#skacel
Seine Lyrik geht vom Einfachsten aus
und hat doch die letzten Dinge zum Thema:
die fließende Zeit,
die Angst,
den Tod und
das Wissen um eine immer bedrohlicher
werdende Sprachlosigkeit
www.planetlyrik.de/jan-skacel-w...
meine freundin margarete
erzählte mir anfang der achtziger
von jan #skacel und schenkte mir sein
kleines büchlein " wundklee"
ich war vom ersten satz an begeistert
und liebe ihn bis heute,noch lange nach
ihrem frühen tod.
was hatte ich oft glück mit
den menschen,die mir begegneten.
ein geschenk
“die häuser am holunder tun mir leid
all ihre Wunden möchtest du verbinden
nacht ist’s in den höfen duften die linden
wie eine ratte nagt am putz die zeit”
jan #skacel
“und nicht wahr ist`s dass das schicksal uns betrügt
weil das schicksal eine münze ist die lange fällt
ob der adler fällt oder der kopf
wird sich zeigen wenn sie auf der erde liegt”
jan #skacel
was sagt deine kindheit dazu
in der ferne?
ein gewöhnlicher sommersonntag ist s
als würde es ein wenig schneien
zwischen den worten
und schwarze vögel
wiederholen kopfüber ...
jan #skacel
die spiele kehrten nicht
zu uns zurück
wir sind verensamt
und stumm verfolgen wir vom ufer aus
wie das wasserhuhn über den spiegel
des sees läuft
jan #skacel
um viel gehts nicht
sich steine regnen lassen
ins gesicht
ohne dass die seele sich verletzt...
jan #skacel
leuchtkäfer
jan #skacel
„kindheit ist das was irgendwann
gewesen ist und aus dem traum nun hängt
ein faden fesselrest den man
zersprengen kann und nie zersprengt“
jan #skacel
Ein anderer Sehnsuchtsort verkörpert immer wieder das Paradies: die Kindheit und ihre unnachahmliche Unbeschwertheit
jan
#skacel
leuchtkäfer
jan #skacel
3
ein gewöhnlicher sommersonntag ist s
als würde es ein wenig schneien
zwischen den worten
und schwarze vögel
wiederholen kopfüber
das wunder
jan #skacel
läufer
2
wie es mit den flügeln schlägt
und das wasser zerspritzt
was sagt deine kindheit dazu
in der ferne
jan #skacel
2
viele tuns
und wenn sie sich im bogen
über den graben schwingen
bleibt ihnen keine zeit
zurückzublicken
die zeit zurück liegt in der
verbotenen richtung
auf den kirschbäumen schießt
inzwischen das blut in die höhe
und das töten weht wie eine fahne
jan #skacel
regel der herrenreiter
regel der herrenreiter
der pferdeschweiß duftete plötzlich
wie die sträucher der schwarzen johannisbeere
und der wassergraben naht mit eile
und die reiter
...denen der gedanke an den tod
in den fersen erstarrte
wiederholen im geiste die regel
zuerst über die hürde das herz werfen
jan #skacel
weil wir damit dem Bemühen eine flüchtige Schönheit entgegenstellen können,
die die Wirkung des Daseins auf uns für einen Moment beweist
und jeden Todeseindruck widerlegt,
wenn auch nicht jede Verlorenheit, der man so aber kurz (mit einer Annäherung) widersteht
#skacel
Beobachtend, dabei mit einem Gespür für das Verflossene, das uns noch in den Ohren rauscht, das wir wiedersehen dann und wann, ohne es zu sehen, auf das man aufmerksam machen muss, weil seine Essenz für das Verständnis unabdingbar ist;
#skacel
“Noch glauben wir’s einander nicht
dass aus dem nahen dickicht
der herbst tritt
Immerzu liegen die bäume vor anker
in wurzeln wie glocken
Sicherheit überkommt
Und wunderschön
das überflüssigsein der klage”
jan #skacel
“die häuser am holunder tun mir leid
all ihre Wunden möchtest du verbinden
nacht ist’s in den höfen duften die linden
wie eine ratte nagt am putz die zeit”
jan #skacel
“und nicht wahr ist`s dass das schicksal uns betrügt
weil das schicksal eine münze ist die lange fällt
ob der adler fällt oder der kopf
wird sich zeigen wenn sie auf der erde liegt”
jan #skacel
“kindheit ist das was irgendwann
gewesen ist
und aus dem Traum nun hängt
ein faden fesselrest
den man
zersprengen kann und nie zersprengt”
jan #skacel
“die laubigen laubfrösche bitten laut
(der morgen stellt sich häufig taub und blind)
mit laub auf den stimmen mit zungen betaut
für alle die im herzen barfuß sind”
jan #skacel
boehmen-reisen.de/wp-content/u...
Die Zeit blieb stehen
in ferner Zukunft
Jan #Skacel
ein brünnlein gibt es
voller blut
und jeder trank einmal daraus
jan #skacel
“vor der für immer letzten pforte
wenn man hinübersieht
kehrt zurück die kinderträne
und kullert unters Lid”
jan #skacel
"die laubigen laubfrösche bitten laut
(der morgen stellt sich häufig taub und blind)
mit laub auf den stimmen mit zungen betaut
für alle die im herzen barfuß sind”
jan #skacel
ein brünnlein gibt es
voller blut...
jan #skacel
alles schmerzt sich
einmal durch
bis auf den eigenen grund
und die angst
vergeht
jan #skacel
ambivalent, paranoisch geradezu, das Wiedergängerbild des Monstrums
Geschichte, sondern sie bleibt, trotz allen Widerspielen, das erste, die erste Welt, die große,
die weite. Deswegen sind seine Gedichte wohl immer wieder durchzittert von Wehmut, von
Bitternis, ja Zorn.
#Skacel