"Wir wählen keinen der angepriesenen Parteikandidaten. Der eine hat sich als diplomatischer Verdränger und mit Halbwahrheiten ins Gerede gebracht, der andere deckt die Heuchelei seines Parteiapparates. Beide reden von Armut, vergeuden aber Hunderte Millionen für Wahlpropaganda. Wir haben Zwentendorf verhindert und Hainburg möglich gemacht. Die Donau ist ein Fluß geblieben. Wir arbeiten gegen den Fremdenhaß, gegen das Niederregieren von Minderheiten, gegen den Ausschluß der Frauen aus der Politik, gegen die Aushöhlung der Demokratie im vorparlamentarischen Raum und im Hohen Haus gegen jene Parteidisziplin, die sich folgsame und unpolitische Wählerinnen und Wähler halten will. Es geht um viel mehr als nur um die Hofburg. Es geht um die Realisierung von Demokratie, um die Ausweitung der Bürgerrechte, um den sozialen Staat, um reines Trinkwasser, um den grünen Wald und einen abfangjägerfreien Himmel über dem Land, in dem wir die ganze Welt zu Gast haben wollen. Weil sie das mit uns will, weil auch sie sich weiter einmischen will, statt zuzuschauen, wie die viel zu Mächtigen unsere Zukunft verspielen, darum wählen wir am 4. Mai Freda Meissner-Blau."
Heute vor 40 Jahren erschien im "Profil" (21. April 1986) dieser Wahlaufruf für Freda Meissner-Blau für die Bundespräsidentschaftswahl 1986.
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