Foto rot eingefärbter Farbstein mit Handwalze, Waschkanne und Farbdosen. Farbsteine gab es früher in jeder Druckerei. Es waren ausgemusterte Lithosteine, auf denen sich Farbe besser als auf Glasscheiben verreiben lässt.
Foto diverser Fabproben, um das "richtige" rot zu dem im blauschwarz gedruckten Text von Hannah Arendt zu bestimmen.
Foto gerahmter Drucke an der Wand der Setzerei. Jeder Umschlagposterdruck ist so berechnet, dass man durch Beschnitt ein A3 Plakat erhält. Im Bild sieht man sechs von mittlerweile 22 Einbandpostern
Foto des fertig gerahmten Druckes in Bordaux Rot und Schwarz Blau eines Textes von Hannah Arendt. Der Text lautet: Dieses ständige Lügen zielt nicht darauf ab, das Volk eine Lüge glauben zu machen, sondern darauf, dass niemand mehr irgendetwas glaubt. Ein Volk, das nicht mehr zwischen Wahrheit und Lüge unterscheiden kann, kann auch nicht zwischen richtig und falsch unterscheiden. Und ein solches Volk, das sich seiner Macht, zu denken und zu urteilen, beraubt sieht, ist auch, ohne zu wissen und zu wollen, dem Gesetz der Lüge vollständig unterworfen. Mit einem solchen Volk kann man dann machen, was man will.
Rot, dachte er beinahe gelangweilt ins Farblager greifend und nicht ahnend, was für ein Fass er da im Moment aufmachen sollte. Am Ende habe ich mich durch mein halbes und dabei wirklich nicht kleines Farbenlager durchprobiert und es wurde dann ein dunkles Weinrot zum dunklen Schwarzblau.
Fertig.