Wenn sie hören „alevitisch“ ist es noch so „okay” ... dann herrscht Stille, dann wirst du ein wenig ausgegrenzt. Aber wenn sie hören „kurdisch“, spürst du einfach nur eine Welle des Hasses auf dich zukommen. Du tust nichts, und du wirst einfach gehasst ... und die Lehrer*innen denken: Die Türken streiten sich wieder untereinander.
Wenn ich Rassismus gegen Türk*innen beobachte, würde ich mich trotzdem mit ihnen verbünden. Es geht darum, gegen Rassismus zu sein. Ich glaube, dass sichere Räume nicht unbedingt aus Menschen bestehen müssen, die zu deiner eigenen Gruppe gehören oder eine ähnliche Biografie haben wie du. Das kann ein Safer Space sein, aber ich muss nicht in einem Raum mit ausschließlich Alevit*innen und Kurd*innen sein, damit er für mich sicher ist. Das entscheidende sind die Erfahrungen, die Menschen miteinander machen. Räume, in denen ich mich nicht erklären muss, weil ich Alevite und Kurde bin.
Wie erleben Menschen mit #Türkeibezug #Rassismen & Solidarität in DE?
Das Projekt „Intermigrantische Rassismen & Solidaritäten“ (NaDiRa), geleitet von Dr. @rosaburc.bsky.social, untersucht komplexe Machtverhältnisse & Allianzen im transnationalen Kontext.
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