Buch »Afghanische Reise« von Roger Willemsen, auf dem Cover ist er mit zwei afghanischer Jungen zu sehen, er schreit etwas in ein Notizbuch
Wohin reist du: In einen Blick. Wo willst du ankommen? In einem Blick. Was siehst du, was treibt dich? Das Bild eines Kopfes, der sich auf einem Arm ablegt. Das Bild einer schmalen, abgearbeiteten Hand, die den Tee reicht, ein Gelächter, unterlegt mit den Geräuschen von Autohupen, kalt blasende Klimaanlagen, kleine Rum-Räusche, lange bunte Fingernägel. Eine Grabbelkiste der Stereotypen. Wohin reist du? Aus dem Warten hinaus, an das Ende aller Interimszustände, in ein Schweigen der Schlagzeilen und Slogans hinein, in die selbstständige Bewegung, dem geborgten Selbstverlust einem anderen Zeitgefühl entgegen.
Vor zehn Jahren ist Roger #Willemsen gestorben.
Würde gerne was Aktuelles von ihm lesen, vielleicht hätte er ja sogar einen Podcast. Habe in damals in Hannover zum Glück einmal live erlebt und kurz mit ihm geredet.
War immer wieder beeindruckt von seiner Beobachtungsgabe.