Ausgerechnet Syrien steht jetzt plötzlich als Insel der Stabilität im Nahen Osten da. Al-Scharaa lässt Neutralität walten und widersteht allen Versuchen beider Seiten, sich in den Krieg hineinziehen zu lassen. Das eint Syrien und Deutschland – und das sollte die Regierung in Berlin nutzen. Wäre der syrische Präsident wirklich der blutrünstige, Minderheiten massakrierende Dschihadist, als den ihn eine gewisse Propaganda von Rojava-sympathisierenden Linken und christlichen Rechten darstellt, würde er selbst lustvoll an der Destabilisierung des Nahen Ostens mitwirken. Tatsächlich aber betreibt al-Scharaa, der erst im Dezember 2024 als Rebellenchef eine der brutalsten Diktaturen der Welt stürzte, eine Politik des Ausgleichs. Und sie funktioniert gemessen am kurzen Zeitraum bemerkenswert gut in einem Land, in dem nach Jahrzehnten Staatsterror und Bürgerkrieg die gesamte Bevölkerung unzählige Rechnungen offen hat.
[Syrien / Massaker an Alawit*innen und Drus*innen]
In einem @taz.de Artikel heißt es, der selbsternannte syrische Übergangschef Al Jolani, der heute von Merz empfangen wird um über Abschiebungen zu reden, betreibe eine "Politik des Ausgleichs" im Zeichen der […]
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