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16. Dezember 1934

»Ein Appell an die Einwohnerschaft von Dölzschen«, lag vor etwa acht Tagen im Briefkasten. Richtet sich stark kommunistisch gegen die »höheren Beamten«, die genug getan zu haben glauben, wenn sie die Plakette der Winterhilfe (23 Prozent der Einkommensteuer!) besitzen, die beim »Eintopf« »durch das Dienstmädchen« 50 Pf geben lassen, während es aus ihrer Küche »nach Gänsebraten riecht«, die sich »für zu klug und zu gut« halten, um die Versammlungen und Veranstaltungen der den Staat tragenden NSDAP zu besuchen und wenigstens einzelne
Brocken nationalsozialistischer Weltanschauung in sich aufzunehmen«. Dem wurden Exempla pflichttreuen Verhaltens armer Leute gegenübergestellt. Dann hieß es: »Das, meine Dölzschener Volksgenossen, sind Opfer! Jenes aber sind klägliche, erbärmliche Almosen! Darum besinnt Euch auf Eure Pflicht gegenüber der Volksgemeinschaft, auf dass der Vorwurf der Volksfremdheit für Euch
nicht zur Beschuldigung als Volksschädling werde!« Gezeichnet vom Vorsitzenden der Parteiortsgruppe und dem des Winterhilfswerks dahier.

16. Dezember 1934 »Ein Appell an die Einwohnerschaft von Dölzschen«, lag vor etwa acht Tagen im Briefkasten. Richtet sich stark kommunistisch gegen die »höheren Beamten«, die genug getan zu haben glauben, wenn sie die Plakette der Winterhilfe (23 Prozent der Einkommensteuer!) besitzen, die beim »Eintopf« »durch das Dienstmädchen« 50 Pf geben lassen, während es aus ihrer Küche »nach Gänsebraten riecht«, die sich »für zu klug und zu gut« halten, um die Versammlungen und Veranstaltungen der den Staat tragenden NSDAP zu besuchen und wenigstens einzelne Brocken nationalsozialistischer Weltanschauung in sich aufzunehmen«. Dem wurden Exempla pflichttreuen Verhaltens armer Leute gegenübergestellt. Dann hieß es: »Das, meine Dölzschener Volksgenossen, sind Opfer! Jenes aber sind klägliche, erbärmliche Almosen! Darum besinnt Euch auf Eure Pflicht gegenüber der Volksgemeinschaft, auf dass der Vorwurf der Volksfremdheit für Euch nicht zur Beschuldigung als Volksschädling werde!« Gezeichnet vom Vorsitzenden der Parteiortsgruppe und dem des Winterhilfswerks dahier.

16. Dezember 1934

#VictorKlemperer #Tagebücher #NS #Nationalsozialismus #Faschismus #Antisemitismus #Shoah #Holocaust #Winterhilfswerk #Abgabezwang

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1. Oktober 1933
Winterhilfswerk, Reichserntedank, Sudentendeutsche

Zugunsten des neu gegründeten Winterhilfswerks findet der erste "Eintopfsonntag" im Deutschen Reich statt.

Erstmals findet auf dem Bückeberg bei Hameln das Reichserntedankfest statt.

Konrad Henlein gründet in Eger die Sudetendeutsche Heimatfront, die sich dem NS-Staat verpflichtet fühlt.

1. Oktober 1933 Winterhilfswerk, Reichserntedank, Sudentendeutsche Zugunsten des neu gegründeten Winterhilfswerks findet der erste "Eintopfsonntag" im Deutschen Reich statt. Erstmals findet auf dem Bückeberg bei Hameln das Reichserntedankfest statt. Konrad Henlein gründet in Eger die Sudetendeutsche Heimatfront, die sich dem NS-Staat verpflichtet fühlt.

1. Oktober 1933

#Nationalsozialismus #NS #Winterhilfswerk #Zwang #Kontrolle #Propaganda #Sudentenland #Sudetendeutsche #Tschechien

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