Als die Straße 1980 benannt wurde, war das mehr als eine Ehrung.
Es war ein Verweis auf eine Zeit des Aufbaus und auf eine Idee, die bis heute nachwirkt.
#Broich #Stadtgeschichte
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er das Prinzip des gemeinnützigen Wohnungsbaus entscheidend weiter, hin zu einer Wohnungswirtschaft mit sozialem Auftrag.
Nach 1945 fanden seine Ideen Eingang in die Wohnungspolitik der Bundesrepublik. Es ging um mehr als Neubau: um bezahlbaren Wohnraum, um Verantwortung,um Lebensqualität.
#Mülheim an der Ruhr
#Straßennamen Dr.-Julius-Brecht-Weg
Julius Brecht gehörte zu den prägenden Stimmen der deutschen Wohnungswirtschaft im 20. Jahrhundert. Als Geschäftsführer der Westfälischen Heimstätte und später an der Spitze des Verbandes des gemeinnützigen Wohnungswesens entwickelte
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Für uns als Geschichtsverein ist das Teil unserer Erinnerungskultur: Geschichte nicht nur als Bruch zu erzählen, sondern auch als Fortsetzung.
#Geschichtsverein #Erinnerungskultur #JüdischesLeben
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der Synagoge am 20. April 1960 wird diese Tradition wieder sichtbar. Nach den tiefen Brüchen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entsteht ein Ort für Gemeinschaft, für Glauben, für Begegnung.
#Mülheim an der Ruhr
#HistorischesCalendarium
20.04.1960
Einweihung der Synagoge in der Kampstraße in Mülheim an der Ruhr
Jüdisches Leben gehört seit Jahrhunderten zu unserer Stadt. Familien lebten hier, arbeiteten, prägten das gesellschaftliche Leben in Mülheim. Mit der Einweihung
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in Elsaß-Lothringen.
Warum dieser Wechsel?
Nicht weg vom Militärischen, sondern hin zu einer gezielten Auswahl von Namen, die politisch ins Bild passten. Die 1930er Jahre haben vielerorts auch in Mülheim ihre Spuren im Stadtplan hinterlassen.
#Styrum #Stadtgeschichte #Erinnerungskultur
spiegelten das Denken der Zeit. 1937 dann die Umbenennung: aus Moltke wird Manteuffel.
Ein anderer preußischer Militär, Edwin Freiherr von Manteuffel, Generalfeldmarschall, enger Vertrauter von König Wilhelm I., später Reichsstatthalter
##Mülheim an der Ruhr
#Straßenname
Die Manteuffelstraße erzählt mehr Geschichte, als man auf den ersten Blick vermutet.
Angelegt wurde sie 1900 damals noch als Moltkestraße. Ein typischer Name der Kaiserzeit: Militär, Nation, Stolz. Styrum wuchs, neue Straßen entstanden, und ihre Namen
Zeche Wiesche. Auf einem Stadtplan von 1885 ist sie noch als Fußweg erkennbar.Aus diesem Weg wird schließlich eine Straße.
Seit 1908, bestätigt 1914, trägt sie den Namen: Buggenbeck.
Ein Straßenname, der Landschaft, Arbeit und Wandel in sich trägt.
#Geschichte #Ruhrgebiet
#Mülheim an der Ruhr
#Straßennamen
Buggenbeck
Schon im Urkataster von 1822 ist hier das „Buggenbecks Feld“ verzeichnet, eine alte Lagebezeichnung in der Section Oberbach.
Später verläuft genau hier eine wichtige Verbindung der frühen Industrialisierung: die Trasse der Kohlbahn zur
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verwiesen wird, der 1945 durch Befehlsverweigerung die Sprengung der Schlossbrücke verhinderte, ist eine bemerkenswerte historische Episode.
#Saarn #Stadtgeschichte #Nachkriegszeit
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schaffen, sondern auch ein Gefühl von geografischer und kultureller Verbundenheit ausdrücken. Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen durch Krieg und Vertreibung ihre Herkunftsorte verloren hatten.
Dass im Zusammenhang mit der Straße gelegentlich auf den aus Merzig stammenden Unteroffizier
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Umbrüchen der Nachkriegsjahre geprägt war. Das Saarland stand damals unter besonderem internationalen Einfluss und war politisch wie kulturell eng mit Frankreich verbunden.
Die Wahl des Namens verweist auf die Stadt Merzig, Kreisstadt im Saarland. Diese Benennungen sollten nicht nur Orientierung
#Mülheim an der Ruhr
#Straßennamen
Merziger Straße (Saarn) Eine Zeit der bewussten Benennung ganzer Straßenzüge nach Städten und Regionen, hier aus dem Raum Saar, Elsaß-Lothringen.
Sie wurde am 16. Mai 1951 benannt, die Zeit, in der Deutschland noch stark von den politischen und territorialen
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sprichwörtlich:
Wer als besonders stark galt, von dem hieß es, er habe „Mathes in den Mauen“.
Ein Stück Mölmsch und ein Name, der bis heute nachwirkt.
#Stinnes #Mathias #Moelmsch#Stadtgeschichte
#Mülheim an der Ruhr
#HistorischesCalendarium
16.04.1845
Mit Mathias Stinnes verliert Mülheim einen seiner frühen Unternehmer. Mit gerade einmal 55 Jahren.
Mehr als 60 Schiffe seiner Flotte waren auf #Rhein und #Ruhr unterwegs und transportierten weit mehr als nur Kohle.
Seine Kraft wurde
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verloren hat. Der Straßenname wurde 1902 vergeben und 1921 nochmals bestätigt. Er bewahrt, was vor Ort längst nicht mehr sichtbar ist.
Straßennamen wie dieser sind kleine Zeitfenster – man muss sie nur lesen.
#Stadtgeschichte #Raadt
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Bestandteil der damaligen Lebenswelt: mahlen, versorgen, Alltag sichern.
Die Mühle selbst ist verschwunden. Doch am ehemaligen Standort findet sich bis heute ein älteres Gebäude, das als baulicher Nachfolger gelesen werden kann. Ein Hinweis darauf, dass dieser Ort seine Geschichte nicht ganz
#Mülheim an der Ruhr #Straßenname
Die Windmühlenstraße in Raadt erzählt von einer Zeit, in der hier tatsächlich der Wind arbeitete.
Im Urkataster von 1820 ist nördlich der Hofgruppe Raadt eine „Windmühle“ verzeichnet – Section II, Parzelle 94. Kein romantisches Detail, sondern ein wichtiger 1/3
Mischung aus ganz unterschiedlichen Namensgebungen, Literatur, Wissenschaft, lokale Bezüge.
#Dichter #Stadtgeschichte
Name lautete einmal „zur Reuterstraße“. Damit ist die Verbindung zu Fritz Reuter schon angelegt. Zwei der prägenden Stimmen der niederdeutschen Literatur, ganz nah beieinander im Stadtbild.
Und doch:
Ein ganzes „Dichterviertel“ ist hier nicht entstanden. Die Umgebung zeigt eine
#Mülheim an der Ruhr
#HistorischesCalendarium
Die Klaus-Groth-Straße in Winkhausen trägt seit 1951 den Namen eines Dichters, der der plattdeutschen Sprache im 19. Jahrhundert zu neuer Aufmerksamkeit verhalf: Klaus Groth.
Was ich daran besonders spannend finde:
Der ursprüngliche
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Reißbrettsondern entwickelten sich aus dem Alltag der Menschen, die vor Ort lebten. Noch 1821 trägt sie den Namen „Lange Heidstraße“, eine Bezeichnung, die auf die Landschaft verweist, auf Heideflächen und Weite.
Erst zum 1. Januar 1911 wird sie in „Bonnemannstraße“ umbenannt.
#Dümpten
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alteingesessene Familie handelt, die das Gebiet über längere Zeit geprägt hat. Solche Benennungen sind typisch für das damalige Dümpten: eine noch stark ländlich geprägte Gegend mit einzelnen Höfen, verstreuten Häusern und gewachsenen Familienstrukturen. Namen entstanden hier nicht am,
#Mülheim an der Ruhr
#Straßennamen
Die Bonnemannstraße in Dümpten geht nicht auf eine berühmte Persönlichkeit zurück, sondern auf eine Familie, die hier ansässig war. Im Adressbuch von 1910 taucht der Name „Bonnemann“ gleich mehrfach auf. Ein Hinweis darauf, dass es sich um eine
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bevor daraus eine Straße wurde.
1908 erhielt sie offiziell den Namen „Buggenbeck“, 1914 wurde er bestätigt. #Heimatgeschichte #Ruhrgebiet
Das „-beck“ weist auf einen Bach oder feuchtes Gelände hin, „Buggen-“ vermutlich auf einen Hof- oder Besitznamen.
Im 19. Jahrhundert verlief entlang der heutigen Straße die Trasse der „Kohlbahn zur Zeche Wiesche“. Noch 1885 ist sie im Stadtplan als Weg erkennbar,
#Mülheim an der Ruhr
#HistorischesCalendarium
Der Straßenname „Buggenbeck“ führt weit zurück: Bereits im Urkataster von 1822 ist hier „Buggenbecks Feld“ verzeichnet (Section E / Oberbach). Es handelt sich also um einen alten Flurnamen, entstanden aus der Landschaft selbst.
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„an der Velau“ ausgebaut, ein erster Schritt hin zur späteren Straße.
1902 ist es dann soweit: Die Stadt vergibt offiziell den Namen Velauer Straße.
#Fulerum #Stadtgeschichte #Ruhrgebiet #GeschichteVorOrt #Bergbau #Heimatgeschichte #Urkataster