WECKRUF
Was es heiĂt, nicht gehalten zu werden.
Wer denkt, dass man erst trans* Menschen entrechten kann, ohne dass alle anderen folgen, versteht nicht, wie Faschisierung funktioniert.
Und wer glaubt, die Suizidrate von 40â50 %
wĂźrde sinken, wenn wir
unsichtbarer und rechtloser werden:
Falsch. Sie steigt. Sie wird tĂśdlich.
Ich schreibe das nicht fĂźr Mitleid.
Ich schreibe es, weil ich als
lesbische autistische Transfrau
mich nur teilweise getragen fĂźhle â
privat und aktivistisch.
Ja, ich habe Freundinnen.
Aber ich sehe sie selten.
Was fehlt, ist eine Partnerin,
bei der ich einfach zusammenbrechen kann,
im Bett liegen, weinen, gehalten werden.
Das kann keine Freundschaft ersetzen.
Und in Queermany bin ich fast die Einzige,
die Vollzeit trägt â
alle anderen sind ausgebrannt
oder haben ihre eigene private Kämpfe.
So kann niemand 2026 bestehen.
Und dann frage ich mich:
Was mĂźssen wir noch schreiben oder posten,
damit die Community endlich aufwacht?
WECKRUF
Queermany braucht Dich!
2026 droht ein massiver RĂźckbau
von trans*, nichtbinären, queeren
und Frauen Rechten. 2025 war erst der Anfang!
Viele werden erst erschrecken, wenn es zu spät ist.
Ich spĂźre diese Entwicklung als GrĂźnderin
jetzt schon und sie macht mir enorme Angst.
Um dem etwas entgegenzusetzen,
braucht es eine STARTKE
queerfeministische Bewegungskraft
nach Vorbild von Fridays for Future:
breit, anschlussfähig,
in vielen Städten organisiert
und fähig, Kampagnen und Protestzßge
wirklich groĂ werden zu lassen.
Doch mit nur 4 Orts- bzw. Partnergruppen
und einer Handvoll aktiver Menschen
in der Bundesstruktur reichen
unsere Kräfte dafßr nicht aus.
So eine Bewegung kann nur dauerhaft
reale Veränderungen im heutigen Alltag erreichen,
wenn mehr Menschen mittragen â
so wie damals in der Klimabewegung,
wo man nie alleine war.
Queermany kann viel
wie beim Sonderregister,
aber nicht dauerhaft allein.
Queermany hat 4 Orts- bzw. Partnergruppen, 2 Kampagnen,
150 ⏠statt 400â500 ⏠Budget und wird durch Insta-Shadowbans weiter geschwächt.
2026 fallen Rechte, KĂśrper und Leben.
Wenn trans* & nichtbinäre Rechte fallen, fallen als Nächstes:
queere, Frauen-Rechte, Selbstbestimmung, Räume & Autonomie.