𝗪𝗶𝗲 𝘀𝗽𝗿𝗲𝗰𝗵𝗲𝗻 Ö𝘀𝘁𝗲𝗿𝗿𝗲𝗶𝗰𝗵𝘀 𝗥𝗲𝗴𝗶𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴𝘀𝗽𝗮𝗿𝘁𝗲𝗶𝗲𝗻 ü𝗯𝗲𝗿 𝗞𝗹𝗶𝗺𝗮𝗽𝗼𝗹𝗶𝘁𝗶𝗸?
Unser Klimadiskurs-Monitoring 2026 zeigt: ÖVP, SPÖ und NEOS unterscheiden sich deutlich in ihrer Präsenz und inhaltlichen Ausrichtung.
Posts by KONTEXT Institut
Wichtige neue Studie des Kontext-Institutes analysiert den Klimadiskurs in Österreich.
Wie wir über Klimapolitik sprechen, entscheidet, welche politischen Entscheidungen getroffen werden. Darum haben wir bei @kontext-institut.at nun bereits zum dritten Mal die Klimadebatte in Zahlen gegossen - zum dritten Mal mit spannenden Erkenntnissen. Details 👉 kontext-institut.at/inhalte/klim...
Wie wir über Klimapolitik sprechen, entscheidet, welche politischen Entscheidungen getroffen werden. Um uns schnellstmöglich aus der Öl- und Gasabhängigkeit zu befreien, braucht es schnelle und mutige Entscheidungen. Eine konstruktive Debatte ist die Voraussetzung dafür. 8/8
Die Basis für die Studie bilden über 600 klimapolitische Aussagen in österreichischen Medien im Jahr 2025. Die Daten wurden von @foresight-institut.bsky.social erhoben und kodiert, und von KONTEXT analysiert. 7/
Balkendiagramm mit dem Titel „Diskurs zu Erneuerbaren konstruktiv, bei Mobilität verschleppend“ Es zeigt für verschiedene Technologien an Aussagen in den Kategorien konstruktiv (grün), neutral (grau) und verschleppend (beige). Insgesamt sind 60 % der Aussagen konstruktiv und 28 % verschleppend. Bei Erneuerbaren Energien sind 73 % der Aussagen konstruktiv und 20 % verschleppend. Bei Fossilen Energien sind 62 % der Aussagen konstruktiv und 31 % verschleppend. Im Verkehrssektor sind 30 % der Aussagen konstruktiv und 51 % verschleppend. Bei Netze & Speicher sind 57 % der Aussagen konstruktiv und 29 % verschleppend. Rechts daneben zeigt eine zusätzliche Balkendarstellung die „Relevanz“ als Anzahl der Aussagen im Sample: Gesamtheit mit 321, Erneuerbare Energien mit 132, Fossile Energien mit 70, Verkehrssektor mit 57 und Netze & Speicher mit 35 Aussagen.
Technologien:
Erneuerbare Energien dominieren und werden überdurchschnittlich konstruktiv diskutiert. Bei Technologien im Verkehrssektor (mit E-Autos, E-Fuels etc.) wird häufig verschleppt. 6/
Balkendiagramm mit dem Titel „Energie, Mobilität und Wirtschaft im Fokus der Klimadebatte“. Es zeigt für verschiedene Themenbereiche den Anteil der Aussagen in den Kategorien konstruktiv (grün), neutral (grau) und verschleppend (beige) sowie rechts daneben deren Relevanz gemessen an der Anzahl der Aussagen im Sample. Insgesamt sind 71 % der Aussagen konstruktiv und 24 % verschleppend bei 738 Aussagen. Im Themenbereich Energie sind 71 % der Aussagen konstruktiv und 22 % verschleppend (211 Aussagen), bei Mobilität 52 % konstruktiv und 40 % verschleppend (98 Aussagen). Wirtschaftspolitik und Standort erreichen 62 % konstruktive und 34 % verschleppende Aussagen (79 Aussagen), Klimaneutralität 2040 und Klimaziele 71 % konstruktiv und 29 % verschleppend (66 Aussagen). Anpassungsmaßnahmen weisen mit 93 % einen sehr hohen konstruktiven Anteil auf (58 Aussagen). Ernährung und Forstwirtschaft liegen bei 82 % konstruktiv und 15 % verschleppend (33 Aussagen), Gebäudesanierung und Wohnen bei 73 % konstruktiv und 21 % verschleppend (33 Aussagen). Die CO₂-Bepreisung fällt mit 40 % konstruktiven und 60 % verschleppenden Aussagen besonders auf (30 Aussagen). Die Folgen des Klimawandels sowie das Klimaschutzgesetz weisen jeweils 100 % konstruktive Aussagen auf (25 bzw. 23 Aussagen). Die UN-Klimakonferenz (COP) erreicht 84 % konstruktive und 11 % verschleppende Aussagen (19 Aussagen), ökologisches Bauen 91 % konstruktiv und 9 % verschleppend (11 Aussagen) sowie Bodenversiegelung und -verbrauch 90 % konstruktiv und 10 % verschleppend (10 Aussagen). Unter „Sonstige“ Themen sind 77 % der Aussagen konstruktiv und 19 % verschleppend bei 42 Aussagen zusammengefasst.
Themen:
Energie dominiert und wird überwiegend konstruktiv diskutiert. Wirtschaftspolitik und Standortfragen gewinnen stark an Relevanz. Mobilität ist das am stärksten verschleppte Thema. 5/
Balkendiagramm mit dem Titel „Wie österreichische Parteien über Klimathemen sprechen“. Es zeigt für verschiedene Parteien den Anteil ihrer Aussagen in den Kategorien konstruktiv (grün), neutral (grau) und verschleppend (beige). Insgesamt sind 67 % der Aussagen konstruktiv und 26 % verschleppend. Bei der ÖVP sind 47 % der Aussagen konstruktiv und 38 % verschleppend. Die Grünen erreichen 98 % konstruktive Aussagen und nahezu keine verschleppenden Anteile. Die SPÖ weist 83 % konstruktive und 17 % verschleppende Aussagen auf. Bei der FPÖ sind 14 % der Aussagen konstruktiv, 76 % verschleppend und ein kleiner Anteil neutral. Die NEOS haben 100 % konstruktive Aussagen, wobei die Stichprobe sehr klein ist. Rechts daneben zeigt eine zusätzliche Balkendarstellung die „Diskursmacht“ als Anzahl der Aussagen im Sample, mit den höchsten Werten für die Gesamtheit mit 178 und die ÖVP mit 66 Aussagen, gefolgt von den Grünen mit 53, der SPÖ mit 29, der FPÖ mit 21 und den NEOS mit 9 Aussagen.
Parteien:
ÖVP äußert sich konstruktiv bei Energie, verschleppend durch Risikoargumente und bei EU-Politik. SPÖ und NEOS nehmen eine untergeordnete Rolle in der Klimadebatte ein. FPÖ dominiert bei Verschleppungsdiskurs, Grüne den konstruktiven Diskurs. 4/
Balkendiagramm mit dem Titel „Wer die Klimadebatte konstruktiv gestaltet, wer verschleppt“. Es zeigt für verschiedene Akteursgruppen den Anteil ihrer Aussagen in den Kategorien konstruktiv (grün), neutral (grau) und verschleppend (beige). Insgesamt sind 69 % der Aussagen konstruktiv und 26 % verschleppend. In der Politik sind 56 % der Aussagen konstruktiv und 38 % verschleppend, in der Wissenschaft 92 % konstruktiv und 4 % verschleppend, bei Unternehmen 61 % konstruktiv und 32 % verschleppend. Die Zivilgesellschaft erreicht 83 % konstruktive und 17 % verschleppende Aussagen, Interessenvertretungen 81 % konstruktiv und 15 % verschleppend, die Verwaltung 84 % konstruktiv und 10 % verschleppend, Aktivist:innen 90 % konstruktiv und 10 % verschleppend sowie die Energiebranche 86 % konstruktiv und 9 % verschleppend. Rechts daneben zeigt eine zusätzliche Balkendarstellung die „Diskursmacht“ als Anzahl der Aussagen im Sample, mit den höchsten Werten für die Gesamtheit mit 632 und die Politik mit 229 Aussagen.
Die wichtigsten Ergebnisse:
Akteursgruppen:
Politik prägt den Klimadiskurs am stärksten, Wissenschaft am konstruktivsten. Zivilgesellschaft und Aktivist:innen werden leiser, Unternehmen zunehmend lauter. 3/
Die Ökologisierung wird zunehmend vom Nischen- zu einem Querschnittsthema. Besonders die Verknüpfung mit Standort- und Wirtschaftspolitik gewinnt im Klimadiskurs an Relevanz. Insgesamt wurde die Klimadebatte im Jahr 2025 aufgrund vieler Krisen leiser, blieb aber überwiegend konstruktiv. 2/
Titelblatt der KONTEXT-Diskursanalyse "Klimadiskursmonitoring-2026: Klima wird zur Wirtschaftsdebatte". Schwarzer Schriftzug mit gelben Highlights auf weißem A4-Blatt mit KONTEXT-Logo rechts oben, auf grauem Hintergrund.
Unser neues Klimadiskurs-Monitoring 2026 ist da!
Bereits zum dritten Mal haben wir die Klimadebatte in österreichischen Medien in Zahlen gegossen: Wer kommt zu Wort, um welche Themen geht es? Wer treibt den Diskurs konstruktiv voran, wer verschleppt? kontext-institut.at/inhalte/klim... 1/
Wir können von einer Energiekrise in die nächste stolpern, oder uns endlich aus dem Diktat fossiler Brennstoffe und autoritärer Regimes befreien...
And here is how ⬇️
Der Podcast zum Nachhören:
- Spotify: open.spotify.com/episode/6QuQ...
- Apple Podcast: podcasts.apple.com/us/podcast/w...
- YouTube: www.youtube.com/watch?v=CITr...
Wie der #Befreiungsplan Lebensqualität, Wohlstand und Sicherheit in Österreich schaffen kann und warum das gerade jetzt notwendig ist, erklärt @krogenhofer.bsky.social im @derstandard.at "Thema des Tages"-Podcast mit @danielretschit.bsky.social.
Links zum Podcast im nächsten Post 👇
Donutdiagramm zum Ressourcenverbrauch Österreichs (in Megatonnen pro Jahr). Größter Anteil sind mineralische Baustoffe mit 83 Mt (knapp zwei Drittel). Weitere Anteile: Biomasse 39 Mt, fossile Energieträger 21 Mt und Metalle 10 Mt. Titel betont, dass fast zwei Drittel auf mineralische Baustoffe und Metalle entfallen. Quelle: Eisenmenger et al. (2024).
Der heutige #EarthOvershootDay bestätigt: Wir verbrauchen zu viele Ressourcen - v.a. im Bau- & Metallsektor. #movethedate mit #Kreislaufwirtschaft: Mehr Sanierung, Nachverdichtung und Leerstandsnutzung im Bau. Mehr recycelte Materialien bei Metall. Details hier 👉 kontext-institut.at/inhalte/krei...
Balkendiagramm zeigt die jährlichen Kosten für Importe von Öl, Gas und Kohle in Österreich von 2000 bis 2025 in Milliarden Euro. Die Balken sind gestapelt nach Kohle (hell), Gas (gelb) und Erdöl (orange) und liegen durchgehend im negativen Bereich (Handelsbilanzdefizit). Die Defizite schwanken über die Jahre, erreichen einen Tiefpunkt um 2022 mit knapp −20 Milliarden Euro und gehen danach wieder zurück. Für 2025 ist ein Defizit von −7,85 Milliarden Euro hervorgehoben.
Wir geben jährlich Milliarden für Öl & Gas aus - v.a. bei Preisschocks –, die ohne Wertschöpfung abfließen. Mit der #Befreiung aus Öl & Gas senken wir Energiekosten, schaffen Aufträge für Handwerk:innen und Wettbewerbsfähigkeit für die Industrie. Hier unser Plan: kontext-institut.at/inhalte/befr...
Wie lange wollen wir noch so tun, als könnten wir einfach weitermachen? Das Märchen vom billigen Gas, die kurzfristigen Spritpreisbremsen...nur um die Realität zu überdecken? Unsere Abhängigkeit von Öl und Gas kostet. Deshalb haben wir bei @kontext-institut.at einen Befreiungsplan entwickelt! 1/9
"Österreich hat alle Voraussetzungen, um zu verhindern, dass Öl und Gas weiter unseren Wohlstand zerfressen", sagt @krogenhofer.bsky.social in einem Artikel über den KONTEXT #Befreiungsplan von @aliciaprager.bsky.social für @derstandard.at www.derstandard.at/story/300000...
Zum zweiten Mal binnen weniger Jahre müssen Haushalte & Unternehmen die Rechnung für unsere Öl- und Gasabhängigkeit zahlen. Damit die Energiekrise nicht zum Dauerzustand wird, müssen wir uns schnellstmöglich von Öl & Gas befreien. Hier der KONTEXT #Befreiungsplan: kontext-institut.at/inhalte/befr...
„Ökologisierung gegen Wirtschaftlichkeit auszuspielen, ist nicht mehr zeitgemäß“, da sind Sabine Herlitschka und ich uns einig. Warum wir kluge Regulation, innovationsfördernde Beschaffung und ein Ende der Zick-Zack-Politik brauchen, um uns aus der fossilen Abhängigkeit zu befreien. (1/2)👇
Zum Artikel geht es hier (Paywall): table.media/esg/news/oes...
Unsere aktuelle Studie gibt es hier: kontext-institut.at/inhalte/krei...
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Welche Maßnahmen braucht es, um das enorme Potenzial der heimischen Kreislaufwirtschaft zu realisieren?
- Leitmärkte für zirkuläre Produkte
- CO2-Bepreisung weiterführen
- Abfallrecht grundlegend reformieren
- Mindestanteil an Recyclingmaterial verankern
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Für Technologien der Kreislaufwirtschaft werden hierzulande deutlich mehr Patente angemeldet als im globalen Durchschnitt. Allen voran #Recycling ist Treiber der heimischen Innovationen. Klare Spitzenreiter sind das Textil- und Plastikrecycling, gefolgt von Papierrecycling und Abfallaufbereitung. 2/
Balkendiagramm mit dem Titel „Recycling als Treiber heimischer Innovationen“. Dargestellt ist die Innovationsstärke (RTA-Index) verschiedener Recycling- und Kreislauftechnologie-Sektoren in Österreich im Vergleich zum OECD-Durchschnitt (Markierung bei Wert 1). Alle gezeigten Bereiche liegen über dem Durchschnitt. Am höchsten ist der Wert für Textil-Wiederverwendung (über 6), gefolgt von Kunststoff-Recycling (ca. 3,8), Papier-Recycling (ca. 3,5), Abfallaufbereitung (ca. 2,7) und Recycling von Elektrogeräten (ca. 1,9). Der Gesamtwert für alle Kreislauftechnologien liegt knapp unter 2. Ein Hinweis erklärt: Werte über 1 bedeuten eine überdurchschnittliche Spezialisierung bei Patenten.
Bei der #Kreislaufwirtschaft ist Österreich bereits Pionier. „Viele Innovationen scheitern aber an der Skalierung, weil notwendige Rahmenbedingungen fehlen“, sagt @krogenhofer.bsky.social in einem Artikel von @lukasbayer.bsky.social für @table.media. 1/
Die Modellierung wurde vom @umweltbundesamt.at und dem Centre of Economic Scenario Analysis and Research (CESAR) im Auftrag von KONTEXT durchgeführt.
Zur Studie geht es hier: kontext-institut.at/inhalte/krei... 3/3
Die positiven Effekte entfalten sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Besonders profitieren Abfallwirtschaft, Maschinenbau, industrielle Zuliefererbranchen sowie handels- und dienstleistungsnahe Bereiche. 2/
Die Grafik zeigt die wirtschaftlichen Effekte eines gesteigerten Recyclings („Recyclingboost“) im Vergleich zu einem Basisszenario für das Jahr 2030. Dargestellt sind zusätzliche Wertschöpfung (in Mio. €) und zusätzliche Arbeitsplätze nach Branchen. In der Abfallwirtschaft entstehen mit Abstand die größten Effekte (+921 Mio. € und +6.629 Jobs), gefolgt vom sonstigen produzierenden Gewerbe (+221 Mio. €, +2.301 Jobs) und dem Maschinenbau (+141 Mio. €, +1.262 Jobs). Weitere Beiträge kommen u. a. aus Maschinenreparatur, Bauinstallation und Elektronik. Auch Dienstleistungen profitieren: Besonders sonstige Dienstleistungen (+372 Mio. €, +4.256 Jobs) und der Großhandel (+191 Mio. €, +1.932 Jobs). Kleinere Effekte zeigen sich im Einzelhandel, der Arbeitsvermittlung und im Immobilienwesen. Insgesamt verdeutlicht die Grafik, dass verstärktes Recycling sowohl die Wertschöpfung als auch die Beschäftigung in mehreren Branchen deutlich erhöht.
Kreislaufwirtschaft in Österreich hat ein enormes Wettbewerbspotenzial: Ein gezielter Recyclingboost lässt die Wertschöpfung zusätzlich um 2,2 Mrd. Euro steigen und schafft 20.300 Arbeitsplätze. Die Wirkung ist breit: Kreislaufwirtschaft wird so zum gesamtwirtschaftlichen Pulsgeber. 1/
Hätten wir bereits nach dem Preisschock ab 2022 den Ausstieg aus Öl und Gas konsequent in Angriff genommen, könnten wir heute entspannter auf die Energiepreise blicken. “Dieser Fehler sollte uns nicht noch einmal passieren”, schreibt @krogenhofer.bsky.social im @kurier.at. kurier.at/meinung/gast...
Screenshot von Gastkommentar mit dem Titel "Mit Symptombekämpfung bleibt die Energiekrise ein Dauerzustand" im Kurier
Mit Symptombekämpfung (zB Steuern auf Treibstoff reduzieren) ist die Energiekrise nicht gelöst. Eine rasche Energiewende ist eine wirtschaftliche und sicherheitspolitische Notwendigkeit. Alles andere wäre fahrlässig. Mein Gastkommentar im @kurier.at.web.brid.gy 👇