Accusare, interpellare - das frühmittelalterliche Vokabular zur Klageerhebung ist überraschend vielfältig und durchaus nuanciert. Dazu und mehr bei uns, in unserem e-Lexikon: werkstatt.formulae.uni-hamburg.de/texts/urn:ct...
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Wir suchen Verstärkung, heute für den philologischen Bereich: Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in, Vollzeit, zunächst befristet bis 31.12.2028, mit Möglichkeit zur Verlängerung. Zur Ausschreibung geht es hier:
www.uni-hamburg.de/stellenangeb...
Wir verstärken unser Team! Wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in, Vollzeit ab 1. Juli 2026. Details dazu in der Stellenausschreibung: www.uni-hamburg.de/stellenangeb...
www.youtube.com/watch?v=Gt7K...
Neuerscheinung: Thégan. La Bonté de l'empereur Louis. Texte introduit, traduit et commenté par Philippe Depreux. Paris 2026.
www.lesbelleslettres.com/livre/978225...
Die Pertinenzformeln frühmittelalterlicher Urkunden sind mehr als nur Aufreihungen von Zubehör. Sie sind Quellen über Konzepte zur Organisation von Gesellschaft und Eigentum, über Rechte und Verfahrensweisen. Mehr dazu bei uns, so hier zum Wasser: werkstatt.formulae.uni-hamburg.de/texts/urn:ct...
"Mehrsprachig - aber kein Babel: Sprachenvielfalt im Reich der Karolinger" Essay von Prof. Dr. Philippe Depreux
„In seiner Biografie Karls des Großen schreibt Einhard, dass der Kaiser nicht nur seine Muttersprache sprach, 'sondern er widmete sich auch der Erlernung fremder Sprachen. Darunter brachte er es im Lateinischen so weit, dass er es wie seine Muttersprache redete, das Griechische aber konnte er besser verstehen, als selber sprechen'. Im frühmittelalterlichen Europa war die sprachliche Vielfalt in den verschiedenen Regionen in unterschiedlichem Maße spürbar – damals war zum Beispiel Griechisch nicht nur an den Küsten Italiens, sondern auch mitten in Rom eine geläufige Sprache (ein beeindruckendes Beispiel der Mischung von Sprachen bietet die Liturgie der Kathedrale von Benevent).“ - Prof. Dr. Philippe Depreux in "Mehrsprachig - aber kein Babel: Sprachenvielfalt im Reich der Karolinger"
„Die Sprachvielfalt war auch sozial bestimmt. Latein war im Karolingerreich die Sprache der Kleriker, aber die Priester mussten das Volk in dessen Sprache anreden. Ein berühmtes Beispiel dafür sind Anweisungen für die Taufe, wo beide Sprachen – Lateinisch und Volkssprache – gemischt werden, wie im sächsischen Taufgelöbnis in einer Handschrift, die wahrscheinlich im Kloster Hersfeld um 800 angefertigt wurde (Vatikan, Biblioteca Apostolica Vaticana, Pal. lat. 577, fol. 6v-7r), wo die Befragung in der Volkssprache geschrieben ist, die Anweisungen an den Priester jedoch auf Latein (Abb. 5): Forsachistu diobolae ('Widersagst Du dem Teufel')? – et respondet ('er/sie antwortet'): – ec forsacho diabolae ('ich widersage dem Teufel') und so weiter." Prof. Dr. Philippe Depreux in "Mehrsprachig - aber kein Babel: Sprachenvielfalt im Reich der Karolinger"
Essays zum Thema "Vielfalt" veröffentlicht auf der Akademie-Website: htpps://www.awhamburg.de/essays
#Latein war das Englisch des Mittelalters: Im #Karolingerreich traf nach Einheit strebende Verwaltung auf Völkervielfalt. Zwischen lateinischer Elite-Kultur & volkssprachigem Alltag entschied Mehrsprachigkeit über Macht, Recht & das Seelenheil.
Neuer #Essay 👉 www.awhamburg.de/essays/mehrs...
Auch zu verschiedenen Münzen findet sich etwas in unserem e-Lexikon, etwa zum Solidus, zum Denar, aber auch zum "triens", dem Drittelsolidus. Er findet sich (immer wieder falsch gedeutet) in einer Formel aus Angers als Preis für ein Findelkind.
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Abgaben und Zölle finden sich im frühen Mittelalter in bemerkenswerter Vielfalt. Für jene, die sich in den Formelsammlungen finden, haben wir Einträge in unserem e-Lexikon angelegt. Hier etwa für den "reditus", eine Pachtzahlung: werkstatt.formulae.uni-hamburg.de/texts/urn:ct...
Aus der Reihe wenig beachteter Amtsträger: Der "decanus". Bekannt ist er vor allem im kirchlichen Bereich, in Klöstern und seit den Karolingern auch in Kirchenkapiteln. Doch finden sich auch weltliche decani in unterschiedlichsten Funktionen:
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In frühmittelalterlichen Texten finden sich immer wieder Personen, die als "sanctus" oder als "beatus" bezeichnet werden. Beide bedeuten dasselbe, "heilig" oder "selig", doch haben beide unterschiedliche Konnotationen. Mehr dazu hier bei uns: werkstatt.formulae.uni-hamburg.de/texts/urn:ct...
In unserem e-Lexikon haben wir auch zahlreiche Einträge zu Bezeichnungen von Verwandtschaftsbeziehungen. Hier etwa zur "agnatio", ein Begriff der je nach Zeit und Ort verschiedene Kreise männlicher Personen (nicht nur verwandter!) bezeichnen konnte:
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Immer wieder finden sich in frühmittelalterlichen Dokumenten die Nachbarn (vicini). Welche durchaus wichtige Rolle sie spielten, darüber informiert unser e-Lexikon mit einem neuen Beitrag: werkstatt.formulae.uni-hamburg.de/texts/urn:ct...
Die Etymologiae Isidors von Sevilla sind immer wieder überraschend. Wer hätte gedacht, dass sich die Bezeichnung "carmen" (Gesang, Gedicht) davon ableiten könnte, dass man Sänger einst als wahnsinnig (carere mente) bezeichnet habe? Mehr dazu bei uns: werkstatt.formulae.uni-hamburg.de/texts/urn:ct...
Neue Publikation zu den frühmittelalterlichen Formelsammlungen: Philippe Depreux, Musterurkunden sammeln und zusammenstellen in der späten Karolingerzeit. Überlegungen zum Wesen einiger Formelsammlungen, in: AfD 71 (2025) S. 375-406. doi.org/10.7788/9783...
Spielt das Weihnachtsfest eigentlich eine Rolle in frühmittelalterlichen Privaturkunden? Wir haben in unserer Datenbank danach gesucht und uns ein paar Gedanken dazu gemacht. Die Ergebnisse gibt es hier: www.formulae.uni-hamburg.de/das-projekt/...
Promotionsstelle in Hamburg: Mittelalterliche Geschichte (6.-12. Jh.), 65% (Aufstockung möglich!), Übernahme von Lehrveranstaltungen... Mehr Informationen hier:
www.uni-hamburg.de/stellenangeb...
Heute haben wir etwas zu Almosen (elemosyna) im Programm: Was wurde im frühmittelalterlichem Verständnis unter Almosen verstanden, warum und wem wurden sie gegeben und welche Rolle spielte die Kirche dabei? Dazu wie immer hier:
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Neu in unserem e-Lexikon: "purgatorium", das Fegefeuer. Wie entstand eigentlich die Vorstellung von diesem Ort der Läuterung, und wie verbreitet war sie im frühen Mittelalter? Mehr dazu hier: werkstatt.formulae.uni-hamburg.de/texts/urn:ct...
Vortrag zu den Formulae: Am Do 27.11. 19:00 spricht Philippe Depreux im Rahmen der Akademievorlesungen der AdWHH über "Spielraum im vorgegebenen Format: Das Schaffen frühmittelalterlicher Urkundenschreiber"
www.awhamburg.de/veranstaltun...
Auch in unserem e-Lexikon: "traditio", die oft eigens beurkundete physische Übergabe einer Sache nach einem Verkauf oder einer Schenkung. Sie ist nicht mit dem Verkaufs- oder Schenkungsakt selbst zu verwechseln, wie dies etwa im Niermeyer geschieht!
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Und mehr Netzwerkbildung: Diese Woche sind wir auf dem Jahresworkshop der AG eHumanities 2025: "Daten-Perspektiven" (events.gwdg.de/event/1247/t...) vertreten. Mehr zum Vortrag von Thorben Schomacker gibt es hier: events.gwdg.de/event/1247/c...
Vernetzungstreffen der mediävistischen Projekte im Akademienprogramm am 6./7. November - wir sind mit dabei! Themen sind unter anderem die Optimierung von Arbeitsabläufen und die Nachnutzung von Forschungsdaten und -strukturen:
formierung-europas.badw.de/1070
Unsere #Akademievorlesungsreihe geht im November weiter: Der Historiker Prof. Dr. Philippe Depreux erläutert, womit sich das Langzeitvorhaben @formlitchart.bsky.social beschäftigt, nämlich anonymisierte #Musterdokumente.
📅 Donnerstag, 27. November 2025, 19:00 Uhr
📍 Vortragsraum @stabihh.bsky.social
Neu in unserem e-Lexikon: "munus", die Gabe. "Munus" war keineswegs neutral, sondern verband die Gabe mit einer Erwartung auf Gegenseitigkeit. In karolingischer Zeit rückte diese Erwartung die Überreichung von "munera" in die Nähe von Bestechung...
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Publikationshinweis:
Philippe Depreux, Gouverner l'Empire en Occident. Des Carolingiens au règne de Conrad II (737-1039). Symbolique du pouvoir et pratiques sociales, Les Belles Lettres, Paris 2025.
www.lesbelleslettres.com/livre/978225...
Die AdWHH feiert ihr 20-jähriges Jubiläum und wir sind mit dabei!
bsky.app/profile/adwh...
Neues Update in unserer Datenbank: 30 neue E-Lexikon Beiträge sind online, mit Grundwissensbegriffen wie "altar" und "decanus", Rechtsbegriffen wie "affatomia" und "leodi" sowie für die Geistesgeschichte interessante Termini wie "munus" und "patria":
werkstatt.formulae.uni-hamburg.de/corpus/urn:c...
Neuerscheinung aus der Welt der Formelsammlungen: Horst Lößlein, Belege über Belege. Schriftliche Dokumentation in Gerichtsverfahren im Spiegel der frühen fränkischen Formelsammlungen, in: Festschrift Martina Hartmann (2025) S. 27–50.
www.harrassowitz-verlag.de/Quellenforsc...
Veranstaltungshinweis: Am 26. September spricht Philippe Depreux am Deutschen Historischen Museum auf einem Symposium der Reihe "Historische Urteilskraft" über "Der König von Frankreich ist Kaiser in seinem Reich - Ein Prestigestreit im Europa des Mittelalters?"
www.dhm.de/programm/tag...