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#ODeutsch
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02.08.2025 um 17:06
Yon
Oliver Pink
und
Julia Wenzel
(十folgon
+ folgen
Wie fanden Sie Ihren „ZiB 2"-Auftritt vom Dienstag nachträglich? Etliche Beobachter fanden ihn verheerend.
Oskar Deutsch: Ich war emotional und habe mich in einigen Punkten missverständlich oder nicht präzise genug ausgedrückt. Es gab unzählige antisemitische Vorfälle in Österreich. Und am selben Tag wurde in der „ZiB 1" ein Propaganda-Bild verbreitet. Ein abgemagertes Kind als Symbol für verhungernde Kinder. Dabei hat dieses Kind eine angeborene Erkrankung, die für seinen Zustand verantwortlich ist. Das Leid dieses Jungen wurde instrumentalisiert für eine Anklage gegen Israel.
Sie haben gemeint, dass man nicht wisse, ob in Gaza Menschen hungern. Sehen Sie das noch immer so?
Nein, ich sagte, die Menschen sollen nicht hungern. Das ist eine schreckliche Situation dort. Wie in jedem Krieg leidet die Zivilbevölkerung. Aber die Frage ist: Wieso ist das so? Und wer ist verantwortlich? Und das ist ganz klar die Hamas. Wir bekommen die ganze Zeit Bilder von dort, die das Leid Einzelner missbrauchen und Lügen über Israel verbreiten.
Die Frage ist - auch für Journalisten - wem man glaubt. Auch die israelische Regierung wird ihre Sicht verbreiten. Was macht Sie sicher, dass die Hamas die Hilfslieferungen blockiert?
Davon bin ich überzeugt. Der Missbrauch ist ja dokumentiert. Einige in Politik und Medien scheinen den zensierten Informationen aus Gaza eher zu glauben als Informationen aus dem demokratischen Israel. Ich glaube nicht. dass stets korrekt recherchiert wird. Dadurch
entsteht ein vewerrtes Bild.

02.08.2025 um 17:06 Yon Oliver Pink und Julia Wenzel (十folgon + folgen Wie fanden Sie Ihren „ZiB 2"-Auftritt vom Dienstag nachträglich? Etliche Beobachter fanden ihn verheerend. Oskar Deutsch: Ich war emotional und habe mich in einigen Punkten missverständlich oder nicht präzise genug ausgedrückt. Es gab unzählige antisemitische Vorfälle in Österreich. Und am selben Tag wurde in der „ZiB 1" ein Propaganda-Bild verbreitet. Ein abgemagertes Kind als Symbol für verhungernde Kinder. Dabei hat dieses Kind eine angeborene Erkrankung, die für seinen Zustand verantwortlich ist. Das Leid dieses Jungen wurde instrumentalisiert für eine Anklage gegen Israel. Sie haben gemeint, dass man nicht wisse, ob in Gaza Menschen hungern. Sehen Sie das noch immer so? Nein, ich sagte, die Menschen sollen nicht hungern. Das ist eine schreckliche Situation dort. Wie in jedem Krieg leidet die Zivilbevölkerung. Aber die Frage ist: Wieso ist das so? Und wer ist verantwortlich? Und das ist ganz klar die Hamas. Wir bekommen die ganze Zeit Bilder von dort, die das Leid Einzelner missbrauchen und Lügen über Israel verbreiten. Die Frage ist - auch für Journalisten - wem man glaubt. Auch die israelische Regierung wird ihre Sicht verbreiten. Was macht Sie sicher, dass die Hamas die Hilfslieferungen blockiert? Davon bin ich überzeugt. Der Missbrauch ist ja dokumentiert. Einige in Politik und Medien scheinen den zensierten Informationen aus Gaza eher zu glauben als Informationen aus dem demokratischen Israel. Ich glaube nicht. dass stets korrekt recherchiert wird. Dadurch entsteht ein vewerrtes Bild.

Israel lässt keine Journalisten nach Gaza.
Dafür bin ich weder zuständig noch verantwortlich. Aber ich sehe eines: Seit Monaten wird einseitig berichtet. Vergessen wir nicht, was am 7. Oktober passiert ist: Hamas-Terroristen kommen nach Israel, töten 1200 Menschen, köpfen Babys, nehmen 250 Geiseln. Und sie wollen es wiederholen.
Und dennoch scheint die Stimmung in der europäischen Öffentlichkeit immer mehr gegen Israel zu kippen. Hat die Hamas den Propagandakrieg gewonnen?
Sie führt den Propagandakrieg erfolgreich. Und Israel führt ihn meiner Meinung nach nicht. Das sollte sich andern.
Der deutsche Außenminister meinte nun, die Situation in Gaza habe „unfassbare Dimensionen angenommen".
Ja, für die Geiseln, die gefoltert werden, und für Zivilisten in Gaza ist es schrecklich. Aber wir wissen nicht, was sich dort wirklich abspielt.
Es herrscht Krieg.
Sie haben auch das Rote Kreuz und die Vereinten Nationen massiv kritisiert. Fallen diese Organisationen auch auf Lügen herein?
Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes hat die Geiseln in Gaza nie besucht. Ich weils nicht, ob es versucht wurde. Das wäre in einem Krieg aber ihr Job. Und von der UNO wissen wir, dass in den vergangenen Jahrzehnten mehr Resolutionen gegen Israel durchgegangen sind als gegen alle Diktaturen zusammen. Also sind das für mich in Bezug auf Israel und Gaza nicht unbedingt glaubwürdige Organisationen.

Israel lässt keine Journalisten nach Gaza. Dafür bin ich weder zuständig noch verantwortlich. Aber ich sehe eines: Seit Monaten wird einseitig berichtet. Vergessen wir nicht, was am 7. Oktober passiert ist: Hamas-Terroristen kommen nach Israel, töten 1200 Menschen, köpfen Babys, nehmen 250 Geiseln. Und sie wollen es wiederholen. Und dennoch scheint die Stimmung in der europäischen Öffentlichkeit immer mehr gegen Israel zu kippen. Hat die Hamas den Propagandakrieg gewonnen? Sie führt den Propagandakrieg erfolgreich. Und Israel führt ihn meiner Meinung nach nicht. Das sollte sich andern. Der deutsche Außenminister meinte nun, die Situation in Gaza habe „unfassbare Dimensionen angenommen". Ja, für die Geiseln, die gefoltert werden, und für Zivilisten in Gaza ist es schrecklich. Aber wir wissen nicht, was sich dort wirklich abspielt. Es herrscht Krieg. Sie haben auch das Rote Kreuz und die Vereinten Nationen massiv kritisiert. Fallen diese Organisationen auch auf Lügen herein? Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes hat die Geiseln in Gaza nie besucht. Ich weils nicht, ob es versucht wurde. Das wäre in einem Krieg aber ihr Job. Und von der UNO wissen wir, dass in den vergangenen Jahrzehnten mehr Resolutionen gegen Israel durchgegangen sind als gegen alle Diktaturen zusammen. Also sind das für mich in Bezug auf Israel und Gaza nicht unbedingt glaubwürdige Organisationen.

Die jüdische Hochschülerschaft in Österreich hat ebenso wie der Autor Doron Rabinovici gemeint, dass es nicht nur nicht antisemitisch, sondern sogar angebracht sei, das Leid in Gaza zu benennen. Paul Lendvai schrieb zuletzt von einem „sinnlosen und grauenvollen Gazakrieg". Haben sie alle unrecht?
Ich sage auch, dass das Leben in Gaza ein sehr schwieriges ist. Das
Leid ist furchtbar.
Gab es eigentlich ein Gespräch mit Alt-Bundespräsident Heinz Fischer? Dieser hatte gemeint, dass das Vorgehen der israelischen Regierung für den zunehmenden Antisemitismus verantwortlich sei. Der IKG-Generalsekretär warf ihm daraufhin vor, antisemitische Stereotype zu bedienen.
Ja, die Juden seien selbst schuld am Antisemitismus. Der Generalsekretär hat das deutlich kritisiert. Und dem ist nichts hinzuzufügen.
Was auffällt ist, dass Sie die israelische Regierung von Benjamin Netanjahu nahezu bedingungslos verteidigen, wiewohl Sie und Ihre Liste Atid an sich eher nicht seinem politischen Spektrum zuzuordnen sind. Warum ist das so?
Es geht nicht um die Regierung: Wenn Israel, die jüdisch geprägte Demokratie, dämonisiert wird, dann ist das antisemitisch. Und das kritisieren wir. Es ist die Aufgabe jeder Regierung, für die Sicherheit der eigenen Bevölkerung zu sorgen. Das Leid kann sofort beendet werden. Indem die Hamas die Geiseln freigibt. Und indem die Hamas aufgibt. Deswegen wäre es wichtig, dass der Druck auf die Hamas stärker wird, das zu tun. Und was die Regierung in Israel betrifft: Das ist eine rechte Regierung...

Die jüdische Hochschülerschaft in Österreich hat ebenso wie der Autor Doron Rabinovici gemeint, dass es nicht nur nicht antisemitisch, sondern sogar angebracht sei, das Leid in Gaza zu benennen. Paul Lendvai schrieb zuletzt von einem „sinnlosen und grauenvollen Gazakrieg". Haben sie alle unrecht? Ich sage auch, dass das Leben in Gaza ein sehr schwieriges ist. Das Leid ist furchtbar. Gab es eigentlich ein Gespräch mit Alt-Bundespräsident Heinz Fischer? Dieser hatte gemeint, dass das Vorgehen der israelischen Regierung für den zunehmenden Antisemitismus verantwortlich sei. Der IKG-Generalsekretär warf ihm daraufhin vor, antisemitische Stereotype zu bedienen. Ja, die Juden seien selbst schuld am Antisemitismus. Der Generalsekretär hat das deutlich kritisiert. Und dem ist nichts hinzuzufügen. Was auffällt ist, dass Sie die israelische Regierung von Benjamin Netanjahu nahezu bedingungslos verteidigen, wiewohl Sie und Ihre Liste Atid an sich eher nicht seinem politischen Spektrum zuzuordnen sind. Warum ist das so? Es geht nicht um die Regierung: Wenn Israel, die jüdisch geprägte Demokratie, dämonisiert wird, dann ist das antisemitisch. Und das kritisieren wir. Es ist die Aufgabe jeder Regierung, für die Sicherheit der eigenen Bevölkerung zu sorgen. Das Leid kann sofort beendet werden. Indem die Hamas die Geiseln freigibt. Und indem die Hamas aufgibt. Deswegen wäre es wichtig, dass der Druck auf die Hamas stärker wird, das zu tun. Und was die Regierung in Israel betrifft: Das ist eine rechte Regierung...

Die jüdische Hochschülerschaft in Österreich hat ebenso wie der Autor Doron Rabinovici gemeint, dass es nicht nur nicht antisemitisch, sondern sogar angebracht sei, das Leid in Gaza zu benennen. Paul Lendvai schrieb zuletzt von einem „sinnlosen und grauenvollen Gazakrieg". Haben sie alle unrecht?
Ich sage auch, dass das Leben in Gaza ein sehr schwieriges ist. Das
Leid ist furchtbar.
Gab es eigentlich ein Gespräch mit Alt-Bundespräsident Heinz Fischer? Dieser hatte gemeint, dass das Vorgehen der israelischen Regierung für den zunehmenden Antisemitismus verantwortlich sei. Der IKG-Generalsekretär warf ihm daraufhin vor, antisemitische Stereotype zu bedienen.
Ja, die Juden seien selbst schuld am Antisemitismus. Der Generalsekretär hat das deutlich kritisiert. Und dem ist nichts hinzuzufügen.
Was auffällt ist, dass Sie die israelische Regierung von Benjamin Netanjahu nahezu bedingungslos verteidigen, wiewohl Sie und Ihre Liste Atid an sich eher nicht seinem politischen Spektrum zuzuordnen sind. Warum ist das so?
Es geht nicht um die Regierung: Wenn Israel, die jüdisch geprägte Demokratie, dämonisiert wird, dann ist das antisemitisch. Und das kritisieren wir. Es ist die Aufgabe jeder Regierung, für die Sicherheit der eigenen Bevölkerung zu sorgen. Das Leid kann sofort beendet werden. Indem die Hamas die Geiseln freigibt. Und indem die Hamas aufgibt. Deswegen wäre es wichtig, dass der Druck auf die Hamas stärker wird, das zu tun. Und was die Regierung in Israel betrifft: Das ist eine rechte Regierung...

Die jüdische Hochschülerschaft in Österreich hat ebenso wie der Autor Doron Rabinovici gemeint, dass es nicht nur nicht antisemitisch, sondern sogar angebracht sei, das Leid in Gaza zu benennen. Paul Lendvai schrieb zuletzt von einem „sinnlosen und grauenvollen Gazakrieg". Haben sie alle unrecht? Ich sage auch, dass das Leben in Gaza ein sehr schwieriges ist. Das Leid ist furchtbar. Gab es eigentlich ein Gespräch mit Alt-Bundespräsident Heinz Fischer? Dieser hatte gemeint, dass das Vorgehen der israelischen Regierung für den zunehmenden Antisemitismus verantwortlich sei. Der IKG-Generalsekretär warf ihm daraufhin vor, antisemitische Stereotype zu bedienen. Ja, die Juden seien selbst schuld am Antisemitismus. Der Generalsekretär hat das deutlich kritisiert. Und dem ist nichts hinzuzufügen. Was auffällt ist, dass Sie die israelische Regierung von Benjamin Netanjahu nahezu bedingungslos verteidigen, wiewohl Sie und Ihre Liste Atid an sich eher nicht seinem politischen Spektrum zuzuordnen sind. Warum ist das so? Es geht nicht um die Regierung: Wenn Israel, die jüdisch geprägte Demokratie, dämonisiert wird, dann ist das antisemitisch. Und das kritisieren wir. Es ist die Aufgabe jeder Regierung, für die Sicherheit der eigenen Bevölkerung zu sorgen. Das Leid kann sofort beendet werden. Indem die Hamas die Geiseln freigibt. Und indem die Hamas aufgibt. Deswegen wäre es wichtig, dass der Druck auf die Hamas stärker wird, das zu tun. Und was die Regierung in Israel betrifft: Das ist eine rechte Regierung...

#ODeutsch #Interview #DiePresse

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IKG-Präsident Deutsch: „Ich war emotional und habe mich nicht... Er sei bei seinem »ZiB 2«-Auftritt zu emotional gewesen, sagt Oskar Deutsch. Dem Roten Kreuz und der UNO bringt er weiterhin Misstrauen entgegen. Israel sei der „Jude unter den Staaten“, der...

#ODeutsch #ohWeh
Deutsch wollte (zu) emotionale, missverständliche Aussagen aus dem ZIB2 Iv zurechtrücken- ich kommentiere das jetzt nicht. Dabei hat ihm die Presse sehr viel Raum
(2 Seiten) gegeben.
www.diepresse.com/19958984

(Geschenk-Artikel)

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