Bericht JHV Schützenverein Lüsche-Räderloh 2026
**Zur Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Lüsche-Räderloh konnte der 1. Vorsitzende Alexander Zergiebel am vergangenen Freitag knapp 40 Mitglieder im Schützenhaus in Lüsche begrüßen. Im Mittelpunkt des Abends standen der Rückblick auf das Jubiläumsjahr 2025, personelle Veränderungen sowie wichtige Entscheidungen für die Zukunft des Vereins.**
**Zergiebel ließ das besondere Jubiläumsjahr Revue passieren. Fast 80 Punkte habe er dazu ursprünglich auf seinem Zettel gehabt, diese jedoch bewusst gekürzt, um die Versammlung nicht unnötig in die Länge zu ziehen. Zahlreiche Schützenfeste in der Region seien besucht worden, gleichzeitig durfte der Verein im Juni viele befreundete Schützenvereine zum eigenen 100-jährigen Jubiläum begrüßen. Insgesamt sei alles reibungslos verlaufen und das Jubiläum ein voller Erfolg gewesen.**
**Ein besonderes Jahr sei 2025 auch aus finanzieller Sicht gewesen, berichtete Schatzmeisterin Nicole Zergiebel. Die Kassenlage sei solide, zudem habe es eine erfreulich hohe Spendenbereitschaft gegeben. Mit Blick auf 2026 zeichne sich jedoch ein herausforderndes Jahr ab: Die anstehende Dachsanierung, hohe Abgaben an Dachverbände und Versicherungen sowie steigende Heiz- und Unterhaltungskosten für das vereinseigene Schützenhaus machten Anpassungen notwendig. Entsprechend beschloss die Versammlung mehrheitlich eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrags sowie der Mietkosten für das Schützenhaus.**
**Den sportlichen Rückblick präsentierte Schießsportleiterin Doris Köslin. Insgesamt 14 Übungsschießen habe es gegeben, gekrönt von einem erfolgreichen Abschluss im November mit gemeinsamem Essen und einem Kleinkaliberschießen, bei dem Detlev Mundil die maximalen 500 Ringe erreichte. Besonders erfreulich sei der Zuwachs an aktiven Teilnehmern gewesen. Zudem wurden zahlreiche auswärtige Schießen bis hin zu den Landesmeisterschaften in Hannover besucht.**
**Für die abwesende Damenleiterin Julia von Tagen berichtete Nicole Zergiebel über die Aktivitäten der Schützendamen, die im vergangenen Jahr wieder sehr engagiert gewesen seien, mehrere Veranstaltungen besucht und eigene Treffen organisiert hätten. „Schön, dass die Damen nach ein paar Jahren mit einer Art schöpferischen Pause nun wieder aktiv sind.“**
**Jannik Wetzel zog als Zugführer der Jungschützen eine ebenfalls positive Bilanz. Viele gemeinsame Unternehmungen, der Besuch von Schützenfesten, das Osterfeuer sowie die Jungschützenparty im Rahmen des Jubiläums prägten das Jahr. Auch 2026 sei wieder einiges geplant, darunter das große „Oktobierfest“ und das Samtgemeinde-Jungschützenkönigsschießen im Oktober. Beim Herrenzug gab es einen Wechsel an der Spitze: Neuer Zugführer ist Oliver Schwan mit seinem Stellvertreter Martin Wetzel.**
**Spannend wurde es in der Versammlung bei den anstehenden Wahlen. Da das Amt des 1. Vorsitzenden nicht zur Wahl stand, übernahm Alexander Zergiebel die Leitung der Wahlgänge. Nach vielen Jahren im Finanzressort legte Nicole Zergiebel ihr Amt als Schatzmeisterin nieder. Zur neuen Kassenwartin wählten die Mitglieder Katrin Krahl, die künftig weiterhin von Katharina Schwan unterstützt wird. Christian Röling und Carsten von Tagen werden ihr da im kommenden Jahr genaustens auf die Finger schauen und die Kasse auf ihre Richtigkeit prüfen.**
**Einen weiteren Einschnitt gab es bei der Schießsportleitung: Auch Doris Köslin stellte ihr Amt nach langjähriger Tätigkeit zur Verfügung. Da ohne eine Schießsportleitung kein regulärer Schießbetrieb möglich ist und gleichzeitig die erforderlichen Qualifikationen bei potenziellen Nachfolgern noch fehlen, brachte der 2. Vorsitzende Kai Engler eine Übergangslösung ins Spiel. Demnach bleibt Doris Köslin für ein weiteres Jahr kommissarisch im Amt, während die Aufgaben verbindlich auf mehrere Schultern verteilt und parallel interessierte Mitglieder entsprechend ausgebildet werden. Dieser pragmatischen Lösung stimmte die Versammlung geschlossen zu.**
**Ebenfalls verabschiedet wurde Detlev Mundil, der sich rund zwölf Jahre lang als Hausmeister um das Schützenhaus verdient gemacht hatte. Künftig übernimmt Christoph Krahl die Betreuung der vereinseigenen Immobilie. Detlev Mundil sowie die scheidende Schatzmeisterin Nicole Zergiebel wurden mit herzlichen Worten des Dankes und kleinen Präsenten aus ihren Ämtern verabschiedet.**
**Bei den weiteren Wahlen wurde Kai Engler in seinem Amt als 2. Vorsitzender bestätigt. Da Schriftführer David Kuhnert an diesem Abend verhindert war, schwang seine Mutter Angela Rath für das Protokoll der Versammlung den Stift. Für das Amt des 2. Schriftführers, das Beate Manderla niedergelegt hatte, wählten die Mitglieder Andreas Sahm in Abwesenheit.**
**Weitere Themen waren die Planung des Schützenfestes 2026, das wieder in gewohnter Form stattfinden soll, sowie der Vorschlag zur Gründung eines vereinsinternen „Bauausschusses“. Dieser soll sich mit Fördermöglichkeiten, zukünftigen baulichen Herausforderungen am Schützenhaus und deren Finanzierung befassen. Auch die beschädigte Deckendämmung im Obergeschoss im Luftgewehrstand, die einem Marder zum Opfer gefallen ist, wurde angesprochen. Positiv zu verzeichnen: Das Material für die Sanierung des Schießstanddaches ist die Woche bereits geliefert worden, es würde lediglich auf besseres Wetter gewartet werden.**
**Grußworte der Gemeinde Steinhorst überbrachte Matthias Köslin und sicherte dem Verein weiterhin Unterstützung zu. Zum Abschluss wurde die vereinsinterne Kommunikation thematisiert. Diese sei verbesserungswürdig, insbesondere zwischen Vorstand und Zugführern. Alexander Zergiebel versprach hier Besserung: „Dieser Schützenverein soll Spaß machen, es ist schließlich ein Hobby für uns alle. […] Wenn es irgendwo Probleme gibt, sprecht mich gerne an. […] Wir sollten wieder mehr miteinander sprechen.“**
**Mit diesen Worten übergab der 1. Vorsitzende an Oberst Jürgen Domeyer, der die Versammlung mit einem kräftigen „Horrido-Jo“ schloss und zum geselligen Beisammensein bei Kaltgetränken einlud.**
_Bericht & Bilder: Vanessa Deckwer_