Sharepic mit Text in hellgrünen und weißen Buchstaben: "Wir gedenken Yaya Jabbi." Im Hintergrund sind zwei ausgedruckte & laminierte Fotos von Yaya Jabbi zu sehen. Sie liegen auf einem Stein. Daneben steht eine entzündete Kerze.
Infolge einer rassistischen Polizeikontrolle wurde Yaya Jabbi im Januar 2016 festgenommen. Wegen des angeblichen Besitzes von 1,65 Gramm Cannabis wurde er in Untersuchungshaft in die JVA Hahnöfersand gebracht. Nach vier Wochen, in der Nacht vom 18.-19. Februar 2016, starb Yaya Jabbi. Laut Justizbehörde soll er Suizid begangen haben.
Tod in Gewahrsam ist die tödliche Spitze des strukturellen Rassismus, dem Schwarze Menschen und Mensch-en of Color Tag für Tag in Hamburg-St. Pauli ausgesetzt sind. Dieser Rassismus zeigt sich in Praxen wie Polizeikontrollen anhand rassifizierter Merkmale oder der Konstruktion sogenannter ‘gefährlicher Orte’, in permanenter Überwachung sowie der systematischen Kriminalisierung Schwarzer Körper.
Zehn Jahre sind seit dem Tod Yaya Jabbis vergangen. Zehn Jahre, in denen unzählige Nachbar*innen und Besucher*innen des Stadtteils von der sogenannten 'Task Force Drogen' kontrolliert, schikaniert, gedemütigt und kriminalisiert wurden. Zehn Jahre später lebt auch die Erinnerung an Yaya Jabbi und es bleibt die Forderung nach Aufklärung, Gerechtigkeit und einem Ende der rassistischen Polizeipraxis in unserer Nachbar*innenschaft.
🕯️2016 wurde #YayaJabbi nach einer rassistischen Polizeikontrolle mit 1,65g #Cannabis festgenommen. Vier Wochen später starb er in der JVA Hahnöfersand. 10 Jahre später bleibt sein Name, die Forderung nach Gerechtigkeit & die Erinnerung daran, was auf St. Pauli immer noch Alltag ist. #CopwatchHH