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Gegründet von Erich Brost und Jakob Funke, steht die WAZ für einen journalistischen Neuanfang in der Nachkriegszeit und wird später zum Kern der heutigen Funke Mediengruppe.
#Ruhrgebiet #Zeitgeschichte #OnThisDay #Pressegeschichte #WAZ
Aufgefaltete Schulungs- und Präsentationsmappe zur BILD am Sonntag mit mehreren Informationsfeldern zu Vertrieb, Werbung und Ausstattung. Rechts ist ein stilisierter Zeitungshändler in weißer Uniform vor blauem Hintergrund zu sehen, der eine Zeitung hochhält. Die Mappe steht auf einem Tisch und ist vollständig aufgeklappt dargestellt.
Detailansicht einer Präsentationsmappe zum Vertrieb der BILD am Sonntag. Zu sehen sind die Bereiche ‚Angebotsstellen‘, ‚Kino-Werbung‘ und ‚Anzeigen‘ mit Beispielen für Werbemittel wie ein Schild ‚Jeden Sonntag hier – Bild am Sonntag‘, ein kleines Kinowerbe-Motiv und eine Anzeigenvorlage.
Detailansicht einer Präsentationsmappe zum Vertrieb der BILD am Sonntag mit den Bereichen ‚Hinweisschilder‘ sowie ‚Händlerschürzen + Plakate‘. Zu sehen sind ein rotes Schild mit der Aufschrift ‚Jeden Sonntag hier – Bild am Sonntag‘ sowie Werbeplakate für Zeitungshändler.
Präsentationsseite mit der Überschrift ‚Ausrüstung‘ aus einer Schulungsmappe für BILD am Sonntag-Händler. Vor blauem Hintergrund steht eine Figur eines Zeitungshändlers in weißer Uniform und Mütze, der eine Ausgabe der Zeitung hochhält.
Diese Händler-Mappe der BILD am Sonntag zeigt, was zu guter Werbung im Jahr 1966 alles dazugehörte:
Plakate, Prospekte, Schulungen– und natürlich die passende Uniform für den Verkäufer.
Ein kleiner Blick in die Vertriebswelt von gestern. #Pressegeschichte #Archivfund #Zeitungsforschung
Als Medienhistorikern bedauere ich diesen Schritt. Gedruckte Zeitungen werden seit Jahrhunderten in Bibliotheken & Archiven für die Nachwelt konserviert. Ob rein digitale Zeitungen in ein paar Jahrzehnten oder Jahrhunderten noch lesbar sein werden, ist zumindest fraglich
#Pressegeschichte #Zeitungen
Heute endlich einmal besichtigt: das Ullstein-Druckhaus v. 1927 in Tempelhof. Hier wurden sie gedruckt, die legendären Zeitschriften des Konzerns. Oben rechts eine Schneidemaschine, die > 8.000 Broschüren pro Stunde verarbeiten konnte. Auf dem Foto die Februarausgabe des UHU 1927
#Pressegeschichte
Slide mit Informationen: Warum steht die Übernahme in der Kritik? Titel und Rechte an “Die Weltbühne” hat Holger Friedrich, Verleger der Berliner Zeitung, erworben. Seine politischen Äußerungen und Positionierungen zum Weltgeschehen stehen immer wieder in der Kritik – doch warum? Friedrich wird unter anderem eine Nähe zur sogenannten „Neuen Rechten“ sowie prorussische Tendenzen vorgeworfen. Zudem soll er laut Nicholas Jacobsohn, dem Enkel von Siegfried Jacobsohn, “Die Weltbühne” ohne Zustimmung der Familie neu aufgelegt haben. Friedrich hingegen behauptet, er habe den Kontakt gesucht, sei jedoch abgewiesen worden – und sprach in diesem Zusammenhang von einem angeblichen „Ostküsten-Geldadel“. Dieser Begriff gilt als besonders problematisch, da er anti-semitische Stereotype bedient, etwa die Vorstellung einer einflussreichen jüdischen Finanzelite. Zusätzliche Kritik erntete Friedrich für einen Beitrag in der ersten Ausgabe der neuen Weltbühne: Die Autorin Deborah Feldman stellte darin die jüdische Herkunft eines Redakteurs der Jüdischen Allgemeinen infrage – eine Behauptung, die sich nachweislich als falsch erwies.
Slide mit Informationen: Was können wir also erwarten? Ein klares redaktionelles Profil oder ein definierter publizistischer Anspruch ist derzeit kaum erkennbar. Durch die Antisemitismus-Debatte hat “Die Weltbühne” sicherlich einen Reputationsverlust erfahren und droht ihre moralische Legitimation zu verlieren. Zwar wurde auch die Geschichte der ursprünglichen “Weltbühne” durch Kontroversen begleitet. Nach dem Zweiten Weltkrieg etwa erschien sie in der DDR unter staatlicher Lenkung neu. Auch in den 1990er Jahren gelang es nicht recht, “Die Weltbühne” als unabhängiges, intellektuell glaubwürdiges Medium zu etablieren. Die Namensrechte wechselten mehrfach und brachten juristische Auseinandersetzungen mit sich. “Die Weltbühne” war über Jahrzehnte hinweg sicherlich ein Ort für scharfsinnige und durchaus unbequeme Publizistik, die aus diesen Gründen immer wieder zensiert oder instrumentalisiert wurde. Gleichzeitig zeigt sie damit nachdrücklich auf, wie mit Pressefreiheit, Meinungsvielfalt und politischer Macht im 20. und 21. Jahrhundert umgegangen wurde und wird.
Neugierig geworden? Der vollständige Nachdruck der “Weltbühne” (Jahrgänge 1918 –1933) sowie die nachfolgenden Publikationen von 1949 - 1993 befindet sich in unserem Archiv und können auf Anfrage eingesehen werden. Schreiben Sie uns bei Interesse eine Nachricht an: mail@diz-emslandlager.de Im unteren Teil des Beitrags sieht man den vollständigen Nachdruck der Weltbühne (1918 - 1933).
Die Weltbühne“, einst eines der kritischsten Wochenblätter der Weimarer Republik wird neu aufgelegt!
Teil 2/2
Warum äußern Kritiker:innen Bedenken gegenüber der Neuauflage?
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Eure Meinung zum Thema interessiert uns!
#erinnern #Pressegeschichte #dizemslandlager
Im Hintergrund zu sehen ist das Titelbild der Wochenschrift "Die Weltbühne". Der Einband ist rot mit schwarzer Schrift. Im Vordergrund steht der Titel des Beitrags: Die Weltbühne ... wird neu aufgelegt?
Slide mit Informationen: Wofür stand “Die Weltbühne” ursprünglich ? Von Siegfried Jacobsohn unter dem Namen “Die Schaubühne” gegründet, entwickelte sich das 1918 in “Die Weltbühne” umbenannte Blatt in der Weimarer Republik zu einem der zentralen Organe der Kritik an Militarismus, Nationalismus und gesellschaftlichen Missständen. Die Herausgeber und Mitarbeitenden des linksliberalen Wochenblatts sahen in der demokratischen Republik ihr geistiges und politisches Band. Zu den bekanntesten Autoren zählen der Friedensnobelpreisträger und Leiter des Blattes von 1927 bis 1932, Carl von Ossietzky, sowie der Publizist Kurt Tucholsky. Im Unteren Teil des Bildes sieht man von links nach rechts: Carl von Ossietzky, Siegfried Jacobsohn und Kurt Tucholsky
Slide mit Informationen: Auch in der Zeit des erstarkenden Nationalsozialismus übte “Die Weltbühne” weiterhin scharfe Kritik an den politischen Verhältnissen. Im Artikel „Windiges aus der deutschen Luftfahrt“ von 1929 wies Walter Kreiser unter dem Pseudonym Heinz Jäger darauf hin, dass die deutsche Luftfahrtindustrie staatliche Gelder für militärische Zwecke verwendete. Kreiser und Ossietzky, als Herausgeber des Blattes, wurden daraufhin 1931 im sogenannten „Weltbühne-Prozess“ wegen ”Landesverrats” angeklagt und schließlich wegen des ”Verrats militärischer Geheimnisse” zu Haftstrafen verurteilt. Ossietzky wurde, mit kurzer Unterbrechung, unter anderem im Konzentrationslager Esterwegen im Emsland inhaftiert. Im Unteren Teil des Bildes sieht man Carl von Ossietzky.
Die Weltbühne“, einst eines der kritischsten Wochenblätter der Weimarer Republik wird neu aufgelegt!
Teil 1/2
Doch wofür stand das Blatt ursprünglich?
Und wer machte es so bedeutend?
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Eure Meinung zum Thema interessiert uns!
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