#OTD Andreas Baader ist in der JVA Berlin-Tegel inhaftiert. Am 22. April 1970 bekommt er Besuch - soweit nichts Ungewöhnliches. Zwei Frauen sind es an diesem Tag, die Journalistin Ulrike Meinhof und die "Lektorin des Wagenbach-Verlags, Dr. Gretel Weitermeier", die in Wirklichkeit Gudrun Ensslin ist.
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Ensslin wird nicht erkannt, obwohl auch sie gesucht wird zur Verbüßung ihrer Reststrafe aus dem so genannten "Brandstifter-Prozess". So beschreibt es Jillian Becker in ihrem Buch "Hitler's Children", das als eines der ersten über die Baader-Meinhof-Gruppe noch 1977 erscheint.
Schließlich soll Andreas Baader zusammen mit Ulrike Meinhof ein Buch schreiben und dazu ausgeführt werden ins Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen. Dort wird er am 14. Mai 1970 von Gesinnungsgenossen befreit. Daraus wird die Gründungstat der RAF.
#OTD Andreas Baader ist in der JVA Berlin-Tegel inhaftiert. Am 22. April 1970 bekommt er Besuch - soweit nichts Ungewöhnliches. Zwei Frauen sind es an diesem Tag, die Journalistin Ulrike Meinhof und die "Lektorin des Wagenbach-Verlags, Dr. Gretel Weitermeier", die in Wirklichkeit Gudrun Ensslin ist.
#OTD Ausgerechnet am 20. April 1998, ausgerechnet an Hitlers Geburtstag, geht ein achtseitiges Schreiben der RAF bei der Nachrichtenagentur Reuters ein. Die RAF gesteht ihr Scheitern ein und erklärt ihre Selbstauflösung. Die Tagesschau berichtete an dritter Stelle: www.tagesschau.de/multimedia/s...
Was darin völlig fehlt: Ein Wort des Bedauerns über die vielen Opfer, die der Kampf der Terrorgruppe gefordert hatte. Stattdessen werden die toten Kampfgefährten glorifiziert. Kurze Analyse bei der @bpb.de: www.bpb.de/themen/links...
Zudem hatte Birgit Hogefeld bei Gericht in den Monaten zuvor angedeutet, dass es sehr wohl die Einsicht gab, auf einem falschen Weg zu sein. Die Auflösungserklärung selbst allerdings blieb in ihrem Duktus dem früheren Auftreten der RAF treu.
Mit dem teilweisen Gewaltverzicht hatte die RAF die Eskalation erstmals seit ihrer Gründung zurückgenommen. Dass die Gruppe auch innerlich zerrissen war, zeigte sich in der Spaltung, die mit einem Brief an die Frankfurter Rundschau verkündet wurde.
Nach fast drei Jahrzehnten des Kampfes gegen Staat und Gesellschaft, nach dutzenden Toten und Verletzten, sind die großteils unbekannten Mitglieder der dritten RAF-Generation ideologisch in einer Sackgasse angekommen. Abgezeichnet hatte sich das schon in den Jahren zuvor.
#OTD Ausgerechnet am 20. April 1998, ausgerechnet an Hitlers Geburtstag, geht ein achtseitiges Schreiben der RAF bei der Nachrichtenagentur Reuters ein. Die RAF gesteht ihr Scheitern ein und erklärt ihre Selbstauflösung. Die Tagesschau berichtete an dritter Stelle: www.tagesschau.de/multimedia/s...
Michael Buback, Sohn des 1977 von der RAF ermordeten Generalbundesanwalts Siegfried Buback, wird am 19. Mai bei einer Veranstaltung der Volkshochschule Beckum-Wadersloh über die Ermordung seines Vaters und den Deutschen Herbst sprechen.
www.vhs-beckum-wadersloh.de/kurssuche/ku...
#OTD Aktivisten besetzen am 19. April 1973 das Haus Ekhofstraße 39 in Hamburg. Zu den Besetzern gehören die späteren RAF-Mitglieder Karl-Heinz Dellwo, Christa Eckes, Stefan Wisniewski, Bernhard Rössner und Wolfgang Beer. Das Haus wird später von der Polizei geräumt.
Zuvor hatten die Besetzer das Haus Petra-Schelm-Haus getauft. Petra Schelm war im Juli 1971 in Hamburg bei einer Fahndung von der Polizei erschossen worden. Sie war das erste Todesopfer auf Seiten der RAF. Das "Kommando Petra Schelm" verübte am 11. Mai 1972 den ersten Anschlag der RAF in Frankfurt.
#OTD Aktivisten besetzen am 19. April 1973 das Haus Ekhofstraße 39 in Hamburg. Zu den Besetzern gehören die späteren RAF-Mitglieder Karl-Heinz Dellwo, Christa Eckes, Stefan Wisniewski, Bernhard Rössner und Wolfgang Beer. Das Haus wird später von der Polizei geräumt.
Monika Berberich und Margrit Schiller wollten damals allerdings einen Dokumentarfilm über die Revolutionäre der Tupamaros drehen. Die Tupamaros dienten ab Ende der 60er -Jahre nicht nur gleichnamigen gewalttätigen Gruppen der BRD als Vorbild, sondern auch der RAF und der Bewegung 2. Juni.
Wie T-Online mit Verweis auf BND-Akten berichtet, hat der deutsche Auslandsgeheimdienst die Reisen von ehemaligen RAF-Mitgliedern beobachtet. Im Zentrum stand damals Uruguay: www.t-online.de/nachrichten/...
Und nochmal Rohwedder, dieses Mal bei "Verbrechen der Vergangenheit" von GEO Epoche.
Dutschke am Mikrofon
#OTD Unweit des SDS-Büros am Kurfürstendamm schießt am 11. April 1968 Josef Bachmann dreimal auf Studentenführer Rudi Dutschke. Dutschke überlebt das Attentat schwer verletzt. (Foto: Hans Peters / Anefo; CC BY-SA). Im Anschluss entlädt sich die Wut bei Protesten gegen den Springer-Verlag.
Dutschkes Frau Gretchen sagte später, sie sei dieser Frau (Gudrun Ensslin) nie begegnet. Es ist davon auszugehen, dass die Geschichte erfunden ist. In dem Artikel folgt direkt im nächsten Satz die falsche Behauptung, Ensslin habe an den Protesten gegen den Schah am 2. Juni 1967 teilgenommen.
Rudi Dutschke soll Patenonkel von Gudrun Ensslins Sohn sein. Eine frühe Quelle dafür findet sich in einem Stern-Artikel vom 18.6.1972. Heinrich Jaenecke schreibt: "1967 wurde ihr Kind Felix geboren. Rudi Dutschke, damals auf der Höhe seiner Popularität, wurde Patenonkel." Das Problem: ohne Quelle.
Das umgestürzte Fahrrad Dutschkes.
Rudi Dutschke starb am Heiligabend 1979 im dänisch Aarhus an den Spätfolgen des Attentats vom Gründonnerstag 1968. Er ertrank nach einem epileptischen Anfall in der Badewanne. (Foto: Polizei)
Der Attentäter war von der Polizei als Einzeltäter präsentiert worden, obwohl die Ermittlungsbehörden wussten, dass Bachmann in Neonazi-Strukturen eingebunden war, wie Ende der 1990er Jahre herauskam. Unter anderem schrieb Ulrich Chaussy darüber.
Dutschke am Mikrofon
#OTD Unweit des SDS-Büros am Kurfürstendamm schießt am 11. April 1968 Josef Bachmann dreimal auf Studentenführer Rudi Dutschke. Dutschke überlebt das Attentat schwer verletzt. (Foto: Hans Peters / Anefo; CC BY-SA). Im Anschluss entlädt sich die Wut bei Protesten gegen den Springer-Verlag.
#OTD Die RAF äußert sich in einem Schreiben vom 10. April 1992 zur so genannten "Kinkel-Initiative". Die RAF kündigt in dem Schreiben eine Rücknahme der Eskalation an und dass sie ihre Angriffe auf Führer aus Wirtschaft und Politik einstellen wird.
Mit Daniela Klette wurde im Februar 2024 ein mutmaßliches ehemaliges Mitglieder dieser dritten RAF-Generation verhaftet. Sie steht derzeit wegen Raubüberfällen vor Gericht. Das Schreiben "An alle die auf der Suche nach Wegen sind" gibt es hier im Wortlaut: socialhistoryportal.org/raf/text/307...
Die RAF wird noch dreimal für Schlagzeilen sorgen. Der Anschlag gegen die JVA Weiterstadt am 27. März 1993 ist die letzte Tat der RAF. Mit Wolfgang Grams wird am 27. Juni 1993 in Bad Kleinen letztmals ein RAF-Kader erschossen, nachdem er zuvor einen Polizisten erschossen hatte.
Der damalige Justizminister Klaus Kinkel (FDP) hatte erörtert, ob es möglich ist, die Gefangenen der RAF zu Zugeständnissen zu bewegen und so vorzeitig aus der Haft zu entlassen. In ihrem Papier analysiert die RAF ihre aktuelle Stellung in der Gesellschaft und ihr Scheitern.
#OTD Die RAF äußert sich in einem Schreiben vom 10. April 1992 zur so genannten "Kinkel-Initiative". Die RAF kündigt in dem Schreiben eine Rücknahme der Eskalation an und dass sie ihre Angriffe auf Führer aus Wirtschaft und Politik einstellen wird.