der schwarz geschriebene Wörter durchgestrichen und durch neue in rot ersetzt hat. Die Wortliste, zuerst das ursprüngliche, nachfolgend das neue Wort: Grönland = Ski-RESSORT VENEZUELA = TANKSTELLE UKRAINE = PUTINS DATSCHA GAZA = RIVIERA ERDE = Golfball

Trumps neue Weltordnung

Karikatur von #Koufogiorgos aus der Tageszeitung Die #Rheinpfalz

#weirdTrump #Trump #Politik🏛️

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Wie ein Diktator

Ein entfesselter Donald Trump baut in Autokraten-Manier sein Land um. Unser scheidender USA-Korrespondent fasst zusammen, wie es dazu kam. Sein Fazit: Aus einer Posse wird ein Drama historischen Ausmaßes. 

Von Karl Doemens

Gustav Mahlers unvollendete zehnte Symphonie gehört zu den selten aufgeführten Werken des österreichischen Komponisten. Zusammen mit der Lyrischen Symphonie seines vor den Nazis in die USA geflohenen Landsmannes Alexander Zemlinsky stand sie Anfang Dezember auf dem Programm des National Symphony Orchestra in Washington. Die Darbietung des Spitzenensembles war als Höhepunkt der Spielzeit geplant. Doch ein paar Wochen vorher wurde das Konzert abgesagt: Das Stammhaus des Orchesters, das Kennedy Center, wurde anderweitig benötigt.
Kein Geringerer als der amerikanische Präsident hatte sich angekündigt – freilich nicht als Besucher in der Loge, sondern als Hauptdarsteller auf der Bühne. Zunächst ließ sich Donald Trump dort in einer peinlichen WM-Auslosungsshow mit einem monströsen goldenen Fifa-Friedenspokal auszeichnen. Den Orden hängte er sich selbst um den Hals. Zwei Tage später dann moderierte er im Smoking vor politisch wohlgesonnenem Publikum die jährliche Gala mit der Verleihung der Ehrenpreise des Kennedy Centers an den Action-Darsteller Sylvester Stallone und seine Lieblingsband Kiss. Der 79-Jährige war bester Laune: „Das bringt großartige Einschaltquoten“, jubelte er und behauptete: „Das ist der bedeutendste Abend in der Geschichte des Kennedy Centers.“
Seit Trumps Amtsantritt vor elf Monaten hat sich das 1971 eröffnete, eigentlich politikferne Kulturzentrum am Potomac-Fluss radikal verändert. Schon im Eingangsfoyer werden die Besucher jetzt von vier großen Porträtfotos des Präsidenten- und Vizepräsidentenpaars begrüßt. Ein Großteil der Belegschaft wurde gefeuert, alle Demokraten aus dem Beirat entfernt. Drag-Shows sind aus dem Programm gestrichen. Dafür gibt es öfter Countrymusic, christliche Erbauungsfilme und jeden Abend die amerikanische Nationalhymne. Doch das ist erst der Anfang: Der Präsident plant einen millionenteuren Umbau mit viel Gold und Marmor. In einer rechtlich höchst fragwürdigen Aktion hat er den einstigen Musentempel, der schon als Veranstaltungsort für seinen US-saudischen Investorengipfel herhalten musste, kurz vor Weihnachten in „Trump-Kennedy-Center“ umbenennen lassen.
Was im Washingtoner Nordwesten – in Sichtweite des Watergate-Hotels – passiert, steht sinnbildlich für die atemberaubende Wucht, mit der Trump in kurzer Zeit traditionelle Normen niedergewalzt und sich die Institutionen der Republik gefügig gemacht hat. Kabinettssitzungen im Weißen Haus übertreffen in Sachen Führerkult inzwischen jene im nordkoreanischen Pjöngjang.


Wir haben ein komplett anderes Land als noch vor einem Jahr“, verkündete Trump stolz bei der Kennedy-Gala. Dieser Einschätzung dürfte in den ansonsten uneinigen Staaten von Amerika kaum jemand widersprechen. Die einstige selbst ernannte Bastion der Demokratie und der Freiheitsrechte lässt nun Lateinamerikaner ohne Gerichtsverfahren von vermummten Polizisten verschleppen und angebliche Drogenschmuggler in der Karibik ohne Beweise in den Tod bomben, zieht willkürlich Visa ausländischer Studierender ein, setzt korrupte Staatsanwälte zur Verfolgung der Opposition ein, stellt unbotmäßige Journalisten an den regierungsamtlichen Online-Pranger, säubert Museen von kritischen Exponaten und behandelt die Nato-Verbündeten wie Gegner. Im krassen Kontrast dazu: Kremlherrscher Wladimir Putin wurde in Alaska beim Treffen mit Trump der rote Teppich ausgerollt. Er durfte sogar mit dem US-Präsidenten in dessen Limousine fahren.
Wie unter einem Brennglas zeigt sich der Paradigmenwechsel beim Umgang mit dem Kapitolsturm vom 6. Januar 2021. Vor fünf Jahren schockte der gewaltsame Versuch rechter Randalierer, die Bestätigung des ordnungsgemäßen Wahlergebnisses zu verhindern, selbst prominente Republikaner. Inzwischen hat Trump sämtliche Aufrührer begnadigt und den Putschversuch zum patriotischen Freiheitskampf verklärt.
Überraschen sollte das niemand. Trump wollte nie der Präsident aller Amerikaner sein. Seine brachialen Umwälzungen haben einen langen gesellschaftlichen, politischen, persönlichen und auch organisatorischen Vorlauf. Eine der fatalsten Fehleinschätzungen von Ex-Präsident Joe Biden war es, seinen Vorgänger als Betriebsunfall der amerikanischen Geschichte zu betrachten. Tatsächlich verkörpert der hasserfüllte Demagoge die Unzufriedenheit vieler Amerikaner mit dem „System“. Und er dominiert die Politik spätestens seit jenem 16. Juni 2015, an dem der Immobilienmogul die goldene Rolltreppe seines Hochhauses an der Fifth Avenue herunterfuhr und seine Kandidatur fürs Weiße Haus bekannt gab.
In den folgenden zehn Jahren hat Trump die verschiedensten Rollen gespielt. Mal war er Kandidat, mal Präsident, mal Wahlverlierer, mal vermeintliches Opfer, mal wilder Angreifer. Immer besaß er mit inzwischen mehr als 100 Millionen Followern bei X (vormals Twitter) und zehn Millionen Fans auf seiner eigenen Plattform Truth Social das größte Megafon der Welt. Mit dessen Hilfe verschiebt er pausenlos Narrative und Normen in seine Richtung.

Wie ein Diktator Ein entfesselter Donald Trump baut in Autokraten-Manier sein Land um. Unser scheidender USA-Korrespondent fasst zusammen, wie es dazu kam. Sein Fazit: Aus einer Posse wird ein Drama historischen Ausmaßes. Von Karl Doemens Gustav Mahlers unvollendete zehnte Symphonie gehört zu den selten aufgeführten Werken des österreichischen Komponisten. Zusammen mit der Lyrischen Symphonie seines vor den Nazis in die USA geflohenen Landsmannes Alexander Zemlinsky stand sie Anfang Dezember auf dem Programm des National Symphony Orchestra in Washington. Die Darbietung des Spitzenensembles war als Höhepunkt der Spielzeit geplant. Doch ein paar Wochen vorher wurde das Konzert abgesagt: Das Stammhaus des Orchesters, das Kennedy Center, wurde anderweitig benötigt. Kein Geringerer als der amerikanische Präsident hatte sich angekündigt – freilich nicht als Besucher in der Loge, sondern als Hauptdarsteller auf der Bühne. Zunächst ließ sich Donald Trump dort in einer peinlichen WM-Auslosungsshow mit einem monströsen goldenen Fifa-Friedenspokal auszeichnen. Den Orden hängte er sich selbst um den Hals. Zwei Tage später dann moderierte er im Smoking vor politisch wohlgesonnenem Publikum die jährliche Gala mit der Verleihung der Ehrenpreise des Kennedy Centers an den Action-Darsteller Sylvester Stallone und seine Lieblingsband Kiss. Der 79-Jährige war bester Laune: „Das bringt großartige Einschaltquoten“, jubelte er und behauptete: „Das ist der bedeutendste Abend in der Geschichte des Kennedy Centers.“ Seit Trumps Amtsantritt vor elf Monaten hat sich das 1971 eröffnete, eigentlich politikferne Kulturzentrum am Potomac-Fluss radikal verändert. Schon im Eingangsfoyer werden die Besucher jetzt von vier großen Porträtfotos des Präsidenten- und Vizepräsidentenpaars begrüßt. Ein Großteil der Belegschaft wurde gefeuert, alle Demokraten aus dem Beirat entfernt. Drag-Shows sind aus dem Programm gestrichen. Dafür gibt es öfter Countrymusic, christliche Erbauungsfilme und jeden Abend die amerikanische Nationalhymne. Doch das ist erst der Anfang: Der Präsident plant einen millionenteuren Umbau mit viel Gold und Marmor. In einer rechtlich höchst fragwürdigen Aktion hat er den einstigen Musentempel, der schon als Veranstaltungsort für seinen US-saudischen Investorengipfel herhalten musste, kurz vor Weihnachten in „Trump-Kennedy-Center“ umbenennen lassen. Was im Washingtoner Nordwesten – in Sichtweite des Watergate-Hotels – passiert, steht sinnbildlich für die atemberaubende Wucht, mit der Trump in kurzer Zeit traditionelle Normen niedergewalzt und sich die Institutionen der Republik gefügig gemacht hat. Kabinettssitzungen im Weißen Haus übertreffen in Sachen Führerkult inzwischen jene im nordkoreanischen Pjöngjang. Wir haben ein komplett anderes Land als noch vor einem Jahr“, verkündete Trump stolz bei der Kennedy-Gala. Dieser Einschätzung dürfte in den ansonsten uneinigen Staaten von Amerika kaum jemand widersprechen. Die einstige selbst ernannte Bastion der Demokratie und der Freiheitsrechte lässt nun Lateinamerikaner ohne Gerichtsverfahren von vermummten Polizisten verschleppen und angebliche Drogenschmuggler in der Karibik ohne Beweise in den Tod bomben, zieht willkürlich Visa ausländischer Studierender ein, setzt korrupte Staatsanwälte zur Verfolgung der Opposition ein, stellt unbotmäßige Journalisten an den regierungsamtlichen Online-Pranger, säubert Museen von kritischen Exponaten und behandelt die Nato-Verbündeten wie Gegner. Im krassen Kontrast dazu: Kremlherrscher Wladimir Putin wurde in Alaska beim Treffen mit Trump der rote Teppich ausgerollt. Er durfte sogar mit dem US-Präsidenten in dessen Limousine fahren. Wie unter einem Brennglas zeigt sich der Paradigmenwechsel beim Umgang mit dem Kapitolsturm vom 6. Januar 2021. Vor fünf Jahren schockte der gewaltsame Versuch rechter Randalierer, die Bestätigung des ordnungsgemäßen Wahlergebnisses zu verhindern, selbst prominente Republikaner. Inzwischen hat Trump sämtliche Aufrührer begnadigt und den Putschversuch zum patriotischen Freiheitskampf verklärt. Überraschen sollte das niemand. Trump wollte nie der Präsident aller Amerikaner sein. Seine brachialen Umwälzungen haben einen langen gesellschaftlichen, politischen, persönlichen und auch organisatorischen Vorlauf. Eine der fatalsten Fehleinschätzungen von Ex-Präsident Joe Biden war es, seinen Vorgänger als Betriebsunfall der amerikanischen Geschichte zu betrachten. Tatsächlich verkörpert der hasserfüllte Demagoge die Unzufriedenheit vieler Amerikaner mit dem „System“. Und er dominiert die Politik spätestens seit jenem 16. Juni 2015, an dem der Immobilienmogul die goldene Rolltreppe seines Hochhauses an der Fifth Avenue herunterfuhr und seine Kandidatur fürs Weiße Haus bekannt gab. In den folgenden zehn Jahren hat Trump die verschiedensten Rollen gespielt. Mal war er Kandidat, mal Präsident, mal Wahlverlierer, mal vermeintliches Opfer, mal wilder Angreifer. Immer besaß er mit inzwischen mehr als 100 Millionen Followern bei X (vormals Twitter) und zehn Millionen Fans auf seiner eigenen Plattform Truth Social das größte Megafon der Welt. Mit dessen Hilfe verschiebt er pausenlos Narrative und Normen in seine Richtung.

Trump hat keine feste Ideologie. Doch der Kern seiner Politik hat sich über eine Dekade kaum verändert: Seine Hetze gegen Migranten und politische Gegner, seine Bewunderung für autoritäre Herrscher, seine Verachtung für das Gesetz, seine hemmungslosen Lügen und vor allem sein Interesse an der Selbstdarstellung und persönlichen Bereicherung – alles das prägte schon seine erste Amtszeit. Die Faktenchecker der „Washington Post“ zählten im Laufe von vier Jahren mehr als 30.000 falsche oder irreführende Aussagen.
In der ersten Amtszeit wurden die schlimmsten autokratischen Instinkte des manischen Narzissten immerhin noch von seinen Beratern, vom Kongress und von den Gerichten ausgebremst. Ex-Stabschef John Kelly, Ex-Verteidigungsminister James Mattis oder Generalstabschef Mark Milley, die ihren einstigen Vorgesetzten inzwischen als „Faschisten“ oder „gefährlichste Figur“ in der Geschichte der USA bezeichnen, waren trotz stramm konservativer Gesinnungen von tradierten Werten und der Sorge um ihre Reputation geleitet.
Solchen Anstand kennt Trumps aktuelles Kabinett, eine Truppe unterwürfiger Ja-Sager und fanatischer Extremisten, nicht. Der republikanisch dominierte Kongress dient derweil als Werkbank des Weißen Hauses. Den Supreme Court hat Trump während seiner ersten Amtszeit mit drei von ihm nominierten Verfassungsrichtern weit nach rechts gerückt. Und die konservative „Heritage Foundation“ hat ihm mit dem „Project 2025“ eine Blaupause für jene 220 Dekrete an die Hand gegeben, die er in den ersten Monaten abfeuern konnte – so viel wie in seiner gesamten ersten Regierungszeit.
Geschichte wiederhole sich – „das erste Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce“, hat Karl Marx in seiner Schrift über den Staatsstreich von Napoleon III. geschrieben. Bei Trump ist es umgekehrt: Seine ersten vier Jahre im Weißen Haus glichen mit ihren chaotischen Ausschlägen eher einer Dauer-Posse. Nun erleben wir ein Drama historischen Ausmaßes. Der US-Staatschef scheint völlig enthemmt.
Die Gier nach autoritärer Machtfülle und persönlicher Bereicherung wird durch Rachegelüste befeuert. In Trumps verquerer Weltsicht haben sich die Eliten, der „Tiefe Staat“, die Demokraten, die Presse und im Zweifelsfall auch die Ukraine gegen ihn verschworen: Erst wollten sie ihm angeblich mit der Enthüllung der Moskau-Verbindungen im Wahlkampf 2016 schaden, später mit dem ersten Impeachment-Verfahren wegen des skandalösen Selenskyj-Telefonats, dann mit der (fiktiven) „Fälschung“ des Wahlergebnisses 2020 und schließlich dem zweiten Impeachment-Verfahren wegen der Umsturzversuche. Nun zahlt er es seinen verhassten „Feinden“ heim.
Fatalerweise scheiterten beide Amtsenthebungsversuche an der Feigheit der meisten Republikaner. Die juristische Verfolgung von Trumps Vergehen geriet zum Rohrkrepierer. Noch alarmierender: Aus dem wichtigsten Strafprozess ging Trump sogar gestärkt hervor, weil ihm der Oberste Gerichtshof weitgehende Immunität zubilligte.


Entsprechend brachial legte der Möchtegerndiktator am 20. Januar 2025 los: Er zerschlug ganze Behörden und Ministerien, setzte fast 300.000 Staatsbedienstete auf die Straße (oder drängte sie zur Kündigung), brachte Universitäten mit drastischen Mittelkürzungen und der Androhung existenzbedrohender Strafen auf Regierungskurs und lässt die staatlichen Museen von vermeintlich unamerikanischen Exponaten reinigen.
In atemberaubendem Tempo haben sich Wirtschaftsbosse, Tech-Milliardäre, Anwaltskanzleien und private Fernsehsender aus Angst vor finanziellen Sanktionen oder regulatorischer Gängelung dem Potentaten im Oval Office unterworfen. „In der ersten Amtszeit haben alle gegen mich gekämpft. Jetzt wollen alle meine Freunde sein“, amüsierte sich Trump selbst über den grenzenlosen Opportunismus der ökonomischen Eliten.
Doch der Präsident übt nicht nur wirtschaftlichen Druck aus. Für den Kampf gegen seine politischen Gegner instrumentalisiert er direkt das Militär und die Justiz. Im September schwor er die versammelte Generalität des Landes bei einer Rede auf den Kampf gegen „den Feind im Inneren“ ein. Nach der Einsetzung willfähriger Staatsanwälte hat er Anklagen gegen seinen einstigen, angeblich illoyalen FBI-Chef James Comey und die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James erwirkt, die ihn 2022 wegen Bank- und Versicherungsbetrugs vor den Kadi brachte.
Das alles erinnert auf alarmierende Weise an die Zustände in nicht demokratischen Staaten. Tatsächlich bewundert Trump Autokraten wie den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Bei dessen Washington-Besuch im November pries der US-Präsident den Mann, der laut US-Geheimdiensten vor sieben Jahren die bestialische Ermordung und Zerstückelung eines Journalisten mit saudischer und amerikanischer Staatsbürgerschaft genehmigte. Bin Salman sei „ein guter Freund“ und „einer der angesehensten Männer der Welt“. Kritische Fragen von Reportern bürstete er ab und drohte einer Korrespondentin („Sie ist eine der Schlimmsten“) vor den Augen des umstrittenen Gastes demonstrativ damit, ihrem Sender die Lizenz zu entziehen.
Die amerikanische Demokratie steht somit im 250. Jahr ihres Bestehens vor einer existenziellen Bewährungsprobe. „Ich weiß es nicht“, hat Trump vor Monaten auf die Frage erwidert, ob er denn an die Verfassung gebunden sei. Die Antwort lässt Schlimmstes befürchten.

Trump hat keine feste Ideologie. Doch der Kern seiner Politik hat sich über eine Dekade kaum verändert: Seine Hetze gegen Migranten und politische Gegner, seine Bewunderung für autoritäre Herrscher, seine Verachtung für das Gesetz, seine hemmungslosen Lügen und vor allem sein Interesse an der Selbstdarstellung und persönlichen Bereicherung – alles das prägte schon seine erste Amtszeit. Die Faktenchecker der „Washington Post“ zählten im Laufe von vier Jahren mehr als 30.000 falsche oder irreführende Aussagen. In der ersten Amtszeit wurden die schlimmsten autokratischen Instinkte des manischen Narzissten immerhin noch von seinen Beratern, vom Kongress und von den Gerichten ausgebremst. Ex-Stabschef John Kelly, Ex-Verteidigungsminister James Mattis oder Generalstabschef Mark Milley, die ihren einstigen Vorgesetzten inzwischen als „Faschisten“ oder „gefährlichste Figur“ in der Geschichte der USA bezeichnen, waren trotz stramm konservativer Gesinnungen von tradierten Werten und der Sorge um ihre Reputation geleitet. Solchen Anstand kennt Trumps aktuelles Kabinett, eine Truppe unterwürfiger Ja-Sager und fanatischer Extremisten, nicht. Der republikanisch dominierte Kongress dient derweil als Werkbank des Weißen Hauses. Den Supreme Court hat Trump während seiner ersten Amtszeit mit drei von ihm nominierten Verfassungsrichtern weit nach rechts gerückt. Und die konservative „Heritage Foundation“ hat ihm mit dem „Project 2025“ eine Blaupause für jene 220 Dekrete an die Hand gegeben, die er in den ersten Monaten abfeuern konnte – so viel wie in seiner gesamten ersten Regierungszeit. Geschichte wiederhole sich – „das erste Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce“, hat Karl Marx in seiner Schrift über den Staatsstreich von Napoleon III. geschrieben. Bei Trump ist es umgekehrt: Seine ersten vier Jahre im Weißen Haus glichen mit ihren chaotischen Ausschlägen eher einer Dauer-Posse. Nun erleben wir ein Drama historischen Ausmaßes. Der US-Staatschef scheint völlig enthemmt. Die Gier nach autoritärer Machtfülle und persönlicher Bereicherung wird durch Rachegelüste befeuert. In Trumps verquerer Weltsicht haben sich die Eliten, der „Tiefe Staat“, die Demokraten, die Presse und im Zweifelsfall auch die Ukraine gegen ihn verschworen: Erst wollten sie ihm angeblich mit der Enthüllung der Moskau-Verbindungen im Wahlkampf 2016 schaden, später mit dem ersten Impeachment-Verfahren wegen des skandalösen Selenskyj-Telefonats, dann mit der (fiktiven) „Fälschung“ des Wahlergebnisses 2020 und schließlich dem zweiten Impeachment-Verfahren wegen der Umsturzversuche. Nun zahlt er es seinen verhassten „Feinden“ heim. Fatalerweise scheiterten beide Amtsenthebungsversuche an der Feigheit der meisten Republikaner. Die juristische Verfolgung von Trumps Vergehen geriet zum Rohrkrepierer. Noch alarmierender: Aus dem wichtigsten Strafprozess ging Trump sogar gestärkt hervor, weil ihm der Oberste Gerichtshof weitgehende Immunität zubilligte. Entsprechend brachial legte der Möchtegerndiktator am 20. Januar 2025 los: Er zerschlug ganze Behörden und Ministerien, setzte fast 300.000 Staatsbedienstete auf die Straße (oder drängte sie zur Kündigung), brachte Universitäten mit drastischen Mittelkürzungen und der Androhung existenzbedrohender Strafen auf Regierungskurs und lässt die staatlichen Museen von vermeintlich unamerikanischen Exponaten reinigen. In atemberaubendem Tempo haben sich Wirtschaftsbosse, Tech-Milliardäre, Anwaltskanzleien und private Fernsehsender aus Angst vor finanziellen Sanktionen oder regulatorischer Gängelung dem Potentaten im Oval Office unterworfen. „In der ersten Amtszeit haben alle gegen mich gekämpft. Jetzt wollen alle meine Freunde sein“, amüsierte sich Trump selbst über den grenzenlosen Opportunismus der ökonomischen Eliten. Doch der Präsident übt nicht nur wirtschaftlichen Druck aus. Für den Kampf gegen seine politischen Gegner instrumentalisiert er direkt das Militär und die Justiz. Im September schwor er die versammelte Generalität des Landes bei einer Rede auf den Kampf gegen „den Feind im Inneren“ ein. Nach der Einsetzung willfähriger Staatsanwälte hat er Anklagen gegen seinen einstigen, angeblich illoyalen FBI-Chef James Comey und die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James erwirkt, die ihn 2022 wegen Bank- und Versicherungsbetrugs vor den Kadi brachte. Das alles erinnert auf alarmierende Weise an die Zustände in nicht demokratischen Staaten. Tatsächlich bewundert Trump Autokraten wie den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Bei dessen Washington-Besuch im November pries der US-Präsident den Mann, der laut US-Geheimdiensten vor sieben Jahren die bestialische Ermordung und Zerstückelung eines Journalisten mit saudischer und amerikanischer Staatsbürgerschaft genehmigte. Bin Salman sei „ein guter Freund“ und „einer der angesehensten Männer der Welt“. Kritische Fragen von Reportern bürstete er ab und drohte einer Korrespondentin („Sie ist eine der Schlimmsten“) vor den Augen des umstrittenen Gastes demonstrativ damit, ihrem Sender die Lizenz zu entziehen. Die amerikanische Demokratie steht somit im 250. Jahr ihres Bestehens vor einer existenziellen Bewährungsprobe. „Ich weiß es nicht“, hat Trump vor Monaten auf die Frage erwidert, ob er denn an die Verfassung gebunden sei. Die Antwort lässt Schlimmstes befürchten.

Foto zeigt Trump mit US Fahne in Comic Stil

Text unter dem Bild:
Was amerikanisch ist, entscheidet der Präsident. Und was ihm nicht gefällt, wird auf Linie gebracht – oder muss weg. Foto: Imago/dreamstime

Foto zeigt Trump mit US Fahne in Comic Stil Text unter dem Bild: Was amerikanisch ist, entscheidet der Präsident. Und was ihm nicht gefällt, wird auf Linie gebracht – oder muss weg. Foto: Imago/dreamstime

Foto zeigt die Montage der Buchstaben am Kennedy Center 

Text unter dem Foto:
Das berühmte Konzert- und Schauspielhaus Kennedy Center trägt nun auch den Namen des aktuellen US-Präsidenten. Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa

Foto zeigt die Montage der Buchstaben am Kennedy Center Text unter dem Foto: Das berühmte Konzert- und Schauspielhaus Kennedy Center trägt nun auch den Namen des aktuellen US-Präsidenten. Foto: Jacquelyn Martin/AP/dpa

Der Artikel ist so lesenswert wie erschütternd, obwohl nichts Neues enthalten ist. Aber die Erfahrung, beschrieben durch einen Experten, hat Wucht.

!B

Quelle: Tageszeitung Die #Rheinpfalz

#weirdTrump #Trump #Politik🏛️

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„Kabinettssitzungen im Weißen Haus übertreffen in Sachen Führerkult inzwischen jene im nordkoreanischen Pjöngjang.“

Karl Doemens in seinem Artikel „Wie ein Diktator“ in der Tageszeitung Die #Rheinpfalz

Stimmt 👍🏼

#weirdTrump #Trump #Politik🏛️

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Böhms #Betze in der Tageszeitung Die #Rheinpfalz:

„Beim Durchforsten der Foren stieß ich auf einen Satz des eingangs erwähnten José Mourinho. Er sagte:

„Für mich ist Schönheit, dem Gegner nicht zu geben, was er will.“

Falls ich noch einen Weihnachtswunsch freihabe: Das bitte nicht!“

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Preview
In Bechhofen brennt das Feuerwehrhaus - Bechhofen In Bechhofen brannte in der Nacht auf Sonntag das Feuerwehrhaus. Die Ursache ist noch unklar. Die Feuerwehr hatte Glück im Unglück: Sie konnte die ...

🔥 Feuer im Feuerwehrhaus Bechhofen (RP, Landkreis Südwestpfalz). Für viele Feuerwehrangehörige ist das Feuerwehrhaus das zweite Zuhause.

www.rheinpfalz.de/lokal/kreis-... 💶 #RPlus #rheinpfalz

#feuerwehr #bechhofen #suedwestpfalz #brand #einsatzfw #immerda

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Bild zeigt einen Artikel aus der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“, Regionalausgabe Frankenthal. Der Inhalt beginnt ab hier: 

„Bitte ermutigen Sie Trump nicht noch“

Interview: Im Januar sorgte ihre Kündigung bei der „Washington Post“ international für Aufsehen. Die Redaktion hatte eine Karikatur von Ann Telnaes abgelehnt, die den Zeitungseigner und Amazon-Chef Jeff Bezos mit anderen zeigt, wie sie einer Statue von Donald Trump Geldsäcke andienen. Birgit Möthrath sprach mit der Karikaturistin, die jetzt in Landau mit dem Thomas-Nast-Preis geehrt wurde, über die Lage der freien Presse in den USA.

Frau Telnaes, was bedeutet Ihnen der Thomas-Nast-Preis angesichts seines Vermächtnisses als Begründer der politischen Karikatur in den USA?

Nun, jeder amerikanische Karikaturist kennt seinen Namen.



Ist er immer noch so berühmt?

Manche seiner Karikaturen sind sehr berühmt. Zum Beispiel seine Zeichnung von Boss Tweed, dieses korrupten Politikers mit dem sehr markanten, dicken Bauch (ab 1865 regierte William Tweed New York wie ein Despot, Anm. d. Red.). Anstelle seines Gesichts hat Nast ihm einen Geldsack als Kopf gezeichnet. Ich habe selbst schon eine Arbeit in Anlehnung an Thomas Nast gemacht, weil er einfach so ein starkes Bild geschaffen hat. Viele Karikaturisten kennen das; es passt auch heute noch. Das Gesetz hat Boss Tweed schließlich eingeholt. Als er nach Südamerika floh – damals gab es noch keine Fotos – hat ihn jemand nach den vielen Karikaturen erkannt, die Thomas Nast von ihm gezeichnet hat. So haben sie ihn geschnappt.



Gibt es Parallelen zwischen Thomas Nast und Ihrer eigenen Arbeit in der heutigen politischen Landschaft der USA?

Oh, ja. Unser Job ist es, ein Schlaglicht auf Politiker zu richten, die sich schlecht benehmen, auch auf Institutionen, auf Ungerechtigkeit, Korruption und Heuchelei. Ich habe eine sehr niedrige Toleranzschwelle, was Heuchelei betrifft. Und viele unserer Politiker sind heuchlerisch. Insofern sehe ich da durchaus Parallelen.



Ihr Rücktritt von der „Washington Post“ hat große Aufmerksamkeit erregt. Warum haben Sie die Ablehnung Ihrer Karikatur als Knackpunkt Ihrer Zusammenarbeit mit der Redaktion der Zeitung empfunden?

Ich bin seit 30 Jahren Karikaturistin. Und ich verstehe die Aufgabe von Redakteuren. Vielleicht ist die Zeichnung nicht klar, oder der Redakteur mag das benutzte Bild nicht, findet es unangemessen – so etwas ist vorgekommen. Aber mir war zuvor noch nie gesagt worden, dass ich über ein bestimmtes Thema nicht zeichnen dürfe. In diesem Fall ging es um Kritik an mehreren Personen, darunter auch am Eigentümer der Zeitung. Das war eine neue Situation, mit der ich umgehen musste. Mir wurde klar, dass ich bei der Washington Post keine gute Arbeit mehr leisten kann, wenn ich so eingeschränkt werde.



Dann hat sich die Washington Post, bekannt für kritischen Journalismus wie in der Watergate-Affäre, mit Bezos als Eigentümer stark verändert?

Als er die Zeitung vor mehreren Jahren kaufte, wurde das allgemein als positiv bewertet – auch von mir. Weil er viel Geld in die Zeitung steckte, etwa in investigative Recherchen. Ich weiß nicht, was dann passiert ist. Man kann nicht erklären, warum jemand etwas tut. Aber ich bin ganz entschieden der Meinung, dass er die Zeitung beschädigt hat.



Seit einiger Zeit stellt Trump Journalistinnen und Journalisten öffentlich in einer „Hall of Shame“ an den Pranger. Wie viel Einfluss hat die Presse in den USA noch auf die öffentliche Meinung?

Ich denke, die freie Presse steht unter Beschuss. Und das liegt an Trump, weil er nicht kritisiert werden will. Ehrlich gesagt, versteht Trump nicht, was eine freie Presse ist – oder vielleicht versteht er es doch, ich weiß es nicht. Aber er will sie als seine persönliche PR-Abteilung instrumentalisieren. In seiner ersten Amtszeit hat er sich nur beklagt. Jetzt gewährt er nur noch bestimmten „Presseleuten“ Zugang – ich nenne sie „Pressies“. Viele von denen sind keine Journalisten, sondern schlicht seine Unterstützer. Er will keinerlei Kritik. Und das ist gefährlich, weil eine freie Presse für die Demokratie unverzichtbar ist. Wenn wir keine freie Presse haben, wird das der Demokratie schaden, weil die Menschen nicht mehr an die richtigen Informationen kommen.



Gibt es ein Mittel gegen den fortschreitenden Abbau der US-Demokratie durch Donald Trump?

Oh, ich denke, das gibt es. Und ich denke, dass die Amerikaner bereits aufbegehren. Ich weiß nicht, ob Sie von unseren „No Kings“-Protesten gehört haben – da sind viele Menschen auf die Straße gegangen, besonders beim letzten Mal. Bald wird es wieder Zwischenwahlen geben. Die versucht Trump natürlich jetzt zu manipulieren. Schrecklich ist die Entscheidung des Supreme Courts gerade vor Kurzem, dass die Neuaufteilung der Wahlkreise in Texas bestehen bleiben kann. Aber wir können unsere Stimme erheben und protestieren und auch dafür sorgen, dass die Mehrheit im Kongress nach der nächsten Wahl eine andere ist und die Republikaner von der Macht verdrängt werden. Mehr können wir nicht tun. Es macht mir Sorgen zu wissen, dass Trump nicht davor zurückschreckt, illegale Dinge zu tun, um sich selbst zu nützen. Wir werden sehen, was passiert.



Sie gelten als eine der schärfsten Karikaturistinnen. Wie steht es um Ihre Kollegen: Haben manche schon eine Art vorauseilende Selbstzensur entwickelt?

Das hängt von der Publikation ab, für die man arbeitet. Ich weiß, dass wir politische Karikaturisten unter stärkerem Druck stehen, weil es immer weniger Stellen gibt. Und natürlich wollen Chefredakteure und Verleger keine Abonnements verlieren. Wenn sich also plötzlich jemand wegen einer Karikatur beschwert und der Redakteur oder der Verleger dann nicht hinter dem Karikaturisten steht, war’s das. Also, ich weiß nicht, ob meine Kollegen sich deshalb selbst zensieren. Ich weiß nur, dass es schwierig ist. Ich sehe die Schuld dafür ganz klar bei den Redaktionen und Verlagen. Denn sie sollten verstehen, was unser Job ist, wie wertvoll wir für die Zeitung sind, und uns verteidigen, hinter unserer Arbeit stehen.



Die Pulitzer-Jury hat Ihre Arbeiten, für die Sie 2001 und 2025 ausgezeichnet wurden, als furchtlos beschrieben. Gibt es etwas, wovor Sie Angst haben?

Nein. Aber Sie haben recht, gewisse Themen sind schwierig. Es ist schwierig, die israelische Regierung zu kritisieren – einfach wegen der Antisemitismusvorwürfe, die dann sofort kommen. Aber politische Karikaturisten sind Kontroversen gewohnt. Wir haben eine ganze Menge davon erlebt. Wir sind es gewohnt, angegriffen zu werden. Und wir kämpfen. Als Amerikanerin mache ich mir eher Sorgen um das Land insgesamt. Und politische Karikaturen sind ein wichtiger Teil des politischen Diskurses in den Vereinigten Staaten. Ich möchte nur sicherstellen, dass wir weiterhin unsere Meinung sagen können. Gerade jetzt spüren die Amerikaner die Gefahr, sie unterstützen Karikaturisten und achten darauf, dass sie weiterhin deutlich Stellung beziehen. Es ist ein Widerspruch: Einerseits ist es schön zu spüren, wie die Amerikaner hinter uns stehen und uns ermutigen. Andererseits ist der Grund dafür nicht gut – dass wir uns wegen des Zustands unserer Demokratie unter Druck fühlen. Nach dem 11. September war es ähnlich. Damals gab es großen Druck zur Selbstzensur, weil die Bush-Regierung nicht kritisiert werden wollte und die Redaktionen sie auch nicht kritisieren wollten. Aber jetzt ist es anders. Ich fühle mich fast noch ein bisschen mehr als Aktivistin als damals. Karikaturistinnen und Karikaturisten sind keine Aktivisten, aber sie sind auch Amerikaner. Es ist eine interessante Zeit.



Glauben Sie, dass die USA in fünf Jahren noch eine Demokratie sind?

Ich hoffe einfach auf Widerstand. Der Kongress macht seinen Job nicht. Der Supreme Court ist problematisch, ganz klar. Aber die unteren Gerichte sind stark, sie leisten Widerstand. Hoffentlich werden wir also noch eine Demokratie haben, bevor Trump eines Tages endgültig aus dem Amt ist. Wir Amerikaner sind es, die etwas ändern müssen, das geht nicht von außen. Aber bitte ermutigen Sie ihn nicht noch. Seien Sie nicht wie die FIFA und ihr idiotischer Präsident.




| ÜBERSETZUNG: BIRGIT MÖTHRATH

Autokraten mögen keine Karikaturen

„Freiheit ist die kategorische Ablehnung der Mutlosigkeit“, zitierte Hans-Joachim Schatz vom Landauer Thomas-Nast-Verein in seiner Laudatio am Sonntagabend den Schriftsteller Manès Sperber. Auf Ann Telnaes treffe das in besonderem Maße zu. Sie gehört zu den profiliertesten Karikaturisten in den USA. Ihre Arbeit wurde bereits vielfach ausgezeichnet, auch mit dem Reuben Award und zweimal mit dem Pulitzer-Preis. Ihr besonderer Stil: scharfe Kritik mit elegantem Federstrich. Ihre Themen: soziale Ungerechtigkeit, politische Korruption und die Bedrohung der Demokratie. Nach einem Studium am California Institute of the Arts als Cartoonistin und Designerin arbeitete sie zunächst für Walt Disney und andere Animationsstudios. Ihre erste politische Zeichnung fertigte sie 1989 unter dem Eindruck des Massakers auf dem Tian’anmen-Platz in China an.

„Ich bin mir sicher, dass Thomas Nast über die Geschehnisse in seiner Wahlheimat empört gewesen wäre“, sagte Telnaes in ihrer Dankesrede. Warum ihr Fall besondere Aufmerksamkeit erhalten habe – wie 2015 der Anschlag auf die französische Satirezeitung „Charlie Hebdo“ –, erklärt sie sich mit dem besonderen Stellenwert der Karikatur in der freien Presse. Sie sei universell, überwinde Sprach- und Klassengrenzen. „Deshalb mögen Autokraten keine Karikaturen.“ Auch der Erfolg des gebürtigen Landauers Nast, der 1846 als Sechsjähriger mit seiner Familie in die USA emigrierte, ist darin begründet, dass er unter den vielen Analphabeten seiner Zeit verstanden wurde. |möt

Bild zeigt einen Artikel aus der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“, Regionalausgabe Frankenthal. Der Inhalt beginnt ab hier: „Bitte ermutigen Sie Trump nicht noch“ Interview: Im Januar sorgte ihre Kündigung bei der „Washington Post“ international für Aufsehen. Die Redaktion hatte eine Karikatur von Ann Telnaes abgelehnt, die den Zeitungseigner und Amazon-Chef Jeff Bezos mit anderen zeigt, wie sie einer Statue von Donald Trump Geldsäcke andienen. Birgit Möthrath sprach mit der Karikaturistin, die jetzt in Landau mit dem Thomas-Nast-Preis geehrt wurde, über die Lage der freien Presse in den USA. Frau Telnaes, was bedeutet Ihnen der Thomas-Nast-Preis angesichts seines Vermächtnisses als Begründer der politischen Karikatur in den USA? Nun, jeder amerikanische Karikaturist kennt seinen Namen. Ist er immer noch so berühmt? Manche seiner Karikaturen sind sehr berühmt. Zum Beispiel seine Zeichnung von Boss Tweed, dieses korrupten Politikers mit dem sehr markanten, dicken Bauch (ab 1865 regierte William Tweed New York wie ein Despot, Anm. d. Red.). Anstelle seines Gesichts hat Nast ihm einen Geldsack als Kopf gezeichnet. Ich habe selbst schon eine Arbeit in Anlehnung an Thomas Nast gemacht, weil er einfach so ein starkes Bild geschaffen hat. Viele Karikaturisten kennen das; es passt auch heute noch. Das Gesetz hat Boss Tweed schließlich eingeholt. Als er nach Südamerika floh – damals gab es noch keine Fotos – hat ihn jemand nach den vielen Karikaturen erkannt, die Thomas Nast von ihm gezeichnet hat. So haben sie ihn geschnappt. Gibt es Parallelen zwischen Thomas Nast und Ihrer eigenen Arbeit in der heutigen politischen Landschaft der USA? Oh, ja. Unser Job ist es, ein Schlaglicht auf Politiker zu richten, die sich schlecht benehmen, auch auf Institutionen, auf Ungerechtigkeit, Korruption und Heuchelei. Ich habe eine sehr niedrige Toleranzschwelle, was Heuchelei betrifft. Und viele unserer Politiker sind heuchlerisch. Insofern sehe ich da durchaus Parallelen. Ihr Rücktritt von der „Washington Post“ hat große Aufmerksamkeit erregt. Warum haben Sie die Ablehnung Ihrer Karikatur als Knackpunkt Ihrer Zusammenarbeit mit der Redaktion der Zeitung empfunden? Ich bin seit 30 Jahren Karikaturistin. Und ich verstehe die Aufgabe von Redakteuren. Vielleicht ist die Zeichnung nicht klar, oder der Redakteur mag das benutzte Bild nicht, findet es unangemessen – so etwas ist vorgekommen. Aber mir war zuvor noch nie gesagt worden, dass ich über ein bestimmtes Thema nicht zeichnen dürfe. In diesem Fall ging es um Kritik an mehreren Personen, darunter auch am Eigentümer der Zeitung. Das war eine neue Situation, mit der ich umgehen musste. Mir wurde klar, dass ich bei der Washington Post keine gute Arbeit mehr leisten kann, wenn ich so eingeschränkt werde. Dann hat sich die Washington Post, bekannt für kritischen Journalismus wie in der Watergate-Affäre, mit Bezos als Eigentümer stark verändert? Als er die Zeitung vor mehreren Jahren kaufte, wurde das allgemein als positiv bewertet – auch von mir. Weil er viel Geld in die Zeitung steckte, etwa in investigative Recherchen. Ich weiß nicht, was dann passiert ist. Man kann nicht erklären, warum jemand etwas tut. Aber ich bin ganz entschieden der Meinung, dass er die Zeitung beschädigt hat. Seit einiger Zeit stellt Trump Journalistinnen und Journalisten öffentlich in einer „Hall of Shame“ an den Pranger. Wie viel Einfluss hat die Presse in den USA noch auf die öffentliche Meinung? Ich denke, die freie Presse steht unter Beschuss. Und das liegt an Trump, weil er nicht kritisiert werden will. Ehrlich gesagt, versteht Trump nicht, was eine freie Presse ist – oder vielleicht versteht er es doch, ich weiß es nicht. Aber er will sie als seine persönliche PR-Abteilung instrumentalisieren. In seiner ersten Amtszeit hat er sich nur beklagt. Jetzt gewährt er nur noch bestimmten „Presseleuten“ Zugang – ich nenne sie „Pressies“. Viele von denen sind keine Journalisten, sondern schlicht seine Unterstützer. Er will keinerlei Kritik. Und das ist gefährlich, weil eine freie Presse für die Demokratie unverzichtbar ist. Wenn wir keine freie Presse haben, wird das der Demokratie schaden, weil die Menschen nicht mehr an die richtigen Informationen kommen. Gibt es ein Mittel gegen den fortschreitenden Abbau der US-Demokratie durch Donald Trump? Oh, ich denke, das gibt es. Und ich denke, dass die Amerikaner bereits aufbegehren. Ich weiß nicht, ob Sie von unseren „No Kings“-Protesten gehört haben – da sind viele Menschen auf die Straße gegangen, besonders beim letzten Mal. Bald wird es wieder Zwischenwahlen geben. Die versucht Trump natürlich jetzt zu manipulieren. Schrecklich ist die Entscheidung des Supreme Courts gerade vor Kurzem, dass die Neuaufteilung der Wahlkreise in Texas bestehen bleiben kann. Aber wir können unsere Stimme erheben und protestieren und auch dafür sorgen, dass die Mehrheit im Kongress nach der nächsten Wahl eine andere ist und die Republikaner von der Macht verdrängt werden. Mehr können wir nicht tun. Es macht mir Sorgen zu wissen, dass Trump nicht davor zurückschreckt, illegale Dinge zu tun, um sich selbst zu nützen. Wir werden sehen, was passiert. Sie gelten als eine der schärfsten Karikaturistinnen. Wie steht es um Ihre Kollegen: Haben manche schon eine Art vorauseilende Selbstzensur entwickelt? Das hängt von der Publikation ab, für die man arbeitet. Ich weiß, dass wir politische Karikaturisten unter stärkerem Druck stehen, weil es immer weniger Stellen gibt. Und natürlich wollen Chefredakteure und Verleger keine Abonnements verlieren. Wenn sich also plötzlich jemand wegen einer Karikatur beschwert und der Redakteur oder der Verleger dann nicht hinter dem Karikaturisten steht, war’s das. Also, ich weiß nicht, ob meine Kollegen sich deshalb selbst zensieren. Ich weiß nur, dass es schwierig ist. Ich sehe die Schuld dafür ganz klar bei den Redaktionen und Verlagen. Denn sie sollten verstehen, was unser Job ist, wie wertvoll wir für die Zeitung sind, und uns verteidigen, hinter unserer Arbeit stehen. Die Pulitzer-Jury hat Ihre Arbeiten, für die Sie 2001 und 2025 ausgezeichnet wurden, als furchtlos beschrieben. Gibt es etwas, wovor Sie Angst haben? Nein. Aber Sie haben recht, gewisse Themen sind schwierig. Es ist schwierig, die israelische Regierung zu kritisieren – einfach wegen der Antisemitismusvorwürfe, die dann sofort kommen. Aber politische Karikaturisten sind Kontroversen gewohnt. Wir haben eine ganze Menge davon erlebt. Wir sind es gewohnt, angegriffen zu werden. Und wir kämpfen. Als Amerikanerin mache ich mir eher Sorgen um das Land insgesamt. Und politische Karikaturen sind ein wichtiger Teil des politischen Diskurses in den Vereinigten Staaten. Ich möchte nur sicherstellen, dass wir weiterhin unsere Meinung sagen können. Gerade jetzt spüren die Amerikaner die Gefahr, sie unterstützen Karikaturisten und achten darauf, dass sie weiterhin deutlich Stellung beziehen. Es ist ein Widerspruch: Einerseits ist es schön zu spüren, wie die Amerikaner hinter uns stehen und uns ermutigen. Andererseits ist der Grund dafür nicht gut – dass wir uns wegen des Zustands unserer Demokratie unter Druck fühlen. Nach dem 11. September war es ähnlich. Damals gab es großen Druck zur Selbstzensur, weil die Bush-Regierung nicht kritisiert werden wollte und die Redaktionen sie auch nicht kritisieren wollten. Aber jetzt ist es anders. Ich fühle mich fast noch ein bisschen mehr als Aktivistin als damals. Karikaturistinnen und Karikaturisten sind keine Aktivisten, aber sie sind auch Amerikaner. Es ist eine interessante Zeit. Glauben Sie, dass die USA in fünf Jahren noch eine Demokratie sind? Ich hoffe einfach auf Widerstand. Der Kongress macht seinen Job nicht. Der Supreme Court ist problematisch, ganz klar. Aber die unteren Gerichte sind stark, sie leisten Widerstand. Hoffentlich werden wir also noch eine Demokratie haben, bevor Trump eines Tages endgültig aus dem Amt ist. Wir Amerikaner sind es, die etwas ändern müssen, das geht nicht von außen. Aber bitte ermutigen Sie ihn nicht noch. Seien Sie nicht wie die FIFA und ihr idiotischer Präsident. | ÜBERSETZUNG: BIRGIT MÖTHRATH Autokraten mögen keine Karikaturen „Freiheit ist die kategorische Ablehnung der Mutlosigkeit“, zitierte Hans-Joachim Schatz vom Landauer Thomas-Nast-Verein in seiner Laudatio am Sonntagabend den Schriftsteller Manès Sperber. Auf Ann Telnaes treffe das in besonderem Maße zu. Sie gehört zu den profiliertesten Karikaturisten in den USA. Ihre Arbeit wurde bereits vielfach ausgezeichnet, auch mit dem Reuben Award und zweimal mit dem Pulitzer-Preis. Ihr besonderer Stil: scharfe Kritik mit elegantem Federstrich. Ihre Themen: soziale Ungerechtigkeit, politische Korruption und die Bedrohung der Demokratie. Nach einem Studium am California Institute of the Arts als Cartoonistin und Designerin arbeitete sie zunächst für Walt Disney und andere Animationsstudios. Ihre erste politische Zeichnung fertigte sie 1989 unter dem Eindruck des Massakers auf dem Tian’anmen-Platz in China an. „Ich bin mir sicher, dass Thomas Nast über die Geschehnisse in seiner Wahlheimat empört gewesen wäre“, sagte Telnaes in ihrer Dankesrede. Warum ihr Fall besondere Aufmerksamkeit erhalten habe – wie 2015 der Anschlag auf die französische Satirezeitung „Charlie Hebdo“ –, erklärt sie sich mit dem besonderen Stellenwert der Karikatur in der freien Presse. Sie sei universell, überwinde Sprach- und Klassengrenzen. „Deshalb mögen Autokraten keine Karikaturen.“ Auch der Erfolg des gebürtigen Landauers Nast, der 1846 als Sechsjähriger mit seiner Familie in die USA emigrierte, ist darin begründet, dass er unter den vielen Analphabeten seiner Zeit verstanden wurde. |möt

Eine Künstlerin mit Rückgrat, die lieber der @washingtonpost.com kündigte, als sich verbieten zu lassen, was sie in ihren preisgewürdigten Karikaturen zeichnet.

@anntelnaes.bsky.social Sie wurde in Landau mit dem Thomas-Nast-Preis geehrt.

Quelle: Tageszeitung Die #Rheinpfalz
Artikel im ALT Text

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Screenshot des Sportberichts „Tumulte im Nordderby“ in der Tageszeitung Die Rheinpfalz mit dem Untertitel, der vorgibt, SV Werder Bremen hätte 0:2 in Hamburg geführt.

Tumulte im Nord-Derby
Fussball: HSV dreht 0:2 gegen Bremen zum Sieg

HAMBURG. Erst ein schwacher Start, dann ein wilder Schluss: Der Hamburger SV siegt im ersten Nordderby seit dem Aufstieg gegen Werder Bremen. Auch nach dem Schlusspfiff bleibt es hitzig.



Das erste Bundesliga-Nordderby seit fast acht Jahren endete fast im Tumult. Weil einige Ersatzspieler des Hamburger SV das 3:2 (1:0) gegen Werder Bremen provokativ vor der Bank des ewigen Rivalen feierten, gingen die Profis beider Clubs auch nach dem Abpfiff noch einmal aufeinander los. Auch HSV-Trainer Merlin Polzin musste dabei helfen, diese Traube wieder aufzulösen.

Danach tanzten die Hamburger Profis im Kreis und die HSV-Fans unter den 56.100 Zuschauern im Volksparkstadion sangen: „Die Nummer eins im Norden sind wir.“ Siegtorschütze Yussuf Poulsen wollte das nur genießen. „Darf ich jetzt feiern?“, fragte der Stürmer des Hamburger SV die DAZN-Reporterin nach dem Sieg.

Die Stimmung sei „brutal“, meinte Poulsen, „das sind genau solche Spiele, die liebt man als Fußballer“. Sein Mitspieler Bakery Jatta sprach von einem „geilen Moment“. Bremens Trainer Horst Steffen monierte: „Am Ende sind wir zu unaufmerksam und kassieren zu einfach Tore.“

Das zunächst langweilige Nordderby wurde zum Ende hin hitzig und hochspannend. Albert Sambi Lonkonga (63.) hatte die Bremer Halbzeitführung durch Jens Stage (45.) zunächst ausgeglichen. Ein Hacken-Tor von Luka Vuskovic brachte den HSV erstmals in Führung (75.). Der gebürtige Hamburger und frühere HSV-Fan Justin Njinmah traf für Werder zum 2:2 (78.). Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung gelang Poulsen doch noch der Siegtreffer. Der Däne war in dieser Saison immer wieder verletzt ausgefallen. Jetzt wurde er mit einem Ballkontakt zum Derbyhelden.

Das vorerst letzte Erstliga-Duell der beiden Clubs hatte im F…

Screenshot des Sportberichts „Tumulte im Nordderby“ in der Tageszeitung Die Rheinpfalz mit dem Untertitel, der vorgibt, SV Werder Bremen hätte 0:2 in Hamburg geführt. Tumulte im Nord-Derby Fussball: HSV dreht 0:2 gegen Bremen zum Sieg HAMBURG. Erst ein schwacher Start, dann ein wilder Schluss: Der Hamburger SV siegt im ersten Nordderby seit dem Aufstieg gegen Werder Bremen. Auch nach dem Schlusspfiff bleibt es hitzig. Das erste Bundesliga-Nordderby seit fast acht Jahren endete fast im Tumult. Weil einige Ersatzspieler des Hamburger SV das 3:2 (1:0) gegen Werder Bremen provokativ vor der Bank des ewigen Rivalen feierten, gingen die Profis beider Clubs auch nach dem Abpfiff noch einmal aufeinander los. Auch HSV-Trainer Merlin Polzin musste dabei helfen, diese Traube wieder aufzulösen. Danach tanzten die Hamburger Profis im Kreis und die HSV-Fans unter den 56.100 Zuschauern im Volksparkstadion sangen: „Die Nummer eins im Norden sind wir.“ Siegtorschütze Yussuf Poulsen wollte das nur genießen. „Darf ich jetzt feiern?“, fragte der Stürmer des Hamburger SV die DAZN-Reporterin nach dem Sieg. Die Stimmung sei „brutal“, meinte Poulsen, „das sind genau solche Spiele, die liebt man als Fußballer“. Sein Mitspieler Bakery Jatta sprach von einem „geilen Moment“. Bremens Trainer Horst Steffen monierte: „Am Ende sind wir zu unaufmerksam und kassieren zu einfach Tore.“ Das zunächst langweilige Nordderby wurde zum Ende hin hitzig und hochspannend. Albert Sambi Lonkonga (63.) hatte die Bremer Halbzeitführung durch Jens Stage (45.) zunächst ausgeglichen. Ein Hacken-Tor von Luka Vuskovic brachte den HSV erstmals in Führung (75.). Der gebürtige Hamburger und frühere HSV-Fan Justin Njinmah traf für Werder zum 2:2 (78.). Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung gelang Poulsen doch noch der Siegtreffer. Der Däne war in dieser Saison immer wieder verletzt ausgefallen. Jetzt wurde er mit einem Ballkontakt zum Derbyhelden. Das vorerst letzte Erstliga-Duell der beiden Clubs hatte im F…

Aus welchem Jahr kopierte die Tageszeitung Die #Rheinpfalz den Untertitel? 🧐

08.12.2025:
„Fussball: HSV dreht 0:2 gegen Bremen zum Sieg“

Spielverlauf:
0:1
1:1
2:1
2:2
3:2
🤷🏽

#HSVSVW

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Zu den Rohstoff- und Energiepreisen kommen also noch Personalkosten?

Die machen inzwischen bis zu 50 Prozent der Kosten aus. Und wenn im Januar der Mindestlohn um einen Euro steigt, dann wird es für uns Bäcker richtig spannend. 🧐

Faire Bezahlung? 🤷🏽

Quelle: Tageszeitung Die #Rheinpfalz

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#ous in der Tageszeitung Die #Rheinpfalz

„Man liest immer wieder, dass die Konzentrationsspanne bei Heranwachsenden stark gesunken ist – wegen Apps wie Snapchat und Tiktok. Kann man denen überhaupt noch eine normale Kinolänge zumuten? 90 Minuten sind immerhin zwei Schulstunden.“

#Journalismus 😟

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Nichts zu jammern, aber…

Die #Rheinpfalz setzt ihre Tradition falscher Einheiten und Wörter fort. Leistung mit el. Arbeit zu verwechseln oder Quantensprung etwas Großartiges beschreiben zu lassen, kennen wir.

„Frankreichs…Schulden mit 3,4 Milliarden ein neues Hoch erreicht.“🤷🏽

#Sorgfaltspflicht?

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Bild einer Überschrift aus der Zeitung "Lohr: Polizei lügt". Unser Text dazu: Wie führede Köpfe der AfD-Fraktion zu unserem Rechtsstaat stehen. Noch Fragen?

Bild einer Überschrift aus der Zeitung "Lohr: Polizei lügt". Unser Text dazu: Wie führede Köpfe der AfD-Fraktion zu unserem Rechtsstaat stehen. Noch Fragen?

"Polizei lügt"

Diese unerträgliche Aussage von Damian Lohr, Parlamentarischer Geschäftsführer der #AfD -Fraktion #RLP, hat die #Rheinpfalz dokumentiert.

Ein Parlamentarier, der via Medien unsere #Polizei beschimpft. Das ist unerträglich für unseren #Rechtsstaat und für unsere Polizei.

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Winfried Folz meint in der #Rheinpfalz

„Die junge Generation, die ohnehin mit hohen Mieten, unsicheren Arbeitsverhältnissen und steigenden Lebenshaltungskosten kämpft“

Verblüffende Argumentation

Arbeit kann sich junge Generation aussuchen, Mieten und LH-Kosten treffen uns alle.

#Politik🏛️

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